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Allgemeine_Zeitung_20220629


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MITTWOCH, 29. JUNI 2022

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SEIT 1916

CBNRM Unabhängige Forscher kommen zu dem Schluss, dass nicht alle Naturschutzstudien fraglos akzeptiert werden sollten. Seite 2

106. JAHRGANG, NUMMER 120

Nachwahl An den für den 12. August angesetzten Nachwahlen im Wahlkreis Swakopmund dürfen knapp 37 000 Wähler teilnehmen. Seite 3

ISSN 1560-9421

Geschichte Peter Starke erklärt in der heutigen Folge, wie er damals die Wilderer im Etoscha-Nationalpark bekämpfte. Mehr dazu auf Seite 6

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Das Wetter

Windhoek................... 5o| 19o Walvis Bay.................20o| 34o Weitere Werte und Vorhersage Seite 2

Namibier erhält Abschluss in Luft- und Raumfahrtsystemen Windhoek (jd/jn/sno) • Der in Namibia geborene

Bartho Harmse (M.), ein gebürtiger Namibier, nach seiner Graduierungszeremonie der Universität Glasgow in Schottland. Er hat seinen BA-Ingenieurs-Grad in Luft- und Raumfahrttechnik erfolgreich abgeschlossen. Neben ihm seine Mutter Alma (l.) und Vater Barney Harmse. • FOTOS: PRIVAT

Bartho Harmse schloss sein Studium an der James Watt School of Engineering an der Universität Glasgow in Schottland als Ingenieur für Luft- und Raumfahrtsysteme mit Auszeichnung ab. Harmse ist einer von sechs Absolventen, die am 22. Juni 2022 ihre Examen mit Auszeichnung beenden konnten. Während seines Studiums konzentrierte sich Harmse auf die Satellitentechnologie und untersuchte für sein Abschluss-Forschungsprojekt verschiedene ElektrosprayTriebwerke für CubeSats, um deren Treibstoffverbrauch zu senken. Ein CubeSat ist ein Typ der Miniatursatelliten mit einem Formfaktor, der einem 10 cm großen Würfel entspricht. Nach Angaben der amerikanischen Raumfahrtbehörde (National Aeronautics and Space Administration, NASA) sind CubeSats eine Klasse von NanoForschungsraumfahrzeugen, (Mini-Satelliten). Für sein Abschluss-Gruppenprojekt arbeitete Harmse an der Entwicklung von Überwachungsdrohnen für die schottische Polizei. „Ich habe das Ingenieurwesen ein wenig satt“, sagte Harmse im Interview mit einer NMHJournalistin. Er hofft, im nächsten Jahr seinen MasterAbschluss in Luft- und Raumfahrtmanagement an der Universität von Glasgow zu absolvieren. Harmse wollte schon immer Astronaut werden, hat sich aber entschieden, mit den Füßen auf der Erde zu bleiben und hofft, eines Tages nach Namibia zurückzukehren, um am Wachstum im Bereich der Wasserstoff-Energie in Namibia teilzunehmen. Die Universität Glasgow wird derzeit von Quacqerelli Symonds (ein Britisches Unternehmen, das Bildungseinrichtungen analysiert) unter den 100 besten Universitäten der Welt auf den 73. Platz eingestuft und ist die viertälteste Universität in England.

Lokale Stimmen jetzt kritisch

• ReconAfrica tappt weiter im Düstern und hält Versprechen nicht ein

Scheinbar mahlen die Mühlen langsam aber sicher im Falle des Ölexplorationsunternehmens ReconAfrica, das sich zunehmend der lokalen Kritik ausgesetzt sieht. Bisher wurde lokal geäußerte Kritik schnell abgetan, doch nun wird es für ReconAfrica schwieriger, denn die Kommunalführer und vor allem auch die Farmer haben sich mittlerweile mit der Materie befasst. Sogar das LAC ist bereits mehrfach eingeschaltet. Von Frank Steffen WINDHOEK

D

ie Internetseite „Upstream Energy Explored“ berichtete am vergangenen Freitag: „Das in Kanada ansässige Unternehmen ReconAfrica ist nur wenige Stunden davon entfernt, mit seiner ersten Wildcat-Bohrung in Namibia zu beginnen. Dies geschieht auf Boden, der 800 Millionen Barrel Öl enthalten könnte. Es ist die erste Bohrung einer Explorationskampagne mit vier Bohrlöchern in dieser Gegend.“ Auch im Ausland scheint es an Transparenz zu mangeln, denn das Bohrloch 8-2 liegt weniger als sieben Kilometer westlich von Kawe. Dort hatte ReconAfrica sein erstes Bohrloch 6-2 geschlagen. Investopedia erklärt: „Wildcat-Bohrungen sind eine Form von Hochrisiko-Erkundungsbohrungen nach Öl oder Erdgas in nicht nachgewiesenen oder vollständig ausgebeuteten Gebieten.“ In der Tat hatte ReconAfrica

gegenüber einem der AZ bekannten Farmer aus der Kavango-Region bemerkt, dass sogar die ersten SeismikVermessungen nicht vielversprechend geendet seien. Mittlerweile wähnen sich einige Farmer hinters Licht geführt. Auf der Facebook-Seite von ReconAfrica wurde die Eintragung, die über das ReconAfrica-Treffen mit den Farmern berichtete, mit bösen Bemerkungen quittiert. Wo die versprochenen Arbeitsstellen und die riesigen Ölfelder geblieben seien, wollten einige wissen? Eine Investorin aus dem Ausland kommentierte die Eintragung als „nicht viel versprechend“. Die lokalen Stimmen gegen die fortgesetzte Exploration scheinen sich ein Jahr vor der nächsten Wahl in Namibia zu mehren, welches der Regierung zu denken geben dürfte. Max Muyemburuko, der Vorsitzende des Verbandes für Hegegebiete und Kommunalwälder in den Ost-und West-Kavango-Regionen (KEWRCCFA), glaubt indessen fest daran, dass

sich ReconAfrica im Falle des Kapinga kaMwalye-Hegegebiets oberhalb des Khaudum-Nationalparks gar kei-

Mit der Transparenz nimmt es ReconAfrica nicht so genau. Auf ihrer Internetseite veröffentlicht das Explorationsunternehmen nur Lokalnachrichten, die den namibischen Staatsmedien entstammen. • FOTO: INTERNET

ne Hoffnungen zu machen braucht: „Da ReconAfrica seine Versprechen nicht erfüllt, wird es schwer für sie. Sie wollten die Stammesführung durch finanzielle Unterstützung für ein Hydroponik-Projekt umstimmen, doch die Ausrüstung und Materialien, die sie angeblich eingekauft haben, sind nie gemäß Rechnung geliefert worden. Darum lehnt unsere Verwaltung es ab, die Lieferscheine zu unterschreiben. Die Materialien wurden an anderen Stellen unter dem Namen unseres Hegegebiets abgeliefert.“ Dadurch sei das Vertrauen gebrochen zumal man bei voriger Gelegenheit festgestellt habe, dass ReconAfrica illegal Beobachtungskameras im Hegegebiet aufgestellt habe. Ferner sei der Seismik-Vermessungstraktor wiederholt und unerlaubt über Farmland gefahren und seien die angepriesenen Waldschneisen zur Brandbekämpfung anstelle der normalen 30 Meter nur 5 Meter breit geworden: „Seltsamerweise genau so breit, wie es eben der Traktor mit seinem Equipment braucht und entlang der Strecken, die ReconAfrica vermessen wollte.“ Diese Tage bereite man sich nun auf einen Appell des Rechtsbeistandsbüros LAC vor, der sich notfalls gerichtlich gegen die illegale Präsenz des Ölexplorationsunternehmens auf Kommunalgebiet richtet.

