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AKG-Firmenzeitschrift PROFILE 01/2019 Flipbook PDF
AKG-Firmenzeitschrift PROFILE 01/2019
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Neues in VESTRA
Forschung: Tunnelbau
VESTRA Kanal
Autodesk: BIM 360
AKG-Info
Inhaltsverzeichnis
AKG-Info 3 12 14 18 28
Editorial Erweiterte Serviceleistungen Support Neues Ticketsystem Rückblick Jahresseminar Bauabrechnung PROFILE 25 Jahre/Titelübersicht
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Schulungen Termine Optimierte Support-Prozesse: Ticketsystem
Produkte aktuell 4 6 16
Forschungsprojekt BIM im Tunnelbau VESTRA Programmentwicklung Kanal Volumenberechnung Kanalgraben
Aus der Praxis 24
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Straßen.NRW BIM-Pilotprojekt VESTRA Workshop: Geschwindigkeitsband Österreich
Für die Praxis 20 27
Tipps & Tricks Gewusst wie Workshop Geschwindigkeitsband
Markt & Service 30 32 34
Neugründung inovi gmbh
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Autodesk BIM 360-Produkte News Veranstaltungshinweise und Mitteilungen
Gebündelte Autodesk-Kompetenz: inovi gmbh
Impressum
Hauptsitz der AKG-Firmengruppe: Uhlandstraße 12 D-79423 Heitersheim Tel.: +49 (0) 7634/56 12-0 Fax: +49 (0) 7634/56 12-300
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Geschäftsleitung: Dipl.-Ing. Artur K. Günther Dipl.-Ing. Arno Brüggemann Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Feser Dipl.-Ing. Jens Günther Redaktion: Markus Körle Daniela Lentschewski Franz-Josef Knelangen profile @ akgsoftware.de Auflage: 8.000 Exemplare halbjährlich und kostenfrei Druck: Druckerei Winter D-79423 Heitersheim
Copyright © 2019 AKG Software Consulting GmbH Alle Informationen in dieser Zeitschrift werden ohne Rücksicht auf einen eventuellen Patentschutz veröffentlicht. Warenund Markennamen werden ohne Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt. AKG Software Consulting GmbH kann für fehlerhafte Angaben und deren Folgen weder eine juristische Verantwortung noch irgendeine Haftung übernehmen. Gezeichnete Beiträge stellen die Ansicht des Verfassers dar, nicht aber unbedingt die des Herausgebers oder der Redaktion. AKG®, AKG Software®, GE/Office®, KOSTRA®, OKview®, VESTRA®, VESTRA CAD®, VESTRA MAP®, VESTRA WEB® und WEGWEIS® sind eingetragene Marken der AKG Software Consulting GmbH. Die in dieser Zeitschrift verwandten Marken und Bezeichnungen unterliegen dem Schutzrecht, auch wenn sie nicht gesondert ausgezeichnet sind. Alle Rechte inklusive fotomechanische Wiedergabe und Speicherung in elektronischen Medien vorbehalten.
Editorial
AKG-Info
Liebe Leserin, lieber Leser, seit nunmehr über 35 Jahren agiert AKG erfolgreich als Lösungsanbieter bei der Planung und dem Bau von Verkehrswegen. Besonders in den letzten Jahren durften wir eine stark wachsende Kundenanzahl mit immer neuen technischen Anforderungen verzeichnen. Als einer der führenden AutodeskPartner im Infrastruktur-Bereich beschäftigen wir uns darüber hinaus mit einer stetigen Erweiterung des Produktportfolios, die mit dem Aufbau zusätzlichen Personals und eines enormen Know-hows einhergeht. Während wir uns vor einigen Jahren noch auf die Produkte AutoCAD, AutoCAD Map 3D und AutoCAD Civil 3D konzentrieren konnten, haben wir es mittlerweile allein in der AEC Collection mit über 20 unterschiedlichen Autodesk-Lösungen zu tun. Dazu kommen die Cloud-Produkte der BIM 360-Reihe. Um unseren Service in Bezug auf die zahlreichen technischen Anforderungen aus dem Autodesk-Umfeld auszubauen, arbeiten wir eng mit zwei etablierten Autodesk-Partnern in der neu gegründeten inovi gmbh zusammen. Näheres dazu finden Sie in dieser Ausgabe. Auch unser Schulungsangebot wurde entsprechend erweitert. Denn die jahrzehntelange Praxis belegt, dass das erfolgreiche Arbeiten mit einer Software maßgeblich davon abhängt, wie gut und intensiv die Anwender ausgebildet sind. Aus diesem Grund haben wir im vergangenen Jahr unser Schulungskonzept umfassend überarbeitet und werden zudem in Kürze ein weiteres Schulungszentrum in Halle an der Saale eröffnen. Darüber hinaus führen wir seit längerem regelmäßige Webinare für unsere Kunden durch, die viel Zuspruch erfahren. Nutzen auch Sie diese Möglichkeit, Ihre Mitarbeiter regelmäßig weiterzubilden. Als nächsten Schritt planen wir ein spezielles Key-User-Programm, um das vorhandene Know-how bei Ihnen optimal zu ergänzen und Ihren Erfolg dauerhaft sicherzustellen. Mit Beginn dieses Jahres gelang uns ein weiterer Meilenstein bei der Verbesserung unseres Serviceangebots für Pflege- und Betreuungsvertragskunden: die Einführung des neuen AKG-Ticketsystems inklusive FAQ-Datenbank. Ziel unseres Ticketsystems ist es nicht, wie von einigen Kunden befürchtet, auf reinen E-Mail-Support umzustellen. Vielmehr sollen die Erreichbarkeit, Bearbeitungsdauer und Qualität der Hilfestellung weiter optimiert werden. Selbstverständlich werden Ihre Fragen auch zukünftig bei Bedarf telefonisch und per TeamViewer beantwortet. Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden bleibt bestehen – schließlich wollen wir unseren Service stetig verbessern und dazu zählt auch, mit Ihnen persönlich zu kommunizieren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und freue mich schon jetzt, einige von Ihnen bei der kommenden VESTRA User Conference begrüßen zu dürfen.
Ihr Jens Günther
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VESTRA aktuell
BIM im Tunnelbau
AKG ist Mitglied eines internationalen Forschungsteams, das sich mit der Entwicklung eines Tunnelinspektionssystems befasst. Die Idee hinter dem Projekt ist die Entwicklung eines Tunnelinspektionsprozesses, an dessen Ende ein BIM-konformes 3D-Modell entsteht, das als Grundlage für die Erhaltung und Bewirtschaftung des Bauwerks dient. Dabei werden durch ein kompaktes Multisensor-System präzise und zuverlässige Daten der Geometrie, der Ober flächenbeschaffenheit sowie von Wassereinbrüchen erfasst und in aufbereiteter Form einem 3D-Modell zur Verfügung gestellt. Dieser Bericht stellt das Forschungsprojekt „OpOrTunIty“ (Operation Oriented Tunnel Inspection System) vor, das im Rahmen des Eurostars-Projekts durch die EU kofinanziert wird. Von Dr. Rico Steyer Zunächst klingt es ungewöhnlich, dass sich AKG mit Tunnel inspektionsprozessen auseinandersetzt, da dieser Aufgabenbereich nicht vordergründig zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens gehört. Richtet man den Blick jedoch auf die zunehmend wichtige BIM-Thematik, wird schnell deutlich, warum AKG beim Forschungsprojekt „OpOrTunIty“ zu den Mitgliedern des Konsortiums zählt. Hintergrund
Das gesamte Infrastruktursystem in Deutschland und Europa unterliegt immer stärkeren Verkehrsbelastungen, die häufig genug zu langen Staus und Verlust zeiten führen. Gerade in diesem Kontext zeigt sich, dass die regelmäßige Prüfung und Erhaltung der Infra strukturbauwerke eine wachsende Bedeutung erhält. Tunnel sowie andere Ingenieurbauwerke gehören zu den besonders sensiblen und sicherheitsrelevanten Bestandteilen unseres Verkehrssystems. Bauliche Mängel wie
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Risse oder Wassereinbrüche stellen ein besonders großes Risiko dar. Um die Sicherheit und Befahrbarkeit von Tunneln zu gewährleisten, sind durch den Gesetzgeber regelmäßige Kontrollen vorgeschrieben. Diese teuren und langwierigen Zustandsüberwachungen werden durch unterschiedliche Messsysteme vorgenommen. Durch dieses Vorgehen entstehen vielfach Daten unterschiedlichen Formats, die häufig zueinander weder einen geometrischen noch einen fachlichen Bezug haben. Der Grad der Digitalisierung ist noch immer recht gering. In Zukunft wird die Digitalisierung im Sinne eines durchgängigen Prozesses von der Bauplanung bis hin zur Unterhaltung bzw. zum Erhaltungsmanagement eine immer bedeutendere Rolle spielen. Projektansatz und Workflow
Der Forschungsansatz des Konsortiums besteht in der Entwicklung eines integrierten Prozesses zur Zustandsüberwachung in Tunneln von der Datenerfassung, der automatisierten Analyse
und Aufbereitung dieser Daten bis hin zur Übernahme in ein BIMkon formes Datenmodell. Grundlage dieses Workflows ist ein vom Fraunhofer IPM entwickeltes neuartiges Multisensor-System, das hochauflösende georeferenzierte Aufnahmen der Tunnelgeometrie sowie der Oberflächenbeschaffenheit und Feuchtigkeit der Tunnelwand in einem Messgang ermöglicht. Ein Hochgeschwindigkeitsscanner, der mit mehreren Lasern unterschiedlicher Wellenlänge ausgestattet ist, erfasst die Tunneloberfläche und ist in der Lage, nahezu fotorealistische 2D-Bilder zu erzeugen. Damit können
BIM im Tunnelbau
VESTRA aktuell
auch Risse und Fehlstellen mit sehr geringer Ausdehnung (< 1 mm) erkannt und dargestellt werden. Eine zusätzliche multispektrale Messeinheit erkennt die Wassereinträge auf der Oberfläche der Tunnelwände. Die so erfassten und durch die beiden Projektpartner Amberg Technologies AG und Elaborarium SL aufbereiteten Daten werden durch eine neu zu entwickelnde Schnittstelle nach VESTRA importiert und in ein BIM-konformes 3D-Modell konvertiert. Um einen durchgängigen Datenfluss zu gewährleisten, sind neue Fachobjekte zu erstellen, die mit gegebenenfalls schon vorhandenen nationalen und internationalen Fachobjektkatalogen abzugleichen sind. Zur weiteren Bearbeitung des Tunnels sind die Daten so aufzubereiten, dass das georeferenzierte 3D-Modell und die damit verbundenen Merkmale (Attribute) in Softwaretools für die Betriebsphase (Erhaltungsmanagementsysteme) übergeben werden können. Ausblick
Das innovative Multisensor-System wird die Inspektion von Tunnelbauwerken zukünftig deutlich vereinfachen. Die Messdaten aus einem einzigen Sensorsystem sind digital verfügbar und können BIM-gerecht genutzt werden. Im Ergebnis des Forschungsprojekts entsteht somit ein durchgängiger Prozess von der Datenerhebung durch das neuartige Multi-Sensorsystem über die Auf bereitung der Punktwolkedaten und Analyse der Tunneloberfl äche zum Erkennen von Fehlstellen bis hin zur Übergabe der Daten und zugehörigen Informationen (Merk male und Attribute) für die Auf bereitung eines BIM-konformen 3D-Modells. Alle Komponenten dieses Gesamtprozesses sind auf einander abgestimmt, sodass ein durchgängiger Workflow bis hin zur Übergabe der Modelldaten in die Betriebsphase eines Tunnels erreicht wird. Die Komponenten sind jedoch auch separat nutzbar, sodass die Bestandteile des Gesamtprozesses „stand-alone“ eingesetzt werden können. Dies ermöglicht den Import weiterer externer Daten. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde damit ein wertvoller Beitrag zur Anwendung der BIM-Methodik in der Betriebsphase eines Infrastrukturbauwerks geleistet.
