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Ski Austria 6 2019/20


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OFFIZIELLE ZEITSCHRIFT DES ÖSTERREICHISCHEN SKIVERBANDES

FÜR SPORT-INSIDER

Die ÖSVSaisonbilanz

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Fit in den Frühling

märz

2019/20

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Funktionsmode für jedes Abenteuer!

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AKTUELL

SKI AUSTRIA 6 • 2019/20

ONE TEAM, ONE MISSION!

MANFRED PRANGER

GIORGIO ROCCA

DER NEUE RACETIGER SL R JR

THE NEXT GENERATION Vom „Renntiger“ zum „Racetiger“, von einer Generation zur nächsten: Seit 1970 steht der Völkl Racetiger für Image, Innovation & Tradition – dazu mit dem legendären Zebramuster ein revolutionäres Ski-Design und eine Erfolgsgeschichte, die bis heute den Skirennsport prägt und Racer von jung bis alt begeistert. 2020 erzählt der traditionsreiche Ski jetzt eine brandneue Geschichte. Eine Geschichte, in der die Skilegende auf Sportlerlegenden und die Nachwuchsstars von morgen trifft.

» NEUE SEITENZÜGE

» TORSIONS-WEICHERE SCHAUFEL

» NEUE MARKER X-COMP 12 BINDING

DIE GANZE STORY – ALS FILM. 2

VOELKL.COM

» NEUE RENNPLATTE

AKTUELL

SKI AUSTRIA 6 • 2019/20

KEEP ON RACING:

Fotos: Marker Dalbello Völkl

MIT DEM RACETIGER VERBINDET VÖLKL GENERATIONEN Vom „Renntiger“ zum „Racetiger“, von einer Generation zur nächsten: Seit 1970 steht der Völkl Racetiger für Image, Innovation & Tradition. Ein legendärer Ski im Zebramuster, der bis heute den Skirennsport prägt und Racer von Jung bis Alt begeistert. 2020 erzählt der traditionsreiche Ski eine brandneue Geschichte. Eine Geschichte, in der die Skilegende auf Sportlerlegenden und die Nachwuchsstars von morgen trifft.

S

chon immer beschäftigt sich die Firma Völkl aus Straubing intensiv mit dem Thema Nachwuchsarbeit und legt großen Wert auf die Förderung von jungen Talenten. Auch wenn es um die Entwicklung neuer Produkte im Junior- bzw. Jugendbereich geht, spielt der Nachwuchs eine entscheidende und tragende Rolle. Es ist Völkls Anspruch, die jungen Talente in den Entwicklungsprozess einzubeziehen und gemeinsam mit ihnen die für sie perfekten Ski zu kreieren. Die Entwicklung eines Skis ist ein langwieriger Prozess, der viele Stadien durchläuft. Jeder, der daran arbeitet, bringt andere Ideen und Erwartungen mit in den Prozess, die berücksichtigt werden müssen. Unter dem Motto „Racetiger – The Next Generation“ hat Völkl für die Entwicklung des neuen Racetiger SL R Junior nun einen ganz besonderen Weg eingeschlagen und bringt ehemalige Völkl-Weltcup-Athleten, deren Kinder, die selbst im Rennlauf aktiv sind, Völkls Ingenieure und das Produktmanagement zusammen. So hat man den italienischen Ex-Weltcup-Rennläufer Giorgio Rocca, WM-Bronzemedaillen-Gewinner im Slalom, und Skisportlegende Manfred Pranger, Slalom-Weltmeister von 2009, und deren Kinder Francesco und Giacomo Rocca sowie Mario und Laura Pranger intensiv in

den Entwicklungsprozess einbezogen. Unter anderem testeten sie unter realen Trainingsbedingungen in Livigno gemeinsam eine der finalen Entwicklungsstufen des neuen Junior-Skis. Das Feedback der Kinder und die Erfahrung der Legenden wurde direkt vor Ort mit den Völkl-Ingenieuren besprochen und floss unmittelbar in die weitere Entwicklung ein. „Wir kriegen es vom Weltcup vorgelebt, dass das Material einen großen Einfluss auf die Performance auf der Piste hat. Vor allem bei Kindern. Dank Völkl können

wir unsere Erfahrung als ehemalige Rennläufer mit den Ansprüchen, die die neue Generation an einen Ski hat, verbinden und so den ideal angepassten Rennski schaffen“, sagt Manfred Pranger. Für den neuen Racetiger Junior wurde ein komplett neuer Skikörper entwickelt. Neue Seitenzüge sorgen dabei für mehr Unterstützung in der Schwungeinleitung. Jede Länge wurde zudem individuell auf die unterschiedlichen Entwicklungsstufen in puncto Gewicht und Fahrkönnen der Kids abgestimmt. „Wenn es um das Material des Skis geht, spielt das Alter der Kinder eigentlich keine Rolle. Wichtiger sind auf die Anatomie (Größe & Gewicht) der Kinder zugeschnittene Ski. Zusammen mit Völkl und dem neuen Junior Racetiger machen wir das möglich“, erläutert Giorgio Rocca. Jeweils zwei Kinder unterschiedlicher Größen und mit sehr gutem beziehungsweise mittlerem Fahrkönnen testeten die einzelnen Längen. Damit konnte jeder Ski hinsichtlich des Aufbaus individuell so gestaltet werden, dass er sowohl für die starken als auch die noch nicht so starken Fahrer funktioniert.  + INFO: www.voelkl.com 3

Neues entdecken Electric has gone Audi

Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 22,0 – 23,7 (WLTP); CO₂-Emissionen kombiniert in g/km: 0. Angaben zu Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Symbolfoto. Stand 03/2020.

INHALT

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Foto: GEPA

INHALT AKTUELL Alpin8–14 Skispringer16–19

8 Foto: EXPA/JFK

OFFIZIELLE ZEITSCHRIFT DES ÖSTERREICHISCHEN SKIVERBANDES

FÜR SPORT-INSIDER

Optimal Sports Nordische Kombination 

20 21–23

Biathlon24–26 Langlauf27 Freeski28

Fit in den Frühling

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märz

2019/20

Funktionsmode für jedes Abenteuer!

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Ski Austria 85x30-neues Logo.indd 1

09.03.2020 14:30:43

SKI AUSTRIA · Heft 6 2019/20 Titelfoto: Stefan Kraft (Skisprung-Gesamtweltcupsieger 2019/20) Foto: EXPA/JFK

IMPRESSUM Offizielles Organ des Österreichischen Skiverbandes Eigentümer

und

Verleger:

Austria

Ski

Team

Handelsges.m.b.H., 6020 Innsbruck, Olympia­straße 10, Chefredakteur und für den Inhalt verantwortlich:

Foto: Fis/Miha Matavz

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30 Foto: GEPA

Die ÖSVSaisonbilanz

Mag. Josef Schmid, 6020 Innsbruck, Olympia­straße 10,

Behindertensport29 Shortcarving29 Snowboard30–32 Skicross32 Speed Ski

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Skibergsteigen 

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Biathlon Junioren-EM

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Junioren-WM34–37 Nachruf49

Tel. 0512/33 501 · Ständige Mitarbeiter: Mag. Bernhard Foidl, Mag. Clemens Derganc, Karlheinz Wieser, Markus

TALK’N TRENDS20

Aichner, Manuela Riegler, Karl Bernard, Günther Klimkeit · Fotos: Erich Spieß, GEPA · Adressenstelle für den Zeitschriftenversand: ÖSV, 6020 ­Innsbruck, Olympiastraße 10, Tel. 0512/33 501-27, ­ E-Mail: ­ [email protected] ·

STARKE MARKEN38–39

Jahres­abonnement: ­Inland ­€ 19,–, Ausland € ­ 25,– · Zeitungsbezug für ÖSV-­Erwachsenen-Inlands-Mitglieder im Vereinsbeitrag 19/20 · Freiwilliger Zeitungsbezug für 7 Hefte: Schüler bis Jahrgang 2005 ­€ 9,–, Auslandsmit-

FIT IN DEN FRÜHLING40–45

glieder € 12,– · Alleinige Anzeigenannahme: Austria Ski straße 10, Mag. Petra Rebhandl, Tel. 0512/33 501-65, Fax 0512/36 54 50, E-Mail: [email protected] · Für Anzeigen ist die Preisliste vom 1. September 2018 gültig. Mit + oder p. r. gekennzeichnete Texte sind entgeltliche Einschaltungen. Unverlangte Manuskripte und Bild­ unterlagen werden nicht zurückgesandt · H ­ erstellung: Verlag Ablinger & Garber GmbH, ­Medien­turm Saline 20, 6060 Hall in Tirol, Kathrin Marcher, Tel. 0 52 23/513-19, www.AblingerGarber.com · ­Layout: Markus Weithas · Druck und Versand: ­Druckerei ­Berger, Horn · Gedruckt in Österreich, Imprimé en Autriche, Printed in Austria. Beiträge geben die Meinung der Verfasser wieder.

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34 Foto: TVB St. Anton am Arlberg/Mallaun

Team Handelsges.m.b.H., 6020 Innsbruck, Olympia­

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FIX-MIX Landesverbände45–49 Bücher50 Im nächsten Heft

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ÖSV-Shop51

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EDITORIAL

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Alpin-Bilanz: Nicht das Gelbe vom Weltcup-Ei!