Bürgermeisterin äußert sich

Windhoek (ag/cr) • Die Bürger-

meisterin der Hauptstadt, Sade Gawanas, wurde am Montag in Handschellen abgeführt und hinten in einen Polizeiwagen geworfen. Gawanas erklärte gestern in einer Presse-Konferenz, dass sie auf einem offiziellen Besuch in OkahandjaPark war, um zu sehen, wie die Bewohner leben. Laut Gawans stand sie mit Bewohnern am Straßenrand, als ein Polizeiwagen mit hoher Geschwindigkeit anfuhr und sie ausweichen mussten. „Einer der Leute, mit denen ich gesprochen habe, hat die Polizei abgewunken“. Laut der Polizeisprecherin, Kauna Shi­ kwambi, soll einer der Bürger dem Polizisten jedoch den Mittelfinger gezeigt haben. Gawanas bestritt jedoch, dass sie oder einer der beteiligten Bürger eine unhöfliche Geste gemacht habe. Die Polizeibeamten (welche als Reservisten unterwegs waren) hätten sich geweigert, sich zu identifizieren. Außerdem hätten sich die Polizisten geweigert, ihr die Handschellen abzunehmen, bis ihre Leibwache ihnen seinen Ausweis gezeigt und sie aufgefordert habe, sie freizulassen. Gawanas erstattete daraufhin Anzeige gegen die betreffenden Polizeibeamten wegen unrechtmäßiger Verhaftung, gemeiner Körperverletzung und Crimen Injuria. Außerdem ließ sie sich in einem örtlichen Krankenhaus medizinisch untersuchen.

Postfach 3436 • General-Murtala-Muhammed-Avenue 11 • Windhoek • Tel.: +264-61-297 2300 • Fax: +264-61-22 02 25, +264-61-24 52 00 • [email protected] • www.az.com.na

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MITTWOCH, 29. JUNI 2022

INLAND

Das Wetter 99.5 Whk

Im Norden und Westen sonnig und heiß. Ansonsten teilweise bewölkt, mild und windig. An der Küste wehen weiterhin Sandstürme.

97.5 Swk

 hitradio.com.na facebook.com/hitradionamibia 0853 444 333

Der Kommentar FRANK STEFFEN

Ein wesentlicher Teil der namibischen Bevölkerung glaubt an die nachhaltige Jagd. Es stört uns, wenn jemand sich als „Besserwisser“ einmischt und es geht uns auch gegen den Strich, wenn jemand „unser“ gemeindebasiertes Management-Programm für natürliche Ressourcen, kurz CBNRM, kritisiert. Die AZ hat nun über drei Tage hinweg eine Artikelserie gebracht, die sich mit einer Studie der Professoren Stasja Koot, Paul Hebinck und Sian Sullivan befasst, die im wissenschaftlichen Magazin „Society & Natural Resources“ abgedruckt wurde. Man darf sicherlich davon ausgehen, dass die Studie ein wenig durch die COVID-19-Pandemie unterging, doch wird sie wahrscheinlich auch ein Stück weit von der betroffenen (kritisierten) Gemeinschaft ignoriert worden sein. Doch offenbart die Studie scheinbar einen grundlegenden Denkfehler, der sich durch sozialen und politischen Druck im Naturschutz eingeschlichen. Die drei Fachkräfte erklären in ihrer Ausführung, warum die Interdependenz zwischen der vom CBNRM betroffenen Kommunalbevölkerung (die finanziell vom Hegegebiet abhängig ist, während sie auch Hüter der Wildes sein soll) und Wissenschaftlern beziehungsweise Interessenträgern sowie Politikern, dem Naturschutz schadet. Um ihre Relevanz zu bewahren, „müssen“ sie wohl über Erfolge melden und verdrängen die Mängel. Dieser Denkfehler setzt sich auf höchster Ebene fort, denn der Umweltminister (der letztendlich Kabinettsentschlüsse umsetzt) stellt den Umweltkommissar an, der sicherstellen soll, dass Umweltverträglichkeitsprüfungen dem Gesetz entsprechen. Wenn der Minister allerdings Teil eines solchen Fehlentschlusses ist, stellt sich der namibische Kommissar wohl kaum gegen seinen Chef. Genauso wenig stellt sich ein Interessenträger (sprich Forscher) im Hegegebiet gegen die Bevölkerung, die ihre Pflicht versäumt, ihn aber überhaupt erst dort zulässt. Somit wird aus der Hege ein ewiger Kuhhandel.

IMPRESSUM Herausgegeben von Namibia Media Holdings / NMH (Pty) Ltd., Windhoek, Namibia, Co. Reg. No: 77/03366/07; 106. Jahrgang; erscheint Montag bis Freitag mit einer Tagesauflage von ca.­ 4 000 Exemplaren; Druck: Newsprint Namibia, Windhoek. Mitglied im Editors’ Forum of Namibia (EFN) und in der AG Internationale Medienhilfe (IMH), Köln. Es gilt die Preisliste von November 2019.

Der Spruch

Okaukuejo.......................8o / 28o Omaruru..........................8o / 22o Oranjemund.................20o / 32o Oshakati........................10o / 24o Otjiwarongo....................8o / 20o Outjo................................8o / 22o Rehoboth........................ 5o / 18o Rundu............................10o / 23o Swakopmund.................20o / 34o

Tsumeb............................6o / 23o Walvis Bay.................... 20o / 34o Windhoek........................ 5o / 19o SADC-Region Gaborone........................ 5o / 18o Harare.............................. 4o / 15o Luanda...........................19o / 26o Lusaka..............................6o / 20o

Kapstadt........................ 12o / 22o Johannesburg..................3o / 15o Europa Berlin..............................16o / 26o Frankfurt/M..................19o / 29o München........................17o / 22o Wien............................... 21o / 36o Zürich..............................11o / 25o

Mehr Objektivität gefordert • CBNRM: Machtverhältnisse beeinflussen Diskurs

REDAKTEUR CHEF REDAKTEUR ALLGEMEINE ZEITUNG [email protected]

CBNRM gibt zu denken

Wir empfehlen auch: www.namibiaweather.info/

Aus................................... 5o / 18o Gobabis...........................5o / 20o Grootfontein...................2o / 20o Henties Bay................. 20o / 34o Katima Mulilo.................8o / 25o Keetmanshoop...............6o / 22o Khorixas......................... 12o / 29o Lüderitzbucht...............22o / 34o Mariental........................12o / 21o

Es ist notwendig, dass Wissenschaftler und Politiker im wissenschaftlichen Diskurs zu CBNRM mehr Objektivität und Selbstreflexion an den Tag legen, so eine kritische Studie. Es gilt die Einflüsse von Drittparteien auf- sowie den Erwartungsdruck von Interessenträgern an Entscheidungsträger zumindest zu erklären und zu bedenken. Von Katharina Moser & Frank Steffen WINDHOEK

