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Vereinsmagazin Die SECHZGER 03-2020 Flipbook PDF

Das vierteljährlich erscheinende Vereinsheft des TSV München von 1860 e.V.


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SECHZGER DIE

3/20

Das Vereinsmagazin 3/2020

TSV München von 1860 e.V. 1

SECHZGER

IMPRESSUM

DIE

Herausgeber TSV München von 1860 e.V. Grünwalder Straße 114 81547 München Tel. 01805/60 18 60 (14 Cent/min.) Fax 089/64 27 85 190 Redaktionsleitung (V.i.S.d.P.): Ekkehardt Krebs TSV München von 1860 e.V. Grünwalder Straße 114 81547 München Grafik: Joachim Mentel Redaktionelle Mitarbeit: Die Abteilungen sind für den Inhalt ihrer Beiträge selbst verantwortlich. Anzeigen: TSV München von 1860 e.V. Grünwalder Straße 114 81547 München DIE SECHZGER Offizielles Vereinsmagazin. Gesamtherstellung: Onlineprinters GmbH Rudolf-Diesel-Straße 10 91413 Neustadt a. d. Aisch www.diedruckerei.de Die Fotos in dieser Ausgabe: Anne Wild, sampics und von den Abteilungen. Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: Montag, 09.11.2020 Drucklegung: Kalenderwoche 41/2020

Ausgabe 3/2020 DIE SECHZGER Oktober 2020

3/20

DAS VEREINSMAGAZIN

Liebe Löwinnen und Löwen, die Corona-Pandemie hat viele Veränderungen gebracht. Aufgrund der gesundheitspolitischen Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung konnten wir die diesjährige Mitgliederversammlung nur online abhalten. Auch wenn sie technisch gut gelungen ist, so hat sich doch gezeigt, dass dieses Format eine Präsenzversammlung nicht gleichwertig ersetzen kann. Das unmittelbare Feedback der Mitglieder und die direkte Diskussion hat uns als Präsidium gefehlt. Erstmals haben wir bei dieser Online-Mitgliederversammlung die Pläne zum Bau einer Turnhalle mit Verwaltungsgebäude und Parkdeck auf dem bisherigen Parkplatz neben der KGaA-Geschäftsstelle öffentlich vorgestellt. Dieses Projekt stellt eine Herausforderung für uns als Verein in den nächsten Jahren dar. Nachdem die Vorgespräche mit allen entscheidenden Stellen sehr positiv gelaufen sind, wollen wir noch in 2020 den Vorbescheid beantragen, um dann im nächsten Jahr mit der Eingabeplanung beginnen zu können. Der Bau auf der jetzt vorgestellten Fläche gibt dem Verein eine Heimat an der Grünwalder Straße 114 – ohne dabei die Entwicklungsmöglichkeiten der Profifußball-Gesellschaft zu blockieren. Das ist wichtig, weil die Covid-19-Pandemie den Profisport vor große Herausforderungen stellt. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen des Präsidiums für die weitreichende Unterstützung bei allen Partnern der Profifußball-Gesellschaft und den Anhängerinnen und Anhängern in dieser schwierigen Zeit bedanken. Durch das Engagement aller Beteiligten konnte die sportliche Wettbewerbsfähigkeit unserer Fußballer in der 3. Liga und das wirtschaftliche Fortbestehen gesichert werden. Gleichzeitig ist es ein Zeichen des Zusammenhalts und ein Verweis auf die sportlichen Ambitionen unseres Klubs mit Trainer Michael Köllner. Nicht weniger herausfordernd ist die aktuelle Situation für den Breitensport. Denn in welchem Umfang unsere Abteilungen über den Herbst und Winter Sportmöglichkeiten anbieten können, werden sie oft erst kurzfristig entscheiden können. Die Verantwortlichen leisten hier eine großartige Arbeit. Dafür einen herzlichen Dank! Bleibt‘s gsund, Euer

Heinz Schmidt VIZEPRÄSIDENT

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e.V.

MV: UNGEWOHNTE PREMIERE. Ein Novum erlebten die Mitglieder des TSV München von 1860 e.V. bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 20. September 2020. Diese fand nicht wie ursprünglich vorgesehen in der Kulturhalle Zenith statt, sondern in einem Münchner Filmstudio. Aufgrund von gesundheitspolitischer Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung infolge der Covid-19-Pandemie war diesmal eine Präsenzveranstaltung nicht möglich. Präsident Robert Reisinger eröffnete pünktlich um 11 Uhr die virtuelle Veranstaltung, warb für Verständnis für die Art der Mitgliederversammlung. „Aus rechtlichen Gründen werden Abstimmungen auf die nächste Präsenzveranstaltung verschoben.“ Technisch wäre dies möglich gewesen, aber weil keine Wahlen auf der Tagesordnung standen, habe man aus Kostengründen darauf verzichtet. Die Mitgliederversammlung wurde von MUCSOUND Veranstaltungstechnik aus einem Münchner Studio live übertragen. „Es fühlt sich seltsam an“, gestand der 56-jährige Präsident. „Ich bin es gewohnt rumzugehen und zu plaudern“, sprach er in die Kamera und ging zur Tagesordnung über. Die ersten Punkte waren schnell abgearbeitet, weil sie teilweise entfielen. So waren eine Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und der

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Das 1860-Präsidium mit Hans Sitzberger (li.), Robert Reisinger (Mitte) und Heinz Schmidt (re.) vor einem Greenscreen. Pult und Hintergrund werden online eingeblendet.

Beschlussfähigkeit sowie die Genehmigung der Tagesordnung nicht nötig, weil es sich um keine offizielle Mitgliederveranstaltung handelte, sondern um eine Informationsveranstaltung. Der Präsident stellte Julian Reich als Protokollanten vor. Auch die „Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom 30.06.2019“ entfiel. „Das werden wir auf der nächsten Präsenzveranstaltung nachholen“, kündigte Reisinger an und leitete zur Totenehrung über. Er bat die Zuseher um ein kurzes Innehalten, während die Technik die Namen

der Verstorbenen einblendete. Reisinger hob vor allem den kürzlich verstorbenen Münchner AltOB Hans-Jochen Vogel hervor. Anschließend standen die Ehrungen auf der Tagesordnung. Günter Helbig (Wassersport), Willi Rieber (Bergsteigen), Karl Heinz Fraundorfer, Hermann Kieninger, Kurt Ruprecht, Rüdiger Sperber, Walter Unden und Peter Wuttke (alle Fußball) wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Dabei strich er besonders die Verdienste von Willi Rieber hervor. „Der ist gefühlt schon 100 Jahre Abteilungsleiter“. Bei der Ehrung der aktiven

Sportler stand das BundesligaTeam Roller Derby im Fokus, die in der Saison 2019/2020 erstmals die Deutsche Meisterschaft gewannen. „Tolle Leistung, à la bonne heure!“, zollte er den „Roller Mädels“ seinen Respekt. Danach ging es zu den Berichten über. Präsident Reisinger machte den Anfang, hatte diesen in acht Punkte unterteilt. Der erste behandelte den Sport während der Pandemie und deren Folgen. Das letzte Jahr sei von einer „Vielzahl an Ereignissen geprägt. Wir haben viele Ziele erreicht, infrastrukturelle Projekte vorangetrieben“, stellte er fest. Die Covid-19-Pandemie habe Profi- wie Amateursport gleichermaßen getroffen. „Uns ist es gelungen, Schritt für Schritt ein Stück Normalität zurückzugewinnen.“ Gerade in der jetzigen Situation gälte es, „in Solidarität zusammenzustehen und unserer Verantwortung gerecht zu werden. Wir brauchen einen langen Atem!“ Punkt zwei befasste sich mit der „160-Jahr-Feier“ des Vereins. Hier mussten pandemiebedingt große Feierlichkeiten entfallen, was Reisinger im Namen des Präsidiums sehr bedauerte. Als nächstes befasste er sich mit dem NLZ „Die Bayerische Junglöwen“. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern, die sportlich und organisatorisch hervorragende Arbeit leisten würden. Viele hätten dazu beigetragen. Namentlich nannte er noch die Sparkasse München, die Unternehmer für Sechzig sowie die Mitglieder des Vereins. „Sie erbringen mit ihren Beiträgen den Löwenanteil. Dadurch haben wir mehr finanzielle Mittel als zuvor.“ Die sportliche Entwicklung sei

ebenfalls positiv. Bis auf die U19 spielen alle Nachwuchsteams in der für sie höchsten Spielklasse. Außerdem verwies er auf den Nachwuchsfördertopf der 3. Liga, der eine Ausschüttung aus der Saison 2019/2020 von über 300.000 Euro zweckgebunden für den „gemeinnützigen Fußball“ erbracht hätte. „Mittlerweile gestalten die Verantwortlichen im Profifußball die Vertragsverhältnisse mit den Spielern so, dass der Verein davon profitiert. Das war nicht immer so!“ Das führe auch zu einer „hohen Identifikation“ der Fans mit der Profimannschaft. Auch mit der „Stellung als Gesellschafter der KGaA“ befasste sich Reisinger. Er freute sich, dass für diese und die nächste Saison der Fortbestand des Profifußballs gesichert sei. Viele Profiklubs hätten mit den erheblichen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu kämpfen. „Uns ist es gelungen, diese prekäre Situation zu meistern.“ Gründe dafür seien die Zusage von Mitgesellschafter Hasan Ismaik, die coronabedingten Ausfälle zu kompensieren, das erweiterte Engagement von Hauptsponsor die Bayerische und der Verkauf von bisher knapp 10.000 Dauerkarten für die Spielzeit 2020/2021. Das spreche für den Zusammenhalt und die sportlichen Ambitionen. Aufräumen wollte Reisinger nochmals mit der „Dolchstoß-Legende vom verratenen Helden“, wie er es nannte, im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Cheftrainer Daniel Bierofka. „Da haben Emotionen die Fakten überlagert.“ Die schnelle Präsentation eines geeigneten Nachfolgers

hätte die Gemüter beruhigt. „Die Zukunft heißt jetzt Michael Köllner.“ Der Präsident würdigte auch die Arbeit von Michael Scharold als kaufmännischen Geschäftsführer. „Mit Marc-Nicolai Pfeifer haben wir einen geeigneten Nachfolger gefunden.“ Wichtig, so Reisinger, sei auch gewesen, dass sich das Verhältnis zwischen den Gesellschaftern merklich entspannt hätte. „Unser Mitgesellschafter hat seinen Stil geändert. Diskussionen werden jetzt hinter verschlossenen Türen geführt und nicht über Social Media.´“ Fast schon bahnbrechend mutete Reisingers Ankündigung an, dass Hasan Ismaik bei seinem nächsten München-Besuch ein persönliches Treffen der beiden Gesellschafter zugesagt hätte. „Man kann unterschiedliche Ansichten haben, deswegen sollte man trotzdem miteinander respektvoll umgehen“, charakterisierte der Präsident den neuen Stil. Als nächstes äußerte sich Reisinger zu den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie Grünwalder Stadion. „Diese sagt, dass ein Ausbau für die Zweite und Erste Liga prinzipiell möglich ist.“ Das sei früher politisch undenkbar gewesen. „Betrüblich“ sei nur die Kapazität von knapp über 18.000 Zuschauer. „Bis dahin reicht der bestehende Bestandsschutz aus“, erklärte er. Bei der gewünschten Besucherzahl von 24.000 „bräuchten wir eine Änderung des Bebauungsplans“, was wohl eine Klagewelle von Anwohnern zur Folge hätte. „Die Stadt hat bereits geprüft, dass die Pläne des Architekturbüros Albert Speer und Partner grundsätzlich geneh5

geglichenen Haushalt. „Corona hat unseren Verein zwar sportlich voll getroffen, aber finanziell sind wir gut rausgekommen. Wesentliche Vereinsaustritte hat es wegen der Pandemie keine gegeben“, sieht er den e.V. weiterhin gut aufgestellt. Auch vom Finanzamt habe er seit fast einem Jahr nichts mehr gehört, was er positiv bewertet.

Der Entwurf des Münchner Architekturbüros Gerhard Günther – hier die perpektivische Ansicht des Eingangsbereichs.

migt werden kann. Das gibt uns Planungssicherheit im Falle eines Aufstiegs in die Zweite Liga.“ In seinem sechsten Punkt befasste sich Reisinger mit der Entwicklung des Amateur- und Breitensports. Das Angebot sei weiter gewachsen. „Wir begrüßen das, wollen unseren Verein wieder als Institution im Breitensport verankern.“ Dazu sei es wichtig, dass der TSV 1860, dessen Abteilungen derzeit über das gesamte Stadtgebiet zerstreut seien, wieder eine gemeinsame Basis haben. „Seit 2002, seit 18 Jahren, haben sieben Präsidien versprochen, sich diesem Thema anzunehmen. Wir auch, aber wir sind einen Schritt weiter, können konkrete Planungen vorstellen.“ Es folgte eine dezidierte Präsentation einer Dreifach-Turnhalle, die auf dem derzeitigen Parkplatz an der Grünwalder Straße 114 errichtet werden soll mit Geschäftsstelle für den gemeinnützigen Verein, Gastronomiebetrieb für das in die Jahre gekommen Löwenstüberl und einem Vereins-

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museum. Auch ist zur Kompensation der wegfallenden Stellplätze ein Parkdeck geplant. Das Präsidium hofft beim Bau auf die Unterstützung von Handwerkern und Dienstleister aus dem Verein. Finanziell sieht Reisinger die Löwen dazu in der Lage. „Bei der nächsten Mitgliederversammlung wird Heinz Schmidt dazu einen Business-Plan vorstellen. Wenn alle sich engagieren, kann dieses Projekt umgesetzt werden und alle Abteilungen sind wieder unter einem Dach vereint. Von allen Seiten gab es bisher positive Rückmeldungen. Ich gehe davon aus, dass auch unser Mitgesellschafter uns keine Steine in den Weg legen wird.“ Vize-Präsident Hans Sitzberger berichtete von der neuen Abteilung für Vereinsgeschichte, die von der Kunsthistorikerin Verena Spierer geleitet wird. „Wir vom Präsidium finden eine Abteilung, die sich mit dem kulturellen Erbe unseres Vereins beschäftigt, sehr gut.“ Sitzberger bat die Mitglieder, die Material aus der Ge-

schichte des TSV 1860 besitzen, dieses der neuen Abteilung zur Verfügung zu stellen. Danach war Vizepräsident und Schatzmeister Heinz Schmidt mit seinem Bericht über den Jahresabschluss des Geschäftsjahrs 2018/2019 an der Reihe. Er berichtete von einem positiven Ergebnis von 398.868 Euro. In allen Bereichen konnte der Rosenheimer bei der Fünf-Jahresentwicklung eine Steigerung vermelden, „wenn auch die Kurve zuletzt flacher verläuft“. Anschaulich dokumentierte er die Zahlen mit Schaubildern. Eigenkapital und Geldbestände würden sich nach oben entwickeln. Dafür seien auch die positiven Mitgliederzahlen verantwortlich. Aktuell zählt der Verein 22.788 Mitglieder. „Aber es ist nicht die Aufgabe des Vereins, Gewinne zu erzielen.“ Das vorhandene Polster würde aber Sicherheit geben, um die „anstehenden Aufgaben“, wie den Hallenbau, zu meistern. Schmidt wagte einen Ausblick. Er plane 2020/2021 mit einem aus-

Sascha Königsberg gab für den Verwaltungsrat den Bericht ab, wollte sich bewusst kurz fassen. Das Gremium habe im Vereinsrat mitgewirkt und die Abteilungen unterstützt, z.B. als Schnittstelle zu Förderern und Netzwerken. Daneben habe man zahlreiche Präsenztermine wahrgenommen, Faninteressen gebündelt und als Ansprechpartner baurechtliche sowie juristische Themen begleitet. „Auch beim Neubau der eigenen Halle. Wir sind bei dieser Herzensangelegenheit beratend und unterstützend bis in die städtischen Gremien hinein tätig.“ Königsberg war es ein Anliegen, auf die von der Merchandising GmbH geführten Prozesse wegen Markenrechtsverletzungen gegen die eigenen Fans hinzuweisen. Er hätte sich eine klarere Position der KGaA gewünscht, da die Rechte bei ihr liegen. Auch am Findungsprozess des neuen kaufmännischen Geschäftsführers sei der Verwaltungsrat beteiligt gewesen. Dieser berichtete als nächster per Videoeinspielung. Marc-Nicolai Pfeifer bedankte sich für die tolle Aufnahme im Verein. „Das hat mir den Einstieg erleichtert.“ Die kürzlich veröffentlichte Bilanz vom 30.06.2019 sei noch in die Verantwortung von Scharold/

Der Mann der Zahlen: Heinz Schmidt.