W

eder große noch kleine Kristall-Kugeln, keine Pokale für Nationencup und Mannschaftswertungen, weniger Siege in Weltcup-Rennen, weit weniger Weltcup-Punkte! Diese Alpin-Bilanz in der Weltcup-Saison 2019/20 ist für den Österreichischen Skiverband nicht akzeptabel. Eine Bilanz, mit der ich nicht gerechnet habe, zumal ich mich zur Saison-Hälfte noch mit Durchhalte-Parolen für das Team starkgemacht habe, wo wir zumindest noch auf den Nationencup hoffen konnten. Meine Enttäuschung ist groß, weil ich trotz Hirscher-Rücktritt, trotz Verletzungen an das Team geglaubt habe, weil ich der Meinung war, dass wir gut aufgestellt sind und zudem im Trainerteam noch stark nachgerüstet haben. Es war offenbar ein Irrglaube. Geblieben ist die Tatsache, dass die ÖSV-Alpin-Bilanz nicht das Gelbe vom Weltcup-Ei gewesen ist. Jetzt aber weiter in der Vergangenheit zu wühlen, wäre kontraproduktiv. Unsere Aufgabe ist es nun, alles zu unternehmen, um diese Scharte der abgelaufenen Saison so schnell wie möglich auszuwetzen. Dies gilt aber nicht nur für die Alpinen, sondern mit Abstrichen auch für die Biathleten, die Freestyler, die Nordischen Kombinierer, die Langläufer, die auch nicht zu den erhofften Erfolgen gekommen sind. Die Aktiven, die Funktionäre und die Betreuer des Österreichischen Skiverbandes stehen in den nächsten Saisonen vor schwierigen Aufgaben, stehen in der kommenden Saison 2020/21 neben dem Weltcup auch wieder Weltmeisterschaften auf dem Programm. Und 2022 folgen die Olympischen Spiele in Peking, für die optimale Ausgangspositionen geschaffen werden sollen. Schon bei den anstehenden und bereits laufenden Saison-Analysen muss mit aller Konsequenz daran gearbeitet werden, nicht nur die gemachten Fehler auszumerzen, sondern auch Verbesserungen und Änderungen vorzunehmen, die für zielführend erachtet werden. Die kommenden Wochen und Monate werden für alle Beteiligten von harter Arbeit gekennzeichnet sein. Als erfolgreichster österreichischer Sportverband stehen wir in der Pflicht, diesen besonderen Status, diese Ausnahme-Stellung wieder unter Beweis zu stellen. Und es gilt auch, die kritisch eingestellte Sportöffentlichkeit wieder von der sportlichen Schlagkraft unserer Athleten zu überzeugen, was ja mit Siegen der Herren-Speed-Truppe, der erfreulichen Formsteigerung der jungen Damen-Slalom-Mannschaft und dem Aufwärtstrend von Nina Ortlieb schon gegeben war. Die grandiosen Leistungen eines Stefan Kraft und die steigende Performance des Herren-Springerteams, die ÖSV-Skispringerinnen mit ihrem epochalen Sieg im Nationencup, der Gewinn der WM-Bronzemedaille von Dominik Landertinger sowie die Weltcupkugeln von Andreas Prommegger und Alessandro Hämmerle im Snowboard zählten zu den Highlights der Saison.

Prof. Peter Schröcksnadel ÖSV-Präsident

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Die beste Technik 5Gewinnt. Bei der Technik ist es wie beim Skifahren: Nur der Beste gewinnt. Wir wünschen unseren Skistars eine tolle Saison!

Du kannst alles. #ConnectLife

Hauptsponsor des ÖSV. 7

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Fotos: GEPA

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Weltcup, Corona-Krise und Nachdenkphase im Sport! Das frühzeitige Ende der Weltcup-Bewerbe im Wintersport kam abrupt. Etliche Veranstaltungen wurden ersatzlos gestrichen, die Ergebnislisten sind daher zwangsläufig unvollständig. Dies muss fast als Ironie des Schicksals gesehen werden, wenn man bedenkt, mit welcher Akribie die Veranstalter im Verlaufe des Wettkampf-Winters oft gekämpft haben, um jeden Bewerb durchzuführen, welcher Aufwand betrieben wurde, um witterungsbedingten Umständen Herr zu werden, um reguläre Bedingungen zu bieten. Gegen das Coronavirus gab es kein Mittel – es blieb nur der Abbruch. Die nunmehrigen sportlichen Entscheidungen sind zu akzeptieren, wenngleich die eine oder andere Verschiebung in den Gesamtwertungen vielleicht noch möglich gewesen wäre. Die Besten haben gewonnen, dies ist unumstritten. Diesen ist die gebührende Anerkennung entgegenzubringen – ohne Wenn und Aber. Eines ist im Zusammenhang mit den unerfreulichen Umständen rund um die Corona-Situation klar zutage getreten, nämlich die fragile Situation um den Profisport schlechthin. Die Finanzlage steht dadurch weltweit auf tönernen Füßen, aber nicht nur jene des Sportes, auch die kulturelle und besonders die wirtschaftliche. Eine Aussage des deutschen CSU-Innenministers Horst Seehofer bringt dies klar zum Ausdruck: „Die Gehaltseinbußen der Fußball-Millionäre des FC Bayern sind mir scheißegal, wenn es um die Helfer geht, welche Menschen das Leben retten!“ Eine richtige Aussage, der nicht das Geringste entgegengesetzt werden kann. Die völlig „überhitzte“ finanzielle Situation im Profisport bringt den Sport im ureigensten Sinne in Misskredit. Aber das Kartenhaus steht vor dem Zusammenbruch. Wenn beim Milliarden-Projekt Formel 1 ein 1000-PS-Monster, welches mit Millionen-Aufwand konstruiert wurde, beim Start nicht mehr „Piep“ macht, keinen Meter weit rollt, weil ein McLaren-Motoren-Schrauber und ein Pirelli-Reifenmann das Virus in sich tragen, gehen relevante Dimensionen verloren. Das gilt auch für jene Despoten, für jene Polit-Selbstdarsteller und Manager-Gruppen, die Unsummen flüssigmachen, um von korrupten Spitzensport-Funktionären den Zuschlag für die Ausrichtung Olympischer Spiele oder Weltmeisterschaften zu bekommen. Der Natur- und Klimaschutz wird dabei völlig ignoriert. Jetzt – angesichts der Corona-Krise – drohen all diese, mit viel Geld aus dem Boden gestampften Groß-Projekte wie Kartenhäuser zusammenzubrechen. Das Wehklagen über horrende Verluste hat bereits eingesetzt. Die Frage ist nur, wer all die Miseren beseitigen wird. Aber die wird nicht gestellt, denn die Antwort ist ohnehin immer dieselbe. Noch Fragen? Die Hoffnung besteht darin, dass die Corona-Krise, die viele Entbehrungen heraufbeschworen hat und noch heraufbeschwören wird, wenigstens im Sport zu einem Nachdenken – ein Umdenken ist fast zu viel verlangt – führt. Es ist höchst an der Zeit. Mag. Josef Schmid Chefredakteur 8

ÖSV-HERRENTEAM DER GROSSE VERLIERER!

Adrian Pertl war einer der Hoffnungsschimmer der Saison. In Kitzbühel zeigte der Kärntner mit Laufbestzeit in Durchgang zwei auf, wenige Wochen später fuhr der 23-Jährige als Dritter im Slalom von Chamonix erstmals auf ein Weltcup-Podest.

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Der Doppelsieg bei der HahnenkammAbfahrt in Kitzbühel (Mayer vor Kriechmayr) war für die ÖSV-Herren sicherlich das Saison-Highlight 2019/20.

Nur Rang vier in der Nationenwertung. Speed-Asse Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr als Lichtblicke der Saison.

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-mal – genauso oft wie den Nationencup – hat Österreichs alpines Herrenteam im seit 1967 bestehenden Weltcup der internationalen Konkurrenz im Mannschaftsbewerb das Nachsehen gegeben. Angesichts der möglichen 54 Siege eine Bilanz, die den Athleten des Österreichischen Skiverbandes ein TopZeugnis bezüglich mannschaftlicher Geschlossenheit ausstellt. Umso verwunderlicher ist es, dass in der abgelaufenen Saison ein Einbruch erfolgte, der in diesem Ausmaß nicht erwartet werden konnte. Nur Rang vier, nachdem man 27-mal zuvor in ununterbrochener Reihenfolge den Siegespokal in Empfang nehmen durfte. Diesmal geschlagen von den souveränen Schweizern, von Norwegen und von

Frankreich. Allein der Rückstand auf die siegreichen Eidgenossen betrug 1100(!) Punkte. Ein enormer Tiefschlag, der nicht etwa durch Verletzungspech erklärbar ist, denn auch die anderen Nationen haben mit diesem immer öfter auftretenden Problem zu kämpfen. Die aufgetretenen Schwächen sind kein Geheimnis. In erster Linie lagen sie in den technischen Bewerben, wobei das Riesenslalom-Aufgebot nach dem Abgang von Marcel Hirscher förmlich „zerbröselte“, mehr oder minder in der internationalen Bedeutungslosigkeit versank. Die auf dem Slalom ruhenden Hoffnungen erfüllten sich auch nicht, weil die als „Kronprinzen“ gehandelten Michael Matt und Manuel Feller nicht in die Gän-

ge kamen, nur der rekonvaleszente Marco Schwarz den Spitzenleuten Paroli bieten konnte. Erfreuliche Akzente setzten Fabio Gstrein und Adrian Pertl, die im Kampf um bessere Startnummern gute Figur machten, viel Zukunfts-Potential an den Tag legten. Der Rest übte sich im Mittelmaß. Die Lichtblicke gab es durch Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr, die grandiose Siege – unter anderem bei den Heimrennen in Kitzbühel und Hinterstoder – und gute Platzierungen herausfuhren und im Gesamtweltcup mit den Rängen vier und fünf die ÖSV-Fahnen hochhielten. Aber sie waren die Einzigen, die in Abfahrt und Super-G reüssierten. Der Rest gefiel sich in der Rolle der „Mitfahrer“, dazu kamen die „ewigen Talente“, die seit Jahren zwischen den Rängen „Gerade-noch-Weltcuppunkte“ und darüber pendeln, kaum Leistungs-Steigerungen erkennen lassen. Dass mit dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde einer aus der „schnellen Zunft“ die große Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg schnappte, kam doch überraschend, galten doch Alexis Pintu­ rault, momentan der beste Allrounder im Weltcup-Zirkus, und Henrik Kristoffersen als erste Anwärter auf das Hirscher-Erbe, der achtmal in Folge erfolgreich geblieben war. Aber wie Matt und Feller im Slalom, kamen der Franzose und der Norweger nervlich mit der Kronprinzen-Rolle nicht ganz zurecht. Es gibt nicht wenige, die das Kraftpaket Kilde nunmehr auf den Spuren von Hermann Maier sehen, der auch mit Abfahrt, Super-G und Riesenslalom zu seinen vielen Weltcuppunkten kam, dadurch mehrfach den Gesamt-Weltcupsieg einfuhr. Der Anfang ist jedenfalls bereits geglückt. Matthias Mayer hat ebenfalls das Zeug, diesen erfolgreichen Weg einzuschlagen.