D

en Aussagen von Politikern und selbst Wissenschaftlern kann man zum CBNRM (Community Based Natural Resource Management: Ressourcen-Nutzung durch Gemeinschaften) nicht immer trauen – das macht ein Forschungspapier des wissenschaftlichen Magazins „Society & Natural Resources“ klar, zu dem die AZ die seit Montag in nunmehr drei Teilen berichtet hat. Laut den Professoren Stasja Koot, Paul Hebinck und Sian Sullivan missbrauchen Verantwortliche komplexe soziale Dynamiken „um Legitimation, Glaubwürdigkeit und Unterstützung zu generieren“. Wie die Verfasser behaupten, wurde Mitautorin Sullivan selbst Opfer von Versuchen, die Veröffentlichung

kritischer Berichterstattung zum CBNRM in Namibia durch rechtliche und persönliche Drohungen zu verhindern. Die Studie präsentiert eine kritische Argumentationslinie: Die Akteure in Machtpositionen sind diejenigen, deren Wissen mehr Einfluss hat und in Entscheidungen „zählt“. Sie sind auch diejenigen, die direkt am Naturschutzkonzept beteiligt sind und Interesse daran haben, dass es als erfolgreich wahrgenommen und finanziell unterstützt wird. „Im namibischen CBNRM werden die Menschen in den kommunalen Schutzgebieten, die das Rückgrat des Programms bilden, zu Umweltsubjekten. Sie müssen sich in besonderer Weise nach den Regeln und Vorschriften eines Schutzgebiets verhalten, wie sie in der Verfassung des Schutzgebiets kodifiziert und durch die nationale Politik sanktioniert sind“, sch-

reiben die Autoren. „So gelingt es den etablierten Institutionen auf verschiedenen Handlungsebenen, ohne offensichtlichen Zwang Menschen zu disziplinieren, damit sie auf bestimmte Weise handeln, um bestimmte Umwelt- und Investitionsziele zu erreichen.“ Dieses System mit verzerrtem Diskurs führt demnach dazu, dass sich die Bevölkerung gegenüber der Regierung konform verhält – sie bestätigt im Grunde Informationen, die eben genau von den Behörden stammen und die Schlussfolgerung nahelegen.

Als Besserwisser abgetan

Laut den Verfassern werden wissenschaftliche Aussagen zudem oft vereinfacht, gerade auch vor kolonialgeschichtlichem Hintergrund: Kritiker werden nur auf der Grundlage als unglaubwürdig abgestempelt, da sie Europäer sind – Westliche mit westlichen Vorurteilen und uninformierten Ansichten. Kritiker aus Namibia oder Südafrika werden hingegen bewusst ignoriert, oftmals sogar von Personen oder Parteien, die im Grunde selbst aus „dem Westen stammen“. Dabei werde oft der finanzielle Nut-

FAHRRÄDER FÜR ELEFANTENSCHÜTZER

• Redaktion Chefredakteur: Frank Steffen (ste), Tel.: 081 124 0882. Reporter & Fotografen: Erwin Leuschner (er), Stefan Noechel (sno), Wiebke Schmidt (ws), Claudia Reiter (cr), Jana-Mari Smith (jms), Jemimah Ndebele (jn) Freelancer: Eberhard Hofmann (hf), Olaf Mueller (omu), Brigitte Weidlich (bw), Michael Vaupel (mv), Annika Oppermann (ao), Katharina Moser (km)

Die Elefantenschutzorganisation (EHRA) ruft die Öffentlichkeit dazu auf, ihre alten – oder auch neuen, Fahrräder für deren neues Programm zu spenden. „Mit Fahrrädern als Transportmittel wird es für die Elefantenwächter viel einfacher, auf Notfälle mit minimaler Verzögerung zu reagieren“, so EHRA. Die Elefantenwächter wurden speziell geschult, um bei der Bekämpfung von Konflikten zwischen Menschen und Elefanten auf kommunalem Land die Führung zu übernehmen. Diese werden laut EHRA zu lokalen Elefantenexperten, ElefantenNotfallhelfern und Elefantenaufklärern ausgebildet. Die Elefantenwächter informieren die Bewohner über sich nähernde Elefanten und ermutigen die Dörfer, die erlernten Strategien zur Schadensbegrenzung umzusetzen. Insgesamt dienen die Elefantenwächter dem Schutz von Menschen und Elefanten und stellen sicher, dass beide trotz der Herausforderungen der Koexistenz gedeihen können. Wenn Sie dieses Programm unterstützen möchten, können Sie sich an [email protected] oder 064-402 501 wenden. • FOTO: EHRA

• NMH-Mitarbeiter Namibian Sun: Toivo Ndjebela (tn), Matthias Haufiku (mh), Elanie Smit (es), Ogone Thlage (ot), Jemima Beukes (jb), Kenya Kambonde (kk), Tuyeimo Ivana-Haidula (th) Republikein: Ronelle Rademeyer (rr), Hendriette Lamprecht (hl), Augetto Graig (ag), Tanja Bause (tb), Kristien Kruger (krk), Leondrea Louw (ll), Adam Hartman (ah), Yolanda Nel (yn) • Grafiker: Ezegiel Swartbooi & André Sieverling • Hauptbüro Windhoek: General-Murtala-

Muhammed-Avenue 11, Postfach 3436, Tel.: +264-61-297 2300, E-Mail: [email protected] • Anzeigen & Marketing Agnes Hoffmann, Tel. 061-297 2310 (Büro); Fax: +264-61-245 200, E-Mail: [email protected] com.na / [email protected], Carmen Stenger, Tel. 061-297 2102 (Büro) und 081 239 7664

• Vertrieb & Abonnement: Ettienne Kotze, Tel. 061-297 2171, [email protected] Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlages und Quellenangabe. Für unaufgefordert eingesandtes Material wird keine Haftung übernommen. Leserbriefe können sowohl in der gedruckten Ausgabe als auch auf der AZ-Webseite erscheinen.

• Küstenbüro Swakopmund Ecke Anton-Lubowski und Tobias-HainyekoStraßen, Postfach 2336; Tel. 064-404 452.

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Zufriedenheit ist die Schwester der Dankbarkeit.

Fred Ammon

zen, welcher der Lokalbevölkerung zukomme, beschönigt und übertrieben dargestellt. Angesichts dieser Problematik ruft die Studie zu mehr Transparenz und Objektivität seitens der Studienleiter und betroffener Personen und Instanzen auf. Schlussfolgerungen und politische Entscheidungen, die auf vorliegenden Studien beruhen, müssten durch ein „wie, von wem und vor welchem persönlichen Hintergrund“ begleitet sein. Es sei relevant und wichtig zu wissen, zu welchem Zweck gezielte wissenschaftliche Aussagen zum CBNRM-Konzept gemacht werden. Zumindest, so legen die Autoren nahe, sind das CBNRM-Programm und die gern veröffentlichten Berichte und Studien dazu momentan nicht so fehlerfrei, wie es viele Akteure aus diesem Milieu die namibische Bevölkerung glauben lassen wollen. Dies darf wohl zuletzt auch als Aufruf an interessierte Leser gewertet werden, nicht jede Aussage der CBNRM-Gemeinschaft und betroffener Politiker immer für bare Münze zu nehmen. Die Öffentlichkeit sollte sich immer im Hinterkopf fragen, wer hier mit welcher Agenda spricht.