Günther Gorenzel gefallen. Er konnte für das letzte Geschäftsjahr eine „positive Entwicklung“ vermelden. Dazu habe die Aktion „Macht das Sechzger voll“ maßgeblich beigetragen. „Ich gehe von einer Schwarzen Null aus.“ Weiterhin berichtete er von einer guten Fortführungsprognose. „Wir bedinden uns auf KGaASeite auf einem guten Weg, versuchen bei der Organisation sehr effizient zu sein.“ Er befinde sich im wöchentlichen Austausch mit dem Präsidium und mit Mitgliedern des Verwaltungsrats. „Ich freue mich auf die persönlichen Begegnungen im Grünwalder Stadion“, hofft der 39-Jährige, und „dass bald wieder Fans die Spiele der Profis besuchen können.“ Danach verlas Vizepräsident Schmidt in Vertretung der Kassenprüfer den Prüfungsbericht und Vereinsmanagerin Viola Oberländer den der Abteilungen. Sie verwies auf die Homepage, wo diese veröffentlicht werden. Mittlerweile habe der Verein „48 verschiedene Sportarten im Angebot“, konnte sie vermelden. Sie dankte den Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern, den Trainerinnen und Trainern für ihre Arbeit, aber auch den Sponsoren. Namentlich nannte sie die Sparkasse München, die Bayerische,

AHD Sitzberger, die Unternehmer für Sechzig und die Firmenmitglieder. „Danke auch an das Präsidium für die Unterstützung!“ Auch sie hatte eine frohe Botschaft parat. Seit kurzem gibt es eine Vereinsapp, die im App-Store heruntergeladen werden kann. Der Zugang erfolgt über Name und Mitgliedsnummer. Anschließend erfolgte online die Aussprache zu den Berichten. Via Chat konnten die zu diesem Zeitpunkt etwa 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fragen stellen. Eine beschäftigte sich mit der Kapitalerhöhung. Präsident Reisinger sagte dazu, dass es keinen neuen Stand gäbe. „Das letzte Wort haben sowieso die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung. Für dieses Thema werden wir ohnehin eine Präsenzveranstaltung brauchen. Um 12.52 Uhr waren die Tagesordnungspunkte, soweit sie für die Online-Veranstaltung relevant waren, abgehandelt. Reisinger bedankte sich bei allen, „die sich eingewählt hatten. Ich entschuldige mich auch dafür, dass nicht alles rundgelaufen ist.“ Optimal, so gab er ehrlich zu, sei diese Art der Mitgliederversammlung nicht. „Das direkte Feedback geht mir ab, auch die Diskussionen untereinander. Ich wünsche mir keine reine Online-Veranstaltung und hoffe, dass der Großteil der Mitglieder ähnlich denkt. Für mich ist es nicht schön, in einen leeren Raum zu sprechen.“ Zum Abschluss wünschte er allen Mitgliedern und Fans, „dass wir uns wieder im Stadion treffen können“. Mit „Bleibts gsund und blau“ beendete er die ungewohnte Premiere. 7

Fußball

VERSAMMLUNG DER FUSSBALLER.

Die Mitglieder der Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V. werden hiermit gemäß Ziffer 16.2 der Vereinssatzung recht herzlich zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2020 der Fußballabteilung (FA) am Donnerstag, den 19. November 2020 um 19 Uhr eingeladen. Diese findet auf der Gegentribüne („Stehhalle“) des Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße 4, 81547 München statt (Eingang an der Kreuzung Grünwalder Straße/Candidstraße). Der Einlass beginnt ab 18 Uhr. Wichtige Hinweise: Eine längerfristig sichere Planung von Versammlungen ist aufgrund der Covid-19-Krise nur sehr eingeschränkt möglich. Da wir von einer Hygiene-rechtlichen Beschränkung der Personenzahl im Stadion ausgehen müssen (bei Redaktionsschluss lag die zugelassene Höchstzahl bei 200 Personen), ist für die Organisation der Versammlung eine vorherige Anmeldung der teilnehmenden Mitglieder der Fußballabteilung (FA) nötig. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme daher bis spätestens Montag, den 16. November 2020 per E-Mail an [email protected] (oder falls Sie über keinen E-Mail-Account verfügen, unter Telefon 089/642785141) unter Nennung von Name und Mitgliedsnummer an. Vor dem Hintergrund der beschränkten Teilnehmerzahl noch folgender Hinweis: Die Fußballabteilung ist für den Junioren- und Amateurfußball beim TSV 1860 e.V. zuständig; Themen, welche die TSV 1860 GmbH & Co. KGaA und die dort angesiedelte Profi-Mannschaft betreffen, sind nicht Gegenstand der Versammlung. Da wir uns an die zum Zeitpunkt der Versammlung geltenden Regularien der Bayerischen Staatsregierung halten müssen, kann es zu kurzfristigen Änderungen bis hin zu einer Absage der Versammlung kommen. Bitte informieren Sie sich daher vor der Versammlung über unsere Homepage www.tsv1860.org, ob der Termin noch aktuell ist oder kurzfristige Änderungen stattgefunden haben. Sollten Sie keinen Internetzugang haben, steht Ihnen die Vereinsgeschäftsstelle auch telefonisch (s.o.) zur Verfügung. TAGESORDNUNG 1. Begrüßung 2. Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung, der Anwesenheit und der Beschlussfähigkeit 3. Bestimmung eines Protokollführers 4. Genehmigung des Protokolls der Mitglieder versammlung der FA vom 14.11.2019 5. Genehmigung der Tagesordnung 6. Berichte a. Bericht des Abteilungsleiters b. Bericht des Kassenwarts 7. Aussprache zu den Berichten 8. Entlastung der Abteilungsleitung Beer, Probst

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und Mader für die Amtsperiode 01.07.2018 bis 30.06.2019 9. Wahl des Kassenwarts a. Vorstellung der Kandidaten b. Aussprache zu den Kandidaten c. Wahl des Kassenwarts 10. Änderung der Abteilungsordnung a. Vorstellung der Änderungen b. Aussprache zu den Änderungen c. Abstimmung über die neue Abteilungsordnung 11. Anträge 12. Verschiedenes

HINWEISE Teilnahme- und Stimmrecht Zur Teilnahme an der Abteilungsversammlung der Fußballabteilung sind alle Mitglieder des Vereins berechtigt, die spätestens am 18. November 2020 Mitglieder der Fußballabteilung waren. Stimmberechtigt sind in der Abteilungsversammlung gemäß Ziffer 7.3 der Vereinssatzung alle ordentlichen Mitglieder, die am 19.  November 2020 das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens einem Jahr, d.h. mindestens seit 19.  November 2019, Vereinsmitglied sind und seit mindestens drei Monaten, d.h. mindestens seit 19.  August 2020, der Fußballabteilung angehören. Wir bitten Sie, Ihren Mitgliedsausweis und Ihren Personalausweis zur Versammlung mitzubringen. Protokoll der letzten Mitgliederversammlung (TOP 4) Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung der Fußballabteilung vom 14.11.2019 liegt zur Einsichtnahme in der Geschäftsstelle des Vereins während der Geschäftszeiten ab sofort aus. Ferner kann das Protokoll unter bit.ly/FA-Protokoll2019 eingesehen werden. Wahl des Kassenwarts (TOP 9) Nach dem Rücktritt des bisherigen Kassenwarts Reinhold Mader zum 4. Mai 2020 oblag es gemäß Ziffer 16.3 der Vereinssatzung und § 6 der Abteilungsordnung der verbliebenen Abteilungsleitung, d. h. Roman Beer und Thomas Probst, die Wahl eines Ersatzmitgliedes für das Amt des Kassenwarts für eine Amtsdauer bis zum Zeitpunkt der nächsten Abteilungsversammlung. Hierbei wurde Kurt Renner (51 Jahre, Versicherungskaufmann) zum Kassenwart gewählt (siehe Bericht in Ausgabe 2/2020 der Vereinszeitung). In der Abteilungsversammlung am 19. November 2020 erfolgt nun die Wahl eines Ersatzmitgliedes für das Amt des Kassenwarts durch die Mitglieder für die restliche Amtszeit der Abteilungsleitung, d.h. bis zur Abteilungsversammlung 2021. Kurt Renner wird sich hier den Mitgliedern zur Wahl stellen. Gemäß Ziffer 15.6.1 der Vereinssatzung und § 5.1 der Abteilungsordnung wird den Mitgliedern der Fußballabteilung hiermit die Möglichkeit eingeräumt, weitere Kandidatenvorschläge für das Amt des Kassenwarts bis zum 6. November 2020 (Datum des Poststempels) per Einwurfeinschreiben an die folgende Adresse zu richten: TSV München von 1860 e.V., z.Hd. Fußball-Abteilungsleitung, Grünwalder Str. 114, 81547 München. Die Anträge müssen folgende Angaben des Absenders und der für die Wahl vorgeschlagenen Person (soweit dem Vorschlagenden bekannt) enthalten: Name, Mitgliedsnummer, E-Mail-Adresse, Postanschrift und Telefonnummer. Bei der Wahl durch die Mitglieder in der Abteilungsversammlung am 19. November 2020 werden alle gemäß Vereinssatzung zugelassenen Kandidatenvorschläge zur Wahl gestellt. Änderung der Abteilungsordnung (TOP 10) Die von der Abteilungsleitung vorgeschlagenen Änderungen werden auf der Homepage des Vereins unter www.tsv1860.org/fussball/neuigkeiten veröffentlicht. Anträge (TOP 11) Anträge sind bis zum 6. November 2020 (Datum des Poststempels, Absendedatum der E-Mail) an eine der folgenden Adressen zu richten: per Post an TSV München von 1860 e.V., z.Hd. Fußball-Abteilungsleitung, Grünwalder Str. 114, 81547 München oder per E-Mail an [email protected] (Fußball-Abteilungsleiter). Die Anträge müssen folgende Angaben des Absenders enthalten: Name, Mitgliedsnummer, E-MailAdresse, Postanschrift und Telefonnummer. Eventuell eingehende Anträge werden auf der Homepage des Vereins unter www.tsv1860.org/fussball/ neuigkeiten veröffentlicht. Eventuelle Stellungnahmen zu den Anträgen von Seiten der Abteilungsleitung erfolgen ebenfalls auf dieser Seite. Mit weiß-blauen Löwengrüßen die Abteilungsleitung der Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V. Roman Beer Abteilungsleiter

Thomas Probst Stv. Abteilungsleiter

Kurt Renner Kassenwart 9

LÖWEN-NLZ AUF ERSTLIGA-NIVEAU.

BEI AUSSCHÜTTUNG IM SPITZENFELD.

„Die Bayerische Junglöwen“ erhalten auch in dieser Saison wieder die Anerkennung des DFB als Nachwuchsleistungszentrum. Die Lizenzierung erfolgte ohne Auflagen und mit der dabei erreichten Einstufung erfüllen die Löwen sogar die Voraussetzungen für Vereine der Bundesliga.

Die Löwen bekommen aus dem Nachwuchsfördertopf 3. Liga des Deutsche Fußball-Bundes (DFB) 303.000 Euro für die Saison 2019/20 ausbezahlt. Damit liegt der TSV 1860 im Hinblick auf die Höhe der Ausschüttung auf dem zweiten Platz, knapp hinter dem MSV Duisburg.

„Die Lizenzierung zeigt, dass wir uns mit unserem NLZ weiterhin auf höchstem Niveau bewegen. Gepaart mit der seit Jahren enormen Durchlässigkeit in die erste Mannschaft ist dies eine perfekte Kombination für junge Talente, um beim TSV 1860 ihren Traum vom Profifußball verwirklichen zu können“, erklärt NLZ-Leiter Manfred Paula (Bild).

Die Summe berechnet sich aus zwei Kriterien: Einem Grundbetrag von 100.000 Euro, den jeder Klub der 3. Liga bekommt, wenn er ein lizenziertes Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) führt. Hinzu kommt eine Prämie, die anhand der Einsatzzeiten von Spielern mit deutscher Staatsangehörigkeit im U21-Alter ermittelt wird. Je länger diese Spieler dem Verein angehören und je höher das Nachwuchsleistungszentrum in der Zertifizierung bewertet wurde, desto größer ist der Faktor, mit dem die Einsatzzeiten multipliziert werden. Hierbei kam dem TSV 1860 einmal mehr die höchstmögliche Auszeichnung von 3 Sternen für sein Nachwuchsleistungszentrum zu Gute, die bei der NLZ-Zertifizierung durch DFL und DFB ermittelt worden war.

Nach Auslaufen des bisherigen Zertifizierungssystems von DFL und DFB in der Saison 2018/19, in dem die Junglöwen auch zuletzt und zum wiederholten Mal mit der Bestbewertung von drei Sternen ausgezeichnet worden waren (plus „Zusatzstern“ für die Durchlässigkeit in Richtung Profimannschaft), werden die anerkannten Nachwuchsleistungszentren nun direkt im NLZLizenzierungsverfahren in verschiedene Kategorien eingestuft. In diesem Verfahren wird von DFL und DFB zunächst wie bisher geprüft, ob die Jugendarbeit eines Vereins die Kriterien für eine Anerkennung als Leistungszentrum erfüllt. Ist dies gegeben, erfolgt seit heuer anschließend die Einstufung in eine von drei Kategorien. Während für Drittligisten der Betrieb eines NLZs freiwillig ist, sind Erst- und Zweiligisten dazu verpflichtet. Alle Vereine

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ren persönlich ins NLZ, um sich über mehrere Tage ein eigenes, tiefgreifendes Bild vor Ort vom Ausbildungskonzept des Vereins und dessen Qualität machen zu können, wird nun nur noch mittels Checklisten bewertet.“

der Bundesliga müssen dabei die Voraussetzungen der Kategorie 2 erfüllen, alle Zweitligisten die der Kategorie 3. „Die Bayerische Junglöwen“ wurden vom DFB nach der Prüfung der eingereichten Unterlagen ohne weitere Auflagen als NLZ anerkannt und in Kategorie 2 eingestuft. „Es freut mich sehr, dass wir uns damit auf Bundesliganiveau befinden. Andererseits muss man aber auch erwähnen, dass das neue Kategorisierungssystem deutlich von der bisherigen Zertifizierung abweicht und keinen adäquaten Ersatz im Hinblick auf eine umfassende Qualitätsbewertung darstellt“, urteilt FußballAbteilungsleiter Roman Beer. „In der neuen Kategorisierung geht es hauptsächlich um quantitative Faktoren der Ausbildung, also welche Infrastruktur und wie viel Personal vorhanden sind. Kamen im alten System externe Audito-

Robert Reisinger, der Präsident des TSV 1860, verbindet das neue System mit einer Forderung an die Verbände: „Für uns ist die erreichte Einstufung in Kategorie 2 ein tolles Ergebnis, das beweist, dass wir uns mit unserer Nachwuchsarbeit weiter in der deutschen Spitze befinden. Um sich als Drittligist mit dem eigenen NLZ auf Bundesliganiveau zu bewegen, bedarf es eines hohen finanziellen Aufwands. Die personelle und infrastrukturelle Ausstattung noch weiter auszubauen, ist aber aufgrund der dafür nötigen finanziellen Mittel für einen Drittligisten schlichtweg nicht machbar. Wenn DFL und DFB also ihre neu eingeführten Kategorien als Bewertungskriterium ernst nehmen, müssen sie bei der Verteilung der Fernsehgelder umdenken und Drittligisten wie uns, die nachweislich eine hervorragende Jugendarbeit leisten und diese auch weiterhin im Sinne der Verbände optimal gestalten möchten, finanziell deutlich besser fördern.“

Dennis Dressel, Fabian Greilinger, Leon Klassen und Noel Niemann sammelten mit ihren vielen Einsatzzeiten in der abgelaufenen Saison und aufgrund der Länge ihrer Zugehörigkeit zum TSV 1860 eine entsprechend hohe Zahl an Prämienpunkten, die für die Löwen den hervorragenden zweiten Rang im Ranking der Ausschüttungen an die letztjährigen Drittligisten bedeuteten. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Michael

Köllner, seinem Trainerteam und den Verantwortlichen im Profibereich Personen bei uns haben, die auf unsere Junglöwen setzen und unserer Ausbildung vertrauen. Dies ist eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit und zeigt unseren jungen Spielern nochmals deutlich auf, dass sie hier in unserem Verein genau richtig aufgehoben sind, um ihren Traum vom Profi-

fußball verwirklichen zu können“, erklärt NLZ-Leiter Manfred Paula. Die DFB-Zuschüsse fließen in den gemeinnützigen Bereich der Vereine; bei den Löwen also in die Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V., welche die Mittel zweckgebunden für „die Bayerische Junglöwen“ verwendet.

Dennis Dressel und Fabian Greilinger sammelten in der Drittliga-Saison 2019/2020 eifrig Punkte fürs Nachwuchsfördertopf-Ranking.

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JUNIOREN: SAISONRÜCKBLICK 2019/20. Das Fazit zur Junioren-Saison 2019/20 ist zum einen geprägt vom Corona-bedingten Saisonabbruch, zum anderen von den Aufstiegen von U17 und U16. Dadurch befinden sich in der Saison 2020/21 wieder alle Junglöwen-Teams mit Ausnahme der U19 in der höchstmöglichen Spielklasse. U21 Trainerteam: Frank Schmöller, Xhevat Muriqi; Liga: Herren Bayernliga; Tabellenplatz bei Unterbrechung am 23. Spieltag: 7. Platz. Die Saison 19/20 wird fortgesetzt.

Auch die Jüngsten nahmen eine tolle Entwicklung. Leider kamen die Corona-Pandemie und der Lockdown dazwischen.

inklusive Testspielen nach Berlin rundete eine ordentliche Spielzeit ab.

U19 Trainerteam: Benjamin Götz, Thomas Hiechinger, Tobias Hottner; Liga: A-Junioren Bayernliga; Tabellenplatz nach Abbruch am 16.Spieltag: 3. Platz. U17 Trainerteam: Jonas Schittenhelm, Florian Ziegler, Christian Kappler; Liga: B-Junioren Bayernliga; Tabellenplatz nach Abbruch am 16.Spieltag: 1. Platz, Aufstieg in die Bundesliga (siehe gesonderter Bericht). U16 Trainerteam: Peter Ulbricht, Benjamin Schwarz, Sascha Bergmann; Liga: B-Junioren Landesliga; Tabellenplatz nach Abbruch am 16. Spieltag: 3. Platz, Aufstieg in die Bayernliga (siehe gesonderter Bericht). U15 Trainerteam: Felix Hirschnagl, Lasse Voges, Thomas Gründobler; Liga: C-Junioren Regionalliga Bayern; Tabellenplatz nach Ab12

Am Ende einer grandiosen Saison ohne Niederlage bis zum Abbruch kehrte die U17 in die B-Junioren-Bundesliga zurück.

bruch am 10.Spieltag: 5. Platz. Eine zufriedenstellende Regionalliga-Saison spielte die U15. Letztlich zeigte sich eine sehr gute Entwicklung der Mannschaft, sowohl im technischen als auch taktischen Bereichen. Durch den Abbruch der Saison bedeutete die herausragende England-Reise, die der Unternehmer für Sechzig e.V. ermöglichte, mit Testspielen gegen Tottenham Hotspurs, Manchester United, FC Liverpool und Arsenal London auch die Abschlussfahrt.