Herren-Mannschaftswertung (36): 1. Schweiz 4979; 2. Norwegen 4399; 3. Frankreich 4197; 4. Österreich 3879; 5. Italien 2205; 6. Deutschland 1700; 7. USA 1597; 8. Slowenien 813; 9. Schweden 553; 10. Kroatien 550 SkiAustriaAlpin ski_austria_alpin_herren 9

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Fotos: GEPA

ALPIN HERREN

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Weltcup-Gesamtwertung (36): 1. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 1202 2. Alexis Pinturault (FRA) 1148 3. Henrik Kristoffersen (NOR) 1041 4. Matthias Mayer (AUT) 916 5. Vincent Kriechmayr (AUT) 794 6. Beat Feuz (SUI) 792 18. Schwarz 414, 36. Danklmaier 202, 38. Matt 192, 39. Leitinger 176, 51. Reichelt 155, 52. Franz 154, 58. Feller 141, 60. Gstrein 134, 68. Walder 127, 76. Pertl 92, 78. Striedinger 88, 85. Hirschbühl 72, 106. Digruber 43, 112. Raschner, 120. Strolz, Brennsteiner je 26, 123. Neumayer, Babinsky je 24, 132. Kröll, 133. Hemetsberger 16, 146. Haaser 8, 151. Krenn 6.

Abfahrt (9): 1. Beat Feuz (SUI) 650 2. Thomas Dreßen (GER) 438 3. Matthias Mayer (AUT) 424 6. Kriechmayr 362, 18. Danklmaier 112, 22. Striedinger 88, 28. Reichelt, Franz je 74, 38. Walder 33, 41. Neumayer 24, 45. Hemetsberger 16, 51. Kröll 9.

Super-G (6): 1. Mauro Caviezel (SUI) 365 2. Vincent Kriechmayr (AUT) 362 3. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 336 4. Mayer 324, 14. Walder 94. 17. Reichelt 81, 18. Franz 80, 23. Danklmaier 52, 39. Babinsky 16, 49. Haaser, Kröll je 8, 52. Krenn 6.

Riesenslalom (7): 1. Henrik Kristoffersen (NOR) 394 2. Alexis Pinturault (FRA) 388 3. Filip Zubcic (CRO) 368 17. Leitinger 103, 18. Schwarz 101, 27. Feller 59, 33. Mayer 28, 34. Brennsteiner 26, 43. Raschner 8.

Slalom (9): 1. Henrik Kristoffersen (NOR) 552 2. Clement Noel (FRA) 550 3. Daniel Yule (SUI) 495 7. Schwarz 274, 9. Matt 182, 21. Gstrein 105, 23. Pertl 92, 26. Feller 82, 33. Hirschbühl 60, 38. Digruber 43, 46. Strolz 26.

Kombination (3): 1. Alexis Pinturault (FRA) 280 2. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 172 3. Matthias Mayer (AUT) 140 10. Kriechmayr 70, 17. Danklmaier 38, 20. Schwarz 32, 36. Babinsky 8.

Parallel-Bewerb (2): 1. Loic Meillard (SUI) 129 2. Rasmus Windingstad (NOR) 103 3. Stefan Luitz (GER) 82 5. Leitinger 73, 17. Gstrein 34, 21. Raschner 24, 29. Hirschbühl 24, 34. Matt 10, 35. Schwarz 7.

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Beim Super-G im italienischen La Thuile feierte die 23-jährige Vorarlbergerin Nina Ortlieb ihren Premierensieg im Weltcup.

NINA ORTLIEB & SLALOM-DAMEN ALS LICHTBLICKE Die Italienerin Federica Brignone entthronte Topfavoritin Mikaela Shiffrin als Gesamtweltcupsiegerin.

K

eine Kristallkugel, hinter Italien Zweite in der Mannschaftswertung, Nina Ortlieb als 12. beste Österreicherin in der Gesamtwertung – das ist in Kurzform die wenig erbauende Bilanz der ÖSV-Damen für die Weltcupsaison 2019/20. Diese Bilanz ist Fakt und tut weh, wenn man bedenkt, dass die Teamwertung 33-mal in der 54 Saisonen dauernden Geschichte des alpinen

Weltcups gewonnen wurde, in denen es Zeiten gab, in denen alle möglichen Saison-Kristallkugeln von ÖSV-Athletinnen gewonnen wurden. Die vielleicht positive Seite: Die ÖSV-Damen schnitten als Zweite besser ab als die Herren, die gar mit Rang vier vorliebnehmen mussten. Begonnen hat das Saison-Dilemma geradezu komödienhaft bereits vor

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dem Start in Sölden, als die Material-Diskussion um Katharina Liensberger losbrach. Gerade noch rechtzeitig vor Saisonbeginn wurde dieser Konflikt durch ein Machtwort von Präsident Peter Schröcks­nadel beendet. Das Vorbereitungsprogramm der Spitzen-Athletin wurde dadurch aber entscheidend gehemmt. Da wurde viel an sportlichem Potential liegengelassen. Dass Liensberger trotzdem in Slalom und Riesenslalom als beste Österreicherin abschnitt, spricht für ihr rennfahrerisches Vermögen. Dass im Riesenslalom nach dem neuerlichen verletzungsbedingten Ausfall von Stephanie Brunner nicht viel zu holen sein würde, war klar, zumal die rekonvaleszenten Athletinnen wie Anna Veith und Eva-Maria Brem weit hinter den Erwartungen geblieben sind.

Slalom-Team mit Aufwärtstrend Die große Enttäuschung lieferte die Speed-Truppe. Ein Jahr zuvor standen beim Saisonfinale in Andorra bei der Abfahrts-Weltcup-Sieger-Ehrung mit Nicole Schmidhofer, Stephanie Venier und Ramona Siebenhofer gleich drei aus dem

ÖSV-Lager auf dem Podest. Die ÖSV-Vorherrschaft schien auf Jahre „einzementiert“, aber dieser Zustand ging bereits in der abgelaufenen Saison abrupt zu Ende. Zwei Saison-Siege durch Schmidhofer und Nina Ortlieb – Tochter des Abfahrts-Olympiasiegers 1992 und Abfahrts-Weltmeisters 1996 Patrick Ortlieb – das war es dann. Ein sensationeller Erfolg der 24-jährigen Hoteliers-Tochter aus Lech am Arlberg. Über die Gründe des Leistungs-Rückfalls will Christian Mitter erst bei den Saison-Analysen sprechen. Obwohl Bernadette Schild seit Saisonbeginn ausfiel, machte die junge SlalomTruppe wirklich Freude. Geradezu herz­ erfrischend, wie Liensberger, Katharina Truppe, Chiara Mair, Katharina Gall­ huber, Katharina Huber, Franziska Gritsch usw. die Slaloms in Angriff nahmen, von Rennen zu Rennen bessere Startnummern herausfuhren. Da wächst eine angriffsfreudige Truppe heran.

Premieren-Sieg für eine Italienerin Der Kampf um den Gesamtweltcupsieg war ein spannender und vor allem er-

eignisreicher. Sah es in der ersten Hälfte ganz nach dem vierten Sieg in Folge für Mikaela Shiffrin aus, bekam die 25-jährige Amerikanerin alsbald Konkurrenz durch die Slowakin Petra Vlhova, wirkte dadurch auch nicht mehr so souverän wie zuvor, obwohl sie sehr zielorientiert Rennpausen einlegte. Als der Weltcup aufgrund der Corona-Virus-Epidemie frühzeitig (nur 30 von geplanten 41 Rennen) „abgepfiffen“ wurde, war plötzlich die Italienerin Federica Brignone, Tochter der ehemaligen italienischen Skirennfahrerin Maria Rosa Quario, an der Spitze. Ein sensationeller Erfolg der in Mailand geborenen 30-Jährigen, die vor einem Jahr den Gesamtweltcup als Sechste mit 764 Punkten beendete. Sie hat 15 Siege in Weltcuprennen zu Buche stehen, allein fünf in dieser Saison. Die Absenz von Mikaela Shiffrin, die sich aufgrund des Todesfalls ihres Vaters eine Rennpause genommen hat, kam der Italienerin sicherlich zugute. Zu diesem Zeitpunkt waren 22 von geplanten 41 Rennen absolviert und Shiffrin lag mit 270 Punkten vor Brignone in Führung. Als die

POC

Die POC Rennsport-Highlights im kommenden Winter

Der Skull Dura Comp SPIN ist ein Helm, an den in Sachen Innovationen und Sicherheit im Skirennsport so schnell kein anderer herankommt. Mit dem erstmals eingesetzten Race Lock ausgestattet, einem integrierten, stufenlosen Präzisionssystem, können Rennfahrer*innen den Helm passgenau für eine Rennstrecke einstellen. Das Race Lock sorgt also dafür, dass der Helm auch bei extremen Geschwindigkeiten garantiert nicht verrutscht oder wackelt und vom Renngeschehen ablenkt. Außerdem bringt er eine Multi-Impact-Auskleidung mit, die auch wiederholtem Stangenschlag und Stürzen trotzt, eine Hartschale mit verbessertem VPD-PolsterDeflektor und Aramid-Penetrationszonen für maximale Stabilität. Abnehmbare Sicher-

heits-Ohrstücke und eine Fidlock-MagnetSchnalle sorgen für die Extraportion Sicherheit. Mit dem Base Armor hat POC eine flexible Ritterrüstung für Jugendliche und Erwachsene geschaffen, die unter dem Rennanzug getragen wird und vor Schürfwunden und Schnittverletzungen schützt. Das Lagensystem gewährleistet durch Komfort, Atmungsaktivität, Kompression, Wärme und Feuchtigkeitstransport ein hohes Maß an Funktionalität. Das verwendete Dyneema® ist eine der stärksten Fasern der Welt und bei gleichem Gewicht bis zu 15 Mal stärker als Stahl. Eine doppelte Lage Dyneema® befindet sich bei der Base Armor in den strategischen Zonen um den Nacken und Hals, unter den Armen und entlang der Ärmel, um den Schutz vor lebensgefährlichen Schnittverletzungen bei Skirennen zu minimieren. Ein Lycrafutter im Kragen, nahtlose Achselhöhlen und ein Reißverschluss am Halsausschnitt erhöhen den Komfort und die Be-