Stromversorgung unterbrochen

Windhoek (cr) • In gewissen Teilen

des Windhoeker Wohnviertels Havana wird am Donnerstag, den 30. Juni, die Elektrizitätsversorgung unterbrochen. Der Grund dafür seien Modernisierungsarbeiten. „Der Strom wird aufgrund geplanter Modernisierungsarbeiten des Gambia Miniatur-Umspannwerkes unterbrochen“, erklärte die Stadtverwaltung schriftlich. Den vorübergehenden Stromausfall werde es am Donnerstag zwischen acht und 14 Uhr geben. Von der Unterbrechung seien Anwohner der Gambiaund Monste-Christostraße betroffen, so die Stadt Windhoek. „Wir möchten unsere Bürger und sonstigen Elektrizitätsabnehmer darauf hinweisen, dass der Strom ohne Vorwarnung wieder eingeschaltet wird und daher sämtliche Elektroanschlüsse mit entsprechender Vorsicht gehandhabt werden müssen“, wird in der Mitteilung betont. Die Windhoeker Stadtverwaltung entschuldigt sich für jegliche Unannehmlichkeiten und bittet um Nachsicht: „Wir sind verpflichtet, unseren Einwohnern effiziente und effektive Dienste zu liefern.“

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MITTWOCH, 29. JUNI 2022

INLAND

• FOTOS: SCREENSHOTS

Shangula: „Rattenbefall ist kein Mysterium“

Windhoek (NMH/cr) • Der ehemalige

Bürgermeister von Windhoek lud am Montagabend ein Video der aktuellen Lage des Staatskrankenhauses in Windhoek auf soziale Medien. Die Bilder sind schockierend. In dem Video sind Mauern mit tiefen Rissen zu sehen, verwahrloste Badezimmer sowie umherlaufende Ratten in den Patientenzimmern. Der Gesundheitsminister, Kalumbi Shangula, besuchte das Krankenhaus gestern daraufhin. In 2020 versprach Shangula bereits, dass die Renovierung des Staatskrankenhauses bald beginnen würde, doch die Renovierung

der Unfallstation begann erst vor zwei Monaten und soll voraussichtlich im Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein. Der Minister hatte keine Erklärung für die Tatsache, dass die Menschen neben schäbigen Wänden schlafen müssen, und machte stattdessen den Ausbruch von COVID-19 für die Verzögerung der Renovierungsarbeiten verantwortlich. Er sagte auch, dass der Rattenbefall kein Mysterium sei, sondern einfach darauf zurückzuführen sei, dass die Patienten Essensreste mit sich führten, und fügte hinzu, dass die Ausräucherung ein Gesundheitsrisiko für die Patienten darstelle.

Knapp 37 000 Wähler in Swakop • Nachwahl für Erongo-Regionalrat findet am 12. August statt An die für den 12. August angesetzten Nachwahlen im Wahlkreis Swakopmund dürfen knapp 37 000 Wahlberechtigte teilnehmen. Die Frist für die Nominierung von Kandidaten für die Nachwahl endet für unabhängige Kandidaten bereits am 30. Juni und für Parteien zwei Tage später. Von A. Hartmann und E. Leuschner SWAKOPMUND

D

ie Anzahl wahlberechtigter Namibier, die an den bevorstehenden Nachwahlen in dem Wahlkreis Swakopmund teilnehmen dürfen, liegt bei insgesamt 36 996. Diese Ziffer gab die namibische Wahlkommission (ECN) am vergangenen Freitag bekannt – jene schließt die Anzahl neue Wähler (1 716) ein, die sich zu Beginn des Monats für die Nachwahl registriert haben. Laut ECN-Chef wurde das vorläuAnzeige

fige Wählerverzeichnis am 13. Juni zur öffentlichen Prüfung und für mögliche Einwände ausgelegt – es habe aber keine Bedenken gegeben. Das endgültige Wählerverzeichnis liegt nun seit Montag aus. Mujoro zufolge hat die Wahlkommission das Verzeichnis überprüft und mögliche Duplikate oder verstorbene Wähler entfernt. Indes hat die Nominierung von Kandidaten für die Nachwahl am 17. Juni begonnen. Personen, die als ein unabhängiger Kandidat an der Wahl teilnehmen wollen, müssen sich bis Morgen, 30. Juni, um 16 Uhr

anmelden. Die Anmeldefrist für Nominierungen für politische Parteien ist am 2. Juli um 11 Uhr. Mujoro fordert interessierte politische Parteien oder Personen auf, die als unabhängige Kandidaten antreten wollen, die Nominierungen binnen der festgelegten Frist einzureichen. „Unsere Vorbereitungen auf die Wahl, die für den 12. August geplant ist, sind auf gutem Weg“, sagte er. Ihm zufolge findet die Schulung von Wahlbeamten zwischen dem 6. und 8. August statt, derweil kurz zuvor ein weiteres Training für Wahlbeobachter und für die Polizei durchgeführt wird. Laut dem Chef der Wahlkommission wird die Aufklärungskampagne für Wähler ab dem 18. Juli im Vorfeld des Wahltages erweitert. „Um das Vertrauen in die Wahlen zu stärken und die Wahlbeteiligung zu erhö-

hen, wurde Material gedruckt, das das Wahlverfahren und die Stimmabgabe mit Stimmzetteln sowie die korrekte Kennzeichnung der Stimmzettel in verschiedenen Sprachen erklärt“, so Mujoro, der versichert, dass es eine freie, faire, transparente und glaubwürdige Nachwahl sein werde. Die Nachwahl in dem Wahlkreis Swakopmund wurde erforderlich, nachdem die Partei Independent Patriots for Change (IPC) das Parteimitglied Ciske Smith-Howard geschasst hatte (AZ berichtete). Smith-Howard diente auf dem Regionalrat für den Wahlkreis Swakopmund. Seit ihrer Entlassung aus der Partei ist der Posten unbesetzt, weshalb eine Nachwahl stattfinden muss. Laut Medienberichten hat IPC eine Kandidatin für die Nachwahl im Visier: Swakopmunds Bürgermeisterin Louisa Kativa.

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Kein Wasser im Jugendzentrum

Windhoek (ag/jn) • Das Jugend-

zentrum Katutura hat seit Montag letzter Woche kein Wasser mehr. Ein Bewohner der angrenzenden Wohnungen, A. B. C. Cooper, sagt, dass der Wohnkomplex ebenfalls unter Wassermangel leidet. Er erkundigte sich und erfuhr, dass das Ministerium für Sport, Jugend und Nationaldienst der Gemeinde Windhoek offenbar etwa 3,2 Mio. N$ schuldet. Es wurde bestätigt, dass die Stadtverwaltung das Wasser abgestellt hat, nachdem sie das Ministerium im Voraus informiert hatte. Die Sprecher der Gemeinde wollten jedoch den geschuldeten Betrag nicht bestätigen. In der Zwischenzeit muss Cooper darum kämpfen, Wasser in seine Hände zu bekommen, um seine Medikamente trinken zu können. ,,Die Bewohner müssen jetzt Wasser in den nahegelegenen Siedlungen oder von Familienmitgliedern, die in der Hauptstadt leben, oder sogar von der Farm holen, eben wo wir können”, sagt er. Ein anderer Bewohner des Wohnkomplexes, Trevor Collair, bestätigte, dass sie seit Tagen kein Wasser mehr haben. Das Jugendzentrum wird in der Hauptstadt für die vorübergehende Unterbringung von Obdachlosen genutzt. Auch diese sitzen ohne Wasser, viele von ihnen müssen bereits in Zelten auf dem Gelände der Kälte trotzen. Laut Collair behindert der Wassermangel auch die Nutzung der Toiletten für die Obdachlosen. Die an das Büro des Direktors des Ministeriums gerichteten Fragen waren zum Zeitpunkt der Drucklegung noch nicht beantwortet.