Dr.-Ing. Rico Steyer Der Autor ist Produktmanager für VESTRA sowie für die Bereiche F&E verantwortlich.
Fraunhofer IPM Entwickelt maßgeschneiderte Messtechniken und Systeme für die Industrie. Langjährige Erfahrungen mit optischen Technologien bilden die Basis für Hightech-Lösungen in der Produktionskontrolle, der Objektund Formerfassung, der Gas- und Prozesstechnologie sowie im Bereich Thermische Energiewandler. www.ipm.fraunhofer.de Amberg Technologies AG Seit 1981 die erste Wahl für Systeme und Lösungen zur Erfassung und Veredelung von Informationen ziviler Infrastrukturen. Amberg Technologies ist Weltmarktführer im Bereich Bahn- und Tunnelvermessung und verkauft seine Produkte und Dienstleistungen in mehr als 40 Ländern. www.ambergtechnologies.com Elaborarium SL Bietet innovative technologische Lösungen zur Inspektion und Überwachung in den Bereichen Bauingenieurwesen, Bergbau und Umwelt. Mit TRACK werden Anwendungssysteme für die Verwaltung und Instandhaltung von Straßen, Eisenbahninfrastrukturen, Brücken, Tunneln, Dämmen, Böschungen und Hängen zur Verfügung gestellt. www.elaborarium.com
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VESTRA aktuell
Programmentwicklung
In dieser Serie informieren wir regelmäßig über wichtige Neuerungen aus der VESTRA-Entwicklung. Dieser Artikel ist als Ergänzung zu den Dokumenten „VESTRA New Features“ (Information zu den Neuerungen in Text und Bild) und „VESTRA-Build-Info“ (Textdokument aller Neuerungen und Service Requests) zu sehen. Die Auswahl der Neuerungen gilt für alle VESTRA-Plattformen, wenn keine explizite Angabe der Plattform erfolgt.
VESTRA INFRAVISION > Launcher > Neue Plattform-Versionen Im VESTRA INFRAVISION-Launcher wurde die AutoCAD-Version auf die Version 2019 umgestellt. Die bisherige Version 2018 findet sich, soweit sie noch installiert ist, in der Installationsübersicht. Dort kann diese auch über das Kontextmenü registriert und gestartet werden.
Lageplan > Beschriftung > Texte aus Daten (Plattform AKGCAD) Es wurden weitere Verbesserungen bei der Beschriftung „Texte aus Daten“ implementiert. Im Definitionsdialog werden die Beschriftungsvariablen nach Wichtigkeit sortiert. Vorne finden sich die allgemeinen Variablen wie Name und Höhe, weiter hinten die neuen, umfangreichen Baumvariablen. Die Sortierung ist damit nicht mehr alphabetisch. Zudem wurden die Oberfläche und die Meldungen vereinheitlicht sowie einige Schaltflächen verbessert. Die Schaltflächen für „OK“ und „Abbrechen“ bestehen nun nicht mehr aus Symbolen, sondern sind eben mit „OK“ und „Abbrechen“ beschriftet. Beim Anwenden der Funktion wird eine Warnung angezeigt, wenn sich in der Selektion schreibgeschützte Objekte befinden. Der zugehörige Tooltip liefert dabei nähere Informationen. Zusätzlich wurde eine fachliche Erweiterung der Beschriftung „Texte aus Daten“ entwickelt, um die Verwendung von Baumattributen zur Baumbeschriftung anzubieten. Es stehen verschiedene Variablen zur Verfügung, um die Eigenschaften der Bäume als Beschriftungstexte zu generieren. Diese werden einfach in einer neuen Beschriftungsdefinition festgelegt und können danach angewendet werden.
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Programmentwicklung
VESTRA aktuell
Lageplan > Neue Objekte > Höhen aus dem Deckenbuch Bei der Erfassung neuer Punkte und Linien kann als weitere Option die Höhe aus dem Deckenbuch der aktuellen Achse übernommen werden. Die Implementierung unterscheidet sich bei den DWGPlattformen von AKGCAD, daher gibt es an dieser Stelle zwei Beschreibungen mit den zugehörigen Bildern. Auf den DWG-Plattformen wurde der Dialog „Punktattribute“ erweitert, der beim Zeichnen von Punkten die Vergabe von Namen und Höhen steuert. Wenn dieser Dialog geöffnet ist und beim Erzeugen von Punkten angezeigt wird, kann die Höhe des Deckenbuchs optional für neue Punkte übernommen werden. Auf der Plattform AKGCAD findet sich die entsprechende Option unter „Start > Neu > Punkt bzw. Linie“. Beim Digitalisieren kann „Deckenbuch“ in der Gruppe „Übernahme Name/Höhe/Fachbedeutung“ aktiviert werden. Bei der Punktdigitalisierung befindet sich die Option in der ModusAuswahl neben dem Höheneditierfeld; bei Linien und Bögen neben der Schaltfläche „Höhe aus DGM“. Die Funktionen „Höhe aus DGM“ und „Höhe aus Deckenbuch“ schließen sich gegenseitig aus und werden dementsprechend automatisch deaktiviert, wenn die jeweils andere Funktion aktiviert wird. Hinweis: Eine Deckenbuchhöhe kann sich nur auswirken, wenn eine aktuelle Achse ausgewählt ist. Diese kann im Control Center auch während des Digitalisierens noch eingestellt werden.
Lageplan > Ausgabe > Planverwaltung (Plattform AKGCAD) In der Planverwaltung wurde in den Details zum Inhalt des aktuellen Plans die globale Option „Freistellen Punktsymbol“ unter „Inhalt > Plandarstellung“ ergänzt. Durch diese Option kann die Freistellung von Punktsymbolen unabhängig von der Punktbeschriftung gesteuert werden.
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VESTRA aktuell
Programmentwicklung
Lageplan > Control Center > Maßstäbe (Plattform AKGCAD) Zur Steigerung der Übersichtlichkeit bezogen auf die Skalierung der Objekte in der Grafik erfolgte eine Er weiterung im Control Center. Die Einstellung unter „Optionen > AKGCAD > Anzeige > Darstellung > Maßstab“ wurde in „Plotmaßstab“ umbenannt. Dieser wird auch im Control Center unter „Aktueller Zeiger > PM 1“ angezeigt und kann dort geändert werden. In der Anzeige wird der Plotmaßstab auch beim Ermitteln der maßstabsabhängigen Fachbedeutungen verwendet. Der aktuelle Zoommaßstab „M 1“ befindet sich weiterhin oberhalb des Plotmaßstabs. Für das „dynamische“ Wechseln des Plotmaßstabs beim Zoomen steht eine neue Schaltfläche hinter den Auswahlfeldern zur Verfügung. Damit werden der Bildschirmmaßstab und der Plotmaßstab direkt verknüpft und synchronisiert. Dieser Zustand erlaubt das Betrachten und Prüfen der maßstabsabhängigen Fachbedeutungen beim Zoomen. In diesem Modus kann man den Plotmaßstab weder im Control Center noch in den Optionen manuell editieren.
DGM > Punktwolke > Zeichnen (DWG-Plattformen) In den DWG-basierten Plattformen wurde auf der Registerkarte „DGM“ die Funktionalität in der Gruppe „Punktwolke“ erweitert. Zum Zeichnen von Punkten und Linien auf der Grundlage einer geladenen Punktwolke steht die allgemeine Digitalisierungsfunktion des GEOkernel als Spezialfunktion mit Anschluss an die 4-View-Lupe der Punktwolke zur Verfügung. Die Lupe erlaubt es, während der Erfassung die Koordinaten und die Höhe des aktuellen Objekts per Doppelklick aus der Punktwolke zu übernehmen.
Längsschnitt > Höhenplan > RVS Österreich Im HPLOT wurde bei der Banddarstellung eine weitere Möglichkeit ergänzt. Die in der Österreichischen Richtlinie RVS 03.03.23 geforderte Darstellung des Verlaufs der Projektierungsgeschwindigkeit steht im HPLOT als „Geschwindigkeitsband“ in Form eines Treppenpolygons zur Verfügung; die Ausgabe im Längenschnitt (Bandmanager) erfolgt im nächsten Build. Hinweis: Einen Workshop zum „Geschwindigkeitsband“ finden Sie auf Seite 27 in dieser Ausgabe.
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Programmentwicklung
VESTRA aktuell
Lageplan > Ebenenmanager > Ebene „0“ (Plattform AKGCAD) Im Ebenenmanager wurde die Behandlung der temporären Ebene „0“ verändert. Die Ebene „0“ wird in der Baumstruktur beim Laden nicht mehr an der normalen Datenposition erzeugt, sondern bewusst an erster Stelle, sodass dieser Knoten vor dem Ordner der Standardebenen angezeigt wird. Damit ist es schnell möglich, den Baum aller normalen Ebenen auszuschalten. Die Bezeichnung für Ebene „0“ wurde in „Keine Ebene“ geändert, um deutlich zu machen, dass alle Objekte dieser Ebene entweder temporäre Objekte sind oder keine direkte Eigenschaft „Ebene“ besitzen. Dies ist der Fall, wenn sie keiner Ebene zugewiesen wurden (z. B. beim Spaltenimport) oder wenn die Ebene über eine Fachbedeutung festgelegt ist, in der Fachbedeutung aber keine Ebene eingestellt wurde. Eine weitere Neuerung im Ebenenmanager betrifft das automatische Anlegen von Ebenen. Wenn der Lageplan beim Erzeugen der Darstellung von Objekten aus der Datenbank die auftretenden Ebenennummern nicht in der Ebenenstruktur findet, werden diese automatisiert im Hauptknoten der Ebenenstruktur mit dem Text „Neue Benutzerebene“ angelegt.
Lageplan > Extras > Fachbedeutungsverwaltung > Ebene (Plattform AKGCAD) In der Fachbedeutungsverwaltung wurde die Auswahl der Ebenen erweitert. Neben der Selektion aus der Liste der vorhandenen Ebenen ist zusätzlich die Eingabe einer neuen, bisher nicht vorhandenen Ebene möglich. Diese neue Ebene wird dann automatisch angelegt und im Ebenenmanager angezeigt.
Straßenbau > Prüfung > Linienführung Die Berücksichtigung der Längsneigungen und Geschwindigkeiten bei der Ermittlung der erforderlichen Haltesichtweite nach RASt 2006/2008 (Entwurfsklassen VSII und VSIII) wurde implementiert. Die Parameterdatei „DesignCriteriaCatalog.xml“ wurde angepasst, sodass unter dem neuen Abschnitt „StoppingSightDistance“ (Kennung RSSD) für alle Entwurfsklassen der RAA, RAL und RASt die erforderlichen Haltesichtweiten zusammengefasst wurden.