U14 Trainerteam: Manfred Leonhart, Vincent Saller, Oliver Schnös; Liga: C-Junioren NLZ-Förderliga; Tabellenplatz nach Abbruch am 8.Spieltag: 4. Platz. Die U14-Junioren spielten eine insgesamt gute Saison mit respektablen Ergebnissen und ordentlichen Spielleistungen. War die letztjährige U13-Saison noch mit der einen oder anderen Schwierigkeit versehen, hat sich die Mannschaft stabilisiert und gute Ergebnisse erzielt. Eine Reise

U13 Trainerteam: Maximilian Zgud, Sascha Tütsch, Nico Merz; Liga: D-Junioren NLZ-Förderliga; Tabellenplatz nach Abbruch am 10. Spieltag: 8. Platz. Einen schwierigen Saisonstart verkraftend, war die Entwicklung des Jahrgangs 2007 durchaus positiv. In der Halle konnte die Mannschaft gute Leistungen mit beispielsweise dem 3. Platz bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft verbuchen. U12 Trainerteam: Wolfgang Bals, Hans Haderecker, Robert Böttcher; Liga: D-Junioren Bezirks­ oberliga; Tabellenplatz nach Abbruch am 13. Spieltag: 6. Platz. Nach einer guten Vorbereitung mussten sich die U12-Junglöwen mit durchwachsenen Ergebnissen nach meist guten Leistungen in der Vorrunde zufrieden geben. Die einzelnen Spieler und das Team zeigten im Laufe der Saison eine gute Entwicklung. Für die Rückrunde hatte sich die Mann-

U11 Trainerteam: Paul Schuhmann, Luca Kehr, Max Ude. Die U11, die an keinem Ligabetrieb teilnimmt, konnte gute Ergebnisse sowohl in den Testspielen als auch in den Leistungsvergleichen abliefern. Der qualitativ sehr gute Kader zeigte ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung auf. Die Highlights waren u.a. der Sieg beim Eurocup in Oberelchingen, einem der größten internationalen Hallenturniere.

U9 Trainerteam: Ludwig Dietrich, Franz-Joseph Pienssel; Liga: U10Junioren Gruppe West; Tabellenplatz: 3. Platz. Einen gewohnt schwierigen Start legte auch in diesem Spieljahr die U9 hin. Für die jüngsten Löwen, die immer komplett neu zusammengestellt werden, heißt es zu Beginn erst mal, sich gegenseitig kennenzulernen und zu finden. Durch ihre Entwicklung konnten sie aber bereits zum Ende der Hallensaison und dem Beginn der Rückrundenvorbereitung enorme Fortschritte aufweisen. Auch hier kam das Corona-Virus leider dazwischen und bremste die weitere Team-Entwicklung vorerst aus.

U10 Trainerteam: Gerhard Mastrodonato, Ferdinand Schneemeier; Liga: U11-Junioren Gruppe West; Tabellenplatz: 2. Platz. Auch die U10 überzeugte mit guten Leistungen und Ergebnissen in der Vorrunde und in der Hallensaison, in der sie auch häufig als Derbysieger vom Platz gehen konnte. Die Mannschaft lebt von einer tollen Mentalität, Qualität und Entwicklung.

In allen Junglöwen-Teams wurde die Zeit des Corona-Lockdowns mit individuellen Trainingseinheiten überbrückt. „Wir wollen zum Abschluss ein großes Kompliment an alle Spieler und Trainer für das großartige Verhalten und Arbeiten während der Coronaphase aussprechen“, freuten sich die sportlichen Koordinatoren über das fleißige Arbeiten in den Mannschaften während des Lockdowns.

schaft viel vorgenommen, um die Leistungen in noch bessere Ergebnisse umzumünzen. Das CoronaVirus machte jedoch leider einen Strich durch diese Rechnung.

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U17 STEIGT IN DIE BUNDESLIGA AUF.

VOM JUNGLÖWEN ZU JOACHIM LÖW.

Nach einer grandiosen Saison der U17-Löwen in der B-Junioren-Bayernliga kehren diese in die Bundesliga zurück. Mit einer beeindruckenden Serie von 16 Siegen in 16 Spielen setzte sich der 2003er Jahrgang der Löwen deutlich mit zehn Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten FC Ingolstadt 04 durch.

Florian Neuhaus, der ab der U11 durchgehend bei den Junglöwen ausgebildet wurde, erhielt anlässlich der Spiele in der UEFA Nations League Anfang September von Joachim Löw seine erste Berufung in den Kader der deutschen Nationalmannschaft.

Nachdem der Bayerische Fußballverband (BFV) im Juni den Abbruch der laufenden JuniorenSaison 2019/20 bekannt gegeben hatte, wurde der Aufstieg der U17Junglöwen (Foto re. oben) nach dem 16. Spieltag in die B-Junioren Bundesliga besiegelt. Damit spielen die Löwen zur Saison 2020/21 nach drei Jahren Bayernliga wieder in der höchsten deutschen Spielklasse der B-Junioren.

Bereits mit zehn Jahren schloss sich Neuhaus den Junglöwen an und durchlief im Anschluss alle Jugendteams bis hin zu seinem Profidebüt 2016. Beim Zweitligaspiel gegen den VfB Stuttgart am 21. Oktober 2016 durfte der damals 19-jährige seinen ersten Einsatz bei den Profis feiern und von Beginn an für die Löwen auflaufen.

Aber nicht nur die U17, sondern auch die U16 (Foto re. unten) darf sich über einen Aufstieg freuen. Die U16 wurde aufgrund des Meldeligensystems und des Vorjahresquotienten zum Aufsteiger erklärt und spielt somit in der nächsten Spielzeit wieder in der B-Junioren-Bayernliga. Aufgrund des Saisonabbruches wird es in der Saison 2020/21 zu einer Neustrukturierung der U17Bayernliga kommen: Es wird nun eine zweigleisige Liga mit einer Süd- und einer Nord-Gruppe und jeweils neun Teams entstehen. So befinden sich in der neuen Spielzeit wieder alle Junglöwen-Teams, mit Ausnahme der U19, in den höchstmöglichen Spielklassen.

1. Spieltag: 2. Spieltag: 3. Spieltag: 4. Spieltag: 5. Spieltag: 6. Spieltag: 7. Spieltag: 8. Spieltag: 9. Spieltag: 10. Spieltag: 11. Spieltag: 12. Spieltag: 13. Spieltag: 14. Spieltag: 15. Spieltag: 16. Spieltag:

1860 München U17 – 1. FC Nürnberg U16 ASV Neumarkt U17 – 1860 München U17 1. FC Schweinfurt U17 – 1860 München U17 1860 München U17 – Jahn Regensburg U17 Würzburger Kickers U17 – 1860 München U17 1860 München U17 – TSV 1860 Weißenburg FC Augsburg U16 – 1860 München U17 1860 München U17 – FC Ingolstadt U17 Wacker Burghausen U17 – 1860 München U17 1860 München U17 – FC Memmingen U17 SpVgg Deggendorf U17 – 1860 München U17 1860 München U17 – SpVgg Ansbach U17 FC Bayern U16 – 1860 München U17 1. FC Nürnberg U16 – 1860 München U17 1860 München U17 – ASV Neumarkt U17 1860 München U17 – 1. FC Schweinfurt U17

2:0 3:6 0:3 6:0 0:4 2:0 0:3 3:0 2:3 8:1 2:4 9:1 1:4 1:5 2:0 5:1

Im Jahr 2017 folgte der Wechsel zu Bundesligist Borussia Mön-

chengladbach, von diesem er direkt an den damaligen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausgeliehen wurde. Er war maßgeblich am Aufstieg der Fortunen in die Bundesliga beteiligt. Nun durfte sich Flo Neuhaus, der am 16. März 1997 in Landsberg geboren wurde und in Kaufering aufwuchs, über seine erste Nominierung in die A-Nationalmannschaft freuen. Er wandelt somit in

den Spuren vieler weiterer Junglöwen, wie vor ihm Sven und Lars Bender, Kevin Volland oder Julian Weigl. In den beiden Spielen der UEFA Nations League gegen Spanien (1:1) und die Schweiz (1:1) stand Flo Neuhaus zwar im Kader der DFB-Elf, kam aber leider nicht zum Einsatz. Doch bei den gezeigten Leistungen in der Bundesliga ist es nur eine Frage der Zeit bis es mit dem ersten Spiel klappt.

Hier nochmals die grandiose Siegesserie der U17-Junglöwen in der Bayernliga-Saison 2019/20 zum Nachlesen:

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TRAININGSLAGER IN VIECHTACH. In diesem Jahr feierten „die Bayerische Junglöwen“ ihre Trainingslager-Premiere in Viechtach. Alle Teams von der U13 bis hin zur U17 bereiteten sich dort in einer intensiven Trainingswoche auf die Saison 2020/21 vor – dank des sensationellen Engagements der Unternehmer für Sechzig e.V.. Die Unternehmer für Sechzig hatten die Trainingslager finanziell kräftig unterstützt. Als erstes Team durften Ende Juli die frischgebackenen Bundesligaaufsteiger der U17 in den neuen Trainingslagerort im niederbayerischen Landkreis Regen reisen, gefolgt von der U15 und U16. Die U13 und U14 machten Ende August den gemeinsamen Abschluss. Bei ausgezeichneten Trainingsbedingungen auf dem Gelände des FC Viechtach konnten sich die Junglöwen auf die fußballerische Weiterentwicklung jedes Einzelnen, der Gruppe und der Mannschaft konzentrieren. Auch das Thema Teamlife kam dabei nicht zu kurz. Ein Freibadbesuch, eine Kanutour in „Bayerisch Kanada“ auf dem Schwarzen Regen sowie ein gemütlicher Grillabend in Tom’s Fischhütte mit saftigem Steckerlfisch waren nur einige der Aktionen und Veranstaltungen, die jedes Team in Viechtach genießen durfte. Untergebracht waren die Nachwuchs-Löwen in sehr geräumigen und modernen Zweibettzimmern des Internats der Hotelberufsschule Viechtach. Auch hier hatten die Jungs von Billardtischen

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NLZ-Leiter Manfred Paula überreicht Viechtachs Bürgermeister Franz Wittmann verschiedene Löwen-Utensilien.

über Tischkicker bis hin zur Tischtennisplatte und Aufenthaltsräumen alles zur Verfügung.

über die tollen Rahmenbedingungen und die hervorragende Organisation in Viechtach.

„Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten aus Viechtach, egal ob bei Bürgermeister Franz Wittmann, der Unterkunft unter Leitung von Verena Brandl, der Tourismus-Leiterin Monika Häuslmeier, dem gesamten Fußballverein FC Viechtach und vielen weiteren Personen für die mehr als herzliche Aufnahme und Betreuung unserer Teams während ihrer Aufenthalte in Viechtach. Wir wünschen alles Gute nach Viechtach und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen“, freute sich Manfred Paula, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums,

„In diesem Zuge wollen wir uns erneut auch nochmal ganz herzlich für die Unterstützung der Unternehmer für Sechzig bedanken, aufgrund deren Engagement wir auch in diesem Jahr wieder alle Teams von der U13 bis zur U17 ins Trainingslager entsenden konnten. Diese Unterstützung, gerade in den momentan schwierigen und unsicheren Zeiten der Corona-Pandemie, ist nicht selbstverständlich und kann auch nicht hoch genug angesehen werden“, bedankte sich Paula abschließend für das Engagement der Unternehmer. 17

SPENDE VON ROLAND HEFTER & DEM LÖWENSTÜBERL. Beim Finalabend des vom Löwenstüberl organisierten Kultursommers übergaben Sänger Roland Hefter, Benedikt Lankes und die 3. Bürgermeisterin Verena Dietl einen Spendenscheck über 3000 Euro an „die Bayerische Junglöwen“. Roy Matthes nahm während des unterhaltsamen Abends mit Kabarettist Roland Hefter (www. rolandhefter.de) und der Cancan-Tanzgruppe Wild West Girls and Boys (www.cancan-undwesternshow.de) den Spendenscheck entgegen. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei Bene Lankes, dem gesamten Löwenstüberl-Team, Roland Hefter und den Wild West Girls and Boys für die Organisation und Bereitstellung dieser großartigen Spende. Das Geld werden wir, passend zum Löwenstüberl, für die Thematik Spieltagsverpflegung bei uns im NLZ einsetzen“, so Roy Matthes. Rund 150 Besucher, darunter der neue Geschäftsführer der TSV 1860 KGaA, Marc-Nicolai Pfeifer, die 3. Bürgermeisterin Verena Dietl sowie das 1860-Präsidium, fanden sich an diesem Abend auf dem Löwen-Trainingsgelände ein und konnten sich über großartige Unterhaltung freuen.

ARGE Vorstandschaft Holledauer Löwen e.V. Donau-Löwen 79 Donauwörth e.V. Roland Hefter (v. li.), die 3. Bürgermeisterin Verena Dietl und Löwenstüberl-Wirt Benedikt Lankes übergeben den Scheck an Roy Matthes.

JUBLIÄUMS-TRIKOT FÜR AMATEURMANNSCHAFTEN. Die III. Herrenmannschaft des TSV 1860 präsentierte sich nach der Sommerpause in einem ganz speziellen Outfit. Zusammen mit dem neuen Ausstatter 11teamsports wurden zum 160-jährigen Vereinsjubiläum in den Vereinsfarben GrünGold gehaltene Dressen des neuen Ausrüsters Nike gestaltet. Die dunkelgrünen Trikots sind mit dem Wappen der 1860-Fußballabteilung (FA) und dem Schriftzug „EinhundertSECHZIG Jahre TSV München von 1860

e.V. / 1860 – 2020“ versehen. Die Hosen und Stutzen sind in Goldgelb gehalten.

Poinger Löwen Löwenfanclub Glonn Löwenfanclub Hohenschwangauer Hof e.V. Nördlinger Löwenfanclub e.V, TSV 1860 Fanclub Freising-Lerchenfeld e.V. 1. Löwen-Fanclub Mallorca e.V.

Die Anhänger der Löwen können das Jubiläums-Trikot für 39,90 Euro und die zugehörige gelbe Hose für 20,95 Euro im FA-Shop (www.tsv1860.org/produktkategorie/fussball) erwerben. Der Erlös kommt den AmateurHerrenteams 1860 III und IV zu Gute und wird dabei insbesondere für die Zusatzkosten durch die neue Trainingsstätte (siehe eigener Bericht) verwendet.

Die Spende kam zustande, da sowohl Roland Hefter als auch die Cancan-Girls auf eine Gage verzichteten. 18,60 Euro pro Person gingen somit an das NLZ. Wirt Benedikt Lankes stockte den Betrag auf 3.000 Euro auf. 18

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Jahr leider aufgrund der Corona-Regelungen ausfallen mussten, konnten die Kids im zweiten Camp am 1860-Trainingsgelände dennoch den ein oder anderen Löwenprofi bei deren Training auf dem Nachbarplatz beobachten und anfeuern.

SOMMER & LÖFU – DAS PASST! „Schön, dass ihr alle wieder da seid!“, begrüßte Michael Hieber, Leiter der Löwen-Fußballschule (LöFu) die Kids. Nach der ungewollten Pause und dem Ausfall fast aller Angebote der LöFu in der ersten Jahreshälfte wurde ab Juni endlich wieder gelacht, geschwitzt und viel gekickt. Die diesjährigen Oster- und Pfingstcamps mussten aufgrund der Situation rund um Corona leider ausfallen. Damit alle neugierigen Kids trotzdem ihr Löwenfell bekommen würden, verschickte die Löwen-Fußballschule die Ausrüstung einfach kurzerhand per Post an alle Teilnehmer. „Während wir unter anderem für das Highlight-Camp in Garmisch-Partenkirchen und das Premierencamp beim RSV Walchsing neue Termine im Jahr 2021 fixieren konnten, wurden die Camps beim SV Aschau am Inn sowie beim SV Odelzhausen in die Sommerferien und das Camp bei der JFG Region Harburg in den Herbst verschoben“, berichtet Hieber. Die durchweg positive Resonanz zeigte deutlich, dass sich die Jungs und Mädels wieder nach einem gemeinsamen Training im Löwenrudel sehnten. Nachdem das Talentfördertraining (TFT) und die Ballschule fast drei Monate nur online stattfinden konnten, war die Freude der Kids und Bambini umso größer, als diese nach den Pfingstferien endlich wieder auf den Platz zurückkehren konnten. Unter veränderten Rahmen- und Trainingsbe-

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schule auch unter den veränderten Rahmenbedingungen echte Highlights! Sommerferien heißt für die Löwen-Fußballschule: Feriencamps! Unterstützt wurde die LöFu dabei erstmals von der Bayerischen. Diese ist in der Saison 2020/2021 als offizieller „Partner der Feriencamps“ auf dem Kinderrücken aller Camptrikots zu sehen. Bereits vor den Sommerferien in Bayern stattete die LöFu dem SV Sierning in Oberösterreich einen Besuch ab. Das Gastspiel im Nachbarland war trotz einiger Regentage ein voller Erfolg und

dingungen und mit einem eigens ausgearbeiteten Hygienekonzept in Kleingruppen wurde wieder fleißig an individuellen Fähigkeiten und eigens gewählten Schwerpunkten gearbeitet. Anfangs bildete sich der Sommerblock aus allen Teilnehmern des Frühjahrs. Doch kurz nach dem Wiederbeginn bemerkte man einen großen Andrang nach der langen fußballfreien Zeit, was dazu führte, dass die TFT-Gruppen sehr schnell vollends ausgebucht waren. Unter Anleitung von meist zwei Trainern aus dem Nachwuchsleistungszentrum des

TSV 1860 pro Gruppe zeigte das punktuelle und gezielte Training Wirkung und es stellten sich rasche Fortschritte ein. Nach weiteren weitreichenden Lockerungen bei den Corona-Auflagen für den Breitensport Anfang Juli war es schließlich auch wieder möglich, Kontaktsport zu betreiben, was einen weiteren Schritt in Richtung „Fußball-Normalität“ darstellte. Ab sofort konnte wieder an der Zweikampf-Schulung gearbeitet und noch mehr Intensität in den Trainingseinheiten beobachtet werden. Rückblickend waren das Talentfördertraining und die Ball-

unter anderem das erste Camp in der neuen Ausrüstung von Nike. Unter Anleitung der Trainer aus dem Nachwuchsleistungszentrum und aus der Löwen-Fußballschule wurde vier Tage ordentlich Gas gegeben. Den Auftakt der bayerischen Sommerferien bildeten gleich zwei Camps in der ersten Ferienwoche. Während die LöwenFußballschule ihre Premiere beim SV Puttenhausen feierte, fand in Giesing das erste von insgesamt vier Sommercamps auf dem Trainingsgelände des TSV 1860 statt. Auch diese Camps fanden unter neuen, veränderten Rahmenbedingungen statt, was den Spaß und die Freude bei den Kids aber nicht schmälern konnte. Nach den intensiven Vormittagseinheiten ging es für die Teilnehmer am Trainingsgelände zum Mittagessen ins Löwenstüberl und einmal je Camp zum Italiener Campo D’Oro auf der Rückseite der 1860-Geschäftsstelle. Die Wirte Benedikt Lankes und Mauro Pollastri begeisterten die Kids mit leckeren, kinder- und sportlergerechten Mittagsgerichten.