Foto: www.pocsports.com

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er nächste Winter kommt bestimmt und so dürfen sich alle Freunde des gepflegten Skisports bereits jetzt auf die vielen innovativen Neuheiten freuen, die POC in der Wintersaison 2020/21 auf die Pisten bringt.

nutzerfreundlichkeit. Für die nicht rennorientierten Fahrer*innen und den Ganztagseinsatz gibt es ein POC Resist­ance Layer Jersey und Tights. In Long­ sleeve und Shorts wird nur an besonders gefährdeten Stellen Dyneema eingesetzt, während an den übrigen ein komfortables Merino-Wollgemisch verarbeitet ist. Diese und viele weitere Innovationen sind ab Herbst 2020 erhältlich.+ INFO: www.pocsports.com 11

AKTUELL

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ALPIN DAMEN

Weltcup-Gesamtwertung (30): 1. Federica Brignone (ITA) 1378 2. Mikaela Shiffrin (USA) 1225 3. Petra Vlhova (SVK) 1189 4. Corinne Suter (SUI) 837 5. Marta Bassino (ITA) 817 6. Wendy Holdener (SUI) 791 12. Ortlieb 472, 13. Schmidhofer 445, 14. Venier 438, 16. Liensberger 401, 22. Truppe 294, 26. Gritsch 254, 27. Siebenhofer 250, 30. Tippler 217, 41. Reisinger 153, 47. Mair 125, 59. Puchner 104, 61. Veith, Huber je 100, 64. Haaser 90, 66. Mörzinger 80, 68. Gallhuber 72, 77. Heider 45, 78. Brem 43, 92. Scheyer 30, 94. Schneeberger 28, 98. Fest 24, 99. Grill 22, 104. Scheib 18, 110. Dygruber 10.

Slalom (6): 1. Petra Vlhova (SVK) 460 2. Mikaela Shiffrin (USA) 440 3. Katharina Liensberger (AUT) 276

7. Venier, Ortlieb je 233, 9. Schmidhofer 228, 21. Tippler 129, 22. Siebenhofer 119, 25. Reisinger 97, 33. Puchner 40, 35. Scheyer 29, 37. Veith 26, 41. Haaser 18, 42. Heider 16.

7. Truppe 209, 10. Mair 125, 19. Gallhuber 72, 20. Huber 71, 22. Gritsch 54, 46. Dygruber 10.

Super-G (6): 1. Corinne Suter (SUI) 360 2. Federica Brignone (ITA) 341 3. Nicole Schmidhofer (AUT) 217 5. Venier 205, 6. Ortlieb 191, 18. Tippler 88, 24. Veith 67, 25. Puchner 64, 30. Siebenhofer 41, 32. Reisinger 30, 34. Heider 29, 38. Haaser 25, 43. Schneeberger 10, 45. Fest 9, 56. Scheyer 1.

Riesenslalom (6): 1. Federica Brignone (ITA) 407 2. Petra Vlhova (SVK) 333 3. Mikaela Shiffrin (USA) 314 13. Liensberger 108, 21. Gritsch 60, 22. Truppe 59, 27. Brem 43, 30. Haaser 27, 31. Siebenhofer 26, 38. Scheib, Huber je 18, 43. Veith 7.

ten konnte. Dennoch muss dieser Erfolg als Sensation eingestuft werden. Sie ist übrigens die erste Italienerin, die den Gesamtweltcup für sich entschied.

Kombination (2): 1. Federica Brignone (ITA) 200 2. Wendy Holdener (SUI) 125 3. Ester Ledecka (CZE) 100 4. Gritsch 80, 5. Siebenhofer 64, 9. Ortlieb 48, 19. Reisinger 26, 21. Grill 22, 23. Haaser 20, 25. Schneeberger 18, 28. Fest 15.

Parallel-Bewerb (2): 1. Petra Vlhova (SVK) 113 2. Clara Direz (FRA) 100 3. Federica Brignone (ITA) 90 4. Mörzinger 80, 8. Gritsch 60, 22. Truppe 26, 26. Liensberger 17, 33. Huber 11

Nationencup (66): 1. Schweiz 8732 2. Österreich 7694 3. Italien 6274 4. Norwegen 5644 5. Frankreich 5283 6. USA 3316

3. Schweiz 3753; 4. USA 1719; 5. Deutschland 1294; 6. Norwegen 1245; 7. Slowakei 1189; 8. Frankreich 1086; 9. Schweden; 10. Slowenien 787;  n

Damen-Mannschaftswertung (30):

SkiAustriaAlpin

1. Italien 4069; 2. Österreich 3815;

ski_austria_alpin_damen Fotos: GEPA

Amerikanerin im März wieder in den Weltcupzirkus in Skandinavien zurückkehrte, wurde dieser aufgrund des Corona-Virus abgebrochen. Mit Brignone hat in dieser Saison eine Läuferin gewonnen, die mit enormer Konstanz glänzte und in allen Disziplinen punk-

Abfahrt (8): 1. Corinne Suter (SUI) 477 2. Ester Ledecka (CZE) 322 3. Federica Brignone (ITA) 320

Katharina Liensberger landete in der Slalomwertung auf Rang drei. 12

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WELTCUP SaalbachHinterglemm

Der Kärntner Christian Walder durfte sich beim Super-G in Saalbach-Hinterglemm über Rang vier und damit sein bestes Weltcupergebnis freuen.

NUR WM-KANDIDAT 2025 SAALBACH-HINTERGLEMM SIEGREICH Dreßen (GER) und Kilde (NOR) gewannen die Ersatzrennen von China. Nach Kitzbühel-Hoch die „schnelle ÖSV-Zunft“ wieder im Tal der Tränen. Enorme Zuschauer-Resonanz. ein Kraftakt der Extraklasse, dass aufgrund der Wetterlage – Schneefall, Nebel, Wind – die beiden Rennen regulär abgewickelt werden konnten. Dabei konnten die Organisatoren auch auf die hilfreichen Hände von zahlreichen Klubs aus der Umgebung sowie den Weltcuporten Kitzbühel, Schladming und Zauchensee zurückgreifen, die sich spontan für die notwendigen Arbeiten zur Verfügung gestellt haben. Ein hilfreicher Akt der Zusammenarbeit österreichischer Weltcup-Veranstalter. Ein weiterer Kraftakt bestand darin, die Quartier-Frage für den Weltcup-Tross in der Zeit der Energieferien zu bewältigen. Und auch in dieser Frage gab es die Note 1. Mit einem Wort: Von österreichischer Seite hat nur der WM-Kandidat 2025 Saalbach-Hinterglemm gewonnen, und zwar in eindrucksvoller Art und Weise.

Ein Erfolg war auch das immense Zuschauerinteresse. Rund 30.000 waren an den beiden Renntagen an der Strecke auf dem Zwölferkogel. Und dies an Wochentagen! Aber damit waren die österreichischen Erfolge bereits ausgereizt, denn die sportlichen Aspekte zeigen wenig Erfreuliches. Kein Sieg, kein Podestplatz, kaum ein fehlerfreier Lauf eines ÖSV-Athleten – nach dem Kitzbühel-Hoch ein weiterer Tiefschlag für das offenbar krisengeschüttelte ÖSV-Team. Schadensbegrenzung ist jetzt angesagt. Und für die Ursachen-Forscher bricht eine Zeit der Überstunden an. Viel Arbeit für den Sportdirektor. Die Saison-Analyse dürfte kein Honigschlecken werden. Und was die Sieger von Saalbach-Hinterglemm anbelangt, so sind Thomas Dreßen (Abfahrt) und Aleksander Aamodt-Kilde (Super-G) verdiente Sieger, weil sie ihr „letztes Hemd“ riskierten

und ihren Beruf total ernst genommen haben. Sehr zur Freude der heimischen Fremdenverkehrs-Organisatoren, die deutsche und norwegische Gäste sehr zu schätzen wissen. n Fotos: GEPA

N

ach den aufgrund des Coronavirus abgesagten Weltcuprennen im chinesischen Yanqing war im ÖSV-Lager die Freude groß, als Saalbach-Hinterglemm vom Weltcup-Komitee als Ersatzort für Abfahrt und Super-G auserkoren wurde. Und die Organisatoren unter der Führung von OK-Chef Bartl Gensbichler warfen sich mit voller Power in die Schlacht, um trotz etlicher Wetterkapriolen renntaugliche Bedingungen zu schaffen. Der gedankliche Hintergrund für den Totaleinsatz war klar: Beste Reklame für die Bewerbung um die Austragung der Alpinen Ski-WM 2025 zu machen, die im kommenden Mai beim FIS-Kongress in Thailand vergeben wird, für die sich noch Garmisch-Partenkirchen (GER) und Crans Montana (SUI) bewerben. Um es vorwegzunehmen: Diesen Test hat Saalbach-Hinterglemm glänzend bestanden. Denn es war

Vincent Kriechmayr wurde in der Abfahrt als bester ÖSV-Läufer Sechster. 13

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WELTCUP Hinterstoder

Nach dem Super-G, der mit einem Heimsieg von Vincent Kriechmayr und Rang drei für Matthias Mayer endete, war der Jubel beim ÖSV-Team entsprechend groß.

VINCENT KRIECHMAYR ERLÖSTE DIE ÖSV-FAN-GEMEINDE Franzose Pinturault holte 250 Weltcup-Punkte in drei Tagen. Hinterstoder Weltcuport der besonderen Art. ÖSV-RS-Team verbleibt in der Negativ-Spirale.