Neue Staatssekretärin ernannt

Windhoek (cr) • Ndiyakupi Nghitu-

wamata wurde zur Staatssekretärin des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasser und Bodenreform ernannt. Sie ist bereits seit Dezember 2021 als stellvertretende Staatssekretärin tätig, nachdem Percy Misika in den Ruhestand getreten war. Die Inhaberin eines Master of Science in Geomatik und einem Honours Degree in Geoinformationssystemen wurde von Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila auf Empfehlung der Kommission für den öffentlichen Dienst mit einem Fünfjahresvertrag ernannt. Nghituwamata verfügt über etwa zwölf Jahre Managementerfahrung und über 20 Jahre Berufserfahrung im selben Ministerium.

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POLITIK INTERNATIONAL

In Kürze Vor Auflösung?

MITTWOCH, 29. JUNI 2022

IM PARISER TERRORPROZESS FALLEN DIE URTEILE Der Horror und die Angst der Überlebenden der Pariser Anschläge standen wochenlang im Zentrum des Prozesses um die Terrornacht vom November 2015. Ebenso wie der schwere Weg in ein Leben danach, auch für die Angehörigen. Ihnen gegenüber saßen im massiv gesicherten Pariser Justizpalast 14 Angeklagte, die meist schwiegen. Sechs weiteren Männern wird der Prozess in Abwesenheit gemacht. Antworten auf die Fragen des Warum, wie Menschen anderen so etwas antun können, gibt es kaum. Offen geblieben sind zudem Fragen zu Strippenziehern und weiteren Plänen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Heute sollen die Urteile fallen.

Jerusalem (dpa) • Nach Verzögerungen bei der ursprünglich geplanten Abstimmung will Israels Parlament die Entscheidung über seine Auflösung nun erst heute vollenden. Nach langwierigen Debatten zwischen der Regierung und der Opposition bis in die Nacht hinein wurde ein Teil des Prozederes der Abstimmung verschoben.

Im Dialog

Caracas (dpa) • Nach jahrelangen Konflikten zwischen Washington und Caracas ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate eine US-Delegation zu Gesprächen nach Venezuela gereist. Das Weiße Haus erkennt den autoritären Präsidenten Maduro nach dessen umstrittener Wiederwahl nicht als rechtmäßigen Staatschef an.

• FOTO: MALTE CHRISTIANS, DPA

Boris Johnsons Brexit-Trick

London (dpa) • Der britische Premi-

erminister Boris Johnson hofft, dass sein umstrittenes Gesetz zur Aushebelung der Brexit-Vereinbarungen zu Nordirland rasch in Kraft treten kann. Der Gesetzentwurf, der in Zweiter Lesung vom Unterhaus angenommen wurde, könnte bis Ende des Jahres Gesetz werden. Trotz teils heftiger Kritik aus den eigenen Reihen stimmte eine Mehrheit von 295 der Abgeordneten für das Vorhaben, das Teile des Nordirland-Protokolls außer Kraft setzen soll. 221 Parlamentarier stimmten dagegen. Dutzende Abgeordnete aus Johnsons Partei enthielten sich jedoch der Stimme. Die Regierung in London will mit dem Gesetzesvorhaben erzwingen, dass Brüssel die erst 2019 im Rahmen des Brexit-Vertrags geschlossene Vereinbarung über den Sonderstatus für Nordirland wieder aufmacht.

Russland am Pranger

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• Entsetzen nach Angriff auf Einkaufszentrum

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Russland schlägt nach dem Angriff auf ein ukrainisches Einkaufszentrum massive Kritik entgegen. Kiew bittet erneut mit Nachdruck um moderne Luftabwehr-Technik. Von Deutsche Presse-Agentur, dpa KIEW/ELMAU

R

ussland steht nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine mit mindestens 18 Todesopfern international am Pranger. So sprachen die Teilnehmer des G7-Gipfels im bayerischen Elmau von einem Kriegsverbrechen und drohten Kremlchef Wladimir Putin mit Konsequenzen. Präsident Wolodymyr Selenskyj bat nachdrücklich um moderne Luftabwehr-Systeme. Am frühen Dienstagmorgen wurden Explosionen in der Stadt Mykolajiw gemeldet, wie Bürgermeister Olexander Senkewitsch im Nachrichtendienst Telegram schrieb. Über Schäden und Opfer wurde noch nichts bekannt. Er rief die Einwohner auf, sichere Orte aufzusuchen. In dem Einkaufszentrum in der Stadt Krementschuk hielten sich Selenskyj zufolge mehr als 1 000 Menschen auf. Nach dem Raketeneinschlag wurde das Gebäude von Flammen erfasst und brannte weitgehend aus. Auf Videos war zu se-

hen, dass hauptsächlich nur Betonpfeiler und Metallkonstruktionen stehen blieben. Die Zahl der bestätigten Toten stieg laut dem Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, bis Dienstagmorgen auf 18 an. Rund 60 Menschen seien verletzt worden, davon die Hälfte schwer, teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mit. Sie berichtete auch von mehr als 40 Vermisstenmeldungen. Für die Aufräumarbeiten muss schweres Gerät eingesetzt werden. Der Präsident erinnerte daran, dass die Ukraine bereits vor dem Krieg und direkt nach der russischen Invasion um Luftabwehr-Systeme gebeten habe. „Die Leute im Einkaufszentrum in Krementschuk verdienten die gleiche Sicherheit wie Leute in jedem Einkaufszentrum der Welt, ob irgendwo in Philadelphia oder Tel Aviv, oder in einer Einkaufspassage in Dresden“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Selenskyj bezeichnete Russland nach dem Angriff als „größte Terrororganisation der Welt“. Das müsse auch rechtlich festgestellt werden. „Willkürliche Angriffe auf unschuldige Zivilistinnen und Zivilisten sind

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum weitere Unterstützung für das von Russland angegriffene Land an. • FOTO: KAY NIETFELD, DPA

Kriegsverbrechen. Der russische Präsident Putin und die Verantwortlichen werden dafür Rechenschaft ablegen müssen“, stellten die Teilnehmer des G7-Gipfels fest. Der stellvertretende UN-Botschafter Russlands, Dmitri Poljanski, sprach im Zusammenhang mit dem Angriff von einer „neuen ukrainischen Provokation“. Moskau hat die vielfach dokumentierten Tötungen ukrainischer Zivilisten im Kiewer Vorort Butscha durch russische Truppen stets als angebliche Inszenierung abgetan. Nach dem Bergungsarbeiten dürfte es mehr Klarheit über die Opferzahlen geben.

Regional Review brings you news, views and interviews from correspondents across the country. Watch the show Monday-Friday @14h00 on NMH Facebook platforms and NTV For advertising contact: [email protected]

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MITTWOCH, 29. JUNI 2022

Herausfordernde Temperaturen

Budapest (dpa) • Vor den WM-Ren-

nen über zehn und 25 Kilometer geht im Lager der Freiwasserschwimmer die Sorge um. Schon seit Tagen herrschen in Budapest Temperaturen von jenseits der 30 Grad, für die Wettkampftage heute und morgen wurden mindestens 38 Grad vorhergesagt. Das Wasser im Lupa-See hatte bei den Fünf-Kilometer-Wettkämpfen 26,7 Grad. Tendenz steigend. Erfahrungen mit extremen HitzeBedingungen haben die FreiwasserSportler bei den Olympischen Spielen in Tokio auch schon vor einem Jahr gemacht. Auch da wurde das Zehn-Kilometer-Rennen bereits in die frühen Morgenstunden verlegt. Auch in Budapest ist das Rennen vorverlegt worden.