Im Bambinicamp hatten die jüngsten Kids im LöFu-Rudel sichtlich Spaß an den vielen altersgerechten Spiel- und Übungsformen. Zum Torwartcamp in der zweiten Ferienwoche konnten 30 Teilnehmer/innen begrüßt werden. Diese verbesserten dabei unter anderem ihre torwartspezifischen Fähigkeiten im Stellungsspiel, ihr Verhalten im Einsgegen-Eins und ihre Technik auf der Linie. Neben den Camps in München war die Löwen-Fußballschule auch wieder bei vielen Partnervereinen in ganz Bayern zu Gast. So konnte man mit innovativen und intensiven Trainingsinhalten Kinder in Odelzhausen, Passau und Langengeisling glücklich machen. Die voll besetzten Feriencamps beim SSV Eggenfelden

Obwohl die obligatorischen Besuche der Profispieler in diesem

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SCHIEDSRICHTER JULIAN FISCHER STELLT SICH VOR. und die Premiere beim SV Aschau am Inn mit jeweils 60 Teilnehmern bescherten den Kids, die in erster Linie aus den Landkreisen Rottal-Inn und Mühldorf am Inn kamen, drei unvergessliche Tage. Für diese beiden Camps nahmen aber einige Teilnehmer auch eine Anreise von über 280 km aus dem schwäbischen Aalen bzw. von über 100 km aus Fischbachau am Schliersee auf sich. „Schön, dass wir endlich wieder loslegen konnten! Man hat gesehen, dass sich die Kids trotz aller Auflagen wahnsinnig auf unsere Camps gefreut haben. Das ausschließlich positive Feedback und die hohen Teilnehmerzahlen zeigen einmal mehr, dass wir für alle Fußball-

und Sechzig-begeisterten Kids die richtige Adresse sind!“, so Michael Hieber in seinem Fazit zu den Sommer-Camps. Auch in den Herbstferien bietet die LöFu wieder Fußballcamps im bayerischen Schwaben und München an. Erstmals zu Gast ist die LöFu bei der JFG Region Harburg. Zudem ist man wieder im Münchner Norden beim langjährigen Partner SV Lohhof vertreten. Wie schon im Sommer heißt es dann wieder: Kicken, Spaß haben und die fußballerischen Fähigkeiten mithilfe der LöFu verbessern. Das Ende der Sommerferien läutete nicht nur den Beginn des

neuen Schuljahres, sondern auch den Start in den neuen Herbst-Talentfördertrainingsblock der LöFu ein. Ab der zweiten Schulwoche werden in wöchentlichen Trainingsangeboten wieder die positionsspezifischen, technischen und athletischen Fähigkeiten der Kids verbessert. Für Feldspieler/ innen, Torhüter/innen und Bambini ist für jeden das Richtige dabei. „Wer zusätzlich zum Training im Heimatverein seine fußballerischen Fähigkeiten verbessern und auf Giesings Höhen trainieren will, kann sich jetzt einen der beliebten Plätze im aktuellen TFT-Trainingsblock der LöFu sichern“, berichtet Michael Hieber. Alle Termine der weiteren Camps, des Talentfördertrainings und der Ballschule sowie weitere Informationen rund um die Fußballschule der Münchner Löwen findet man auf der Homepage der LöFu: www.loewenfussballschule.de. Wer auch sonst nichts aus der Höhle der LöFu verpassen und immer auf dem neuesten Stand sein möchte, dem sind die SocialMedia-Kanäle auf Instagram (loefu1860) und Facebook (LöwenFußballschule) zu empfehlen. Dort dreht sich alles um die Angebote und Highlights der LöwenFußballschule.

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Julian Fischer ist mit 15 Jahren derzeit der jüngste Löwe unter den Schiedsrichtern. Im Folgenden stellt er sich kurz vor, spricht über seine Ziele und erläutert, was ihn überhaupt dazu bewog, Schiedsrichter zu werden.

„Mein Name ist Julian Fischer, ich bin 2005 geboren und seit frühester Jugend mit dem Fußball verbunden. Seit der ersten Klasse spiele ich beim TV Stockdorf. Der Erfolg stellte sich dabei auch teilweise ein, allerdings stand in unseren Mannschaften meistens der Spaß im Vordergrund. So schaute ich nach einem Hobby, bei dem für mich langfristig gesehen mehr Aufstiegsmöglichkeiten gegeben sind und stieß dabei auf die Schiedsrichterei. Dies nicht zuletzt, da bereits mein Onkel

die Zeit, meine Freunde zu treffen. Im Gegenteil, ich fand hier neue Kontakte und der Umgang mit den unterschiedlichen Charakteren auf und neben dem Platz brachte mich auch menschlich weiter. Ferner habe ich bemerkt, dass es mir liegt ein Spiel zu leiten und ich kann mir nun auch gut vorstellen, dies einmal in meine berufliche Tätigkeit einzubringen.

und meine Tante lange als aktive Schiedsrichter tätig waren. Obendrein war natürlich auch das Taschengeld, das man als Schiedsrichter bereits bei Juniorenspielen verdient, ein Anreiz. Nach wenigen Monaten merkte ich, dass diese Tätigkeit perfekt passte. Es litt weder meine schulische Ausbildung darunter, noch fehlte mir

Mein Ziel als Schiedsrichter ist es, kurzfristig gesehen, die Leistungsprüfung zu absolvieren und so im Herrenbereich eingesetzt werden zu können. Langfristig möchte ich natürlich so hoch wie möglich pfeifen und assistieren. Mir ist bewusst, dass dies sehr viel Engagement und Durchhaltevermögen verlangen wird, aber ich bin bereit, diesen Weg zu gehen.“

DER BALL ROLLT WIEDER! Nach fast fünfmonatiger Pause rollt seit Anfang August endlich wieder der Ball. Pünktlich zum Restart wurden die Schiedsrichter der Löwen durch verschiedene Präsenz- und Onlineveranstaltungen der BFVSchiedsrichtergruppen auf den neuesten Stand gebracht. Hierbei wurden alle zu den Regelneuerungen zum 1. Juli 2020 ausführlich geschult und es wurden die speziellen Corona-Regeln erklärt. Unter diesen Bedingungen leiteten die Löwen-Schiedsrichter bereits einige Testspiele. Nachdem

kurz zuvor die neuen Trikots und die Trainingsanzüge eingetroffen waren, nahmen einige LöwenSchiris die Gelegenheit wahr, die neue Ausstattung am 1860-Trainingsgelände anlässlich der von ihnen geleiteten Vorbereitungsspiele der Junglöwen zu tragen. „Die ersten Schritte nach dem Restart verliefen schon mal erfolgreich. Drücken wir alle die Daumen, dass wir so schnell wie möglich wieder zu gewohnter Normalität zurückfinden können“, so das Fazit von Schiedsrichter-Obmann Stefan Gräbel.

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LÖWINNEN JETZT AUCH IN DER FA. Bei den Löwen kicken nun auch die Frauen! Die neue Sparte Frauenfußball ist Teil der FA. Rund 25 ambitionierte Frauen und Mädels trainieren seit Anfang August zwei Mal die Woche. Die Saison 2020/21 findet auf Grund der Corona-Pandemie nicht statt, los geht es deshalb mit dem Ligabetrieb erst im Herbst 2021. Da die Plätze auf dem 1860-Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 schon durch die Junioren- und Herrenmannschaften voll ausgelastet sind, wird der Sportbetrieb der Fußballerinnen auf der neuen Städtischen Sportanlage in Freiham sowie auf der Städtischen Sportanlage an der St.-Martin-Straße 35 in Obergiesing („6er-Platz“) stattfinden. „Wir freuen uns sehr, dass sich mit Silke Dehling und ihren Kolleginnen ein engagiertes Team für die Spartenleitung gefunden hat und der Frauenfußball bei 1860 nach rund vier Jahrzehnten Pause wieder Fahrt aufnimmt“, erklärte Fußball-Abteilungsleiter Roman Beer. „Damit haben wir das Fußballangebot bei 1860, das neben den Profis und den Junioren auch die III. und IV. Herrenmannschaft, mehrere AH-Teams, Futsal, Blindenfußball und die Schiedsrichter umfasst, komplettiert.“ Beer hatte in den letzten Jahren schon mehrere Anfragen zum Aufbau einer FrauenfußballMannschaft erhalten. Auch bei der letzten Abteilungsversammlung im November 2019 gab es mehrere Wortmeldungen zum Thema Frauenfußball. Roman Beer erläuterte damals die drei Voraussetzungen zur Eingliede-

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Zweimal die Woche trainiert die neue Frauenmannschaft des TSV 1860 München.

rung weiterer Sparten in die Fußballabteilung: 1. Ein eigener Platz, da die Kapazitäten am Trainingsgelände ausgereizt sind. 2. Ein schlüssiges Gesamtkonzept samt Personal für den Aufbau der Sparte. 3. Die Sparte muss sich finanziell selbst tragen, da die Mittel der FA in erster Linie dem Jugendfußball dienen sollen. Die bisherigen Ansätze zur Gründung einer Frauenfußball-Sparte waren in erster Linie an der Schwierigkeit gescheitert, einen Fußballplatz im dicht besiedelten Münchner Stadtgebiet zu finden. Als man sich im Frühjahr diesen Jahres auf die Suche nach neuen Plätzen für die Herren-Amateur-

gehen zu können.“ Eine ambitionierte Mannschaft und ein Team, das eher auf den Breitensportcharakter ausgelegt ist. Starten müssen die neuen Mannschaften dann ganz unten: in der 10. Liga, der A-Klasse München. Trainingseinheit der Frauen in Freiham.

Sportamt und der SpVgg 1906 Haidhausen geklärt worden war. Bereits eine Woche später, am 24. August, fand das erste Fußballtraining auf der gerade neu eröffneten städtischen Sportanlage in Freiham statt. Im äußersten Westen Münchens wird seither montags (und seit Anfang Oktober auch mittwochs) von rund 25 Löwinnen trainiert. Im Sommerhalbjahr stehen den Frauen donnerstags Trainingszeiten am „6er-Platz“ in Obergiesing zur Verfügung, die im Winter von der 3. und 4. Herrenmannschaft genutzt werden.

mannschaften machen musste (siehe eigener Bericht), nahm Roman Beer auch Platz-Zeiten für eine Frauen-Mannschaft in das Gesuch an die Stadt auf. Parallel aktivierte Veronika Seemann, die einige Monate zuvor bei Beer angefragt hatte, ob man nicht ein Frauen-Team gründen könne, ihre Kontakte zu interessierten weiblichen Löwenfans.

Die Gründung der neuen Sparte sorgte für ein bundesweites Medienecho und erste größere Berichte in der Presse. Die neue Spartenleitung erhielt daraufhin eine Vielzahl an Anfragen und Angeboten von potenziellen Spielerinnen, Trainern, Betreuern, Förderern und FreundschaftsspielGegnern.

Am 17. August 2020 konnte man dann die Wiedergründung der Sparte Frauenfußball verkünden, nachdem sich zuvor mit Silke Dehling, Hannah Conrad und Veronika Seemann ein Dreigespann für die Spartenleitung gefunden hatte und die Platzfrage nach einem intensiven Austauschprozess mit Vertretern von DFB, BFV,

„Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz“, berichtet Silke Dehling. „Auch viele Spielerinnen, die schon höherklassig gegen den Ball getreten haben, wollen sich uns anschließen. Wir werden alle zum Probetraining einladen. Unser Plan ist es, zur kommenden Saison 2021/22 möglichst mit zwei Mannschaften an den Start

Für Anfragen ist die Spartenleitung per Mail erreichbar unter [email protected] Weitere Infos zur neuen Sparte gibt es unter w w w.tsv1860 -amateure.de/ index.php/frauen

Die Frauen-Spartenleitung (v. li.): Hannah Conrad, Silke Dehling, Veronika Seemann.

HINTERGRUND:

HISTORIE DES FRAUENFUSSBALLS BEI 1860. 1971, also nur ein Jahr nachdem der DFB sein 1955 erlassenes Verbot des Frauenfußballs wieder aufgehoben hatte, wurde auch beim TSV 1860 eine damals so bezeichnete Damenmannschaft gegründet. Das Team war Gründungsmitglied der ersten Frauenliga im Kreis München und spielte auch in den Folgejahren nach dem schrittweisen Ausbau des Ligensystems stets in der höchsten Spielklasse. Ab Ende der 1970er Jahre war dies die Verbandsliga Südbayern, wo man meist im vorderen Mittelfeld landete. Die Sparte hatte mit Vereinspräsident Dr. Erich Riedl einen großen Unterstützer. Als Riedl 1982 im Zuge des Lizenzentzugs für die Herren-Profimannschaft seinen Hut nehmen musste, wurde auch das Ende des ersten Kapitels Frauenfußball bei 1860 eingeläutet. In den rauen Zeiten in der (Herren-)Bayernliga hatte

man in der Vereinsführung kein Interesse mehr, eine Damenmannschaft aufrecht zu erhalten und löste diese 1982/83 auf. Ehemaligen-Treffen geplant Im Zuge der Wiedergründung der Sparte Frauenfußball wurden von der Abteilungs- und der Spartenleitung auch Kontakte zu mehreren ehemaligen Spielerinnen aus den 1970er und 1980er Jahren geknüpft. Es ist geplant, diese zu einem gemeinsamen Treffen einzuladen. Waren Sie damals auch als Löwin am Ball? Oder haben Sie eine ehemalige Löwen-Fußballerin im Bekanntenkreis? Bitte melden Sie sich per Mail an: [email protected]

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1860 & DER DFB FINDEN LÖSUNG. Die Fußball-Amateurmannschaften des TSV 1860 dürfen auch künftig auf dem vereinseigenen Trainingsgelände an der Grünwalder Str. 114 trainieren und spielen. Dies wurde bei einem Treffen von Dr. Rainer Koch sowie DFB-Direktor Oliver Bierhoff mit den Verantwortlichen des TSV 1860 München vereinbart.

Konstruktive Gespräche (v. li.): Robert Reisinger, Roman Beer, Marc-Nicolai Pfeifer, Manfred Paula, Oliver Bierhoff und Dr. Rainer Koch.