W

enn man den Verkehrs-Moloch Pyhrn-Autobahn knapp vor oder nach dem Bosrucktunnel verlässt, wieder in die Beschaulichkeit der Natur eintaucht, sollte man knapp vor der rund 1000Seelen-Gemeinde Hinterstoder das Seitenfenster seines fahrbaren Untersatzes herunterlassen. Mit einiger Fantasie kann man dann Weltcup-Luft atmen, nämlich jene der Alpinen. Es ist eine besondere, eine eigene Art, denn Hinterstoder lebt den Weltcup, der 1994 zum ersten Mal dort Station gemacht hat und damals den Norweger Kjetil Andre Aamodt als Riesen­ slalom-Sieger sah. Weltcup – das ist für die Tourismus-Gemeinde eine ganz besondere Herausforderung. Es ist ein Anliegen aller, vom Bürgermeister bis zum Volksschüler, dass der Weltcup funktioniert. Das war auch dieses Mal der Fall, als vom Orkan bis zum Regenschauer alles auf die HannesTrinkl-Rennstrecke „herunterprasselte“. Alle waren sie auf den Bei14

nen, um Bedingungen zu schaffen, die einen ordnungsgemäßen Verlauf der Konkurrenzen gewährleisteten. Zusammenhalt pur – das ist die Devise. Und wenn einer der Ihrigen, ein Oberösterreicher, nur

Vincent Kriechmayr hielt dem Druck in seiner Heimat stand! Mit Startnummer 1 raste der Gramastettener im Super-G von Hinterstoder auf das oberste Weltcuppodest.  Fotos: GEPA

wenige Kilometer entfernt daheim – wie Vincent Kriechmayr – die österreichische Bundeshymne für den Sieger hören darf, dann bleiben nur bei wenigen die Augen trocken. Da sind die Strapazen vergessen, die beim Zustandekommen der Konkurrenz aufgewendet worden sind. Ja – es war ein Dreitage-Skifest der ganz besonderen Art. Die rund 40.000 Zuschauer an den drei Renntagen und die Aktiven wussten dies zu schätzen, traten mit vielen positiven Eindrücken die Heimreise an. Die sportliche ÖSV-Bilanz für die drei Tage muss unter der Rubrik „zwiespältig“ eingestuft werden. Einmal mehr waren es nur Vincent Kriechmayr (Sieger Super-G) und Matthias Mayer (Dritter Super-G), welche die leidgeprüften ÖSV-Fans in Entzücken versetzten. Aber das war es schon. Max Franz (11. im Super-G). Und der Rest? Walder, Striedinger gar nicht im Ziel, die anderen auf der schwierigen Strecke mehr oder

minder ohne Chance. Im Kombinations-Bewerb waren die ÖSV-Bemühungen groß, die Ränge 6 (Mayer), 8 (Marco Schwarz) und 12 (Kriechmayr) annehmbar. Dass im Riesenslalom von den ÖSV-Athleten im Moment keine Bäume ausgerissen werden, ist bekannt. Dass Manuel Feller (11.) bester Österreicher war, mag für ihn persönlich sehr wichtig sein, da er nach seinem Internet-Disput über sein Formtief wieder zu sich gefunden hat und kämpferisch voll überzeugt hat. Die Mannschaft selbst kann man im Moment nicht als solche bezeichnen – ÖSV-unwürdig. Neben Lokalmatador Vincent Kriechmayr hat Hinterstoder einen weiteren Liebling: Alexis Pinturault. Bei sechs Konkurrenzen ist der Franzose, der im Moment in Österreich lebt, in Hinterstoder an den Start gegangen – vier davon hat er gewonnen, zuletzt den Kombi-Bewerb und Riesenslalom für sich entschieden. n

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Denk von

Vorbildern man, l e r n t den eigenen WEG zu

g e he n .

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Fotos: GEPA

WELTCUP Hinzenbach

Die Salzburger „Überfliegerin“ Chiara Hölzl sprang bei den beiden Heim-Konkurrenzen in Hinzenbach zu ihren Saisonsiegen Nummer fünf und sechs. 

Die Vorarlbergerin Eva Pinkelnig ließ ihren Emotionen nach SuperSprüngen, die mit den Rängen zwei und drei belohnt wurden, freien Lauf.

DOPPELPACK FÜR CHIARA HÖLZL IN HINZENBACH Die Skispringerinnen sind das ÖSV-Aushängeschild der Saison! Rodlauer-Team „zertrümmerte“ die Konkurrenz beim Heimweltcup. 750.000 Zuschauer vor den TV-Schirmen.

D

amen-Skiweltcup in Hinzenbach – seit 2012 (Doppelsieg Daniela Iraschko-Stolz) werden in der 2051-Seelen-Gemeinde, die im Hausruckviertel im Bezirk Eferding liegt, die in erster Linie landwirtschaftlich genützt wird (Gemüseanbau), jährlich Weltcupspringen im Doppelpack durchgeführt. 14 waren es bisher, wobei die Japanerin Sarah Takanashi mit sechs Siegen den sportlichen Rahm abschöpfte. Man kann nicht sagen, dass sich in Hinzenbach die globale Glamourwelt trifft, aber die Füchse sagen sich in der oberösterreichischen Gemeinde auch nicht unbedingt „Gute Nacht“. Speziell wenn der Skispringerinnen-Tross seine Zelte aufschlägt, „ist die Hex los“. Vor allem bei den rund 400 Freiwilligen, welche immer wieder anpacken, wenn hilfreiche Hände notwendig sind, um alles für die 16

internationalen Konkurrenzen herzurichten. Wie zum Beispiel in diesem Jahr, als warmes Wetter und Regen beinahe die Absage erzwungen hätten. Zum Glück hatten die Organisatoren, unter der Führung von Bernhard Zauner, Schnee-Depots angelegt. Dadurch konnte wettkampfmäßig unter optimalen und fairen Bedingungen für alle gesprungen werden. Dieses Ereignis ließ sich auch der frischgebackene Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler nicht entgehen.

Mannschaftlich herausragend Den zweiten Teil der „Erfolgsgeschichte Hinzenbach 2020“ schrieben die ÖSV-Athletinnen, welche unter der Führung von Cheftrainer Harald Rodlauer die internationale Konkurrenz förmlich „zertrümmerten“. Noch nie

in der noch jungen Geschichte des Damen-Weltcups, der in der Saison 2011/12 gestartet wurde – Hinzenbach war von Anfang an dabei –, gab es ein derart überlegenes Auftreten einer Mannschaft wie diesmal in Hinzenbach. Am Samstag die Ränge 1 (Hölzl), 3 (Pinkelnig), 8 (Eder), 9 (Seifriedsberger), 12 (Iraschko-Stolz) und 19 (Kramer), am Sonntag die Ränge 1 (Hölzl), 2 (Pinkelnig), 6 (Sei­ friedsberger), 7 (Eder), 8 (Iraschko-Stolz) und 11 (Kramer) – eine grandiose Bilanz, die noch dadurch untermauert wurde, dass an den beiden Wettkampftagen mehr als 6000 Besucher an der Schanze dabei waren und 750.000 TV-Zuschauer den Triumph der ÖSV-Damen miterlebten. Eine großartige Bilanz für die Aktiven, aber auch für Cheftrainer Harald Rodlauer, seinen „Ko“ Romedius Moroder

und das weitere Betreuerteam. Das Damenteam der Skispringerinnen ist im Moment ohne Zweifel das Aushängeschild des ÖSV. Und Harald Rodlauer, der im Rahmen seiner Trainertätigkeit zeitweise auch noch seinen Dienst als Polizeibeamter versieht, in seiner Heimatgemeinde Traboch in der Steiermark als ÖVP-Gemeinderat tätig ist, selbst zum Erfolg seiner „Mädels“? „Es ist ein Wahnsinn, was da entstanden ist. Vor Jahren wurden Skispringerinnen noch milde belächelt … und jetzt umjubelt.“ Und Iraschko-Stolz? „Es tut dem Damen-Skispringen gut. Mir geht das Herz auf!“ Im Mittelpunkt der Jubelchöre und Umarmungs-Touren natürlich die „Doppelpack-Siegerin“ Chiara Hölzl und ihre kongeniale Partnerin Eva Pinkelnig, die ihr Glück kaum fassen konnten. n

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WELTCUP Bad Mitterndorf

KRAFT: „DIESMAL WAR DAS GLÜCK AUF MEINER SEITE!“

M

it 138 Punkten Vorsprung im Gesamtweltcup auf den Deutschen Karl Geiger ist Stefan Kraft aus dem Steirischen Salzkammergut zu den nächsten Konkurrenzen in das rumänische Rasnov gereist. „Was man hat, das hat man“, artikulierte sich der Salzburger, der den beiden Konkurrenzen auf dem Kulm sehr viel abgewinnen konnte, aber auch zugab, vom Glück begünstigt gewesen zu sein. „I hob echt viel Fettn ghobt!“ Wobei er in erster Linie den Skiwechsel meinte, den er nach dem Springen am Samstag (Dritter) und der Konkurrenz am Sonntag vornahm. „Es war ein komplett neues Paar. Da

Stefan Kraft liebt das Spiel mit den Kräften. Auch am Kulm stellte der Pongauer mit einem Sieg und einem dritten Rang eindrucksvoll seine Flug-Qualitäten unter Beweis. Foto: GEPA/Brem war viel Risiko dabei. Aber es hat sich gelohnt!“ Der Lohn war der erste Heimsieg von Kraft im Rahmen des Weltcups. „Ein unheimlich erhebendes Gefühl bei der Hymne.“ Dass die Konkurrenz abgebrochen werden musste, obwohl nur noch drei Springer „oben“ standen, daher nur der erste Durchgang in die Wertung kam, war für Kraft ohne Belang. „Die Jury hat eine faire Entscheidung getroffen.“ Kraft

untermauerte seine ausgezeichnete Form durch den dritten Rang am Vortag, als er nur vom Polen Piotr Zyla und dem Slowenen Timi Zajc knapp geschlagen worden war.