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VESTRA aktuell
Programmentwicklung
Straßenbau > Control Center > Achsobjekt bearbeiten (Plattform AKGCAD) Im Lageplan wurde das Control Center in der Gruppe „Straße/Bahn“ um den Befehl „Achsobjekt bearbeiten (AOB)“ erweitert. Abhängig vom gewählten Objekt in der Grafik wird der zugehörige Datensatz im Achsmanager bzw. Folgeberechnungsassistenten aufgerufen. Der Achsmanager wird für Objekte der folgenden Kategorien direkt mit dem passenden Datensatz geöffnet: Achsen aus der freien Trassierung, Achsparallelen, Achsen aus komplexen Berechnungen (Knoten, Kreisverkehr, Wendeanlagen usw.), Beschriftungen zu Achsen, gespeicherte Linien/Flächen aus dem Deckenbuch. Alle aus Folgeberechnungsdatensätzen erzeugte Objekte in der Datenbank führen direkt zum Öffnen dieser Datensätze im Folgeberechnungsassistenten. Hinweis: Diese Funktion arbeitet wie das Kontextmenü in der vorherigen VESTRA seven-Version.
Kanalplanung > Kanalmanager Die Bearbeitung der Kanaldaten in der Grafik wurde verbessert. Für Schächte und Anschlusspunkte wurde ein weiterer Anfasser eingebaut. Über diesen runden Anfasser kann der Winkel verändert werden. Während der Veränderung mit der Maus werden eine Hilfslinie und in der Statusleiste des Kanalmanagers der aktuelle Winkel angezeigt. Nach Änderungen am Winkel eines Schachts wird der Deckel direkt neu positioniert. Hinweis: Die neue Funktion zur Volumenberechnung in der Kanalgrabenplanung wird im Artikel auf Seite 16 beschrieben.
BIM-Modell > BIM-Viewer Möblierung (Plattform AKGCAD) Im BIM-Modell wurde ein neuer Dialog zur Zuordnung der Fachbedeutungen für Szene-Objekte implementiert. Dieser Dialog „Fachbedeutungszuordnungen“ bezieht sich auf die Datei „BBVisuFB.bbf“ im Katalog-Ordner. Über die Zuordnung ist es möglich, eigene Fachbedeutungen mit der Symbolik im BIM-Viewer zu verknüpfen, wenn nicht mit den Symbolen für die Visualisierung aus dem „AKG Standard“-Katalog gearbeitet wird.
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Programmentwicklung
VESTRA aktuell
Straßenbau > Längs-/Querschnitt > Querschnitt abgreifen (DWG-Plattformen) In den DWG-basierten Plattformen wurde eine neue Funktion „Querschnitt abgreifen“ auf der Registerkarte „Straße“ in der Gruppe „Längs-/Querschnitt“ implementiert. Aus einer DWG mit gezeichneten Querschnitten (2D) können Daten auf Horizonte im VESTRA-Querschnitt übernommen werden. Für jede Station wird zuerst die Station aus einem Text (Stationsbeschriftung) abgegriffen oder manuell eingegeben sowie der Basispunkt für den Höhen- und Lagebezug selektiert. Danach wird die Bezugshöhe aus einem Text (Höhenbeschriftung) abgegriffen bzw. manuell eingegeben und der gewünschte Zielhorizont gewählt. Im letzten Schritt werden Linien oder Punkte in der Zeichnung gewählt, aus denen die Horizontpunkte erzeugt werden.
Straßenbau > Deckenbuch > Control Center > Anzeige Eine erweiterte Anzeige der Daten des Deckenbuchs steht im Control Center zur Verfügung. Für die eingestellte Achse werden die Spurbezeichnung, die Station, der Abstand und die Höhe des Deckenbuchs für die aktuelle Position angezeigt, während sich die Maus in der Grafik bewegt. Sobald ein DGM als Bezug eingestellt ist, wird auch die Differenzhöhe zu diesem Modell angezeigt. Der Umfang der Anzeige kann, wie im Control Center üblich, über das Kontextmenü festgelegt werden.
Lageplan > Grunderwerb > GE-Manager (Plattform AKGCAD) Die Behandlung der Ergebnisse der Bedarfsflächenverschneidung des Grunderwerbs wurde verbessert. Mit der neuen Funktion „GE-Textboxen ausrichten“ steht im GE-Manager ein weiteres Werkzeug zur Verfügung. Im Formular werden die Planrahmen zur Auswahl aufgelistet. Je Rahmen werden zusätzlich die Anzahl der betroffenen GE-Textboxen und deren Winkel angezeigt. Mit „OK“ werden die GETextboxen angepasst. Wenn eine oder mehrere GE-Textboxen in mehreren Rahmen vorhanden sind, erscheint als Hinweis links unten ein Supertooltip. Eine zusätzliche Verbesserung betrifft die Erzeugung von GE-Plänen. Der Winkel der GE-Textboxen wird in der Sachdatenbank gespeichert und zum Plotten wieder daraus geladen. Damit bleibt die Ausrichtung der GE-Textboxen dauerhaft erhalten. Sind zu Projektbeginn noch keine Drehungen in der Datenbank enthalten, wird die Drehung des Projekts bzw. des Lageplans als Vorgabe-Winkel genutzt.
Schlussbemerkung In diesem Beitrag wurden einige ausgewählte Neuerungen in VESTRA INFRAVISION vorgestellt. Wir empfehlen die Lektüre der „New Features“ und „Build-Info“, um sich kontinuierlich über die Neuerungen in den VESTRA-Builds auf dem Laufenden zu halten. Dieses Wissens-Update liefert neue Ideen zu Workflows und Lösungsansätze in der Anwendung der VESTRA-Module. Als Ergänzung zu den PDF-Dokumenten wurden wieder besondere Neuerungen im Umfeld ihrer Fachschale als LernVideo produziert. Diese neuen Lern-Videos befinden sich wie Dipl.-Ing. Arno Brüggemann immer auf der Registerkarte „Dokumentation > Zusätzliche Der Autor ist als GeschäftsInformationen“. Unter „Videos“ finden Sie außerdem einen Link führer der AKG Software zum AKG-YouTube-Kanal im Internet, der alle verfügbaren LernConsulting GmbH verantwortlich für den Bereich Kunden. Videos bereitstellt.
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AKG-Info
Ticketsystem
Nach dem Motto „Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein“ haben wir unseren Service für Sie weiter verbessert. Mit Beginn des neuen Jahres steht unseren Kunden mit Pflege- oder Betreuungsvertrag für Support-Anfragen das AKG-Ticketsystem zur Verfügung, dessen Nutzung mit zahlreichen Vorteilen verbunden ist: Mit dem neuen Ticketsystem werden Reaktionsund Bearbeitungszeiten deutlich optimiert. Es bietet Ihnen den schnellsten Weg, eine Antwort auf Ihre Frage zu erhalten.
Was ist überhaupt ein Ticketsystem? Ein Ticketsystem ist ein Werkzeug zur Verwaltung von Kundenanfragen. Die AKG Software hat dazu ein passwort geschütztes Online-Kundencenter eingerichtet, in dem Sie Ihre Fragen, Mitteilungen und Änderungswünsche übermitteln können. Hier finden
Sie Formulare, die Sie am Bildschirm ausfüllen und per Mausklick absenden können. Jede Anfrage – egal, ob diese über das Kundencenter, via E-Mail oder telefonisch an uns gerichtet wird – erzeugt ein Ticket, sodass Anfragen nicht verloren gehen und mit allen zugehörigen Informationen bearbeitet werden können.
Welche Vorteile bietet Ihnen das Ticketsystem? Rund um die Uhr zugänglich Stellen Sie Ihre Fragen auch außerhalb unserer Servicezeiten! Ihr Ticket geht durch die automatische Ticket-Zuteilung direkt an den jeweiligen Spezialisten und kann zu Arbeitsbeginn ohne Umwege sofort erledigt werden. Der jeweilige Support-Mitarbeiter wird sich über das Ticketsystem oder wie bisher telefonisch mit Ihnen in Verbindung setzen. Schnelle Reaktions- und Bearbeitungszeiten Durch eine Kategorie-Zuordnung landet Ihre Anfrage direkt beim verantwortlichen Experten. Das garantiert eine schnelle Reaktionszeit und eine optimale Bearbeitung. Keine langen Wartezeiten in der Telefonschleife Wir haben stets ein offenes Ohr für Ihre Anliegen! Dafür müssen Sie aber nicht unbedingt zum Hörer greifen. Über unser Online-Kundencenter bieten wir eine effizientere Unterstützung. Antworten auf häufige Fragen Der FAQ-Bereich im Online-Kundencenter hilft Ihnen dabei, schnell eine Antwort auf eine Frage zu finden, die häufiger gestellt wird. Das Ticketsystem enthält eine wachsende Anzahl von FAQs und wird damit gleichzeitig zur Wissensdatenbank mit Suchfunktion. Echtzeit-Übersicht Behalten Sie Ihre Anfragen stets im Überblick! Im Portal des Ticketsystems werden dem Nutzer alle aktuellen und vergangenen Tickets und deren Bearbeitungsstatus übersichtlich angezeigt. Durch die transparente und detaillierte Nachverfolgung aller Tickets steigt auch das Verständnis für die erbrachte Leistung.
Wo finden Sie das Online-Kundencenter? Das Ticketsystem ist zugänglich im Service-Bereich der AKG-Webseite:
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AKG-Info
Ticketsystem Wie können Sie sich im Ticketsystem anmelden? Die Erstanmeldung erfolgt über die Funktion „Konto erstellen“. Jeder Kunde mit einem gültigen Pflegevertrag kann am Ticketsystem teilnehmen. Nach erfolgreicher Anmeldung erhält der Benutzer automatisiert einen aktiven Zugang. Nach Änderung Ihrer persönlichen Anmeldedaten können Sie das Ticketsystem samt Wissensdatenbank unbegrenzt nutzen.
Übersicht der erstellten Tickets Nach jedem Login erhalten Sie eine Übersicht Ihrer erstellten Tickets („Ihre Anfragen“). Hier erzeugen Sie auch neue Anfragen.
Nutzung der FAQ-Datenbank Bei der Erstellung neuer Anfragen durchsucht das Ticketsystem die aktuelle Wissensdatenbank.
Zu jeder Zeit können Sie Lösungsvorschläge in den FAQ finden, und das ohne den Support zu kontaktieren. Natürlich können Sie sich bei Fragen auch weiterhin gerne per Telefon an den Support wenden. Allerdings ist der neue Weg zur Problembehebung für Sie transparenter und effizienter. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Nutzung unseres Ticketsystems.
Anhand von Schlüsselwörtern werden dem Benutzer in der Datenbank hinterlegte Lösungsansätze vorgeschlagen.
Dipl.-Ing. Johannes Cona Der Autor ist seit 1999 bei der AKG Software Consulting GmbH tätig und Abteilungsleiter des Supports.
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AKG-Info
Veranstaltungsrückblick
Am 28. und 29. März 2019 fand das 29. Jahresseminar Bauabrechnung des Bildungswerks des VDV statt. Wie bereits in den Vorjahren war der Veranstaltungsraum in der Landesgewerbeanstalt Bayern in Würzburg beinahe überbelegt. Das Seminar leiteten in bewährter Weise Heinz-Jürgen Blenk, Markus Jansen und Peter Landa.