Rechtliche Schritte prüfen

Berlin (dpa) • Der FC Barcelona droht

dem italienischen Fußball-Traditionsclub AS Rom nach einem abgesagten Freundschaftsspiel mit juristischen Konsequenzen. Die Blaugrana werde „wegen Schäden, die dem FC Barcelona und seinen Fans aufgrund dieser unerwarteten und ungerechtfertigten Entscheidung entstanden sind“, rechtliche Schritte prüfen, teilten die Katalanen mit. Rom hatte das Spiel am 6. August um die Joan Gamper Trophy im Camp Nou abgesagt und das mit einer Neugestaltung des Sommerfahrplans begründet. Laut Barça ist die Absage der Roma „einseitig und grundlos“ erfolgt. Auch die Frauen-Mannschaften beider Vereine sollten am 6. August gegeneinander spielen.

SPORT INTERNATIONAL

Struff verpasst Coup

In Kürze Geliebter Boris

• Kerber in Wimbledon souverän weiter Angelique Kerber zeigt in Wimbledon zu Beginn eine starke Leistung und erreicht souverän die zweite Runde. Jan-Lennard Struff hingegen verpasst gegen den spanischen Jungstar Carlos Alcaraz nur knapp eine große Überraschung.

Jan-Lennard Struff hatte die Überraschung in der Hand, musste allerdings nach hartem Kampf dem Spanier Carlos Alcaraz den Vortritt lassen. Der Junge Spanier setzte sich mit 4:6, 7:5,4:6, 7:6 und 7:3 durch.

Von Florian Lütticke, dpa LONDON

M

it einem glücklichen Lächeln warf Angelique Kerber ihr weißes Handtuch ins Publikum. Im Eiltempo meisterte die Siegerin von 2018 ihre Auftaktaufgabe beim geliebten Rasen-Klassiker in Wimbledon und präsentierte sich in starker Frühform. Beim 6:0, 7:5 deklassierte Kerber die Französin Kristina Mladenovic im ersten Satz in nur 16 Minuten und meisterte im zweiten Durchgang auch knappe Situationen. Für die dreimalige Grand-SlamTurniersiegerin Kerber war es an ihrem selbst titulierten „magischen Ort“ an der legendären Church Road hingegen schon der 37. Erfolg - und ein besonderer. Bei ihrer 14. Wimbledon-Teilnahme gelang ihr erst zum vierten Mal ein Satzgewinn ohne eigenen Spielverlust. Nach nur 62 Minuten krönte Kerber die starken Auftritte mehrerer deutscher Tennisprofis zum Turnierstart. Jan-Lennard Struff verpasste einen

• FOTO: FRANK MOLTER, DPA

Erstrunden-Coup gegen den spanischen Jungstar Carlos Alcaraz in fünf Sätzen nur knapp. Kurz vor dem Auftritt von Kerber auf Court 1 verabschiedeten die Zuschauer Struff unter dem geschlossenen Dach des zweitgrößten Stadions mit donnerndem Applaus. Trotz großen Kampfs musste sich der 32-jährige Warsteiner nach 4:10 Stunden mit 6:4, 5:7, 6:4, 6:7 (3:7), 4:6 geschlagen geben. Oscar Otte entschied das Duell mit dem Münchner Peter Gojowczyk klar für sich und untermauerte beim 6:1, 6:2, 6:1 seine Stellung als deutsche Nummer eins in Abwesenheit des verletzt fehlenden Olympiasiegers

Alexander Zverev. Jule Niemeier und Maximilian Marterer feierten ihre Premierensiege in Wimbledon. Die 22 Jahre alte Niemeier setzte sich nach nur 73 Minuten mit 6:1, 6:4 gegen die Chinesin Xiyu Wang durch und feierte damit ihren ersten Sieg überhaupt bei einem Grand-SlamTurnier. Marterer bezwang den Slowenen Aljaz Bedene nach 3:04 Sunden mit 4:6, 7:5, 6:4, 7:5 und ließ sich dabei auch von zwei längeren Regenpausen nicht aus dem Konzept bringen. Marterer gelang bei seiner zweiten Hauptrunden-Teilnahme der erste Sieg in Wimbledon.

London (dpa) • Tennis-Legende John McEnroe hat zum Auftakt des Rasen-Klassikers in Wimbledon via TV eine emotionale Botschaft an Boris Becker ins Gefängnis geschickt. „Boris, wir lieben dich. Wir vermissen dich“, sagte der Amerikaner als Experte während der BBC-Übertragung des Grand-Slam-Turniers.

Start gestrichen

Monte Carlo (dpa) • Nigerias 4 x 100-Meter-Staffel der Frauen hat den Startplatz bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften vom 15. bis 24. Juli im amerikanischen Eugene verloren. Dies ist die Folge weiterer Doping-Verstöße der nigerianischen Sprinterin und Weitspringerin Blessing Okagbare.

Drei Deutsche

Kopenhagen (dpa) • Der deutsche Radrennstall Bora-Hansgrohe geht mit Nils Politt, Lennard Kämna und Maximilian Schachmann in die 109. Tour de France. Das teilte Teamchef Ralph Denk im Podcast des Teams mit. Die Tour startet am Freitag in Kopenhagen.

Bild vor Ort nötig

Berlin (dpa) • DFB-Präsident Bernd Neuendorf will noch vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft im November gemeinsam mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in das umstrittene Gastgeberland Katar reisen, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Neuendorf hat sich mehrfach kritisch zu den Zuständen in dem Emirat geäußert.

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THIS WEEKEND

01 - 03 JULY 2022 FRIDAY, 01 JULY 2022 10:00 NAMIBIA

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DAILY SPORT SHOW

20:30

IN DIE TONNEL

SPORT PREVIEW

SATURDAY, 02 JULY 08:40 WANDERERS 11:00 FNB UNAM II FNB WS II 13:40 15:35

2022

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SUNDAY, 03 JULY 2022 10:15 WANDERERS 12:00 FNB UNAM 14:00 WANDERERS

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WHK GYM

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WAZon-Geschichte

MITTWOCH, 29. JUNI 2022

Der weiße 63. Folge

Buschmann Vom Wilderer zum Wildhüter

Im Jahre 1929 in Windhoek geboren, lernt Peter Stark, wie so viele „Südwester”, schon als Kind den Umgang mit einer Jagdwaffe und von einem Farmarbeiter das Verhalten des Wildes. Seine Liebe zur freien Natur, dem Reitsport und vor allem der Jagd, verführten ihn zu Abenteuern, die ihn oft in Schwierigkeiten brachten. Seine Einstellung zur Jagd ändert sich drastisch, als er von der Abteilung Naturschutz der ehemaligen SWAAdministration angestellt wird und er nun die Wilddiebe aufspüren muss, um das Wild im Etoscha-Nationalpark als Wildhüter zu beschützen.

Buschleuten im südlichen Afrika ergangen. Einige Jahre lang haben die Feldwächter in Etoscha einen Großteil ihrer Zeit mit dem Verbrennen von Milzbrandkadavern verbracht. Dieses System wird heute nicht mehr in Etoscha gebraucht, der Milzbrand ist Teil des natürlichen Zyklus und die Folge von Übervölkerung. Mehrere Jahre lang wurden Elefanten reduziert und ganz Etoscha eingezäunt und man hat angefangen, das Wild zu regulieren.