Lob für neues OK-Team Von den weiteren Österreichern, die bei dieser ersten Flug-Konkurrenz der laufenden Saison am Ablauf standen, zeigte sich Michael Hayböck (11., 23.) verbessert, ge-

lang Philipp Aschenwald (19., 26.) der Umstieg vom Springer zum Flieger noch zaghaft, schaffte Daniel Huber (22., 11.) gute Platzierungen. Für Gregor Schlierenzauer blieb nur die Tatsache, dass er zweimal die Qualifikation nicht geschafft hat und einmal sogar sein ganzes Können aufbringen musste, um einen Sturz zu verhindern. Für den neuen OK-Chef Christoph Prüller verlief die Premiere auf Weltcup-Ebene sehr zufriedenstellend. Die 20.000 Zuschauer entsprachen zwar nicht ganz den Erwartungen, aber die Austria Ski Nordic-Veranstaltungs GmbH sparte nicht mit Lob angesichts der „abgespeckten“ SchickimickiSzene und der Zukunftsvisionen wie etwa Bahn-Überführung, Weltcup auch in der kommenden Saison, Flutlichtanlage usw. Da in diesem Zusammenhang die Chemie zwischen dem Land Steiermark und der Austria Ski Veranstaltungs GmbH stimmt, steht einer weiteren erfolgreichen Zukunft für das Skifliegen im Steirischen Salzkammergut nichts im Wege. n Foto: EXPA/JFK

Das Skifliegen am Kulm brachte dem Salzburger den ersten Heimsieg im Weltcup. Piotr Zyla (POL) gewann am ersten Tag. 20.000 Zuschauer und zufriedene Kulm-Organisatoren.

Endlich! Am Kulm jubelte Stefan Kraft über seinen ersten Weltcupsieg in der Heimat.

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STEFAN KRAFT: „ZWEITE GROSSE KUGEL IST EIN WAHNSINN!“ „Die Ziele gehen mir sicher nicht aus“, meinte der Salzburger Skisprung-König mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft und die Olympischen Winterspiele 2022.

„N

ein, nein – der Retter der Nation bin ich nicht!“ Entrüstet wehrt sich Stefan Kraft, dass er nach dem Sieg in der Gesamtwertung des Skisprung-Weltcups zum Retter der Nation geworden ist. Aber eines räumt der 26-Jährige, der ob seines bescheidenen Auftretens gerne als „Schwiegersohn der Nation“ angesehen wird, schon ein:

„Ich glaube, dass diese zweite große Kristallkugel nicht nur mir guttut, sondern auch dem ÖSV!“ Was Kraft damit andeutet, ist klar: Die kugellose Bilanz der Alpinen ist ihm nicht verborgen geblieben. Da kommt sein Gesamtweltcupsieg, übrigens der zweite nach 2017, für den Österreichischen Skiverband gerade zum richtigen

Mit seinem zweiten Gesamtweltcupsieg zog Stefan Kraft mit den österreichischen Skisprung-Größen Armin Kogler, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer gleich. Als Draufgabe gab es auch noch die kleine Kugel für den besten Skiflieger der Saison.  Foto: EXPA 18

Zeitpunkt. Übrigens gab es für Stefan Kraft noch eine Draufgabe. Auch die Disziplinen-Weltcupkugel für das Skifliegen ziert in Hinkunft seinen Trophäen-Schrank. Für den Sieg im Nationencup hat es für Österreich nur knapp nicht gereicht. Mit einem Rückstand von 153 Punkten belegten die Schützlinge von Cheftrainer Andreas Felder hinter Deutschland, aber vor Norwegen, Polen, Slowenien und Japan den zweiten Rang. Diese sechs Nationen bilden die erste Garnitur im Skispringen. Erst mit Respekt-Abstand folgt die Schweiz auf Rang sieben. In der Saison 2018/19 belegte übrigens Österreich hinter Polen, Deutschland und Japan nur Rang vier. Andreas Felder kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken, was natürlich in erster Linie der Konstanz von Stefan Kraft zuzuschreiben ist, der den Japaner Ryoyu Kobayashi, der dieses Mal Dritter wurde, an der Weltcup-Spitze ablöste. Das Duell Kraft gegen Geiger um den Gesamtsieg „war schon geil“, wie sich der Salzburger ausdrückte. 140 Punkte machten den Unterschied aus, ehe der Weltcup nach 27 Einzelkonkurrenzen wegen der Virus-Situation vorzeitig abgebrochen worden ist. Profitiert hat Kraft davon nicht, denn alle Experten waren sich einig, dass der Gesamtsieg Kraft ohnehin nicht mehr zu nehmen gewesen wäre. „Er war völlig fokussiert und in toller Verfassung“, konstatierte Andreas Felder, der mit gewisser Genugtuung feststellen konnte, dass auch dank der „Jung-Adler“ Daniel Huber, Philipp Aschenwald, Jan Hörl, Stefan Huber usw. eine Konsolidierung der Mannschaft zu verzeichnen war, dass Routinier Michael Hayböck am Schluss sogar wieder auf das Podest sprang, fall-

SKISPRINGEN HERREN Weltcup-Gesamtwertung (27): 1. Stefan Kraft (AUT) 1659 2. Karl Geiger (GER) 1519 3. Ryoyu Kobayashi (JPN) 1178 4. Dawid Kubacki (POL) 1169 5. Kamil Stoch (POL) 1031 6. Stephan Leyhe (GER) 917 7. Marius Lindvik (NOR) 906 8. Peter Prevc (SLO) 789 9. Daniel Andre Tande (NOR) 721 10. Philipp Aschenwald (AUT) 622 18. D. Huber 417; 20. Schlierenzauer 356; 22. Hayböck 350; 27. Hörl 210; 39. St. Huber 57; 60. Wörgötter 9; 64. Leitner 6; 66. Aigner 5.

Skifliegen (2): 1. Stefan Kraft (AUT) 160 2. Timi Zajc (SLO) 240 3. Piotr Zyla (POL) 129 14. Hayböck 32; 18. D Huber 25; 25. Aschenwald 17; 29. St. Huber 7.

Nationencup (32): 1. Deutschland 5194 2. Österreich 5041 3. Norwegen 4622 4. Polen 4272 5. Slowenien 4085 6. Japan 3479 7. Schweiz 801 8. Tschechien 335 9. Russland 248 10. Finnland 243

weise auch Gregor Schlierenzauer aufzeigte, dass mit ihm noch zu rechnen sein wird. Und natürlich hat Stefan Kraft, der erklärte Fan des FC Bayern, der bezüglich Weltcup-Gesamtsiege (2) mit Armin Kogler, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer gleichgezogen hat (nur Andreas Goldberger gewann dreimal), Zukunftsvisionen. Und die hören sich sehr gut an: „Die Ziele gehen mir nie aus. Ich habe wieder eine Riesenfreude gehabt. Nächstes Jahr ist wieder eine WM, Olympia steht auch noch an – ich habe noch viel vor!“ n

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SKISPRINGEN DAMEN Weltcup-Gesamtwertung (16): 1. Maren Lundby (NOR) 1220 2. Chiara Hölzl (AUT) 1155 3. Eva Pinkelnig (AUT) 1029 4. Sara Takanashi (JPN) 785 5. Katharina Althaus (GER) 617 6. Daniela Iraschko-Stolz (AUT) 506 7. Nika Kriznar (SLO) 497 8. Ema Klinec (SLO) 496 9. Marita Kramer (AUT) 475 10. Silje Opseth (NOR) 472 14. Seifriedsberger 321; 21. Eder 154; 40. Sorschag 17.

Angeführt von Chiara Hölzl (re.) und Eva Pinkelnig, die im Gesamtweltcup auf den Rängen zwei und drei landeten, sprangen die ÖSV-Damen in der Saison 2019/20 von Erfolg zu Erfolg.  Foto: GEPA

Nationencup (18): 1. Österreich 4457 2. Norwegen 2537 3. Japan 2086 4. Deutschland 1889 5. Slowenien 1882 6. Russland 1091 7. Italien 596 8. Frankreich 183 9. Polen 143 10. Tschechien 107

65 PUNKTE FEHLTEN CHIARA HÖLZL ZUM WELTCUP-TRIUMPH Die Salzburgerin landete in der Gesamtwertung hinter Maren Lundby (NOR) auf Rang zwei. Die ÖSV-Skispringerinnen schrieben ein Winter-Märchen.

S

ie ist erst 22 Jahre jung, aber im internationalen Geschehen des Damen-Skispringens gilt Chiara Hölzl etwas despektierlich ausgedrückt als „alter Hase“. Seit ihrem 15. Lebensjahr (!) mischt die junge Dame aus dem salzburgischen Goldegg, die gerade einmal 1,53 m unter die Körpermesslatte und 42 kg auf die Waage bringt, im Weltcup mit. Ihr Debüt gab sie am 24. November 2012. Bereits 2013 gewann sie in Val di Fiemme die erste ihrer zwei WM-Silbermedaillen, die zweite 2019 in Seefeld. Wenn sie nicht springt, dient sie als Berufssoldatin. In der abgelaufenen Saison setzte Hölzl zum ultimativen Sturm auf den Weltcup-Gesamtsieg an, gewann im Dezember 2019 ihr erstes

Weltcup-Springen, ließ 2020 fünf weitere folgen. Ganz ist ihr der Sprung zum Gesamtweltcupsieg nicht gelungen. Gerade einmal 65 Punkte haben ihr gefehlt, um die Norwegerin Maren Lundby, die ihren dritten Gesamtsieg in Folge errang, abzufangen. Den abrupten Abbruch der Weltcupsaison, die ihre mit Abstand beste war, empfand Hölzl keineswegs als Wermutstropfen: „Natürlich wäre es noch ein cooler Fight zwischen Maren und mir gewesen, aber die Gesundheit geht vor. Es war für mich eine großartige Saison. Ich kann es im Moment gar nicht glauben. Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können!“

Für das ÖSV-Team war es grandios, was unter der Führung von Cheftrainer Harald Rodlauer geleistet wurde. Der überlegene Sieg im Nationencup mit sagenhaften 920 Punkten Vorsprung auf Norwegen spricht Bände. Vor einem Jahr war man hinter Deutschland (diesmal Dritter) und Norwegen noch Dritter geworden. Kein Wunder, dass die „spätberufene“ Eva Pinkelnig – die nunmehr 31-Jährige absolvierte mit 24 Jahren ihre ersten Sprünge, errang 2020 ihre ersten drei Weltcup-Einzelsiege, wurde Dritte im Gesamtweltcup – von einem „Winter-Märchen“ sprach. 4457 Punkte haben Hölzl, Pinkelnig, Daniela Iraschko-Stolz (6.), Marita Kramer (9.), Jacqueline Seifriedsberger