Von Peter Landa In diesem Jahr wurde neben dem Haupt thema „Bauabrechnung“ auch zu weiteren Themen vorgetragen: Erfahrungen mit BIM-Pilot projekten von der Planung bis zur Projekt ausführung, Auswertung von Daten aus unterschiedlicher Software mit unterschiedlichen Koordinatensystemen in einem BIM-Modell und Abrechnung nach REB-Verfahren aus dem Modell heraus. Ergänzt wurden die Vorträge mit Berichten zu neueren Aufnahmeverfahren, zur Projektion von Modellen in eine aufgenommene Umgebung und zu Geländeaufnahmen mit Bildauswertung und Laserscannern. Im Vorjahr hatte Markus Jansen den Staffelstab in der Moderation der Veranstaltung von Michael Schwarze übernommen. Herr Jansen begann das Seminar mit einem kurzen Vortrag über Dickenmessung von Oberbauschichten und die Auswirkung bei Unterschreitung von Einbaudicken. Die Reihe der Fachvorträge wurde von Herrn Bernhard Feser, AKG Software Consulting GmbH, eröffnet. Anhand eines Pilotprojekts (400 m innerstädtischer Straßenbau mit Planung, Ausschreibung und Bauausführung) konnten die Erfahrungen eines Softwareherstellers mit BIM dargelegt werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Planer wurden neue Möglichkeiten und derzeitige Grenzen bei der Arbeit mit der BIM-Methode aufgezeigt. Da die Bauausführung des Projekts noch nicht beendet ist, konnte über die Abrechnung an dieser Stelle nicht gesprochen werden.
Herr Stefan Argiriu, Trimble Germany GmbH, stellte Technologien wie „Mixed Reality“ als Hilfsmittel zur Nachweisdokumentation vor. Die Möglichkeit, ein Modell in eine Aufnahme, ein Bild oder in eine Punktwolke zu projizieren, wurde eindrucksvoll am Beispiel der Würz burger Residenz demonstriert. Diese wurde in die Liveaufnahme des Veranstaltungsraums eingeblendet. Die Baumaßnahme A1, Anschlussstelle Niehl bedeutete für den Baubetrieb und seine Abrechner eine besondere Herausforderung: Die nahe Rheinbrücke, die für Lkw nicht nutzbar war, unbekannte Leitungen im Baufeld sowie eine wechselnde Bauüberwachung erschwerten die Arbeiten. Frau Alice Teresa Alfano, Wolf & Müller Tiefund Straßenbau GmbH & Co. KG, berichtete über dieses Projekt und seine Schwierigkeiten. Die Auf bereitung BIM-fähiger Datengrundlagen wurde von Herrn Alexander Winz, DB Engineering & Consulting GmbH, am Beispiel des Pilot projekts „Fehmarnsundbrücke“ verdeut licht. Für ein solches Projekt war die Zusammenführung der Daten aus unterschiedlichen Datenquellen mit unterschiedlichen Koordinatensystemen in das Modell besonders interessant. Für die Datenerfassung wurden sowohl unterschiedliche Verfahren wie 3D-Laserscan, Bildaufnahmen mit Multicopter und Fächerlotaufnahmen angewendet als auch die Auswertung von Seekarten und die Ableitung von Gebäuden aus ALKIS durchgeführt. Das Thema BIM setzte Herr Jürgen Benkhoff, Ingenieurbüro Bertels, fort.
Der Verband Deutscher Vermessungsingenieure e. V. (kurz: VDV) ist ein Berufsverband für Ingenieure der Geodäsie und Geoinformatik. Der 1949 gegründete Verband hat ca. 6.500 Mitglieder (Stand: August 2015). Der VDV vertritt seine Mitglieder bei berufspolitischen und fachbezogenen Themen und wirkt bei der strukturellen Gestaltung des deutschen Vermessungswesens mit. Eine weitere Aufgabe des Verbandes liegt in der beruflichen Weiterbildung. Zu diesem Zweck besteht das eigenständige, als gemeinnützig anerkannte Bildungswerk VDV. Das Bildungswerk führt in verschiedenen Fachgruppen Fortbildungsveranstaltungen durch.
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Vorgestellt wurde die Aufbereitung von Daten aus Bild- und Laserscans sowie die Weiterverarbeitung in Modellen aus unterschiedlichen Projekten des Bahn- und Straßenbaus. Daraus wurde die Vermessung in klassischen Datenformaten abgeleitet. Ein weiterer interessanter Aspekt des Vortrags lag in der Anwendung von Messverfahren zur Darstellung verdeckter Bauteile wie überbauter Brückenwiderlager. Herr Karsten Elles, Komatsu Europe International N.V., referierte darüber, wie Baumaschinen mit modernen Mess verfahren und Messgeräten den Bauprozess in Bezug auf Auslastung der menschlichen und materiellen Ressourcen optimieren. Neben der Auslastung ist der Baufortschritt von besonderem Interesse. Mittels Multicopter und Verarbeitungsstation werden Punkt wolken bearbeitet und Geländemodelle abgeleitet, die den jeweiligen Bau zustand zeitnah mit vernünftiger Genauigkeit darstellen. Den zweiten Tag des Jahresseminars begann Herr Dirk Ficht müller, FARO Europe GmbH & Co. KG, mit Erläuterungen zur 2D-/3D-Baudokumentation mit Scannertechnologie. Über den erfolgreichen Versuch, eine Bauabrechnung im Straßenund Kanalbau komplett digital mit 3D-Modell zu erstellen, berichtete Herr Tobias Farin, Hermann Dallmann Straßen- und Tief bau GmbH & Co. KG. Aus 2D-Ausführungsplänen, Orthofotos und Aufmaßen wurde das 3D-Modell entwickelt. Anhand des Modells wurden die Aufmaße als Grundlage für die REB-Berechnung erstellt und über DA 11 abgerechnet. Hinsichtlich der derzeitigen Datenübergabe in BIM mit CPIXML oder IFC ergibt sich folgende Problematik: Wie teilt der AG dem AN Änderungen mit, wenn in diesen Formaten keine Änderungen der Objekte vorgesehen sind? Ein Vorteil dieser Bearbeitungsart ist die Möglichkeit, Daten mit Dokumenten zu verknüpfen und das sich daraus ergebende Dokumentenmanagement.
Veranstaltungsrückblick Herr Stefa n Schmidbauer, tandler.com GmbH, präsentierte die Abrechnungssoft ware KANABIS für den Kanalbau. In seinem kurzweiligen Vortrag illustrierte er die Vorgehensweise von der Planung über die Bauausführung bis zur Abrechnung und zur Bestandsdokumentation. Einen Ausblick über die Möglichkeiten der Digitalisierung im Bauwesen gab Herr Andreas Dieterle, RIB Deutschland GmbH. Bei Schlagwörtern wie 5D BIM, Vor fertigung, Mixed Reality und Künstliche Intelligenz stellt sich die Frage, wie Daten zukünf-
tig übermittelt und gespeichert werden. Hier setzen sich Cloud-Lösungen immer mehr durch. Zum Abschluss der Vorträge zeigte Herr Jochen Haker, IB&T Ingenieurbüro Basedow & Tornow GmbH, am Beispiel einer gescannten Bahntrasse, wie sich Bestandsobjekte aus Punktwolken generieren lassen. Am Ende des 29. Jahresseminars ver abschiedete sich Heinz-Jürgen Blenk als Seminarleiter. Die weiteren Seminarleiter Markus Jansen und Peter Landa bedankten sich für die langjährige Zusammenarbeit und hoffen bei
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der Vorbereitung des nächsten Jahresseminars Bauabrechnung im kommenden Jahr auf seine fachkundige Unterstützung. Das mittlerweile 30. Jahresseminar Bauabrechnung wird am 20. und 21. März 2020 in der Landesgewerbeanstalt in Würzburg stattfi nden und traditionell drei Wochen vor Ostern vom Bildungswerk des VDV ausgerichtet.
Dipl.-Ing. Peter Landa Der Autor ist bei der AKG Software Consulting GmbH in Berlin im Bereich Kundenbetreuung und Schulung tätig.
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VESTRA aktuell
Kanal
Der Kanalmanager wurde um einen neuen Dialog erweitert, der sowohl für den Bahnbau als auch für den Straßenbau zur Verfügung steht. In diesem Dialog lassen sich die Massen für den Aushub und die Verfüllung eines geplanten Grabens berechnen. Aushub und Verfüllung bestehen jeweils aus verschiedenen Schichten, die individuell bearbeitet werden können. Die Berechnung erfolgt gemäß DIN 18300 und DIN EN 1610.
Stand der Volumenberechnung In der aktuellen Version des Dialogs können die benötigten Gräben für Zuläufe und Haltungen berechnet werden. Da diese Gräben auf Schichtdefinitionen basieren, können sie individuell gestaltet werden. Mit einem Klick auf die entsprechende Schaltfläche „Schichtverwaltung öffnen“ lässt sich die Verwaltung der Schichtdefinitionen aufrufen. Standardmäßig werden zwei Beispieldefinitionen für Aushub und Verfüllung mitgeliefert. Weitere Definitionen können vom Anwender selbst erstellt werden. Benutzereigene Definitionen werden vor dem Speichern auf Gültigkeit geprüft. Die hinterlegten Definitionen können anschließend im Hauptdialog für die vorhandenen Haltungen und Zuläufe ausgewählt und zur Berechnung herangezogen werden.
Die Mindestgrabenbreite für den Graben einer Haltung bzw. eines Zulaufs wird beim Programmstart gemäß DIN EN 1610 ermittelt. Diese Breite ist nicht veränderbar; allerdings ist es möglich, eine zusätzliche Grabenbreite anzugeben, falls man einen Verbau hinzufügen oder mehr Platz einplanen möchte. Außerdem kann ein Böschungswinkel angegeben werden. Die Standardeinstellung liegt bei 80°.
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Kanal
VESTRA aktuell
Nachdem alle Einstellungen vorgenommen wurden, kann man die Berechnung der Haltungen und Zuläufe mit „Berechnung starten“ durchführen. Die Ergebnisse werden im Dialog aufgelistet und können nach Microsoft Excel exportiert werden.
Während der Berechnung wird automatisch eine Datei für den BIM-Viewer generiert, die wesentliche Informationen zu den einzelnen Leitungen und den dazugehörigen Schichten enthält. Um die Gräben im BIM-Viewer zu betrachten, muss diese Datei importiert werden.
Vorteile für den Anwender Aufgrund der berechneten Volumen kann eine Kostenschätzung für den einzelnen Graben durchgeführt werden. Die vorliegenden Daten der Gräben und Schächte in der exportierten Excel-Tabelle liefern hierfür eine solide Basis. Außerdem hilft die visuelle Ausgabe im BIM-Viewer dabei, komplexe Planungen zu koordinieren.
Funktionen auf einen Blick Volumenberechnung für Aushub und Verfüllung Schichtdefinition für Aushub und Verfüllung Unterstützung verschiedener Bettungstypen Export nach Excel und BIM-Viewer Individuelle Einstellung von Grabenbreite und -form Berücksichtigung von Knicken in der Leitung
Weiterentwicklung Mit der nächsten Version der Volumenberechnung sollen auch gebogene Haltungen und Zuläufe unterstützt werden, die anschließend im BIM-Viewer dargestellt werden können.
M. Sc. Stefan Graewert Der Autor ist seit 2018 Programmierer bei der AKG Software Consulting GmbH in Berlin.
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Tipps & Tricks
Gewusst wie
In jeder PROFILE-Ausgabe finden Sie Tipps und Tricks, Hinweise zu Neuerungen, Antworten zu FAQs etc.
VESTRA INFRAVISION > Launcher
#62
Wie kann eine VESTRA INFRAVISION-Netzwerklizenz zur Verwendung im Außendienst auf das Laptop ausgeliehen werden? Über den VESTRA INFRAVISION-Launcher gelangt man in die Lizenzauswahl. Die gewählte Netzwerklizenz kann hier über die Funktion „Lizenz ausleihen“ auf einen lokalen CodeMeter-Softwarecontainer („CmActLicense“) für einen gewünschten Zeitraum übertragen werden. Das gewählte Ablaufdatum wird bei jedem Start des Launcher zusammen mit einer Beschreibung der Lizenz angezeigt.