Meine Einstellung gegenüber Wilddieben ist folgendermaßen:

Bekämpfung von Wilddieben

Ich war wohl selber früher einer der größten Wilderer. Eins jedoch kann ich mit gutem Gewissen sagen: Nie, nie habe ich ein Stück Wild unnötig geschossen und Elefanten sowie Nashörner waren für mich tabu! Man mag mich verurteilen, aber als Wildwart habe ich ohne Vorbehalt mein Leben fürs Wild mehr als einmal aufs Spiel gesetzt. Wilddiebe zu fangen war jetzt mein größtes Hobby geworden. Meine großen Erfolge habe ich meinen Pferden und meinen getreuen Buschleuten zu verdanken. Jahrelang hatten Herero- und Ovambohorden, aber auch weiße Farmer ihr Unwesen hauptsächlich im Norden von Etoscha getrieben. Fast niemand hat davon gewusst. Zu sehr hatte man sich auf die einheimischen Buschleute konzentriert, sie waren allen ein Dorn im Auge. So wie die Buschleute früher jagten, haben sie mit ihren primitiven Waffen keinen Schaden am Wildreichtum angerichtet. Den wenigen Buschleuten, der wirklichen Urbevölkerung, war das heutige Namibia bis zum Kap in Südafrika Heimat gewesen. Man hat Jagd auf sie gemacht, ihnen ihr Land genommen und ihnen dafür die Branntweinflasche geboten. Heute haben sie keine Stimme mehr, wer hört auf sie? Der wirkliche Buschmann ist ausgestorben, Brille und Transistor haben den Spieß, Pfeil und Bogen verdrängt. So wie den Indianern in Amerika, so ist es den

Elefanten sowie Nashörner waren für Peter Stark als Wilderer ein Tabu. • FOTOS: CLAUDIA REITER

Diejenigen, die Elefanten und Nashörner des Gewinnes wegen jagen, finden bei mir keine Gnade. Ebenso diejenigen, die nur aus Lust Tiere totschießen. Der Mensch soll Achtung vor Gottes Kreatur bezeugen! Diejenigen, die zahlreiches Wild erlegen und nur Rückenstücke und die Keulen herausschneiden, würde ich auch gnadenlos bestrafen. Den Trophäenjäger kann ich verstehen, er jagt sportlich und fair der Trophäe wegen, aber er aast nicht mit Wild. Für die armen Schlucker, die nur ein Stück Wild für den Eigenverbrauch wildern, habe ich Verständnis. Solche Leute warne ich vorher, können sie jedoch die Hände nicht von der Wilderei lassen, dann müsste der Richter entscheiden. Der Farmer, der großen Schaden durch Raubwild erleidet, hat vollen Anspruch auf Hilfe vom Naturschutz. Würde die Hilfe nicht gewährt, wäre er gezwungen, sich selbst zu helfen. Solche Leute habe ich nie verfolgt! Dann gibt es den Wilderer, der mit allen Wassern gewaschen ist. Solche Leute waren für mich eine große Herausforderung. In mir offenbarte sich eine Art Sportsgeist: Die Überlistung des Wilderers durch den Beamten des Naturschutzes musste auf faire Art und Weise geschehen. Solche Leute warnte ich grundsätzlich zuerst, dann jagte ich sie gnadenlos. Die Jagd auf Wilderer war für mich immer das Befriedigenste, das ein Wildschutzbeamter erleben konnte. Hatte ich die Wilderer erst gefangen, überkam mich oft das Mitleid, aber mein Pflichtgefühl war entscheidend. Einige von ihnen, es kam auf ihren Charakter als Mensch an, habe ich umgekrempelt und selbst als Wildwärter bei mir angestellt. Ich brauchte das nie bereuen und bekam ihre volle Loyalität.

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MITTWOCH, 29. JUNI 2022

AZ

GESCHICHTE / ANZEIGEN

...vor 50 Jahren 29. Juni 1972

EINE GROBE FAHRLÄSSIGKEIT

Windhoek – „Die Ursache dieses Flugzeugunfalls ist der Versuch des Piloten, bei Wetterverhältnissen zu starten, für die er fliegerisch nicht qualifiziert war. Also ein Fall grober Fahrlässigkeit“, schloss der Vertreter des Verkehrsministers, J. J. Germishuys, seine Ausführungen am Dienstag vor der Kommission zur Untersuchung eines Flugzeugabsturzes bei Lüderitzbucht im März dieses Jahres ab. Vier Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

DONALD DUCK ALS „ENTWICKLUNGSHELFER“

Miami – Märchen haben auch im Zeitalter der Weltraumfahrt an Faszination nichts eingebüßt. Ein halbes Jahr nach Eröffnung ihres Wunderlandes im sonnenbeschienenen Staate Florida haben die Männer der Walt Disney World Company Bilanz gezogen. Stolz können sie sich in die Brust werfen und behaupten, dass sie nicht nur Millionen Menschen für mindestens ein paar Sekunden glücklich gemacht und ihnen eine heile Welt beschert, sondern auch dem Orangen-Staat an der amerikanischen Südost-Küste zusätzliche „Entwicklungshilfe“ geleistet haben.

DEUTSCHE SWAPO-HILFE

Hamburg – In der Bundesrepublik hat sich eine neue deutsche Hilfe

Traurig nehmen wir Abschied von

(ausgesucht und aufbereitet von Ronja Lyhs)

für SWAPO etabliert. In einem Aufruf fordert eine „Entwicklungspolitisches Aufbaustudium – Hinweis Namibia-Hilfe“ auf, Spenden für SWAPO auf ein bestimmtes Postscheckkonto zu überweisen. In dem Aufruf heißt es unter anderem: „Als alle friedlichen Mittel ausgeschöpft waren, blieb nur noch der bewaffnete Kampf. Dieser Kampf steht unter der Führung der South African People’ s Organisation (SWAPO), die die breite Unterstützung der Bevölkerung findet. Südafrika reagiert auf die Tätigkeit der Befreiungskämpfer mit verstärktem Terror.

DELK-ERKLÄRUNG ZU ERWARTEN

Windhoek – Eine wichtige Erklärung der Kirchenleitung der DELK zum Beitritt zur VELKSWA wird seit Mittwoch vergangener Woche erwartet. Die AZ hat sich daraufhin entschlossen, die bei der Redaktion vorliegenden Leserbriefe zu diesem Thema bis auf weiteres von der Veröffentlichung zurückzustellen. Von Seiten der Kirchenleitung wurde die AZ gebeten, über den Inhalt der zu erwartenden Erklärung nichts zu veröffentlichen, bevor nicht der offizielle Wortlaut formuliert ist. Die AZ hat diesem Wunsch entsprochen. Der Wortlaut soll noch, wie Landesprobst Milk erklärte, im Laufe dieser Woche für die Veröffentlichung freigestellt werden.