(14.), Lisa Eder (21.) und Sophie Sorschag (40.) herausgesprungen. Neben Hölzl und Pinkelnig schaffte es auch Kramer in die Weltcup-Siegerliste. Weiters gewann das ÖSV-Team die zwei Team-Bewerbe. Allerdings schlug der Verletzungsteufel am Ende der Saison gewaltig zu: Jacqueline Seifriedsberger erlitt in Lillehammer einen Kreuzbandriss im linken Knie und wurde bereits operiert. Es ist die zweite schwere Verletzung der Oberösterreicherin, die bereits einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu verkraften hatte. n

SkiAustriaNordisch ski_austria_skispringen 19

TALK‘N TRENDS

Foto: Sporthotel Royer

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SCHLADMING EHRTE „VISIONÄR“ ERNST ROYER Ausnahmsweise stand im bekannten Schladminger Sporthotel Ernst Royer einmal selbst im Rampenlicht. Der Hausherr wurde für seine Verdienste um die touristische Entwicklung von Schladming zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt. Mit seinem Sporthotel – das Haus mit dem prägnanten Schriftzug geht längst als Wahrzeichen durch – hat Ernst Royer (Tourismus-) Geschichte geschrieben. Normalerweise rückt er die Gäste in den Mittelpunkt. Ob Promis wie Arnold Schwarzenegger oder Otto Normalverbraucher – die Wertschätzung durch den Hausherrn (Jahrgang 1926), dessen Familie und sein Team rund um Direktor Andreas Mayrhofer gehört zum Royer wie die Planai zu Schladming. Zur Verleihung des Ehrentitels rückte u. a. die Polit-Spitze (Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer) sowie die ÖSV-Spitze (Präsident Prof. Peter Schröcksnadel und Generalsekretär Dr. Klaus Leistner) an.

Gemeinsam mit dem Kitzbüheler Skiclub verlost der ÖSV jedes Jahr Freikarten für die Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel. Pascal Kampel aus Kufstein war dieses Jahr einer der glücklichen Gewinner. Er verfolgte den Slalom der Herren aus nächster Nähe.

VERTRAGSVERLÄNGERUNG MEMON BIONIC INSTRUMENTS

Foto: privat

GLÜCKLICHER GEWINNER

Foto: privat

Bürgermeisterin Elisabeth Kramml, LH Hermann Schützenhöfer, Tochter Julia Royer, Ing. Ernst Royer, Kailua Royer und ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel

Hans und Erika Felder freuen sich sehr über die neuerliche Vertragsverlängerung mit dem Österreichischen Skiverband. „In den kommenden zwei Jahren wollen wir auch weiterhin die Mannschaft unterstützen und mit unseren Produkten dafür sorgen bzw. dazu beitragen, dass sie sich vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Elektrosmog und Feinstaubbelastung schützen können. Damit sie gesund, vital und leistungsstark bleiben.“

Optimal Sports – eine Initiative des ÖSV strukturierter Notfallplan ausgearbeitet sowie eine externe Stabsstelle eingerichtet, an die sich Athleten und Athletinnen jederzeit wenden können, wenn Probleme auftauchen. Zudem gilt seit Dezember im ÖSV ein neudefinierter Ethikkodex, der für Athleten, Trainer und Serviceleute verbindlich ist. Leibovici-Mühlberger präzisierte die Qualitätskriterien, die zur Förderung von Gesundheit, Bewegung, Werten und Haltungen beitragen sollen:

Der Österreichische Skiverband hat in den letzten Jahren sehr viel investiert, um über gute Trainingsbedingungen hinaus optimale Voraussetzungen für Athleten, Trainer und Betreuer zu schaffen.

D

as geschah durch Schulungen mit dem Ziel, die Persönlichkeitsstärkung der Athleten und Athletinnen zu fördern. Mit einem neuen Konzept OPTIMAL SPORTS, das der Skiverband gemeinsam mit der Expertin für Organisationsmanagement, Prof. Martina Leibovici-Mühlberger entwickelt hat, geht der ÖSV einen Schritt weiter. Das Programm soll die Rolle und Bedeutung des 20

Mag.a Petra Kronberger (Frauenbeauftragte im ÖSV), ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel, Prof. Martina Leibovici-Mühlberger und ÖSV-Sportdirektor Mag. Toni Giger bei der Präsentation von „Optimal Sports“ Foto: Gerhard Gradwohl Sports als Motor für positive gesellschaftliche Entwicklungen unterstreichen und zu einer Art „Qualitätssiegel“ für den ÖSV werden. Der Skiverband will Vorreiter für moderne und verantwortungs-

bewusste Rahmenbedingungen im Sport sein. Für ungewünschte Vorkommnisse wie Belästigungen, Beleidigung, Machtthemen, sexuelle Übergriffe oder Stalking etc. wurde ein klar

Persönlichkeitsstärkung – das Beste beim Einzelnen zu entwickeln und zu fördern ■ Gesundheitsentwicklung – die Eigenverantwortung im Rahmen der Gemeinschaft ■ Ressourcenbewusstsein – der überlegte und verantwortungsbewusste Umgang mit vorhandenen Mitteln. n ■

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WELTCUP Seefeld

NORDIC TRIPLE: 22.400 EURO FÜR DREIFACHSIEGER RIIBER Angeführt von Saison-Dominator Jarl Magnus Riiber blieb die Dominanz der Norweger in Seefeld ungebrochen. Lukas Greiderer wurde als Siebenter bester Österreicher.

E

lf Monate nach seinem WM-Triumph ist Jarl Magnus Riiber als Weltcup-Gesamtführender zum „Nordic Triple“ zurück nach Seefeld gekommen. Verlassen hat er den Tiroler Nobel-Skiort, oberhalb von Innsbruck, mit der für ihn möglichen Höchstpunkteanzahl an Weltcuppunkten und 22.400 Euro Preisgeld. Dazu kam die Gewissheit, dass ihm der abermalige Gewinn der großen Kristallkugel angesichts des Punktevorsprungs nicht mehr zu nehmen ist, nachdem er elf der bis dahin 13 Weltcup-Bewerbe für sich entscheiden konnte. Der 22-jährige Norweger demonstrierte auf den WM-Anlagen 2019 einmal mehr seine ein-

Jarl Magnus Riiber gewann in überlegener Manier als erster Norweger das Nordic Combined Triple in Seefeld.

same Klasse, dominierte alle drei Springen und war in der Loipe einsame Klasse. Er lief in allen drei Bewerben ständig alleine zum Sieg. Mit einem Wort: Start-ZielSieger! Allein bis Seefeld kassierte Riiber nicht weniger als 108.500 Euro an Preisgeld. „Ich bin ein sparsamer Mensch, zurzeit spare ich auf ein Apartment in meiner Heimat“, umriss er so nebenbei seine zukünftigen Investitions-Pläne.

Starke Leistung von Greiderer Was die sportliche Seite anbelangt, so hat sich an der norwegischen Dominanz im Weltcup, die bereits seit Saisonbeginn besteht, nichts geändert. Diese war auch in Seefeld gegeben und spiegelte sich in der Ergebnisliste eindrucksvoll wider. Neben Riiber landeten mit dem zweitplatzierten Jörgen Graabak, Jens Luraas Oftebro (4.) und Espen Björnstad (9.) drei weitere Norweger in der Endabrechnung in den Top-Ten. Das müssen mittlerweile auch die sieggewohnten Deutschen zur Kenntnis nehmen. Die Ränge drei (Vinzenz Geiger) und fünf (Eric Frenzel) waren die etwas magere Ausbeute. Die österreichischen Farben wurden an den drei Tagen von Seefeld, die einen einwand-

Lukas Greiderer bestätigte im letzten Seefeld-Bewerb seine starke Form in der Loipe. Mit der fünftschnellsten Laufzeit landete der Tiroler in der Endabrechnung auf Rang sieben. Fotos: GEPA freien organisatorischen Verlauf brachten, am besten durch Lukas Greiderer vertreten. Rang sieben im Triple-Endklassement war der Lohn für seinen kämpferischen Total-Einsatz. Die Mannschaftsleistung der Österreicher war nicht dazu angetan, Lobeshymnen anzustimmen. Der Grund ist darin zu suchen, dass die springerische Dominanz, die noch bis in die Mitte der vergangenen Saison relevant war, nicht mehr gegeben ist. Die liegt nun eindeutig bei den Norwegern. Das schlägt sich na-

türlich in den Ergebnislisten nieder, wenngleich in der Loipe durchaus Verbesserungen sichtbar geworden sind. Die Endplatzierungen der ÖSV-Athleten in Seefeld: 7. Lukas Greiderer, 13. Lukas Klapfer, 16. Martin Fritz, 18. Franz-Josef Rehrl, 21. Johannes Lamparter, 24. Philipp Orter, 32. Manuel Einkemmer, 33. Thomas Jöbstl, 34. Stefan Rettenegger, 39. Dominik Terzer. n SkiAustriaNordisch nordiccombinedaustria 21

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ÖSV-KOMBINIERER VOM NORWEGER-STURM „VERWEHT“ Titelverteidiger Jarl-Magnus Riiber entfesselt: 14 Siege in 17 Weltcup-Konkurrenzen. ÖSV-Athleten haben „in der Luft die Hoheit verloren“. Dazu kamen Verletzungs-Ausfälle. NORDISCHE KOMBI Weltcup-Gesamtwertung (17): 1. Jarl-Magnus Riiber (NOR) 1586 2. Jörgen Graabak (NOR) 1106 3. Vinzenz Geiger (GER) 917 4. Jens Luraas Oftebro (NOR) 790 5. Fabian Rießle (GER) 658 6. Espen Björnstad (NOR) 606 11. Lukas Greiderer 404, 12. Martin Fritz 399, 13. Franz-Josef Rehrl 369, 15. Lukas Klapfer 246, 17. Thomas Jöbstl 220, 19. Philipp Orter 192, 28. Johannes Lamparter 107, 42. Bernhard Gruber 21, 49. Paul Gerst­graser 7, 53. Manuel Einkemmer 2

Ein Bild mit Symbolcharakter: Angeführt von Saison-Dominator Jarl-Magnus Riiber, der 14 von 17 Weltcup-Konkurrenzen gewann, war die norwegische Mannschaft in der Saison 2019/20 tonangebend.