VESTRA INFRAVISION > Straßenbau > Achsmanager > Achsgruppen Wozu werden die Achsgruppen im Achsmanager verwendet? Es gibt drei Aspekte für die Nutzung der Achsgruppen im Achsmanager. Primär dienen die Gruppen zur Strukturierung des Achsbestands, also zur Projektorganisation im Allgemeinen. Daneben bieten sie eine gute Möglichkeit, die Darstellung der Achsen für die Achsanzeige im Lageplan und für die Plotausgabe einfach zu steuern. Weiterhin zeigt ein Blick auf das Kontextmenü, dass Achsgruppen auch den sinnvollen Einsatz bestimmter Funktionen steuern können. Neben dem Rechnen aller Achsen einer Gruppe sei beispielsweise der Export einer Achsgruppe genannt. Wenn man bei dieser Option gleichzeitig die Strg-Taste drückt, wird ohne eine weitere Auswahl die Speicherung der Achsen und achsbezogenen Daten im Format „AXS“ gestartet.
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#63
Gewusst wie
Tipps & Tricks
VESTRA INFRAVISION AKGCAD > Lageplan > Auswahl der Objekte
#64
Wie können übereinanderliegende Objekte im Lageplan in VESTRA INFRAVISION AKGCAD zielgerichtet in der Grafik selektiert werden? Sobald man die Maus in der Grafik des Lageplans bewegt und somit Objekte innerhalb des Fangradius der Maus liegen, zeigt der Lageplan per „Highlighting“ das nächstgelegene Objekt an (z. B. rote Linie). Bei Mausklick wird dieses Objekt selektiert. Wenn die Objekte sehr nahe beieinanderliegen, wenn sich also mehrere Objekte im Fangradius des Mauszeigers befinden, kann man mit den Tasten „Bild auf“ und „Bild ab“ durch die Objekte wechseln. Alternativ kann man die Auswahlhilfe verwenden, die in einem Dialog die aktuell im Fangradius befindlichen Objekte anzeigt und in der per Doppelklick eines der Objekte selektiert werden kann.
VESTRA INFRAVISION > Kanalmanager
#65
Wie können im Kanalmanager Änderungen an mehreren Objekten schnell durchgeführt werden? In der Baumansicht des Kanalmanagers können mehrere Einträge auf einmal ausgewählt werden, und zwar durch die Windows-übliche Selektion bei gleichzeitig gedrückter Strg-Taste. An der so zusammengestellten Selektion können Änderungen in der „Übersicht/Detaildaten“ im unteren Bereich des Kanalmanagers bequem vorgenommen werden. In der Detailansicht sind die wichtigsten Daten eines Kanalobjekts aufgelistet. Sobald die Detailansicht aktiv ist, funktioniert die Mehrfachselektion in allen „Daten-Bäumen“ (Stränge, Haltungen, Schächte, Übersicht).
KOSTRA AKVS > Datenaustausch > OKSTRA
#66
Was muss bei der Abgabe eines mit KOSTRA AKVS erstellten Projekts beachtet werden, wenn der Auftraggeber das System elKe einsetzt? Der Datenaustausch von KOSTRA AKVS zum System elKe der Landesbauverwaltungen erfolgt problemlos über die OKSTRA-Schnittstelle. Bei der Datenübergabe ist zu beachten, dass die OKSTRA-Version 2.018 für den OKSTRA-Export verwendet wird.
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Tipps & Tricks
Gewusst wie
VESTRA INFRAVISION > Längsschnitt > Geschriebener Längsschnitt
#67
Wie können alle aktuellen Informationen im Längsschnitt von VESTRA INFRAVISION als Liste ausgegeben werden, ohne einen Höhenplan aufzubereiten? In der Gruppe „Daten“ findet sich die Funktion „Geschriebener Längsschnitt“. Erzeugt wird eine Tabelle mit allen Planungselementen des Längsschnitts. Neben den üblichen Werten des Längsschnitts (Bezeichnung, Station, Stationsdifferenz, Höhe des TS-Punkts sowie Hoch- und Tief-Punkte) werden auch die Achshauptpunkte und Werte aus dem Deckenbuch ausgegeben.
VESTRA INFRAVISION > Querschnitt > Punkthorizont
#68
Wofür können Punkthorizonte im Querschnitt von VESTRA INFRAVISION sinnvoll eingesetzt werden? Die Querschnittdatenbank bietet neben den bekannten Flächen- und Linienhorizonten auch Punkthorizonte zur Speicherung einzelner Punktinformationen. In der Querschnittkonstruktion können ausgewählte Punkte bequem mit einem Namen versehen und als einzelne Punkte gespeichert werden. Auf Basis der Böschungsdurchstoßlinie kann der Bezugspunkt für die Grunderwerbsgrenze im Querschnitt konstruiert und als Punkt gespeichert werden. Die schnellste Art der weiteren Verwendung ist die Über führung dieser Punkte in eine Gruppe des Zwangspunktmanagers. Dazu steht die Funktion „Zwangspunkte aus Horizont“ zur Verfügung. Die Zwangspunkte dienen der einfachen Verknüpfung von Querschnitt, Längsschnitt und Lageplan. Sie können aber auch sehr gut zur Ausgabe des QPLOT verwendet werden.
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Gewusst wie
Tipps & Tricks
VESTRA INFRAVISION > DWG-Plattformen > Planrahmen > Freie Formate
#69
Wie können in der Konstruktion der Planrahmen im GEOkernel von VESTRA INFRAVISION freie Blattformate verwendet werden? Auf den DWG-Plattformen ist die Formatierung für das Layout einer Zeichnung eng an das Basissystem geknüpft. Zuerst erstellt man ein „Benutzerdefiniertes Papierformat“ im Layout-Bereich der Basisplattform. Dort wird einfach die gewünschte Papiergröße eingetragen. In der VESTRAKonstruktion „Planrahmen“ wird dieses Format dann ausgewählt, der Ausschnitt angepasst und der Rahmen in der Grafik platziert und gedreht. Hinweis: Wird das Papierformat für einen physikalischen Drucker definiert, so ist zu bedenken, dass durch den Druckertreiber der druckbare Bereich („Netto-Format“) um ein paar Millimeter eingeschränkt sein kann.
VESTRA INFRAVISION > Hilfe > Webhelp
#70
Was bedeutet das neue Webhelp-Format der Programm-Dokumentation für die Praxis der Anwender? Ab Build 55 werden alle neuen und erweiterten Hilfen in VESTRA INFRAVISION als Webhelp im HTML 5-Format online bereitgestellt. Bei Änderungen und Ergänzungen wird die Dokumentation jederzeit aktualisiert. Anwender haben somit immer Zugriff auf die neueste Online-Version. Das vorherige CHM-Format ist nicht mehr zeitgemäß und zudem fehleranfällig (z. B. Absturz des CHM-Viewer auf Rechnern mit Windows 10). Deshalb wird das alte Hilfe-Format bis Build 57 auch für bereits bestehende Funktionen und ihre Hilfe-Themen durch Webhelp ersetzt.
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Praxisbericht
Straßen.NRW
Mit dem Stufenplan zur BIM-Einführung hat der damalige Bundesverkehrsminister Dobrindt Ende 2015 festgelegt, dass alle Infrastrukturprojekte des Bundes ab 2020 mit der BIM-Methode geplant und gebaut werden sollen. Damit ist auch für den Bereich Straßenbau das Thema Building Information Modeling (BIM) in den Fokus gerückt. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat sich Ende 2017 dazu entschlossen, in der zweiten Phase des Stufenplans ein eigenes Pilotprojekt aufzulegen. Bei der Projektbearbeitung setzt die Straßenbauverwaltung VESTRA ein. Von Oliver Fellinger Bei der Auswahl des Pilotprojektes war maßgeblich, möglichst einen Bereich abzudecken, in dem bisher erst wenige Erfahrungswerte mit BIM vorliegen (z. B. bei Erhaltungsentwürfen). Daher fiel die Wahl auf das Projekt „A40 Erhaltungsentwurf Bundesgrenze bis Anschlussstelle Wachtendonk“. Dieses Projekt wird von der zuständigen Regionalniederlassung Niederrhein in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe BAB bearbeitet. Seit Mitte 2018 ist das Projekt offiziell als Pilotprojekt des Bundes gemeldet. Es handelt sich hierbei um die grundhafte Instandsetzung der Autobahn A40 mitsamt Erneuerung der Entwässerung (ca. 11 km Streckenlänge mit einem Regelquerschnitt RQ 28). Darüber hinaus sind der Ersatzneubau von drei Brücken, Querneigungsverbesserungen und die Errichtung von barrierefreien Notrufsäulen Gegenstand des Erhaltungsentwurfes. Die Aufstellung des Erhaltungsentwurfes beinhaltet zudem die Landschaftspflegerische Begleitplanung.
Zu Beginn des Projektes waren die vertraglichen Rahmenbedingungen bei der BIM-Methodik zu beleuchten. Erstellt wurde eine AuftraggeberInformationsanforderung (AIA) sowie der BIM-Abwicklungsplan (BAP) in allen drei Bereichen Strecke, Brücke und Landschaftspflege. Zeitgleich mussten diverse Programme und ihre Schnittstellen sowie die IT-Umgebung festgelegt werden. Da der Landesbetrieb die Entwürfe grundsätzlich mit dem Straßenbauprogramm VESTRA erstellt und die Bearbeiter des Pilotprojektes zugleich auch Betatester für VESTRA INFR AVISION sind, wird für die Projektarbeit ebenfalls VESTRA verwendet. Für den Bereich Brückenbau kommen im Zuge des Pilotprojektes zwei verschiedene Programme (Autodesk Revit und Siemens NX) zum Einsatz, um zusätzlich einen Vergleich ziehen zu können. Für die Landespflege wird das Programm ArcGis mit diversen Plug-ins genutzt. Im Bereich Brückenbau kann hinsichtlich der BIM-Methodik auf relativ viel Erfahrung zurückgegriffen werden. Wenig Erfahrung gibt es dagegen
Straßen.NRW ist ein wirtschaftlich rechnender und betriebswirtschaftlich operierender Betrieb. Rund 5.650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an mehr als 100 Standorten in Nordrhein-Westfalen beschäftigt. Straßen.NRW betreut den größten Teil des nordrhein-westfälischen Netzes von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen. Das gesamte Streckennetz beläuft sich am 01.01.2019 auf: • 2.250 Kilometer Autobahnen • 4.400 Kilometer Bundesstraßen • 13.100 Kilometer Landesstraßen • rund 1.000 Kilometer Kreisstraßen • rund 14.000 Bauwerke (Brücken, Tunnel und Verkehrszeichenbrücken) Straßen.NRW umfasst den Betriebssitz in Gelsenkirchen, vier Regionalleitungen mit zehn Niederlassungen, 80 Straßen- und Autobahnmeistereien sowie eine Verkehrszentrale.