Hintergrund für das Gespräch, an dem von Seiten der Löwen Präsident Robert Reisinger, Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer, Fußball-Abteilungsleiter Roman Beer und NLZ-Leiter Manfred Paula teilnahmen, war eine Neuregelung der Lizenzierungsauflagen von DFB und DFL für die Nachwuchsleistungszentren (NLZs). Die neuen Statuten hätten zur Folge gehabt, dass der auch von den Amateuren genutzte Kunst­ rasenplatz auf dem 1860-Trainingsgelände künftig allein den Jugendmannschaften vorbehalten gewesen wäre. Dass es für die sechs betroffenen Amateur-Teams (III. und

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IV. Mannschaft sowie vier AHMannschaften) äußerst schwierig werden würde, neue Plätze in der Stadt München zu finden, wurde laut Dr. Rainer Koch in der internen Diskussion beim DFB und beim Bayrischen FußballVerband (BFV) berücksichtigt. Die Verantwortlichen des TSV 1860 München hatten im Vorfeld sehr deutlich gemacht und offen gelegt, dass die Jugendmannschaften beim Trainings- und Spielbetrieb an der Grünwalder Straße 114 stets Vorrang vor den Belangen der Amateur-Teams genießen. Der Grundsatz, die Nachwuchsförderung in den Vordergrund zu stellen, deckt sich mit den Erwartungen von Oliver

Bierhoff. Als DFB-Direktor ist er nicht nur für die Nationalmannschaften, sondern auch für NLZs zuständig. Er betonte, dass das seit Jahren bei 1860 erfolgreich praktizierte Zusammenspiel von professioneller Jugendarbeit und Amateurfußball erhalten werden solle. Das von Fußball-Abteilungsleiter Roman Beer zusammen mit den Spartenleitern Manfred Paula (NLZ), Dominik Kilpatrick (III. und IV. Herren) und Walter Kopp (Alte Herren) erarbeitete Konzept für die künftige Nutzung des Kunstrasenplatzes wurde von den DFB-Verantwortlichen aufgenommen und als praktikabel

bescheinigt. Auch für die Zukunft wurde von Seiten der verschiedenen Fußball-Sparten der Löwen zugesichert, hinsichtlich der Platznutzung eine enge Abstimmung zu pflegen und dabei dem Nachwuchsbereich die oberste Priorität einzuräumen. Konkret bedeutet dies, dass bei schlechter Witterung und dadurch nötiger Sperre der Naturrasen-Plätze auf dem Trainingsgelände der AmateurTrainingsbetrieb eingeschränkt wird, um den Kunstrasenplatz auch abends für die NLZ-Mannschaften vollumfänglich nutzen zu können. Die Alten Herren werden dann – wie schon bisher praktiziert – ihre Trainingszeiten reduzieren oder zeitlich auf den späteren Abend verlagern. Für die III. und IV. Mannschaft wird in diesen Fällen der Trainingsbetrieb auf dem Kunstrasenplatz der Städtischen Sportanlage an der St.-Martin-Straße 35 in Obergiesing stattfinden, dessen Nutzung den Löwen-Amateuren dank der Zustimmung des Sportamts und der SpVgg 1906 Haidhausen ermöglicht wird. „Mit dieser Lösung wurde ein tragfähiges Konzept gefunden, sowohl weiterhin eine erfolgreiche Nachwuchsförderung zu gewährleisten, als auch den Amateuren den Spielbetrieb und einen Großteil ihres Trainingsbetriebs auf heimischem Gelände zu ermöglichen. Unser Dank gilt den DFB-Verantwortlichen um Dr. Rainer Koch und Oliver Bierhoff für ihr offenes Ohr und ihr konstruktives Mitwirken bei der Lösungsfindung“, fasste LöwenPräsident Robert Reisinger das Gesprächsergebnis zusammen.

JUBILÄUMS-TRIKOTS & NEUHEITEN IM FA-SHOP. Auch wenn der Verkauf vor Profi-Heimspielen am Giesinger Grünspitz Corona-bedingt bis auf weiteres ausfallen muss, präsentiert der Shop der 1860-Fußballabteilung (FA) auch nach der Sommerpause neue Produkte. Diese sind alle online unter tsv1860.org/produkt-kategorie/fussball/ erhältlich.

Neben dem grün-gelben Jubiläums-Trikot von Nike für die AmateurMannschaften (siehe eigener Bericht; 39,90 Euro) und der dazu passenden gold-gelben Nike-Hose (20,95 Euro) wurden auch ein neues Polo-Hemd sowie erstmals auch T-Shirts für Babys und Kinder aufgelegt. Das dunkelblaue Polo-Hemd

verfügt über eine hellblaue Knopf- leiste sowie hellblaue Streifen an Kragen und Bündchen. Ein aufgesticktes FA-Wappen ziert die Brust. Die Polo-Hemden aus 100% Baumwolle sind für 29,90 Euro erhältlich. Die KinderShirts in RoyalBlau sind mit einem aufge - druckten weißen FA-Logo versehen, bestehen aus 100% Baumwolle und sind in allen Baby- und Kinder-Größen verfügbar. Der Preis beträgt 9,90 Euro. Bei den schon bisher erhältlichen Produkten wie beispielsweise dem beliebten T-Shirt „FA coloured“ oder dem Fan-Schal („Turn- und Sportverein München von 1860 e.V. – In Giasing samma dahoam“) wird übrigens die bis Jahresende gültige Mehrwertsteuer-Senkung direkt an die Kunden weitergegeben, so dass diese Artikel derzeit vergünstigt erhältlich sind.

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DAS LÖWEN-BABY WIRD ERWACHSEN. Es ist ein sehr turbulentes Jahr 2020 für die Hallenfußballer des TSV. Mit der COVID-19-bedingten Einstellung des Trainings- und Spielbetriebes im März ruht für die Futsallöwen bis heute das Training, da die Stadt München bisher kein Hygienekonzept für Kontaktsportarten in der Halle entwickeln konnte. Anstatt Trübsal zu blasen, nutzten die Futsaler die Zeit und Chance, um die vergangenen Jahre zu analysieren und sich neu zu erfinden, denn die Saison 2020/21 ist die fünfte Saison und damit das erste Jubiläum. Am 1. Januar 2021 werden die Futsallöwen genau fünf Jahre alt, das Löwenbaby wird langsam erwachsen und dies wird ordentlich gefeiert. Zum Saisonstart beschenkten die Hallenkicker den Verein und die Fans mit einem Knüller: dem 1860 Futsal Kaffee. Ein Kaffee mit echtem Löwenbezug, ein Kaffee der die Kraft und Stärke des Löwen durch seinen kräftigen Geruch und Geschmack an uns weiter gibt. Die Futsaler verschenkten über die

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sozialen Medien 60 Packungen an ihre Fans. Eine genaue Beschreibung ist im 1860-Shop unter www.tsv1860.org/produkt/ fs-1860-futsalkaffee/ zu finden. Hier kann der Kaffee natürlich auch gleich erworben werden. Zum Jubiläum gibt es auch noch einen neuen Ausrüster: Der italienische Trikothersteller Erreà wird neben Fußballgrößen wie Parma Calcio aus der Serie A oder den letztjährigen Premiere League Teilnehmer Norwich City nun auch die Futsallöwen in den kommenden drei Jahren begleiten. Es wird ein Jubiläumstrikot der Hallenkicker geben, das zu 100 Prozent den Verein, dessen Werte und natürlich die Trendsportart Futsal repräsentieren wird. Um Weihnachten wird ein LegendenTrikot vorgestellt werden, um zum Jahresende die 160 Jahre des TSV 1860 noch einmal gebührend zu feiern. Beide Trikots können ebenfalls zum gegebenen Zeitpunkt im Shop erworben werden, was auf den üblichen Social-Media-Kanälen (Facebook, Instagram, ...) kommuniziert wird. Zu den Trikots sollen im Laufe der Monate weitere Kleidungsstücke und Accessoires dazu kommen.

Welche, das wollen die Futsaler noch nicht verraten. Aufgrund der COVID-19 Pandemie werden alle Futsalspiele als Geisterspiele stattfinden, daher werden die Futsallöwen die Heimspiele und gegenbenenfalls die Auswärtsspiele per Livestream auf YouTube anbieten, um den Fans trotzdem die Möglichkeit zu geben, ihre Mannschaft zu verfolgen. Zum Erwachsenwerden gehört auch die Weiterentwicklung. Neue Visionen, Ziele und Projekte werden in Angriff genommen. Das Ziel: Die Futsal-Bundesliga. Um dort jedoch hinzukommen, müssen mindestens 200.000 Euro jährlich als Etat zur Verfügung stehen. Das als Trendsportart zu schaffen, wird noch eine

große Herausforderung für alle Beteiligten. Es gibt bereits verschiedene Ansätze, um das große Ziel zu erreichen: Einerseits über neue Produkte im Shop, andererseits über eine passive Futsalmitgliedschaft, von der die Fans überzeugt werden sollen. Für nur 18,60 Euro jährlich (1,55 Euro im Monat!) werden alle Unterstützer attraktive Vorteile genießen. Welche das sind, wird in den nächsten Wochen veröffentlicht. Daher: Aufmerksam sein lohnt sich, denn auch das gab es in dieser Form bisher noch nicht. Mit 5.000 Vereinsunterstützern wäre man bereits ein guter Anwärter für einen Startplatz, mit 10.000 wäre sogar der Etat so gut wie gedeckt. Futsalleiter Edin Kulasic hofft auf viele Unterstützer: „Wir haben vier Jahre daran gearbeitet, eine solide Basis aufzubauen. Man darf nicht vergessen, dass wir komplett bei Null angefangen haben, ohne Spieler oder Struktur. Jetzt haben wir ein super Fundament geschaffen, auf dem es gilt, weiter aufzubauen. Sportlich haben wir die Futsallöwen neu aufgestellt, 30 Spieler wurden freigestellt und eine neue Philosophie geschaffen. Ein neuer Trainer wurde verpflichtet, Franjo Ereiz, der letzte Saison mit den Beton Boys nicht nur die Bayernliga-Meisterschaft holte, sondern auch Rekordmeister in dieser Liga ist. Im Bereich Marketing & Social Media sind die Futsaler des TSV 1860 die professionellste Mannschaft Deutschlands, was auch verschiedene Statistiken bestätigten. Diesen Status gilt es, weiter ausbauen. Strukturell fehlt noch eine eigene Halle, damit öfters trainiert (mehr als einmal pro Woche) und Jugendmannschaf-

ten ins Leben gerufen werden können. Das Wichtigste möchte ich noch sagen: Wir werden nichts über das Knie brechen! Wir werden alles organisch und strukturiert aufbauen und entwickeln, auch wenn es zehn Jahre dauert. Wir haben keinen Druck, wir werden nicht denselben Fehler wie andere Vereine machen und auf Pump und mit Gewalt agieren, um in die höchste Spielklasse zu kommen. Die Geschichte hat uns gelehrt, was mit solchen Vereinen passiert.“ Der Start in die Jubiläums-Saison

der Futsal-Löwen klingt also vielversprechend. Es darf gespannt verfolgt werden, was die Futsaler in den nächsten Monaten und Jahren erreichen. Daher sollte man diese Jungs im Auge behalten und die neusten Updates über deren Website und Social Media Accounts beziehen: Homepage: www.tsv1860-futsal.de Facebook: @tsv1860futsal Instagram: @tsv1860muenchenfutsal YouTube: @1860 Futsal Twitter: @tsv1860_futsal

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Leichtathletik

WELTKLASSE OHNE REKORDE. Vor zwölf Jahren erhielt Karl Rauh von Franz Kießling einen Anruf, in dem er ihn um ein Gespräch bat. Die Beiden trafen sich anschließend in seinem Haus in Starnberg. Es handelte sich um den Neffen der Leichtathletin Maria Kießling, die 1920 Leichtathletikgeschichte geschrieben hatte. Karl Rauh erzählt Franz Kießling – übrigens ebenfalls ein namhafter Münchner Architekt wie sein Lehrmeister Hans Döllgast, den Maria Kießling 1925 geheiratet hatte – verwaltete deren Medaillen, Pokale und Urkunden. Das Gespräch war sehr interessant und unterhaltsam und endete mit der Absicht, diesen Nachlass der ehemaligen 1860er-Athletin in ein damals geplantes Sechzger-Museum einzubringen. Leider wurde bedingt durch das Tagesgeschäft und aufgrund fehlender Mittel bei 1860 nichts aus dem Museum und Franz Kießling und ich verloren uns aus den Augen. Dem Verein wurde damals auch der sportliche Nachlass des Präsidenten Adalbert Wetzel, der im Olympiastadion deponiert war, für ein Museum angeboten. Auch die Bergung dieses „Schatzes“ verlief wie aus oben geschilderten Gründen ohne Ergebnis. Franz Kießling und seine Frau starben vor sieben Jahren. Der Nachlass von Maria Kießling lagert inzwischen auf einem Dachboden und wird von einer Stiftung verwaltet.

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Sollte es tatsächlich zur Gründung eines Sechzger-Museums kommen, würde diesem dieser Nachlass zur Verfügung gestellt werden. Die Zeichen stehen aktuell durch die Gründung der „Abteilung Vereinsgeschichte“ nicht schlecht für ein solches Unterfangen, was sehr lobenswert ist, da das jetzige Präsidium als eines der wenigen in der Vergangenheit sich der Historie des Vereins widmet. Wer war diese Frau, die 1894 in München geboren, 90-jährig 1984 verstarb und ein Leben lang Mitglied des TSV München von

1860 war? Andreas Liebmann von der Süddeutschen Zeitung widmete unlängst mit dem Titel „Die vergessene Pionierin“ der Athletin sehr engagiert und inhaltsreich eine ganze Zeitungsseite. An der Person muss schon etwas dran sein, wenn man sich 100 Jahre später noch ihrer „Taten“ erinnert und diese veröffentlicht. Es waren der 14. und 15. August 1920, Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Dresden. Maria Kießling gelang etwas, was vorher und nachher keiner Athletin mehr gelungen war: Sie konnte alle ausgerichteten Wettbewerbe

einer Meisterschaft gewinnen. Damals war sie 26 Jahre alt. Erstmals durften Frauen 1900 studieren, 1908 in Vereine eintreten und 1919 an Wahlen zur Nationalversammlung teilnehmen. Männer konnten bei den Titelkämpfen in Dresden 22, Frauen nur vier Wettbewerbe absolvieren. Maria Kießling gewann den 100-m-Lauf in 13,00 Sekunden, den Weitsprung mit 5,24 m, das Kugelstoßen mit 8,31 m und war ebenfalls mit der 4x100-m-Staffel zusammen mit ihren Kameradinnen Zenta Bauer, Maria Rädler und Emma Heiß in 53,0 Sekunden erfolgreich, Das hätte Weltrekord bedeutet. wenn es zu dieser Zeit offizielle Aufzeichnungen oder überhaupt einen Weltverband, der Aufzeichnungen führte, gegeben hätte. 1919 hatte der TSV München von 1860 eine Leichtathletiksparte für Frauen gegründet, wie einem Zweizeiler in der Vereinszeitschrift zu entnehmen war. Dort war auch zu lesen, dass die Deutsche Sportbehörde für Athletik einen Ausschuss bestellt habe, „um unter Mitwirkung von Ärzten Richtlinien für die Beteiligung des weiblichen Geschlechts am leichtathletischen Sport auszuarbeiten“. Andreas Liebmann recherchierte, dass Maria Kießlings Leistungen mehrere Weltrekorde bedeuteten, auch wenn diese nie als solche geführt wurden. Sie hielt den deutschen Weitsprungrekord mit 5,54 m, den 100-m-Rekord mit 12,8 Sekunden und den Rekord für die 4x100-m-Staffel mit 52,1 Sekunden. Die erste Weltrekordliste für Frauen wurde von der IAAF (Internationaler Weltleichtathletikverband) erst ab 1928

geführt. In den Jahren 1922 bis 1928 wurden Weltrekorde vom Internationalen Frauenverband geführt, hier tauchte Maria Kießling nicht auf, da Deutschland nach dem 1. Weltkrieg als Mitglied bei internationalen Verbänden ausgesperrt war. Auch die Olympischen Spiele, z.B. in Antwerpen 1920, waren ihr verwehrt, da Frauen erst acht Jahre später daran teilnehmen durften. „Den Frauen hatte Pierre de Coubertin, der Begründer der neuen Olympischen Spiele 1896, eher eine Rolle im Publikum als auf der Laufbahn zugedacht“, meint Andreas Liebmann. Also Pech gehabt in der öffentlichen Anerkennung, dafür vielleicht Glück in der Liebe? 1925 heiratete sie den Architekten Hans Döllgast, der als Spitzenarchitekt München mit vielen Projekten gestaltete, an der Technischen Hochschule lehrte und hauptbeteiligt an der Wiederherstellung historischer Bauten wie der Münchner Residenz oder der Alten Pinakothek war. Aus Frau Kießling wurde also Frau Döllgast, die Ehe blieb kinderlos. Über ihren weiteren Lebensweg war nach 1925 nur noch so viel zu erfahren, dass sie in München sehr zurückgezogen gelebt und bis ins hohe Alter akribisch Zeitungsartikel gesammelt habe. Als besondere Pointe darf noch angemerkt werden, dass 1922 ein Redakteur des Berliner Tagesblatts um eine „kleine Plauderei“ zum Thema Läuferinnen in einem Sportspiegel, „in dem die Kapazitäten aller Sportzweige zu Wort kommen sollen“, das „sehr verehrte, gnädige Fräulein Kießling“ angefragt hatte. Die Zeitungsleute gingen damals sehr nett mit der Athletin um.

EINLADUNG ZUR ABTEILUNGSVERSAMMLUNG

Liebe Mitglieder, hiermit lade ich alle Mitglieder der Leichtathletikabteilung zur Teilnahme an der Jahreshauptversammlung 2020 ein. Termin: Donnerstag, 3. Dezem­ber 2020 Beginn: 19 Uhr Ort: München, Lokal des SV Neuperlach, Staudingerstraße 20 TAGESORDNUNG: 1. Begrüßung durch den Abteilungsleiter 2. Bestellung eines Schriftführers 3. Feststellung der ordnungs gemäßen Einladung 4. Berichte Sportbetrieb Wettkampfleichtathletik Sportbetrieb Fitnesslöwen Lindesportfest 2020, 2021 Kassenbericht 5. Aussprache zu den Berichten 6. Entlastung der Abteilungs leitung 7. Behandlung der Anträge 8. Ausblick 10. Schlusswort und Beendi gung der Versammlung Hinweis: Anträge sind bis spätestens 27.11.2020 an den Abteilungsleiter Karl Rauh ([email protected]) zu richten. Bitte beachten Sie als Teil­nehmer die Corona-bedingten Sicherheitsmaßnahmen! Eine Teilnahme ohne Maske ist nicht möglich! Informieren Sie sich im Vorfeld der Veranstaltung auf unserer Homepage tsv1860leichtathletik.org bezüglich der Teilnahmebe­dingungen. Karl Rauh Abteilungsleiter

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Einnahmen in Ticketverkauf und Mitgliedsbeiträgen zwangen den 1934 wieder zum TSV 1860 zusammengeführten Verein finanziell in die Knie.

Vereinsgeschichte

STADIONGESCHICHTE DER FUSSBALLER.

Die neue Haupttribüne nach dem Bau 1926.