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BOB SINCLAIR Wir werden die Erinnerung an die schönen gemeinsamen Zeiten als Freunde auf eurer Farm bei Brakwater nie vergessen. Unser herzliches Beileid gilt Dir, liebe Silke mit Andrea, Stevie, Kirsten und Lexus Wir wünschen Dir Kraft und Trost für die nächste Zeit. Kay Soeth mit Astrid und Neville Junita und Jürgen

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VERMISCHTES

In Kürze Impfhelfer getötet

MITTWOCH, 29. JUNI 2022

ZUG MIT MEHR ALS 200 PASSAGIEREN IN DEN USA ENTGLEIST

Bei einem Bahnunglück in den USA sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Ein mit mehr als 200 Menschen besetzter Fernverkehrszug stieß auf der Fahrt von Los Angeles nach Chicago im Bundesstaat Missouri an einem Bahnübergang mit einem Lastwagen zusammen und entgleiste, wie Polizei und Behörden mitteilten. Acht Waggons und zwei Lokomotiven sprangen laut der Betreibergesellschaft Amtrak aus den Schienen. Ersten Erkenntnissen zufolge geschah das Unglück an einem unbeschrankten Übergang auf einer Schotterstraße nahe der Stadt Mendon - rund 150 Kilometer nordöstlich von Kansas City -, als der Kipplaster die Gleise überqueren wollte. Die Stelle sei nur mit einem Stoppschild gesichert, hieß es in Medienberichten. Die US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) teilt auf Twitter mit, sie werde in dem Fall ermitteln.

Islamabad (dpa) • In Pakistan sind drei Menschen bei einer Impfkampagne gegen das Poliovirus getötet worden. Bewaffnete Unbekannte töteten einen Impfhelfer und zwei Polizisten in Nordwasiristan nahe der Grenze zu Afghanistan. In der Grenzregion waren lange Zeit militante und islamistische Gruppen aktiv. Immer wieder werden Unterstützer der Impfkampagnen angegriffen.

Mara ertrunken

New York (dpa) • Die aus Serien wie „Emergency Room“ oder „Law & Order“ bekannte US-Schauspielerin Mary Mara ist laut US-Polizei im Sankt-Lorenz-Strom ertrunken. Die 61-Jährige wurde in dem Fluss an ihrem Wohnort Cape Vincent im Bundesstaat New York tot aufgefunden, wie die Polizei mitteilte.

• FOTO: JILL TOYOSHIBA, THE KANSAS CITY STAR/DPA

Tragisches Spiel

Washington (dpa) • Ein acht Jahre alter Junge hat im US-Bundesstaat Florida mit der Waffe seines Vaters ein einjähriges Mädchen erschossen und ein weiteres Kleinkind verletzt. Der Vater hatte seine Waffe in einem Hotelzimmer zurückgelassen, wo der Junge sie fand, damit spielte und dann wohl unabsichtlich einen Schuss abfeuerte, wie der zuständige Sheriff im Bezirk Escambia, Chip Simmons, erklärte.

Gefecht ums Vieh

Juba (dpa) • Bei schweren Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Viehdieben sind nach Militärangaben mindestens 55 Menschen im ostafrikanischen Südsudan getötet worden, darunter auch Zivilisten. Etwa 120 weitere Menschen seien im Bezirk Tonj des Bundesstaats Warrap verletzt worden.

Für Schuldenerlass

München (dpa) • Etwa ein Dutzend Klimaaktivisten hat in München zum G7-Gipfel gegen den US-Vermögensverwalter Blackrock und für einen Schuldenerlass für ärmere Länder demonstriert. Auf dem Dach eines Gebäudes, das mutmaßlich von Blackrock genutzt wird, versuchten sie Banner zu entrollen. Die Polizei war mit mehreren Dutzend Beamten anwesend. Die Aktion verlief zunächst friedlich.

Meere im Notstand • UN-Konferenz mit emotionalen Appellen Es geht um nicht weniger als um die Rettung der Weltmeere. In Lissabon treffen sich Politiker, Forscher, Aktivisten und Stars zur UN-Ozeankonferenz. Schon zu Beginn wird klar: Es geht um viel. Von Emilio Rappold, dpa LISSABON

D

er UN-Generalsekretär António Guterres spricht von einem „Notstand“. Die zweite Ozeankonferenz der Vereinten Nationen begann in Lissabon mit emotionalen Appellen und eindringlichen Forderungen zur Rettung der von Vermüllung, Überfischung, Klimawandel und Versauerung zunehmend in Mitleidenschaft gezogenen Weltmeere. Knapp 30 Staats- und Regierungschefs, weitere Politiker sowie Wissenschaftler, zum Teil sehr junge Aktivisten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen werden bis Freitag darüber diskutieren, wie die Ressourcen der Weltmeere besser geschützt und möglichst nachhaltig genutzt werden können. Nationale Initiativen sowie die Fortschritte der letzten Jahre seien bei weitem nicht genug, warnte Guterres. „Wir müssen viel mehr tun, wir alle.“ Er rief zu weltweiten Anstren-

gungen auf und forderte „drastische Maßnahmen“ vor allem zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung mit Kunststoffen. Die größte Plastikinsel im Pazifik sei bereits so groß wie Frankreich, Plastikteilchen seien inzwischen in entlegensten Ecken zu finden. 2021 seien beim Anstieg des Meeresspiegels, der Erwärmung und der Versauerung der Meere und bei Treibhausgaskonzentrationen neue Rekordwerte erreicht worden. Nach Ansicht der Umweltorganisation WWF muss die Konferenz „vor allem bei den laufenden Verhandlungen zum Abkommen über den Schutz der Hohen See und der Unterschutzstellung von 30 Prozent der Meeresfläche bis 2030 sowie für ein Moratorium für Tiefseebergbau Fortschritte bringen“. Am Freitag soll eine „Erklärung von Lissabon“ mit „innovativen, wissenschaftlich fundierten Lösungsvorschlägen“ veröffentlicht werden. Umweltschützer äußerten sich derweil skeptisch, weil keine bindenden Vereinbarungen getroffen werden sollen.

Nach der ersten Tagung 2017 in New York findet die zweite Ozeankonferenz wegen Corona mit zweijähriger Verspätung statt. Die Weltmeere bedecken mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche und beherbergen über 80 Prozent des Lebens auf der Erde. Für Milliarden Menschen sind sie Arbeits- und Ernährungsgrundlage. Die Ozeane sind außerdem ein entscheidender Bestandteil des globalen Klimasystems.

40 Tote im Lastwagen

San Antonio (dpa) • Die Leichen

von mehr als 40 Menschen sind im US-Bundesstaat Texas in einem Lastwagen am Rande der Großstadt San Antonio gefunden worden. Bei den Toten handle es sich um Migranten, die illegal in die USA eingereist seien. Mindestens zwölf weitere Menschen seien lebend gefunden und in Krankenhäuser gebracht worden. Die Polizei sucht nach dem Fahrer des Sattelzugs, der sein Fahrzeug in einer abgelegenen Gegend zurückgelassen hatte. Warum die Menschen gestorben waren, war zunächst noch unklar.

Migranten aufgegriffen

Athen (dpa) • Die griechische Küs-

In Glasgow ringen rund 200 Staaten für zwei Wochen darum, wie das Ziel, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen, noch erreicht werden kann. • FOTO: CHRISTOPH SOEDER, DPA

tenwache und die Besatzung eines vorbeifahrenden Frachters haben rund 220 Migranten vor der Insel Kreta aufgegriffen. Wie der staatliche griechische Rundfunk berichtete, waren die Menschen ersten Informationen nach an Bord eines Fischerbootes aus dem Libanon gestartet und auf dem Weg nach Italien. Wegen eines Motorschadens trieb das Boot rund 60 Seemeilen südöstlich von Kreta. Die Migranten sollen nun in ein Registrierlager auf der Insel Kos untergebracht werden.

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