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für den Straßenbauteil, so gut wie keine ist in der Landespflege vorhanden. Als Grundlage für die weitere Planung wurde zu Beginn des Planungsprozesses die Vermessungsabteilung beauftragt, für diesen Bereich eine topographische Aufnahme inklusive Kanaldaten durchzuführen sowie aktuelle Katasterdaten zu bestellen. Alle Daten mussten zwecks problemloser BIM-Bearbeitung mit Fachbedeutungen belegt sein bzw. in OKSTRA aufgenommen werden. Der Landesbetrieb hat als Grundlage für die BIM-Bearbeitung schon seit längerem die Vorgabe, alle Planungs- und Vermessungsdaten in OKSTRA sowie mit der landesbetriebsinternen Ebenenzuordnung zu erfassen (siehe Abbildung 1). Parallel zur Datenerfassung wurde auch eine Laserscanbefahrung durchgeführt. Während der Bearbeitung erwiesen sich Splines aufgrund ihrer unterschiedlichen Berechnung in den verschiedenen Programmen als ungeeignet für eine Weitergabe von Daten. Dies wurde jedoch erst erkannt, als die Vermessung schon bestand und Teile der Planung bereits existierten. Die Firma AKG hat schnell gehandelt und einen Spline-
Straßen.NRW
Praxisbericht
Konverter in Build 53 einprogrammiert (siehe Abbildung 2). Die bestehenden Bohrkerne sowie die Ergebnisse der Bodengutachten mussten ebenfalls in digitale Form gebracht werden, um sie auch als Horizonte/ Ebenen weitergeben zu können. Dies ist bei VESTRA in der Quer profi lbearbeitung mit den bestehenden Bausteinmodulen machbar und wurde für jede Bestandsspur bzw. je Bohrkernbereich separat eingegeben (siehe Abbildung 3). In der Zusammenschau mit dem neu geplanten Oberbau ist es gemäß BIM-Philosophie gut möglich, die Informationen über die Baustoffe sowie die Massen sehr genau zu bestimmen und für eine Weitergabe inklusive der notwendigen Attribute zusammenzustellen. Im neuen BIMViewer (früher 3D-Viewer) in VESTRA INFRAVISION sind die Ergebnisse sehr gut sichtbar (siehe Abbildung 4). Zurzeit läuft für den Ausbauabschnitt eine Kanalbefahrung zur exakten Bestimmung der Schadensbilder an den Entwässerungsleitungen bzw. den Schächten. Hierbei soll darauf geachtet werden, dass die Informationen digital erfasst werden (GPS-gesteuert usw.) und so auch später noch genau bestimmbar sind. Die Grunddaten stammen aus der Vermessung und wurden anhand der landesbetriebseigenen Straßeninformationsbank (NWSIB) über die ISYBAU-Schnittstelle noch weiter verfeinert. Im VESTRA INFRAVISION-Betatest wurde der neue Kanalmanager sehr positiv bewertet, da er eine Vielzahl von Daten und Attributen aus dem Kanalbestand bzw. der Planung erfassen und weitergeben kann. Im schon erwähnten BIMViewer kann zielgenau die Information zum Kanal abgefragt werden, die gerade im 3D-Fachmodell benötigt wird (siehe Abbildung 5 auf der nächsten Seite). Das Pilotprojekt ist noch nicht abge schlossen. Derzeit erfolgt die Kollisionsprüfung, die im Rahmen des Zusammenführens der verschiedenen 3D-BIM-Fachmodelle zu einem 3D-Koordinationsmodell erforderlich wird. Ist das 3D-Modell fehlerfrei erstellt, folgt die weitere Planung in der 4. Dimension (Kosten) bzw. in der 5. Dimension (Zeitplan) gemäß BIM. Hierfür müssen jedoch noch Programme angeschafft und Schulungen zu den Programmen durchgeführt werden. Ein wichtiges Thema sollte auch die Erstellung einer gemeinsamen Datendrehscheibe CDE (Common Data Environment) sein.
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Praxisbericht
Straßen.NRW
Als Zwischenfazit des Pilotprojektes ist besonders herauszustellen, dass die BIM-Methodik in der Straßenplanung von einer disziplinierten digitalen Datenerfassung mit allen zugehörigen Attributen abhängig ist. Die freien Daten-Schnittstellen (ISYBAU, OKSTRA, XML, IFC usw.) müssen zum Standard in allen für die Infrastruktur planung verwendeten ITPro grammen werden. Die IT-Anforderungen an die Bearbeiter wie auch an die Hardware sind hierdurch deutlich gestiegen. Erfolgt die Datenerfassung konsequent, bietet die BIMMethode in allen Bereichen zahlreiche Vorteile. Dipl.-Ing. Oliver Fellinger Der Autor ist beim Landesbetrieb Straßenbau NRW in Krefeld, Regionalniederlassung Niederrhein, Projektleiter in der PG BAB.
Die Infoveranstaltung richtet sich speziell an Interessierte, die das MultiCAD-System VESTRA INFRAVISION noch nicht kennen. Hier erhalten Sie einen kompakten Überblick über die Arbeitsweise und die Funktionalität von VESTRA INFRAVISION. Die Teilnahme ist kostenfrei. Online-Anmeldung: www.akgsoftware.de Köln
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13:00-13:15
Frankfurt/M. 09:00-09:15
13:15-14:45
09:15-10:45
VESTRA INFRAVISION Straße im Einsatz: Planen innerorts DGM Achstrassierung Deckenbuch Gradienten Querprofile
14:45-15:00
10:45-11:00
Kaffeepause
15:00-15:30
11:00-11:30
BIM im Tiefbau BIM – aktueller Stand Projektdaten im Fluss Autodesk BIM 360 Docs – virtueller Projektraum Ausblick
15:30-16:00
11:30-12:00
VESTRA INFRAVISION Kanal im Einsatz Kanalplanung und Bestandserfassung
ca. 16:00
ca. 12:00
Veranstaltungsende
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Begrüßung und Firmenvorstellung
AGENDA
Geschwindigkeitsband
Workshop
Ab Build 55 ist es in VESTRA INFRAVISION möglich, im HPLOT das Geschwindigkeitsband gemäß RVS einblenden zu lassen. Sehen Sie in diesem kurzen Workshop, wie man mit der neuen Funktion arbeitet. Das Geschwindigkeitsband stellt die Projektierungsgeschwindigkeit VP dar, die sich in Abhängigkeit von Kreisbogenradius und Geradenlänge sowie der zulässigen bzw. erlaubten Höchstgeschwindigkeit ergibt. Dieser Wert VP gibt 85 % der frei fahrenden Pkw wieder, die diesen Wert auf nasser und sauberer Fahrbahn nicht überschreiten. Somit ist der Wert VP ein wesentlicher Bestandteil bei der Bemessung von Entwurfselementen im Lage- und Höhenplan sowie des Querschnitts. Es ist darauf zu achten, dass der Geschwindigkeitsunterschied bei Änderungen der Projektierungsgeschwindigkeit zwischen aufeinanderfolgenden Elementen den Wert von 10 km/h nicht überschreitet. Bei Verringerungen um mehr als 10 km/h sind begleitende Maßnahmen wie Beschilderungen und Markierungen erforderlich. Der Verlauf der Projektierungsgeschwindigkeit ist in der Planung im Längenschnitt als Geschwindigkeitsband in Form eines Treppenpolygons anzuzeigen.
Das Geschwindigkeitsband stellt in den Straßenkategorien F1 und F2 die Geschwindigkeit für beide Fahrtrichtungen in separaten Bändern dar. In den Kategorien F3-F5 wird nur ein Band zur Darstellung des Treppenpolygons angezeigt. Hierbei wird immer die höhere der beiden Eingangsgeschwindigkeiten für die Gerade verwendet. Zudem ist es im HPLOT möglich, für die Ermittlung am Achsanfang und Achsende unterschiedliche Eingangsgeschwindigkeiten (Vpro) zu wählen. Beispieldarstellung in VESTRA INFRAVISION – Straßenkategorie F2:
Beispieldarstellung in VESTRA INFRAVISION – Straßenkategorie F4:
Volker Burgert Der gelernte Bauzeichner ist Büroleiter der AKG Software Austria GmbH und zuständig für Kundenbetreuung, Support und Schulung.
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AKG-Info
Schulungstermine
Die neuen Termine für die Schulungszentren Freiburg/Heitersheim, Berlin, Köln/Frechen, Hamburg, Halle (Saale) und Wien/Wiener Neudorf stehen fest. Wir bieten an diesen Standorten ein breites Spektrum an Trainings – sowohl für VESTRA INFRAVISION als auch für Programme unseres Softwarepartners Autodesk. Ob Einsteiger oder fortgeschrittener Anwender: Wir vermitteln das nötige Knowhow, um wesentlich schneller ans Ziel zu kommen.
FREIBURG/HEITERSHEIM Datum
Tage
VESTRA INFRAVISION
Plattform(en)
14.05.
3
Grundlagen Straßenplanung
AutoCAD + BricsCAD
25.06.
1
Umstiegsschulung AKGCAD
AKGCAD
26.06.
1
Vertiefung Fahrbahnsanierung Alle
02.07.
1
Grundlagen Kanalplanung
Alle
16.07.
3
Grundlagen Straßenplanung
AKGCAD
Datum
Tage
AUTODESK-Produkte
07.05.
2
Datum
Tage
VESTRA INFRAVISION
18.06.
1
Umstiegsschulung AKGCAD
19.06.
1
Vertiefung Fahrbahnsanierung Alle
20.06.
1
Vertiefung Knotenpunkt
Datum
Tage
VESTRA INFRAVISION
Plattform(en)
11.06.
3
Grundlagen Straßenplanung
AutoCAD + BricsCAD
03.09.
1
Umstiegsschulung AKGCAD
AKGCAD
04.09.
1
Grundlagen Kanalplanung
Alle
05.09.
2
Intensivtraining Querprofil
Alle
Grundlagen AutoCAD
HAMBURG Plattform(en) AKGCAD
Alle
HALLE (SAALE)
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AKG-Info
Schulungstermine
BERLIN Datum
Tage
VESTRA INFRAVISION
Plattform(en)
04.06.
1
Umstiegsschulung AKGCAD
AKGCAD
05.06.
1
Grundlagen Zeichnungsbearbeitung
AKGCAD
06.06.
1
Vertiefung Gradiente + Deckenbuch
Alle
09.07.
3
Grundlagen Straßenplanung
AutoCAD + BricsCAD
24.07.
1
Umstiegsschulung AKGCAD
AKGCAD
25.07.
1
Vertiefung Knotenpunkt
Alle
06.08.
3
Grundlagen Straßenplanung
AKGCAD
20.08.
1
Umstiegsschulung AKGCAD
AKGCAD
21.08.
1
Vertiefung Fahrbahnsanierung Alle
22.08.
1
Grundlagen Zeichnungsbearbeitung
AKGCAD
17.09.
3
Grundlagen Straßenplanung
AutoCAD + BricsCAD
Datum
Tage
AUTODESK-Produkte
21.05.
2
Grundlagen Revit
28.05.
2
Grundlagen AutoCAD
Datum
Tage
VESTRA INFRAVISION
14.05.
1
Innerstädtische Planung im Bestand
Alle
15.05.
2
Intensivtraining Querprofil
Alle
29.05.
1
Umstiegsschulung AKGCAD
AKGCAD
04.06.
3
Grundlagen Straßenplanung
AutoCAD + BricsCAD
24.07.
2
Intensivtraining Querprofil
Alle
27.08.
3
Grundlagen Straßenplanung
AutoCAD + BricsCAD
10.09.
1
Innerstädtische Planung im Bestand
Alle
11.09.
1
Umstiegsschulung AKGCAD
AKGCAD
Datum
Tage
VESTRA INFRAVISION
06.05.
1
Vertiefung Fahrbahnsanierung Alle
07.05.