Im 1. Teil der Stadiongeschichte der Fußballer (verfügbar seit 17.07.20 auf www.tsv1860.org) haben wir über die Odyssee von 1899-1910 der 1860-Kicker durch den Münchner Süden berichtet. Hier folgt der 2. Teil mit der Stadionheimat an der Grünwalder Straße mit allen Höhen und Tiefen von 1911-1972. Bildquelle: Kultstätte an der Grünwalder Straße, Roman Beer

Von Dr. Markus Drees Dieser Rückblick soll auch überleiten in das Jahr 2021 mit dem 110. Geburtstag des von unserem Verein gebauten Giesinger Sehnsuchtsortes. Manche verspotten den Ort als Ruine, doch wird dieses Bauwerk untrennbar mit unserem Verein verbunden sein. DAS SPORTFELD MIT ERSTER TRIBÜNE ENTSTEHT 1911 Als 1911 mit der Erbengemeinschaft des Bauers Kaspar Peter ein Pachtvertrag über zehn Jahre mit Vorkaufsrecht abgeschlossen wurde, ging es prompt ans Werk. Man legte den Fußballplatz an, die Leichtathletik-Abteilung baute eine 400-m-Bahn ums Spielfeld nebst Anlagen für Sprung und Wurf. Zur Krönung wurde auf der Südseite des Platzes eine kleine, aber überdachte Sitztribüne (das „Zündholzschachterl“) für 150 Plätze angelegt. Ansonsten konnte man von Stehplätzen ringsum den Sportplatz einsehen. Die Fußballer spielten schon ab April 1911 im Stadion (erstes Spiel: 4:0-Sieg gegen den MTV

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Das „Zündholzschachterl“ im Jahre 1920.

1879), während die offizielle Eröffnung im Mai mit einem Leichtathletik-Städtekampf MünchenBerlin stattfand. KAUF DES GRUNDSTÜCKS UND AUSBAU DES STADIONS Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Sport und vor allem der im Militär gespielte Fußball immer populärer. Dies war auch bei 1860 angekommen. 1922 kaufte man schließlich nach den zehn Jahren der Pacht den Platz. 700.000 Reichsmark waren mitten in der Inflationszeit ein günstiges Geschäft, auch wenn man noch an die Erbengemeinschaft

später nachzahlen musste. Bis 1926 wurde das Stadion ausgebaut. Zunächst entstand auf der Nordseite die erste Stehhalle, später dann auf der Südseite ein Neubau der Haupttribüne. Letztere ist im Grundriss bis zur heutigen Zeit noch erhalten. Man kann sich heute nicht mehr vorstellen, was damals alles in dieser Tribüne untergebracht war: Stadionwirtschaft mit Wohnung der Wirtsleute, Umkleiden und Sanitäranlagen und noch die Wohnung des Platzwarts. 1926 erkannte man, dass das Stadion noch zu klein ist und er-

weiterte die Stehhalle im Norden auf etwa die doppelte Höhe. Dazu verschob man das Hallendach nach hinten, so dass der untere Bereich der Stehplätze ungedeckt blieb. Ein Phänomen, was sogar bei der Neuerrichtung der heutigen Sitzplatztribüne 1978 aus statischen Gründen erhalten bleiben sollte. Neben der Stehhalle entstanden die sogenannten Reklametribünen, die zu den fast ebenerdigen Stehwällen in den Kurven abfielen. Die schönste Vereinssportanlage Süddeutschlands war somit fertig und sollte ein Fassungsvermögen von 42.000 Zuschauer haben. Dem 1860-Präsidenten, der den Bau möglich gemacht hatte, wurde schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt und das

Die komplett ausgebaute Stehhalle 1926.

Stadion in Heinrich-Zisch-Stadion umbenannt. WIRTSCHAFTLICHE PROBLEME UND VERKAUF AN DIE STADT In den zwanziger Jahren gab es bekanntlich 1860 zweimal, als Sportverein und als Turnverein aufgrund der reinlichen Scheidung, die von den Verbänden gefordert wurde. In Bezug auf das Stadion war der Turnverein der Grundstückseigentümer und der Sportverein Besitzer. Um Geld in die Kasse zu bekommen, hatte man mit dem FC Bayern und dem FC Wacker Untermieter aufgenommen, außerdem versuchte man jede Menge lukrativer Privatspiele und Sportfeste in Giesing durchzuführen. Doch es half alles nichts, die Weltwirtschaftskrise und ausbleibende

Man hatte mit der Stadtverwaltung gute Kontakte in der NS-Zeit geknüpft. So konnte das Stadion durch die Stadt für 357.000 Reichsmark vom TSV 1860 abgekauft werden, um den Verein vor der Pleite zu retten. Die Stadt entfernte alle Reklametafeln und benannte das Stadion zunächst in „Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße“ um, später wurde daraus die „Hanns-Braun-Kampfbahn“. Allerdings hatten die Stadt und auch 1860 als Mieter bald nichts mehr von dem Stadion. Der Krieg und die Luftangriffe führten zu schweren Schäden ab 1943 durch zwei folgenschwere britische Angriffe. Das Stadion wurde bis nach Kriegsende gesperrt. NEUANFANG NACH DEM KRIEG UND ZUSCHAUERREKORD 1948 Im Sommer 1945 wurde zumindest das Spielfeld wieder restauriert und der Spielbetrieb konnte in der Giesinger Kriegsruine notdürftig wieder losgehen. Man begann mit einem Benefizderby gegen Rot (0:4), wo die Einnahmen von 12.000 Zuschauern an Verfolgte des NS-Regimes gespendet wurden. Auch ein süddeutscher Ligabetrieb wurde wieder aufgenommen. So ereignete sich 1948 rekordverdächtiges: Obwohl ursprünglich nur 45.000 Zuschauer zugelassen waren, kamen fast 60.000 (offiziell 58.200) zum Spiel 1860 – Nürnberg (2:1). Der Polizeipräsident wollte das Spiel noch unterbinden, doch der Anruf kam bei den Sechzgern nie an. Nach heutigen Maßstäben 33

Menschenmassen beim Zuschauerrekord 1948 gegen den 1. FC Nürnberg.

war es ein kleines Wunder, dass nichts passierte. Somit war aber der Stadt klar: Der Bedarf für ein großes Stadion ist da. Man entschied sich aber, dass offiziell nun wieder genannte „Städtische Stadion an der Grünwalder Straße“ auszubauen. Zunächst wurde die Stehhalle 1948 wieder mit Dach versehen und die Bombenkrater im Bauwerk verfüllt. Danach folgte 1949 die Sitztribüne, die nach den alten Plänen mit Kabinen, Sanitär und Wirtschaft wieder errichtet wurde. An den anderen Seiten wurden die alten Stehwälle notdürftig instandgesetzt und ein neuer Rasen verlegt. Bei den Arbeiten am Rasen fing man sich wohl die Fliegerbomber ein, die man 2012 beim Einbau der Rasenheizung freilegte. Es handelte sich nämlich um eine amerikanische Fliegerbombe und nicht um eine britische aus den Luftangriffen von 1943. Also muss diese mit Bauschutt in den Untergrund geraten sein. Auch ein Film wurde 1950 im Stadion gedreht: „Der Theodor im Fußballtor“ mit Theo Lingen als

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1860-Torwart auf dem Ankündigungsplakat. Das gleichnamige Lied dazu sollte aber berühmter werden als der Film, der von den Kritiken ziemlich verrissen wurde. BUNDESLIGASTART MIT 1860 IM GRÜNWALDER STADION Doch der Bau ging dann Ende der 1950er Jahre weiter. Zunächst wurde 1958 die Ostkurve mit Betonstufen ausgebaut. Allerdings konnte sich der Architekt Ortner nicht durchringen, die Bauwerkshöhe von gut 5 m an der Seite zur Grünwalder Straße zu erhöhen. Somit waren die Treppenstufen sehr niedrig angelegt, was bei entsprechender Auslastung ein Sichtproblem für die Zuschauer nach sich zog. Dieses Problem wurde erst 2013 mit einem Neubau beseitigt. Die Presse kürte diesen Baumangel als „Treppenwitz von Giesing“ und OB Wimmer war sauer, den schwarzen Peter für den Zustand des „Krautackers“ zugeschoben bekommen zu haben. Im Neubau der Westkurve hatte Architekt Ortner mehr Platz, so dass hier ordentliche Stehtraversen zwischen Haupttribüne und

Stehhalle gebaut wurden, die alleine für eine Kapazität von über 15.000 Stehplätzen sorgten. Die Spitze der Westkurve zierte damals wie heute die kultige manuelle Anzeigentafel. Außerdem wurden vier riesige Flutlichtmasten errichtet. Bereits 1955 hatte man mit Filmstrahlern bei abendlichen Freundschaftsspielen experimentiert und es zeigte sich, dass Abendspiele durchaus Zukunft hatten. Mit einer Kapazität von 45.000 Plätzen (darunter 1.500 Sitzplätze in der Haupttribüne) ging es ins nächste Abenteuer: Die Bundesliga stand 1963 an. Überraschend wurde 1860 1963 Meister der Oberliga Süd und so durften die Löwen statt der favorisierten Bayern in die Bundesliga 1963/64 einziehen. Es begann die kurze, aber erfolgreichste Zeit bei 1860 unter Trainer Max Merkel und Präsident Adalbert Wetzel. Darunter fielen der Pokalsieg 1964, das Europapokalfinale in Wembley 1965 und als Krönung die Meisterschaft 1966. 1967 wurde man nochmal Vizemeister. Doch seit 1965/1966 waren auch die Bayern in der Bundesliga, die ihre

Luftaufnahme vom vollen Grünwalder Stadion im Jahr 1971.

Spiele seit Kriegsende ebenfalls fest in Giesing austrugen. Die Roten sollten den Blauen bald den Rang ablaufen. 1970 stieg 1860 aus der Bundesliga ab und sollte erst 1977 wieder erstklassig werden. NIEDERGANG VON 1860 UND KATASTROPHEN IM STADION Als die Wachablösung von Blau zu Rot auf dem Rasen sich vollzog, drohte auch für das Giesinger Stadion echte Konkurrenz. 1965 bekam die Stadt den Zuschlag für die olympischen Sommerspiele 1972 und konnte endlich seine Pläne für ein großes Stadion am Oberwiesenfeld im Münchner Norden verwirklichen. Den Roten wurde genehmigt, nach den Spielen 1972 komplett ins doppelt so große Olympiastadion umzuziehen und ihre Erfolgsserie der 1970er Jahre zu starten. Bei 1860 war man sich in der zweitklassigen Regionalliga nicht sicher. So bedurfte es zweier Unglücksfälle, damit auch 1860 Giesing Richtung Olympiastadion verließ.

Im Januar 1971 gab es in der Nacht vor einem Regionalliga­ spiel von 1860 eine Brandstiftung in der Haupttribüne, in der die ganzen Holzsitzbänke und die Kabinen ein Raub der Flammen wurden. Die Täter wurden nie gefasst – man vermutete sie aber im Bereich von rechtsradikalen Gruppen, die den Staat mit Anschlägen lahmlegen wollten. Das Spiel gegen Aschaffenburg fand dennoch statt, die Mannschaften zogen sich in Bussen hinter der Stehhalle um. Durch die Bundesligaspiele des FC Bayern und die Spiele der Löwen herrschte auf die Stadt ein Druck, die Tribüne möglichst schnell wieder zu reparieren, da das Olympiastadion noch nicht ganz fertig war. Bis Juni 1971 waren alle Arbeiten beendet. Unter dem Dach brachte man neu eine Reporterkanzel für Funk und Fernsehen als Balkon an, außerdem richtete man die obersten zwei Reihen als Reporterschreibplätze für die Presse ein. Zuvor waren Radioreporter auch schon mal auf dem Dach der Tribüne unterwegs gewesen.

Zwischendrin gab es auch eine lustige Begebenheit: Die britische Comedy-Truppe Monty Python drehte 1972 den Sketch „FußballLänderspiel der Philosophen“ im Giesinger Stadion. Der Vorspann des Sketches suggeriert zwar, dass man sich im neuen Olympiastadion befinde, doch wer beim Einlauf der Spieler aus Griechenland und Deutschland genau hinsieht, bemerkt auffällige Gleichheiten zum Grünwalder Stadion. Eric Idle (Sokrates) sorgte für den Endstand von 1:0 per Kopf nach Flanke von John Cleese (Archimedes). Die nächste und verheerendste Katastrophe ereignete sich im Herbst 1972. Ein Orkan machte vor München nicht Halt und riss das Dach der Stehhalle ab. Da im Boden der Stehhalle schon Baumängel aufgrund der damals hastig ausgeführten Nachkriegssanierung entdeckt wurden, brachte die Stadt nun der Tribüne erstmal ihr vorläufiges Ende bei. Der obere Teil der Tribüne nebst Restdach wurde 1973 bis 1974 abgerissen, der untere Teil der Tribüne blieb stehen. Interessanterweise wurden die Treppentürme hinter der Tribüne nicht abgerissen, sondern führten gespenstisch ins Nichts. Die Löwen zogen damit ins „Oly“ und das Grünwalder Stadion wurde zur 28.000 Zuschauer fassenden Bezirkssportanlage rückgestuft. Doch die Stadiongeschichte ist hier doch noch nicht zu Ende, in Teil drei im nächsten Vereinsheft geht es weiter mit hin- und herziehenden Löwen und mehreren Neu- und Umbauaktionen bis zum Status quo 2020.

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EINLADUNG ZUM MONATLICHEN STAMMTISCH. Die Abteilung für Vereinsgeschichte lädt ab sofort alle geschichtsinteressierten Löwinnen und Löwen zum monatlichen Stammtisch ein.

An jedem zweiten Freitag im Monat wollen wir über die bisherige Abteilungsarbeit berichten und mit Euch zukünftige Projekte und Ideen diskutieren. In gemütlichem Rahmen bietet sich zudem die Gelegenheit, sich mit anderen Interessierten über die Geschichte und Tradition unseres Vereins auszutauschen. Wichtig: Damit wir rechtzeitig reservieren können, möchten wir darum bitten, Euch über den jeweiligen Doodle-Link auf der Homepage www.tsv1860. org/2020/08/25/einladungzum-monatlichen-stammtisch/ anzumelden, wenn möglich bis

zum angegebenen Datum. Wir werden uns an der Entwicklung des COVID-19-Infektionsgeschehens orientieren und behalten uns vor, den Termin kurzfristig abzusagen, sollten Kontaktbeschränkungen dies erforderlich machen. Im Falle einer Absage informieren wir Euch schnellstmöglich über die Homepage. Schaut also bitte einen Tag vor dem Termin noch einmal dort vorbei. KOMMENDE TERMINE Freitag, 13.11.2020 Löwenstüberl, Grünwalder Str.

114, 81547 München (bei schönem Wetter im Biergarten, bei schlechtem Wetter im Stüberl). Anmeldung über Doodle bis 9.11.2020. Freitag, 11.12.2020 Löwenstüberl, Grünwalder Str. 114, 81547 München ((bei schönem Wetter im Biergarten, bei schlechtem Wetter im Stüberl). Anmeldung über Doodle bis 7.12.2020 Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Familientradition: Mitgliedschaft bei der Geburt. Reinhold Heiland ist wieder Opa geworden und hat seinen Enkel Paul Georg Sebastian sofort nach der Geburt als Mitglied angemeldet. Geboren wurde der kleine Löwe am 5. Juli 2020. Mama Nina ist ebenfalls 1860-Mitglied. Auch das andere Enkelkind von Reinhold Heiland, die kleine Luisa, ist seit ihrer Geburt im Kreise der Löwenfamilie. Sie ist die Tochter von Sohn Stephan, der von seinem Vater ebenfalls in seinem Geburtsjahr 1985 bei den Sechzgern angemeldet worden war.

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Turn-und Freizeitsport

ROPE SKIPPING MEETS PROSIEBEN.

Dass die Trendsportart Rope Skipping, die auch in der 1860-Turnabteilung ihre Heimat hat, sehr gefragt ist, zeigt sich nicht nur anhand der stetig wachsenden Gruppe, sondern auch über die Vereinsgrenzen hinweg. Dieser Weg führte zwei Löwinnen sogar ins Fernsehen. Schauplatz dafür war die neue, vierteilige ProSieben Primetime Show „DIE! HERZ! SCHLAG! SHOW!“ mit Moderator Steven Gätjen, die im Juli ausgestrahlt wurde. Hierbei traten jeweils zwei Teams mit je drei prominenten Stars aus Film und Fernsehen gegeneinander an, um in verschiedenen Challenges den Puls entweder hochzutreiben oder zu beruhigen und so den Sieg untereinander auszuspielen. Aufgabe einer Challenge war es, eine Minute Seil zu springen und dabei den Puls möglichst niedrig zu halten. Mit von der Partie waren hier zwei bekannte Sechzigerinnen, Rope Skipping-Trainerin Fabienne Premer und Franziska Blaimer, Trainerin der Rhythmischen Sportgymnastik beim TSV. Die beiden schwangen das fünf Meter lange Seil, während Entertainer, Moderator, Schauspieler und Musiker Bürger Lars Dietrich, zwischen Fabienne und Franzi positioniert, mit einer Leichtigkeit sprang – der Puls ging trotzdem rasant nach oben.

tritt für die beiden Löwen-Trainerinnern war, war es dennoch ein tolles Erlebnis, bei solch einem Dreh dabei zu sein und hinter die Kulissen einer TV-Produktion blicken zu dürfen. Wem die Show am 20. Juli 2020 entgangen ist, der kann diese online kostenlos auf ProSieben.de (www.prosieben. de/tv/die-herz-schlag-show/ video/12-show-2-team-wigaldgegen-team-verona-ganze-folge) oder auf Joyn.de (www.joyn. de/play/serien/die-herz-schlagshow/1-2-folge-2) nachschauen (Folge 2 der Staffel). Wer Rope Skipping gerne einmal selbst ausprobieren möchte, kann

sich gerne unter 0152/53 41 63 02 telefonisch oder per E-Mail unter [email protected] informieren. Die Trainingszeiten sind immer montags von 18 bis 19 Uhr in der Turnhalle des Pestalozzi Gymnasiums in der EduardSchmid-Straße 1 in 81541 München.