1
Vertiefung Gradiente + Deckenbuch
Alle
08.05.
2
Intensivtraining Querprofil
Alle
17.06.
3
Grundlagen Straßenplanung
AutoCAD + BricsCAD
KÖLN/FRECHEN Plattform(en)
WIEN/WIENER NEUDORF Plattform(en)
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Markt & Service
inovi gmbh
Die AKG Civil Solutions GmbH als Ihr betreuender AutodeskPartner freut sich, Ihnen eine wichtige Neuerung mitteilen zu können. AKG Civil Solutions bündelt zukünftig den AutodeskSoftwarevertrieb und das zugehörige Serviceangebot mit der entegra eyrich und appel gmbh (Ettlingen) sowie mit der ARNOLD IT Systems GmbH & Co. KG (Freiburg) in der neu gegründeten inovi gmbh mit Sitz in Heitersheim am AKG-Hauptstandort.
Von Jens Günther AKG wird zukünftig einen Großteil der Autodesk-Lizenzvorgänge über die inovi gmbh abwickeln. Wichtig für Sie: Ihr betreuender Händler bleibt wie bisher die AKG Civil Solutions GmbH. Ihr Hauptansprechpartner für Lizenzverlängerungen und Lizenz erwerb ändert sich nicht! Wie bisher stehen Ihnen die gewohnten Ansprechpartner in Heitersheim, Berlin, Hamburg, Frechen, Wiener Neudorf und in Chur für Ihre Fragen und Anliegen zur Verfügung.
Hauptsitz Partner
Was ist die inovi gmbh und warum wurde sie gegründet?
Die digitale Revolution schreitet weiter voran und verändert nachhaltig unsere Arbeitswelt. Immer mehr Branchen stehen vor neuen Aufgaben und müssen flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren. Nur wer den sich verändernden Herausforderungen mit umfassenden Lösungen begegnet, ist morgen noch erfolgreich. Die inovi gmbh ist eine Neugründung durch drei Firmen, die zu gleichen Teilen an der inovi gmbh beteiligt sind. Die drei inhabergeführten Gründungsunternehmen bringen jeweils über 20 Jahre Erfahrung als CADSystemhaus mit.
Neben der effi zienten Bündelung des Autodesk-Softwarevertriebs der drei Einzelgesellschaften bedeutet der Zusammenschluss vor allem ein weitaus größeres Know-how und ein breit aufgestelltes Lösungsspektrum, mit dem wir den gestiegenen Anforderungen unserer Kunden noch besser gerecht werden. Die Bündelung der AutodeskKompetenzen der Einzelunternehmen versetzt uns zukünftig in die Lage, Ihre individuellen Anforderungen mit den Herausforderungen und Chancen des
Für weitere Informationen über unsere Produkte, Lösungen und die dazugehörigen Dienstleistungen wie Training und Support oder für einen Präsentationstermin können Sie uns gerne kontaktieren. Ihre Anfrage wird an den inovi-Partner weitergeleitet, der die beste Lösung für Ihre Aufgabenstellung bietet. Lernen Sie die inovi gmbh auf der diesjährigen VESTRA User Wir freuen uns auf Ihre Anfragen! Conference kennen! inovi gmbh Uhlandstraße 12 D-79423 Heitersheim Telefon: +49 (0) 7634/56120
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Marktes wie Industrie 4.0, Building Information Modeling (BIM) oder Cloud-Technologie umfassend in Einklang zu bringen. Im inovi-Verbund stehen Ihnen in Zukunft über 140 Mitarbeiter an aktuell 8 Standorten in der kompletten DACH-Region zur Verfügung. Was bedeutet das für Sie?
Mit den Ihnen bekannten Ansprechpartnern bei AKG werden Sie von den Synergieeffekten profitieren, die sich aus dieser starken Partnerschaft ergeben! Lassen Sie Ihre Ideen mit uns Realität werden. Ihre Anfragen zu neuen Themen können problemlos an den passenden Spezialisten übergeben werden. Damit erhalten Sie eine optimale Beratung und Betreuung. Dipl.-Ing. Jens Günther Der Autor ist innerhalb der AKG-Firmengruppe Geschäftsführer dieser Gesellschaften: AKG Civil Solutions GmbH, AKG Software Consulting GmbH, AKG Software Austria GmbH sowie AKG Software Schweiz GmbH.
inovi gmbh
Markt & Service
ARNOLD IT Systems GmbH & Co. KG | Freiburg Das von Marco Arnold 1997 gegründete Systemhaus für CAD, CAM, EDM/PDM, PLM und Cloud-Lösungen arbeitet mit Kunden in mehr als 20 Ländern. ARNOLD IT Systems deckt die gesamte Bandbreite von Softwarelösungen und Serviceleistungen wie professionelle Beratungen, Schulungen, individuelle Coachings und Systembetreuung ab, führt Installationen vor Ort durch, verfügt über eine kompetente KundenHotline und ist ISO 9001-zertifiziert. Kernkompetenzen: Mechanik
BIM
Industrie 4.0
Mechanik 2D, 3D FEM-Berechnungen Generative Design Anlagenbau Vault Datenmanagement ERP-Schnittstelle
Virtual Reality Augmented Reality Smart Factory Machine Learning Digitaler Zwilling
Bauteile/Familien Digital Factory Punktwolken
entegra eyrich + appel gmbh | Ettlingen entegra ist als inhabergeführtes CAD-Systemhaus ein führender Autodesk-Lösungsanbieter mit Sitz in der Technologie-Region Karlsruhe. Neben Beratung, Konzeption und Vertrieb des umfassenden Autodesk-Softwareangebots bietet das Unternehmen Seminare, Workshops, Support, Hotline-Service und eigene Softwarelösungen an. Seit fast 30 Jahren zählt CAD zum Kerngeschäft des Unternehmens, davon 25 Jahre mit Fokus auf Software von Autodesk. Kernkompetenzen: Architektur/Bauwesen BIM Hochbau Innenarchitektur, Ladenbau Gebäudetechnik ERP-Anbindung
Mechanik Mechanik 2D, 3D Vault Datenmanagement ERP-Anbindung
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Markt & Service
BIM 360
Im Zeitalter von Building Information Modeling (BIM) stehen bei Bauprojekten mehr denn je die Informationen im Mittelpunkt. Dabei geht es nicht nur um die Qualität und die Verlässlichkeit dieser Informationen, sondern auch um die Art und Weise, wie Informationen zwischen den Projektbeteiligten ausgetauscht werden. Mit BIM 360 hat die Firma Autodesk Produkte am Markt, die mittels Cloud-Technologie die Zusammenarbeit sowie das Projekt- und Datenmanagement erheblich erleichtern und verbessern. Lesen Sie hier, mit welcher Anwendung Sie welche Anforderungen am besten abdecken. Von Thomas Schmitt Kommunikation mit BIM
BIM bezeichnet Arbeitsmethoden in der Planung, der Errichtung und im Betrieb von Bauwerken, die durch den Einsatz digitaler Technologien gekennzeichnet sind. Immer leistungsstärkere Rechner und moderne Planungssoft ware erlauben den Beteiligten, ihre Ideen frühzeitig in Form detaillierter, realistischer 3D-Modelle auszutauschen und sowohl den Bauablauf als auch die spätere Funktionsweise zu simulieren. Das digitale Bauwerksmodell ermöglicht eine Abstimmung zwischen den einzelnen Fachdisziplinen, die mit den klassischen 2D-Plänen bisher nicht machbar war. Die einzelnen Fachmodelle können in einem Gesamtmodell zusammengefügt und auf mögliche Kollisionen und sonstige Konflikte hin untersucht werden, um diese rechtzeitig auszuräumen, bevor es auf der Baustelle zu teuren Korrekturen kommt. Entscheidend für eine erfolgreiche Abstimmung ist die Kommunikation zwischen den einzelnen Teams und
Gewerken. Nur wenn alle Beteiligten Zugriff auf die jeweils aktuellsten Versionen haben und nicht unterschiedliche oder veraltete Planungsstände miteinander verglichen werden, kann das Potential der BIM-Programme voll ausgeschöpft werden. BIM 360-Lösungen
Hier setzt das Produktportfolio der BIM 360-Anwendungen von Autodesk an. Autodesk BIM 360 nutzt die InternetCloud als Basistechnologie, um eine BIM-konforme Kommunikation zu ermöglichen. Frei skalierbar im Leistungsumfang und in der Anzahl der Teilnehmer bilden die BIM 360-Lösungen die ideale Kommunikations plattform für Bauprojekte jeder Art und Größe. Die BIM 360-Produktfamilie besteht im Wesentlichen aus vier Produkten, die als Abonnement angeboten werden und den Anwendern neben den programmspezifi schen Funktionen unbegrenzten Cloud-Speicherplatz bieten. Die Anwendungen sind Browser-basiert und als App auf Tablets, Smartphones und Desktop-Rechnern zu installieren.