Fabienne Premer und Franziska Blaimer oben mit Bürger Lars Dietrich und unten beim Erinnerungsfoto im Studio.

Wenn es auch nur ein kurzer Auf-

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BLICKFANG AUF DEN AFTERWORK-FAHRTEN.

LEGENDE WIRD 80. Man glaubt es kaum, doch es ist wahr, ein 60er wurde 80 Jahr. Hinter diesem Reim verbirgt sich Stefan Kiss, der am 31. August diesen runden Geburtstag feiern konnte. Herzlichen Glückwunsch, gute Gesundheit und weiterhin persönliches Wohlergehen.

Seit einigen Monaten sorgt das Radlrudel für großes Staunen im Münchner Süden – sei es bei anderen Radfahrern oder bei den Bewohnern der Dörfer, die unsere Löwen bei den Touren durchqueren. Regelmäßig bricht die Truppe zu einer Afterwork-Fahrt (50 bis 70 km) auf, bei der oft die Sonnenuntergangsstimmung genossen werden kann. Auch an Wochenenden verabredet sich das Radlrudel zu Ausfahrten, die auch mal länger dauern können. Die Radlrudel-Kollektion vom namhaften UCI-Ausstatter Bio-

racer kann zu mehreren Terminen im Jahr bestellt werden. Ihr werdet im Newsletter und den sozialen Netzwerken stets darüber informiert. Wenn ihr Lust habt, mit dem Löwenrudel auszureiten, meldet euch per E-Mail bei [email protected] tsv1860.org.

40 Jahre lang war und ist Stefan unermüdlicher Betreuer der legendären Freizeit-Löwen Fußballmannschaft und deren guter Geist im Sinne einer zu bewahrenden Tradition. Während dieser langen Zeitspanne begegnete Stefan zwischen Haimhausen in Oberbayern und den USA, jenseits des Atlantischen Ozeans, vielen Freunden und Sympathisanten dieser, mit Stars besetzten und weit gereisten Superelf. Hierzulande dürften es aber noch mehr Menschen geben, die Stefan kennen und das nicht nur wegen seiner diversen, gut angekommenen Kurzauftritte im Bayerischen Fernsehen, sondern auch als Musikant bei Festivitäten oder Veranstaltungen hat er regionales Gehör gefunden. Zu all dem ist Stefan auch Herr über zahlreiche Schrift- und Fotodokumente, die er in seinem Privatarchiv sorgfältig aufbewahrt und die ihrer weiteren Verwertung harren. Danke Stefan und alles Gute für Dich! Deine Freizeit-Löwen Freunde

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RSG: TRAINING TROTZ CORONABESCHRÄNKUNG. Für die Löwen-Gymnastinnen waren die Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen kein Grund, nicht weiterhin regelmäßig zu trainieren und sich so fit zu halten. Bevor sie mit ihren Trainerinnen wieder in der Halle stehen konnten, wurde die Zeit genutzt, um fleißig zu Hause mit Trainingskolleginnen online, alleine offline oder zu mehreren im Olympiapark zu trainieren. Die Gymnastinnen feilten an Körper- und Gerätetechnik sowie an Kondition, um Ausdauer und Kraft zu verbessern und um so bestens für die zukünftigen Wettkämpfe vorbereitet zu sein. Drücken wir die Daumen, dass auch diese bald wieder stattfinden können. Hier ein paar Impressionen des Trainings:

Nach einem knappen halben Jahr Pause konnte im September endlich wieder der Trainingsbetrieb in der gewohnten Turnhalle aufgenommen werden – wenn auch unter strengen Hygienerichtlinien, zu denen der Bayerische Turnverband zur Sicherheit aller Gymnastinnen und Trainer aufgerufen hat. 39

die neue Bundesligasaison dann endlich losgehen.

Boxen

FIGHT LIKE A LION – DER TRAUM LEBT.

„57, 58, 59 und ein dreifaches Sechzig!“ So lautet das traditionelle Begrüßungs- und Anfeuerungsritual der Boxlöwen, wenn die Kämpferinnen und Kämpfer den Ring betreten und das gegenüberstehende Team willkommen heißen. Ganz so herzlich geht es zwischen den Kontrahenten dann jedoch nicht zu. Mit eisernem Willen, harten und präzisen Schlägen treten die Löwen ihren Gegnern entgegen und nicht selten sind die Kämpfe schnell zugunsten der blauen Ecke entschieden. Doch egal ob am Ende ein Sieg oder eine Niederlage steht – gekämpft wird wie ein Löwe bis zum Schluss! Dass die Boxer des TSV 1860 zu einer der stärksten Boxabteilungen Bayerns zählen, ist längst bekannt. Und auch außerhalb des Freistaats verschaffen sich die Löwen mächtig Gehör. Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin boxten sich Ahmed Ham zu Bronze und Zebair Hamadi zu Silber. Kenan Husovic gewann als erster Münchner die Goldmedaille in der Klasse Superschwergewicht. Lange Zeit wurden Spitzenboxer wie Magomed Shahidov, Kenan Husovic, Zebair Hamidi oder Ahmed Ham zwar auch in der Bundesliga eingesetzt, traten hierbei aber für den BC Straubing an. Damit soll zur kommenden Saison Schluss sein. Die Löwen wollen ein eigenes Bundesligateam stellen. Gelingt der Einstieg, wären die Sechzger das erste Münchner 40

der Homepage sowie Berichte in Printmedien wie der Süddeutschen Zeitung brachten der Kampagne zusätzlich viel Aufmerksamkeit entgegen, die wiederum mehrere Sponsoren anzog.

Box-Team überhaupt in der oberen Liga – trotz ihrer unsicheren Trainingssituation in der seit Jahren vom Abriss bedrohten Schulturnhalle an der Auenstraße. Es habe schon viele Löwen-Boxer gegeben, die große Erfolge bei Wettkämpfen gehabt hätten, schon immer, sagt Vereinsmanagerin Viola Oberländer. „Doch derzeit sind es auffallend viele.“ Der Verein hat bereits vor einiger Zeit Maßnahmen ergriffen, um die finanziellen Mittel auf verschiedenen Wegen zu akquirieren. Neben der Produktion eines Imagefilms wurde auch eine Crowdfunding-Kampagne gestartet um die Boxer mit Spenden zu unterstützen. Artikel auf

Neben den 1860-Boxern sollen ab der kommenden Saison erstmals auch Frauen antreten dürfen. Zu Beginn sind vorerst sechs Gewichtsklassen zugelassen und dabei ein Kampf pro Ligaveranstaltung vorgesehen. Trotz des durchaus männerdominierten Sports brachte die Auenstraße in letzter Zeit mehrere weibliche Boxerinnen hervor, die mit beachtlichen Erfolgen auf sich aufmerksam machten. So kürte sich beispielsweise Jessica Vollmann nicht nur zur Deutschen Jugendmeisterin, sondern krönte ihre Leistung auch noch mit der Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 2019. Nachdem die Pandemie der Boxbundesliga einen Dämpfer verpasste und alle Ligaveranstaltungen vorerst abgesagt werden mussten, verkündete der Boxausschuss nun die ersten neuen Termine. Anfang Januar 2021 soll

Bis dahin brauchen die Löwen jedoch noch weiterhin jede Unterstützung. Im Online-Shop auf der Homepage finden sich mehrere Box-T-Shirts, deren Einnahmen zu 100 Prozent in die Boxabteilung sowie die Jugendförderung fließen. Reinschauen lohnt sich! Eine weitere Möglichkeit, die Löwenboxerinnen und -boxer zu unterstützen, besteht durch eine Mitgliedschaft des neugegründeten Supporters Club. Alle Informationen hierzu gibt‘s unter www.tsv1860.org/supportersclub/ auf der Homepage. An dieser Stelle möchte sich die Boxabteilung des TSV 1860 für jegliche Unterstützung bedanken. Der Verein und unsere Abteilung hoffen auf eine schnelle Rückkehr in die Normalität und selbstverständlich in den Ring. Unsere Löwinnen und Löwen sind hungrig auf den Erfolg und bereit für neue Herausforderungen: Ring frei!

LÖWENMAGAZIN SPENDET 600 €. Das Löwenmagazin hatte im Frühjahr eine Auswärtsfahrt nach Großaspach mit zwei Bussen geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie fand diese nicht statt. Weil Fans auf die Rückerstattung verzichteten, wurde das Geld nun gespendet. So kamen 559,07 Euro zusammen. Das Löwenmagazin rundete auf 600 Euro auf und übergab das Geld an die Boxabteilung des TSV 1860.

Nachruf

LÖWEN TRAUERN UM HANS-JOCHEN VOGEL. Die Löwen trauern um ihr Ehrenmitglied Hans-Jochen Vogel. Der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt München starb am 26. Juli 2020 im Alter von 94 Jahren in der bayerischen Landeshauptstadt. Bereits mit 34 Jahren wurde der 1926 in Göttingen geborene Professoren-Sohn Oberbürgermeister in München. Er war damit jüngstes Stadtoberhaupt einer deutschen Großstadt. Die 4.444 Amtstage an der Isar prägten Vogel stärker als spätere Stationen. Er trug dazu bei, die Olympischen Spiele 1972 nach München zu holen. Vogel war es auch, der die Löwen nicht nur zur Deutschen Meisterschaft 1966 beglückwünschte. Auch zwei Jahre zuvor empfing er die Mannschaft von Trainer Max Merkel nach dem DFB-Pokalsieg gegen Eintracht Frankfurt. Zu dieser Zeit wurde er auch Mitglied beim TSV 1860 München. Ab 1972 war Vogel in der Bundespolitik aktiv. Dort war seine Karriere von vielen Glanzpunkten, aber auch Niederlagen gekennzeichnet: Bundesbauund Bundesjustizminister, für knapp vier Monate Regierender Bürgermeister in Berlin, SPDPartei- und Fraktionschef und Kanzlerkandidat. Doch da unterlag er Helmut Kohl.

Seit 2006 wohnten Vogel und seine Frau Liselotte im Münchner Wohnstift Augustinum. Seine Parkinson-Erkrankung hatte Vogel erst wenige Jahre vor seinem Tod öffentlich gemacht. Beim Jahresfrühschoppen am 28. März 2015 sollte Vogel für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt werden. Leider musste er schon damals aus gesundheitlichen Gründen absagen. Doch dass ihm die Sechzger auch Jahrzehnte nach seiner ersten Begegnung noch am Herzen lagen und er sie regelmäßig verfolgte, zeigt ein mit der Schreibmaschine verfasster Brief vom 9. Juni 2011, den er an den damaligen Präsidenten Dieter Schneider gerichtet hatte. Darin zeigte sich Vogel über den „Fortbestand der Fußballabteilung des Vereins“ nach dem Einstieg von Hasan Ismaik als Gesellschafter erleichtert. Der TSV 1860 trauert um sein Ehrenmitglied. Unser Mitgefühl gehört der Familie. Einmal Löwe – immer Löwe.

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Ski

VIELSEITIGES SOMMERTRAINING. SOMMERTRAINING

In diesem Sommer war alles ein bisschen anders. In Coronazeiten gab es zwar manche Einschränkungen, aber tatsächlich auch ganz ungewohnte neue Möglichkeiten. In Zeiten der Kontaktbeschränkungen und Hallenschließungen wurde durch die Skilöwen- Trainer ein intensives Onlinetraining angeboten. Wechselnde Challenges wie z. B. im Liegestütz ein T-Shirt ausziehen oder sich einmal um die Körperlängsachse drehen bei gleichzeitigem Jonglieren eines Balls auf der Fusssohle, spornten zu Kreativität und Leistung an, förderten aber zugleich Beweglichkeit und Koordination. Doch sobald das erste Kleingruppentraining möglich war, konnte man die Skilöwen im Englischen Garten bei Freelethics-Einheiten oder auf Inlinern oder Mountainbikes an den verschiedensten Orten treffen. Nachdem Reisen wieder mög-

lich wurde, erhielten die Skilöwen auch die Nachricht, dass die Gültigkeit der Snow Card Tirol zur Kompensation der ausgefallenen Tage bis in den August verlängert wurde. Die Trainer ergriffen diese tolle Gelegenheit für gleich mehrere Sommerskitrainings am Hintertuxer Gletscher. Hier herrschten zum Teil Traumbedingungen für abwechslungsreiches und intensives Schneetraining am Vormittag. Nachmittags standen Einheiten zur Verbesserung der Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer auf dem Programm. Die Schulferien starteten mit ei-

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ner Multisportwoche in Kitzbühel: Sechs Tage Sportspaß mit BikeTouren, Downhill-Biken, Klettern,

Hiken, Hochseilgarten, Stand-upPaddeling, Beachvolleyball, Blobbern, Beachsoccer, Wakeboarden und noch vielem mehr. Egal ob eine Radtour bei gefühlten 40 Grad auf dem Plan stand oder eine Acht-Stunden-Wanderung: Die Skilöwen meisterten alle Herausforderungen hochmotiviert. Kaum war die Multisportwoche beendet, kamen für sieben Tage wieder die Ski am Stilfser Joch zum Einsatz. Neuschnee im August sorgte für die richtige winterliche Stimmung und hervor-

ragende Bedingungen. Nach der Schneemann-Challenge konnte Skitechnik wie „der dominante Außenski“ optimal trainiert und verbessert werden. Dabei waren die Läufe direkt neben den Trainingsgebiet der italienischen Nationalmannschaft gesteckt, so dass man sich auch mal eben von Weltcupfahrern wie Stefan Gross etwas abschauen konnte. Die letzte Ferienwoche stand unter dem Motto Sommercamp in Kitzbühel und Skihalle in Landgraaf, um den Kindern ein abgerundetes Ferienprogramm anzubieten.

war man bestens vorbereitet. Dies demonstrierten unsere U12Jungen besonders eindrucksvoll. Tagesbestleistungen konnte Elias Mund gleich an fünf von sechs Stationen erbringen. Aber auch Quentin Meier und Christopher Killmann zeigten sehr konstante Leistungen, so dass das gesamte Stockerl in Löwenblau erstrahlte. Bei den Mädels zeigte Emma Fellmann mit einem sehr starken 2. Platz im 800-m-Lauf ihr Können. Am nächsten Tag waren die U14/ U16-Teams gefordert. Hier war Juli Pressler lange auf Medallienkurs. Leider konnte sie den Vorsprung im abschließenden Lauf aus gesundheitlichen Gründen nicht verteidigen und beendete den Wettkampf mit einem sehr guten 5. Platz. Auch Valentin Kindl konnte zu seinem hervorragendem 7. Platz, den er sich durch konstantes Training erarbeitet hat, gratuliert werden. Insgesamt konnten die Skilöwen in diesen beiden Tagen drei Medaillen und weitere Acht-Top-Ten Ergebnisse mit nach Hause nehmen. Die intensiven Trainingseinheiten haben sich in sehr guten Wettkampfergebnissen ausgezahlt. Trainer und Athleten sind gleichermaßen hochmotiviert und wollen intensiv weiterarbeiten, um die Erfolgsserie dann auf Schnee fortzusetzen.

Zum Schulferienende wurde dann gezielt auf den alljährlichen, die Rennsaison eröffnenden Kondiwettkampf des TSV Germering hingearbeitet. Und als am ersten Samstag nach Schulstart unter freiem Himmel ohne Zuschauer, dafür mit Mundschutz, die Startnummern verteilt wurden,

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DAS MIT „ABSTAND“ BESTE SOMMERFEST. Die Skilöwen nahmen die Herausforderung mit gewohnt sportliche Ehrgeiz an, zu einer neuen Normalität auf allen Ebenen zu finden.

Die Vereinsmeister, hintere Reihe (v. li.): Raphael Fischer (U16), Lea-Pauline Tews (U16), Lia Kindl (Herren), Sonja Strasser und Jan-Thorsten Tews. – Vordere Reihe: Nele Joli Neumann (U8), Luisa Kojic (U6), Lena Kojic (U10), Moritz Weiss (U8), Benjamin Klein (U10), Mia Engelhardt (in Vertretung für Leni Marie Aigner, U12), Carmen Stalf (U14), Ben Bastian (U12) und Emil Plank (U14).

So wurde nach Wegen gesucht, wie die Abteilung gemeinschaftlich ihre hervorragenden Saisonergebnisse feiern können. Sowohl das Wetter mit Sonnenschein als auch die Location, das Vereinsheim der Wassersportkollegen inklusive dem großzügigem Gartengelände, spielten dabei den Organisatoren in die Karten. Nachdem Trainerteam und Athleten von einem hoch anspruchsvollen Gletschertraining zurückgekehrt waren, wurde der Grill angeworfen. 1,5 m Abstand führten zwar schnell zu einer sich durch den Garten schlängelnden Menschenkette, konnten aber weder schmackhaftes Essen noch eine gemeinschaftliche, lustige Atmosphäre verhindern. Auch in diesem Jahr waren glücklicherweise verschiedene sportliche Aktivitäten ohne Körperkontakt und mit Abstand möglich. Und während Trainerurgestein Ivan Hajny demonstrierte, wie man beim Tischtennis gewinnt, versuchten die Jugendlichen den höchst erfrischend kühlen Isarseitenarm auf einer Slackline zu überqueren. Dies gelang nicht immer, aber da das Wort „aufgeben“ im Wortschatz der Jungathleten nicht vorkommt, erstrahlte schon bald so manches ganz in Vereinsfar-

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meisten Athleten dem Verein und dem Skifahren auch weiterhin treu bleiben, sei es als Jugendtrainer oder durch den Start bei FIS Rennen. Nach diesem offiziellen Teil klang der Tag bei angenehmen Temperaturen aus. Während die Athleten sich mit extra langen Stockbroten am Feuer auf Abstand hielten, zeigten die Eltern, wie sehr sie das Vereinsleben vermisst hatten und genossen das Sommerfest in vollen Zügen.

Geburtstage OKTOBER 2020

Abstand war ein wichtiges Thema beim Sommerfest der Skilöwen.

ben blau geschminktes Kinderlächeln. Gegen Abend wurde vom Cheftrainer die Sieger der Vereinsmeisterschaft ausgezeichnet, die bereits im Februar durch eine separate Wertung bei den Münchner Stadtmeisterschaft ermittelt worden waren. In den Startklassen U8 bis U16 sowie bei den Männer und Damen wurden die jeweiligen Sieger mit einem Löwenpokal geehrt. Herzlichen Glückwunsch den Meistern in den Klassen: U8: Luisa „Quietschi“ Kojic und Juls Delpho; U10: Violetta Arnemann und Dominik Mangold; U12: Ria Mangold und Frede-

rik Pohlmann; 14: Leni Aigner und Jonas Rau; U16: Sarah Nowak und Emil Plank; Masters 60/70/80: Robert Suttner, Gregor Komescher, Frank Hess. Als Vereinsmeisterin konnte sich Maria Haimmerer durchsetzen. Bei den Herren sicherte sich den Titel erstmals Trainer Francis Stimpfle. Im Anschluss wurden die Athleten des Jahrgangs 2004 verabschiedet, da sie nun den Schülerrennen entwachsen sind. Sie erhielten jeweils eine liebevoll gestaltete individuelle Collage, die an die aufregende, intensive und spaßige Rennzeit erinnern soll. Glücklicherweise werden die

* 16.10.1950, 70. Geburtstag HERBERT UNFUG Mitglied seit 01.02.1978 in der Ski-Abteilung. Ehemaliger Abteilungsleiter Selbstverteidi­ gung. * 25.10.1960, 60. Geburtstag CHRISTIAN WAGGERSHAUSER Mitglied seit 01.07.1997 in der FußballAbteilung. Ehemaliges Mitglied des Verwaltungs-/Aufsichtsrates.

NOVEMBER 2020

* 16.11.1935, 85. Geburtstag MAX VON HECKEL Mitglied seit 01.01.1977 in der LeichtathletikAbteilung.

Ehemaliger Kommunal- und Landespolitiker (SPD). * 20.11.1970, 50. Geburtstag MICHAEL ALTINGER Mitglied seit 01.01.2012 in derFußball-Abteilung. Bayerischer Kabarettist und Schauspieler.

DEZEMBER 2020

* 05.12.1940, 80. Geburtstag ALFRED HEISS Mitglied seit 01.01.1971 in der FußballAbteilung. Ehrenmitglied. Ehemaliger Spieler der Meistermannschaft. Nationalspieler. Ehemaliges Mitglied des Aufsichtsrats. * 06.12.1950, 70. Geburtstag FRANZ KILLER Mitglied seit 01.10.2012 in der Fußball-Abteilung.

SeniorenVertreter.

* 13.12.1925, 95. Geburtstag FRANZ HAGER Mitglied seit 01.07.1971 in der FußballAbteilung. Ehemaliger Schiedsrichter. Ehrenmitglied der Schiedsrichter-Gruppe MünchenSüd. Besitzt alle Ehrungen des Bayerischen Fußball-Verbands. * 14.12.1935, 85. Geburtstag FRANZ INSELKAMMER Mitglied seit 01.07.1976 in der FußballAbteilung. Ehemaliger Präsident des Bayerischen Brauerbunds und Inhaber der Brauerei Aying.

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Jörg Stubenrauch kann seit 1. September 2020 auf 65 Jahre Mitgliedschaft in der BergsportAbteilung zurückblicken. Für diese Treue ein ganz besonderes Dankeschön.

Bergsport

WESENTLICHE ÄNDERUNG NOCH NICHT IN SICHT. Die „Corona-Situation“ hat sich bis heute nicht wesentlich verbessert. Die regelmäßige Fitness-Stunde im Anton-FingerleBildungszentrum kann nach wie vor nicht stattfinden und daran wird sich voraussichtlich auch bis zum Jahresende nichts ändern.

der kostenlosen Zipfelbob-Strecke im Averstal. Für den Abschlusstag gab es dann noch einmal so richtig Sonne pur und frischen Powder (nochmals ca. 25 Zentimeter). Dadurch, dass die Unterlage so kompakt war, war es richtig schneller und leicht zu fahrender Schnee. Wir nutzen die Bedingungen für zwei Firstlines am Guggernüll. Thilo spurte mit seiner Crew zum Surettajoch und entjungferte dort ein paar Rinnen.

„Es bleibt nur zu hoffen, dass wir dann nächstes Jahr unsere sportlichen Aktivitäten wieder aufnehmen können“, sagt Abteilungsleiter Willi Rieber. KLETTERN Das Klettertraining konnte in geteilten Gruppen à jeweils vier Kinder ab 1. Juli wieder aufgenommen werden. Es findet wie gewohnt immer am Montag und am Mittwoch ab 16.30 Uhr in der Kletterhalle des SV Neuperlach statt. Die im Herbst stattfindenden Kletterausfahrten mit Übernachtung werden wegen des Ausfalls der Trainingsstunden in der ersten Jahreshälfte komplett von der Abteilung mit Unterstützung der Unternehmer für Sechzig e.V. übernommen. Eine Eigenbeteiligung der Eltern, wie sonst üblich, wird dieses Jahr nicht erhoben. SKITOUREN Die Gruppe der Sparte Skitouren unternahm im Frühjahr einen

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Vereinsausflug an den Splügenpass. Hierzu der Bericht: Als wir am Donnerstag ankamen, tobte der Sturm und die warmen Temperaturen der Vortage und der Wind machten den Schnee im Gelände zu einer knüppelharten Betonschicht. Uns blieb nichts anderes übrig, als im Windschutz des Splügenpasses uns hoch zu schleichen und wir waren froh, als wir an der Bergstation des Skigebiets Schutz im Restaurant fanden. Aber der Wettergott meinte es gut mit uns und brachte über Nacht Neuschnee. Nicht so viel, aber wenn man dem Triebschnee folgte, dann lagen schon so ca. 25 Zentimeter in den Mulden ver-

steckt. Eigentlich wollten wir den mächtigen Piz Tambo versuchen. Doch als wir vor der Gipfelflanke standen war klar, dass ein Aufstieg über den bretthart verblasenen Grat einfach zu gefährlich wäre. Darum haben wir umgeplant und eine kleine Splügenpassdurchquerung daraus gemacht. Am Samstag schlug der Wettergott dann wieder mit sehr mäßiger Sicht und viel Wind zu. Daraufhin wählten wir die Windschattenseiten am Wengahorn im Averstal. Aber überraschenderweise spielten dort nicht die „Vengaboys“ live und die Sicht wurde immer schlechter. Also beließen wir es bei knapp 700 Höhenmetern und nutzen die Zeit noch für ein heißes Zipfelbob Battle auf

Zwar hatten wir keinen Traumpowder und alles war nicht perfekt, aber dafür zwei Toptage und zwei Tage, an denen wir trotzdem jede Menge Spaß hatten. BERGHÜTTE Verspätet konnten wir unsere Berghütte Ende Juni eröffnen. Die Besucherzahl mussten wir „coronabedingt“ auf ein Minimum re-

duzieren. Trotzdem war die Hütte dann ab Juli bis Saisonende gut besucht und an den Wochenenden regelmäßig belegt. Auch wurden die geplanten Hüttenarbeiten zeitgerecht, wenn auch teils unter widrigen Umständen (siehe Bilder unten), ausgeführt. So entstand eine neue Sonnenbank an der Rückseite der Hütte, auf der man auch mal sitzen bleiben kann, wenn‘s ein bisschen regnet. Dafür wurde sie mit Lärchenschindeln überdacht. GEBURTSTAGE & JUBILÄEN Den Mitgliedern Heinz Schmidt und Josef Wieser sen. gratulieren wir ganz herzlich zum 60. Geburtstag. Walter Steger wurde am 25.10.2020 70 Jahre alt. Allen gilt unser Glückwunsch verbunden mit dem Dank für langjährige Treue. Josef Wieser ist seit zehn, Walter Steger seit 50 Jahren Mitglied.

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG Wir bitten um Beachtung, dass die für den 16. November 2020 angesetzte Jahreshauptversammlung der Bergsport-Abteilung wegen der aktuellen „Corona-Situation“ nicht stattfinden kann. Die Versammlung wird, sobald es die Situation und die allgemeinen Hygienevorschriften zulassen, nachgeholt. Der Termin hierfür wird rechtzeitig bekannt gegeben und auf der Homepage unter www.tsv1860.org/beitraegebergsport veröffentlicht. KONTAKT Abteilungsleitung: Willi Rieber Tel: 08141/386743 Mobil: 0176 / 12 46 11 00 E-Mail: [email protected] Sparte Skitouren: Denis Eser Mobil: 0179/11 33 220 E-Mail: [email protected] Sparte Klettern/Bouldern Tim Krämer Mobil:0172/19 86 855 E-Mail: [email protected] googlemail.com

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Wassersport

WASSERSPORT IN CORONA-ZEITEN. CORONA-ZEITEN

Anfang März wurden coronabedingt sämtliche Planungen für die Wassersportsaison über den Haufen geworfen. Alle Trainingseinheiten wurden abgesagt, Wanderfahrten entfielen und Wettkämpfe, wie der Münchner Kanutriathlon oder der Münchner Kanuslalom, fanden nicht statt. Der Zugang zum Bootshausgelände war verboten, so dass nicht einmal einzeln gepaddelt werden konnte. Auch der dringende notwendige Frühjahresbootshausdienst entfiel. Zudem waren erst einmal alle geselligen Veranstaltungen im Bootshaus unmöglich geworden. Doch ab Mitte Mai verbesserte sich die Situation. Das Training konnte – zuerst in Kleingruppen – wieder aufgenommen werden und wurde von alten und neuen Mitgliedern – wohl auch wegen coronabedingt fehlenden Freizeitalternativen – stark besucht. Allerdings saßen wir dabei im Mai und Juli nahezu auf dem Trockenen: Ohne Rücksprache hatten die Stadtwerke den Kanuten (und

auch den Surfern) das Wasser auf der Floßlände abgedreht. Lediglich der wildwasserfreie Werkskanal stand als Trainingsstätte zur Verfügung. Nach zahlreichen Anfragen und Zeitungsartikeln sprach endlich Oberbürgermeister Dieter Reiter ein Machtwort: Seit Juli haben wir nun endlich wieder Wasser und zwar zu stark verlängerten täglichen Trainingszeiten. Auch erste Wanderfahrten konnten im Sommer wieder stattfinden. Zudem wurde im August wieder eine sechstägige Kanufreizeit im Inntal durchgeführt. Teilweise bei Hochwasser wurden dabei die Imster Schlucht (zweimal), die Untere Ötz, der Lech, die Scuoler Strecke, die Zernetzer Strecke und

der Rißbach befahren. Selbst das traditionelle Wochenende auf der Großen Birke im Staffelsee fand zum Sommerende hin statt. Auch die Schnupperpaddeltermine waren gut besucht, so dass in dieser Saison erneut die Mitgliederzahl gestiegen ist. Was der Herbst und Winter an Entwicklungen und Einschränkungen bringen wird, ist aktuell noch unsicher. Dennoch planen wir weiterhin mit regulärem Training in der Wintersaison und mit Traditionsveranstaltungen wie Herbstbootshausdienst, Weihnachtsfeier, Dreikönigspaddeln und Fischessen. Ab Oktober wird es auch wieder jeden Samstag um 12 Uhr ein Wintertraining auf dem Werkkanal geben.

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Am 19.Juni h aben wir den leicht angesta sammen mit ubten Sechzg Hilfe von Fran er-Opti zuz Schmidt un Opti-Steuerm d Stefan Stec ann auf diese h er m (vormals Boot) aus dem der seinem El ement zugef Bootsschupp ü h en wiert. Nach einer war der Oldti kleinen Über mer wieder vo arbeitung ll einsatzberei t. (Foto: Matth ia s Herm)

SOMMERIMPRESSIONEN. Es war ein wunderbarer Segelsommer 2020 mit viel Wind und mehrere neue engagierte Mitglieder. Inzwischen veranstalten die Segler in der Wassersport-Abteilung regelmäßig gemeinsame Segeltage, an denen Spaß und Wissen gerne geteilt werden. Auch gab es heuer wieder eine Teilnahme an der Regatta St.-Heinrich-Cup.

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Laser.

Patrick Berg b elegte auf der Regatta St.-H 2020 den 12 einrich-Cup . Platz. (Foto: W

hwuchs.Julius Herm durfte die neue Seglernawcen -Kapitän g einmal

in Der stolze Lö sführen. Es g m 20. Juni au a ten und rt h ei fa es rn Se fe g ch Jun nrich na ei H . St n vo euermann. über den See, en jungen St d n a t en lim zurück. Komp m) er

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erner Wesslau)

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eSports

NEUE REBELS BRAUCHT DAS TEAM!

RÜCKBLICK AUFS ERSTE JAHR DER ABTEILUNG.

Die Munich Rolling Rebels suchen Nachwuchs: Beim Recruiting Day am 28. August 2020 kamen neun Neugierige, die sich für Roller Derby beim TSV 1860 e.V. interessierten.

Für die junge eSports-Abteilung ging es im ersten Jahr ihres Bestehens hauptsächlich darum, erst einmal Fuß zu fassen.

An diesem Termin erklärten die Skaterinnen des Münchner Derby-Teams nicht nur, um was es bei ihrem Sport geht, sondern ermöglichten den Angemeldeten auch gleich einen ersten Eindruck auf Skates. Die Skate-Neulinge drehten in der TSV-Sporthalle auf Quad-Skates ihre Runden und die Skaterinnen von Munich Dynamite und Municorns zeigten den Neulingen, wie sie beschleunigen, bremsen und gefahrlos fallen. Einige der Newbies sind erst kürzlich nach München gezogen – z.  B. aus Südamerika oder aus Spanien – und freuen sich, durch Roller Derby neue Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Die Munich Rolling Rebels hoffen, dass viele der Interessierten das Roller-Derby-Fieber gepackt hat und sie bald Teil der TSV RollerDerby-Familie sein werden. Recruiting Day verpasst? Melde dich via Facebook oder E-Mail unter [email protected]!

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Fotos: Dagmar Jochum (oben) & Frieder Kesch

Roller Derby

Doch die eSportler konnten auch schon einige Highlights organisieren, besonders hervorzuheben ist die Mitorganisation der Veranstaltung „eSport für Unternehmen“. Bei dieser Veranstaltung konnte ein 2on2-Turnier im Bereich League of Legends und ein 1on1-Turnier im Bereich Fifa durchgeführt werden, bei dem die Teilnehmer Sachpreise im dreistelligen Bereich gewinnen konnten. Für das Fifa-Turnier konnten sich die Teilnehmer über mehrere durch die 1860-Abteilung durchgeführte Turniere qualifizieren. Weiterhin beteiligten sich die eSportler aktiv an Spendenturnieren während der Anfangszeit von Covid-19, bei denen sie zu einer Spende im unteren vierstelligen Bereich beitragen konnten. ENTWICKLUNG DER VERSCHIEDENEN SPARTEN League of Legends: Im Teamspiel League of Legends stellte sich von Anfang an die Aufgabe, aus den verschiedenen Charakteren und Spielniveaus der aktiven Spieler Teams zu bilden, die

auf einem Level sind und gut zusammen harmonieren. Durch die steigende Anzahl an Mitgliedern konnten Teams für alle unterschiedlichen Niveaus von Silber/ Gold bis zum High Diamond Bereich gebildet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt im Aufbau war es, allen Teams einen entsprechenden Team-Manager zu organisieren, um ein professionelles Umfeld und ein regelmäßiges Training von zwei bis drei Mal die Woche anbieten zu können. Auch das Penta1860 Academy Team konnte durch die Breitensportabteilung unterstützt und gefördert werden. Vor kurzem wurde der Aufstieg in die zweithöchste Liga Deutschlands geschafft und dabei unter anderem das deutlich höher eingeschätzte Team von Eintracht Frankfurt geschlagen. FIFA: Die FIFA-Sparte läuft im Moment noch etwas langsamer an und ist dabei, richtige Strukturen für den Breitsport zu finden. Aber auch hier wurde bereits ein Grundgerüst gebaut mit mehreren aktiven Mitgliedern, die regelmäßig über Twitch streamen und somit Werbung für die Abteilung machen. Zwei der Spieler sind sogar im Penta Academy Team vertreten. Unterm Strich war es ein span-

nendes erstes Jahr, in dem eine solide Basis für die Abteilung gelegt werden konnte, auch wenn nicht alles geklappt hat. Penta1860 League of Legends Profibereich: Der Profibereich ist losgelöst von der Breitensportabteilung zu sehen und wird separat betreut. Auch hier verlief der Start in der ESL Meisterschaft etwas holprig. Im ersten Split konnte man nur den 9. Platz belegen und musste in die Relegation. Hier konnte man sich beweisen und den Platz in der höchsten deutschen Spielklasse behaupten. Im Wintersplit lief es dann schon deutlich besser und mit Platz sieben fand sich das Team im Mittelfeld wieder. Nach der Umstrukturierung der nationalen LoL Wettbewerbe startete man in der Prime League 1st Division, die der Zweiten Liga entspricht. Hier konnte man in den ersten beiden Splits voll überzeugen und beide souverän als Tabellenerster abschließen. Auch für den dritten und letzten Split diesen Jahres ist Penta1860 Favorit auf den Titel und man ist nach zwei Spieltagen noch ungeschlagen. Sollte dieser Split auch gut verlaufen ist ein Ticket für die Playoffs zur ProDivision sicher.

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