In einem gemeinsamen virtuellen Projektraum – der Common Data Environment (CDE) – werden alle Dokumente, Dateien, Modelle und andere Informationen verwaltet und zugänglich gemacht. Die Anwendung Autodesk BIM 360 Docs bildet diesen gemeinsamen Projektraum. Sie ist als eigenständiges Programm verfügbar oder als Bestandteil der drei Produkte BIM 360 Design, BIM 360 Glue und BIM 360 Build. Einen Überblick über das BIM 360-Produktportfolio liefert die Abbildung unten. Autodesk BIM 360 Docs
Der gemeinsame Projektraum von BIM 360 Docs bietet einen zentralen Ort in der Cloud, auf den alle Projektbeteiligten mit Internet jederzeit Zugriff haben. Der Projektadministrator legt fest, welche Projektmitglieder, Berufsgruppen oder Firmen welche Zugriffsrechte haben: wer also bestimmte Pläne oder Modelle einfach per Viewer über den Browser ansehen kann oder zu Prüfzwecken auch Kommentare und Anmerkungen eintragen darf. Oder wer selbst aktiv an der Planung mitwir-
Revit-Zentral-Modell in der Cloud
Kollisionsprüfung direkt in der Cloud
Baustellen- und Mängelmanagement (RFIs)
Interdisziplinäre,synchrone Zusammenarbeit bei der Planung
Vergleich und Koordination unterschiedlicher (Fach-)Modelle und Modellversionen
Projektmanagement Reporting (Bautagebuch)
Common Data Environment (CDE) = gemeinsamer Projektraum Dokumentenmanagement mit Rechteverwaltung für Bauprojekte Datenbasis für alle BIM 360-Anwendungen mit Viewer für zahlreiche Dateiformate
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BIM 360 ken und Pläne oder Modelle direkt bearbeiten kann. Für jedes Projektmitglied können individuell Aufgaben direkt im Plan oder im Modell erstellt, zugewiesen und nachverfolgt werden. Sobald eine Änderung vorgenommen und ein neuer Dokumentenstand hochgeladen wird, entsteht eine neue Version, sodass die Versionshistorie dokumentiert ist und jederzeit nachvollzogen werden kann. Zahlreiche Funktionen in BIM 360 Docs erleichtern die tägliche Arbeit und helfen Anwendern, den Überblick zu bewahren. So können beispielsweise Pläne über den Inhalt des Plankopfs per Freitextsuche gefunden werden. Unterschiedliche Versionen von Plänen und Modellen, die mit Autodesk-Produkten wie AutoCAD oder Revit erstellt wurden, können am Bildschirm direkt miteinander verglichen werden. Die Änderungen können über spezielle Filter hervorgehoben und sichtbar gemacht werden. Die Dokumentensuche nach Stichwort oder Kategorie erleichtert das Auffinden von Dateien und Dokumenten erheblich. Damit Anwender in ihrer gewohnten Desktop-Ordnerstruktur am Rechner arbeiten können, gibt es den kostenlosen Autodesk Desktop Connector, der die in der Cloud gespeicherten Dateien auf einem verbundenen Laufwerk repliziert, von wo aus Änderungen automatisch zur Datenquelle – also in die Cloud – hochgeladen werden. BIM 360 Docs kann als kleinster gemeinsamer Nenner und als Drehscheibe der BIM 360-Produkte von Autodesk bezeichnet werden. Mit den folgenden BIM 360-Produkten geht Autodesk tiefer auf spezielle Aufgabengebiete ein. Autodesk BIM 360 Design
Projektteams, die Autodesk Revit nutzen, können die Zusammenarbeit und Arbeitsteilung erheblich optimieren, indem sie durch den Einsatz von Autodesk BIM 360 Design standort- und sogar firmenübergreifend auf ein und dasselbe Revit-Modell zugreifen und gleichzeitig darin arbeiten können. Durch die zentrale Bereitstellung des Revit-Modells in der Cloud entfallen zeitraubende Up- und Downloads, Modelle können so innerhalb kürzester Zeit synchronisiert werden, was zu einer enormen Ersparnis an Zeit und lokalem Speicherplatz führt. Über eine visuelle Zeitleiste wird allen beteiligten Teams angezeigt, welche Teilplanung welchem Team zur weiteren Verwendung oder Bearbeitung zur Verfügung steht und wie der jeweilige Status der Bearbeitung ist. Änderungen zwischen den jeweiligen Versionen können eindeutig im
Modell oder in den daraus abgeleiteten Plänen angezeigt werden. BIM 360 Design ist die optimale ClosedBIM-Lösung für standort- und teamübergreifende Zusammenarbeit, da alle Beteiligten mit demselben Werkzeug Autodesk Revit arbeiten. Autodesk BIM 360 Glue
Für die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Koordination unterschiedlicher Fachmodelle (Open-BIM) gibt es Autodesk BIM 360 Glue. Mit dieser Anwendung können verschiedene Disziplinen ihre jeweiligen Fachmodelle (z. B. Haustechnik, Architektur, Ingenieurbau, Landschaftsbau) in einem zentral in der Cloud gehaltenen Gesamtmodell zusammenführen und direkt im 3D-Modell abstimmen. Dadurch können Fehler und auch eventuelle Reisekosten signifi kant reduziert werden. Die BIM 360 Glue-Modelle lassen sich direkt in Autodesk Navisworks für weitergehende Modell-Analysen bis hin zur 4D-Bauablaufplanung verwenden. Autodesk BIM 360 Build
Für das Baustellen- und Projektmanagement steht die Anwendung Autodesk BIM 360 Build zur Verfügung. Hiermit gelangt das digitale Modell mit allen Informationen per Tablet oder Smartphone direkt auf die Baustelle. Dort können die Informationen aus dem Modell abgerufen und mit der Realität abgeglichen werden. Feststellungen, die auf der Baustelle gemacht werden, können direkt im Modell dokumentiert und zur weiteren Bearbeitung zugewiesen werden. Damit das Projekt zu jeder Zeit transparent bleibt und alle Beteiligten nur diejenigen Informationen und Anweisungen erhalten, die für sie re-
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levant sind, legt der BIM-Manager im Vorfeld fest, wer wem Anweisungen oder Aufgaben erteilen darf und wer deren Durchführung überwacht. Autodesk BIM 360 Build befreit Baustellen von Dokumentenordnern und Planrollen. Es erlaubt gleichzeitig eine saubere Dokumentation aller Vorgänge mittels vordefinierter Checklisten. Durch die Verbindung von digitalem Modell und realem Bauwerk sowie der Möglichkeit, Aufgaben mittels Checklisten zu organisieren und zu kontrollieren, ist BIM 360 Build auch bestens für den Unterhalt und den Betrieb von Bauwerken geeignet. Fazit
Mit dem BIM 360-Produktportfolio geht Autodesk neue Wege, um sich und seine Kunden für die Zukunft zu rüsten. Nach dem Motto „Kommunikation ist alles“ wird das Cloud-basierte Produktportfolio kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Dabei wird auch stets auf die Einhaltung strengster Standards zur Datensicherheit geachtet. Mit Ausnahme von BIM 360 Design laufen alle Anwendungen wahlweise auch auf einem EU-Server in Irland. Wenn auch Sie Interesse an der Cloud-basierten Zusammenarbeit haben, dann starten Sie jetzt mit einem kostenlosen betreuten Test. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Einführung und dem Einsatz der BIM 360-Lösungen von Autodesk. Dipl.-Ing. Thomas Schmitt Der Autor leitet bei der AKG Civil Solutions GmbH in Heitersheim den Vertrieb der Autodesk-Produkte.
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Am 13.02.2019 fand im InterCity Hotel am Hauptbahnhof Berlin die Roadshow „Grunderwerb“ statt. Die Veranstaltung hatte das Ziel, das Leistungsspektrum der AKG-Systeme im Anwendungsbereich Grunderwerb anhand eines gesamten Workflows darzustellen: von der Erzeugung RE-konformer Grunderwerbspläne und -verzeichnisse über die Durchführung der GE-Maßnahmen bis zur Liegenschaftsverwaltung. Nach einer kurzen Firmenvorstellung und einem Überblick über den aktuellen Stand der BIM-Thematik folgte der praktische Teil: Präsentiert wurden die Datenübernahme von ALKISNAS-Daten in VESTRA INFRAVISION Grunderwerb sowie die einfache Erstellung von Grunderwerbsplänen und -verzeichnissen. Im System erfolgte eine Fehlerprüfung, sodass am Ende plausible Unterlagen erzeugt werden konnten.
Im Rahmen einer schönen Feierstunde in Heitersheim wurde im Februar 2019 Frau Jutta Hacker-Günther nach 30 Jahren Firmenzugehörigkeit in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Als Mitglied der Geschäftsleitung war die Prokuristin bei AKG für das gesamte Personalwesen zuständig und verantwortete die Leitung der kaufmännischen Abteilung. Mit Jutta Hacker-Günther verlässt eine sehr geschätzte Führungskraft das Unternehmen, deren großes Engagement maßgeblich dazu beigetragen hat, dass AKG von Jahr zu Jahr erfolgreich wachsen konnte. Das gesamte AKG-Team wünscht Frau Hacker-Günther nur das Beste für den kommenden Lebensabschnitt.
Am Ende des Vormittags blickten die Teilnehmer auf eine informative Veranstaltung zurück. Es freut uns besonders, dass wir durchweg positive Rückmeldungen hinsichtlich Programmoberfläche und intuitiver Bedienbarkeit erhalten haben.
Geschäftsführer Bernhard Feser (rechts) bedankte sich bei Prokuristin Jutta Hacker-Günther (links) für ihren außergewöhnlichen Einsatz und würdigte die Verdienste ihres beruflichen Lebenswerks.
AKG Software hat auch in diesem Jahr als Partner und Aussteller an der LEICA TOUR teilgenommen. Verteilt auf verschiedene Städte zählte die Veranstaltungsreihe insgesamt über 600 Teil nehmer. AKG präsentierte ihr Portfolio, informierte über Dienst leistungen und hielt Fachvorträge. Die Pausen nutzten Aussteller und Teilnehmer zum Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltung war ausgezeichnet organisiert und die Zusammenarbeit mit dem Leica-Team war wie in den Jahren zuvor äußerst konstruktiv. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei Leica und allen Besuchern für die produktive Zeit.
16. Mai 2019
VESTRA INFRAVISION – Querschnitt I (Grundlagen)
19. Juni 2019
VESTRA INFRAVISION – Deckenhöhenplan
19. Juli 2019
VESTRA INFRAVISION – Achsen und Folgeberechnungen
12. September 2019 VESTRA INFRAVISION – Querschnitt II
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Die AKG Software Schweiz GmbH lädt im Juni herzlich zur Roadshow „BIM & Infrastruktur“ nach Zürich und Luzern ein! Im Vordergrund der Veranstaltung stehen Straßen- und Kanalplanung sowie BIM im Tiefbau. Die Schweizer Experten demonstrieren mit der Fach-App VESTRA INFRAVISION Straße effizientes Arbeiten in diesen Bereichen: Digital Terrain Model (DTM), Achstrassierung, Deckenbuch, Gradiente und Querprofil. Zu den weiteren Programmpunkten zählen Kanalplanung und Bestandserfassung mit VESTRA INFRAVISION Kanal. Außerdem wirft der Infotreff einen Blick auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Software Autodesk BIM 360 Docs (Stichwort „virtueller Projektraum“). Agenda und Anmeldung: www.akgsoftware.ch
AKG Software hat ihr Social Media-Netzwerk um LinkedIn er weitert. Hier informieren wir nun auch auf unserer Unternehmensseite über Aktionen, Angebote und Events. Natürlich können Sie sich darüber hinaus mit AKG-Mitarbeitern vernetzen und sich in unterschiedlichen Gruppen mit anderen Anwendern austauschen. Gelegentlich gibt es auch Einblicke in den AKG-Alltag innerhalb und außerhalb des Büros. Bleiben Sie also immer auf der Höhe und lassen Sie die Neuigkeiten einfach zu Ihnen kommen. Wir freuen uns über alle Follower und Freunde!
Vom 22.-23.02.2019 fand in den Räumlichkeiten der Beuth Hochschule für Technik Berlin das alljährliche VDV-Gleisbauseminar statt. Auch in diesem Jahr erfreute man sich eines regen Zuspruchs. Neben den Veranstaltern und Ausstellern kamen 250 Teilnehmer. Auf der Agenda standen diese Themen: GeoMonitoring, satellitengestützte Radarinterferometrie, automatisierte Erfassung und Klassifizierung von Objekten im Eisenbahnwesen, i2030 Schieneninfrastruktur Berlin/Brandenburg, Brenner-Basistunnel, BIM-Pilotprojekt Doberlug-Kirchhain, kinematische Bestandsund Lichtraumdatenerfassung, Hamburger Hafenbahn, georeferenzierte Bestandsaufnahme für BIM-Projekte und das neue Geoinformationssystem (künftig AVANI) der DB Netz AG. Am ersten Veranstaltungstag fanden zwei Exkursionen statt. Eine Gruppe besuchte das BMVI, die andere das S-Bahn-Stellwerk in der Nähe des Berliner Westkreuzes. Hier konnte man einen interessanten Einblick in die verantwortungsvolle Arbeit der Stellwerker gewinnen. Traditionell war AKG mit einem Stand in Berlin vertreten und stiftete mit einem Kopfhörer der Firma AKG Acoustics einen schönen Tombolapreis.
Prof. Dr.-Ing. Jörg Zimmermann (re.) vom BILDUNGSWERK VDV und AKG-Niederlassungsleiter Ulrich Reif (mi.) bei der Preisübergabe
FSV-Verkehrstag
BIM WORLD
Forschungsgesellschaft StraßeSchiene-Verkehr (FSV), 27.06.2019, Wien, Stand 59
BIM WORLD MUNICH, 26.-27.11.2019, München, AKG/inovi | Stand Nr. 31 + 32
INTERGEO Fachmesse für Geodäsie, GIS, 17.-19.09.2019, Stuttgart, Halle 3, Stand F3.036 + G3.036
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