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ort, wo normal zehntausende Zuschauer das sportliche Geschehen verfolgen, wo ansonsten der norwegische König den jeweiligen Sieger in seine Loge zum Gespräch einlädt – im Holmenkollen-Skistadion von Oslo – ging die Weltcupsaison 2019/20 der Nordischen Kombinierer mehr oder minder sang- und klanglos zu Ende. Die Maßnahmen rund um die Coronavirus-Ausbreitung hatten ein „Geister-Finale“ ohne Zuschauer (und ohne König) zur Folge. Einfluss auf die sportliche Bilanz der abge-

laufenen Saison hatte die trostlose Stimmung keine. Der Saison-Dominator und Weltcup-Titelverteidiger Jarl-Magnus Riiber zog auch beim Finale einsam an der Spitze seine Kreise, nachdem er wie gewohnt das Springen als Bester beendet hatte. Der 22-Jährige kam ungefährdet zum 14. Saisonsieg im 17. Rennen, dadurch zum überlegenen Gesamtsieg und half kräftig mit, dass Norwegen einen überlegenen Sieg im Nationencup für sich beanspruchen durfte. Der Steirer FranzJosef Rehrl sorgte bei der WM-Generalprobe in Oberstdorf (GER) für den einzigen rot-weiß-roten Podestplatz in einer Einzelkonkurrenz.

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Fotos: GEPA

Es war die Saison der Norweger – daran gibt es nichts zu rütteln, denn neben Riiber war eine Mannschaft am Werk, welche dem „Rest“ wenig übrigließ. Nur der Deutsche Vinzenz Geiger (zweimal) und der japanische Dauerbrenner Akito Watabe (einmal) waren in der Lage, ganz oben auf dem Podest zu stehen. Die Überlegenheit der Norweger ist auf eine eklatante Verbesserung im Springen zurückzuführen. Dazu kam Riiber als Ausnahmespringer. In dessen Sog entwickelte sich selbst der „alte“ Jörgen Graabak noch zu einem passablen Weitenjäger und untermauerte damit die norwegische Lufthoheit. Und dass die „Norsker“ in der Loipe stark sind, ist hinlänglich bekannt. Gerade diese Überlegenheit im Springen, die in den Jahren zuvor die Österreicher ausgezeichnet hat, kam bei den ÖSV-Athleten nicht mehr zum Tragen. Da nützten auch großartige Loipen-Zeiten nichts mehr. Kein Sieg, nur zwei Podestplätze – das war nicht der

Nationencup: 1. Norwegen 5660 2. Deutschland 3826 3. Österreich 2517 4. Japan 1311 5. Finnland 1054 6. Italien 622 7. Frankreich 368 8. Tschechien 305

Anspruch der ÖSV-Athleten. Dass Mario Seidl die ganze Saison über verletzungsbedingt ausfiel, dass Bernhard Gruber gesundheitlich die ganze Saison nie als topfit bezeichnet werden konnte und Franz-Josef Rehrl zum Saisonabschluss auch noch auf die Verletzten-Liste kam, war der ÖSV-Bilanz nicht gerade förderlich. Rang 11 durch Lukas Greiderer als bester Österreicher – da musste man gewaltig schlucken. So sieht es auch der ÖSV-Verantwortliche für die Nordischen Kombinierer, Mario Stecher: „Es wurde zum Teil gut gearbeitet, aber es war eine schwierige Saison, weil der internationale Trend ganz eindeutig aufzeigt, dass man vorne nur dabei sein kann, wenn man in beiden Disziplinen Spitze darstellt. Darüber wird in den Saison-Analysen bestimmt gesprochen und die notwendigen Konsequenzen gezogen werden.“ n

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Für die Präparierung eines rennfertigen Skis benötigt Guido Scheiber (links) cirka sieben Minuten. Beim Testen sind immer zwei Serviceleute gemeinsam auf der Strecke, um einen direkten Vergleich zu haben. Selbst Nuancen im Materialbereich können am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden. Fotos: Clemens Derganc

DAS RICHTIGE WACHS: PROBIEREN STATT STUDIEREN!

„WENN DER SKI NICHT GEHT, IST MAN CHANCENLOS“ Der ehemalige Athlet Guido Scheiber ist seit 2006 fixer Bestandteil des Serviceteams der ÖSV-Nationalmannschaft der Nordischen Kombinierer.

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ie abwechslungsreich der Beruf eines Servicemannes ist, welche Wetterbedingungen ihm zu schaffen machen und wie wichtig das Material für den sportlichen Erfolg ist, erzählt er uns im Interview.

dem Wettkampf und sind dabei immer zu zweit unterwegs, dadurch haben wir einen direkten Vergleich. Training hin oder her, wenn der Ski nicht geht, ist man im Wettkampf chancenlos.

SKI AUSTRIA: Guido, wie sieht für euch

Was passiert mit den Skiern, die in die engere Renn-Auswahl kommen?

ein typischer Wettkampftag aus? GUIDO SCHEIBER: Der Tag beginnt meistens zwischen sechs und sieben Uhr früh. Nach dem Frühstück geht es auf die Loipe, wo wir uns ein Bild von den Schneebedingungen machen. Natürlich verfolgen wir im Vorfeld schon die Wetterprognose sehr genau, trotzdem beginnen wir jeden Morgen neu mit den Tests vor Ort. Es werden zuerst die Temperatur, die Feuchtigkeit und die Schneebeschaffenheit genau analysiert. Da hat man dann oft schon im Kopf, welches Wachs und welcher Ski der passende ist. Unser Serviceteam testet dann bis zu 100 Paar Ski pro Wettkampftag. Das ist der schöne Teil unseres Berufs. Ich überlege mir etwas, präpariere den Ski damit und teste es direkt draußen auf der Loipe. Wir beginnen mit diesen Tests rund fünf Stunden vor

Jeder Athlet bekommt vor dem Start 2–3 Rennski von uns und sucht sich dann seinen „Favoriten“ aus. Welche das sind, die in die engere Auswahl kommen, entscheiden wir als Serviceleute. Etwa eine Stunde vor dem Rennstart beginnt unser Team mit der Wettkampf-Präparierung. Insgesamt werden von sechs Serviceleuten rund 30 Paar Ski gewachst und gegebenenfalls auch geschliffen. Durch die jahrelange Erfahrung passiert es eigentlich kaum mehr, dass man bei der Präparierung komplett danebenliegt. Pro Ski brauchen wir zirka sieben Minuten. Zwanzig Minuten vor dem Start werden die Ski den Athleten für das Rennen übergeben. Am schwierigsten ist es, wenn sich das Wetter kurz vor Start ändert. Zum Beispiel Regen in Schnee übergeht, wie

wir es dieses Jahr in der Ramsau erlebt haben. Man kann danach aber nichts mehr ändern. Der Wechsel der Ski während des Wettkampfes ist verboten.

Was passiert nach dem Wettkampf? Nach dem Wettkampf werden die Ski wieder „auf null“ gesetzt. Das heißt, sie werden gereinigt und neu eingewachst. Jeder Ski der insgesamt 400 Paare, die wir immer dabeihaben, hat das gleiche Grundwachs drauf. Nur so kann man sie miteinander vergleichen.

Was fällt sonst noch alles in dein Aufgabengebiet? Neben der klassischen Tätigkeit als Servicemann bei den Nordischen Kombinierern macht unser Team auch sehr viel Entwicklungs- und Forschungsarbeit für den gesamten ÖSV. In den Sommermonaten führen wir zudem die grundlegenden Tests der Ski und Wachse am Dachsteingletscher durch. Die Erkenntnisse stehen dann auch anderen Sparten wie Biathlon und Langlauf zur Verfügung. n 23

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TRÄNENREICHER JUBEL NACH WM-BRONZE Dominik Landertinger sorgte bei der Biathlon-WM in Antholz mit Rang drei im Einzel für die erhoffte Medaille. Youngster Felix Leitner ein Versprechen für die Zukunft.

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s gab sie auch bei dieser Biathlon-WM, die außergewöhnlichen Momente, die man nicht so schnell vergisst. In Ant­ holz war es das emotionale ORF-Interview von Dominik Landertinger, kurz nachdem er im 20-km-Einzelbewerb mit nur einem Fehlschuss überraschend zu Bronze gelaufen war. „Es war eine so harte Zeit, deshalb gibt mir diese Medaille auch so viel“, war Landertinger nach seinem Medaillen-Coup in Tränen aufgelöst. Geschlagen nur von den beiden Superstars, vom Franzosen Martin Fourcade und vom Norweger Johannes Thingnes Bö, war es wieder einmal „Landi“, der trotz enttäuschenden Saisonverlaufs und aufkeimenden Rücktritts-Gedanken beim Saison-Highlight in Südtirol eiskalt zuschlug. Nicht untypisch für Österreichs erfolgreichsten Biathleten, der es immer wieder schafft, am Tag 24

X seine Topform abzurufen. Unglaubliche neun Medaillen hat der Mann aus Hochfilzen bereits bei Großereignissen abgeräumt. „Jetzt haben wir die Medaille, auf die wir hingearbeitet haben“, zeigte sich auch Cheftrainer Ricco Groß

nichts Zählbares. Begonnen hatte es im Antholzer Tal mit einer Mixed-Staffel, die mit Rang acht für das ÖSV-Team ein ordentliches Ergebnis brachte. Der Rennverlauf zeigte allerdings, dass Österreich ohne die Strafrunde von Katharina Innerhofer sogar ins Medaillengeschehen hätte eingreifen können. Im Sprint konnte dann der Tiroler Felix Leitner als Neunter erst­­mals seine Topform unter Beweis stellen. Denselben Platz erzielte der 23-jährige Young­ster in der Verfolgung, in der es auch Lisa Hauser (8.) in die Top-Ten schaffte. Dann kamen die Einzelbewerbe, wo zunächst Christina Rieder aufhor-

Das ist so überwältigend. Im Dezember habe ich gedacht, das war es mit dem Sport. Jetzt stehe ich mit der Bronzemedaille da, das ist Wahnsinn!“ Dominik Landertinger, Bronzemedaille im Einzel

über Landertingers Husarenstück im siebten WM-Rennen erleichtert. Bereits zuvor gab es ansprechende Leistungen und einiges Schulterklopfen, aber eben

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Fotos: GEPA/Pranter

Geschultert von Franz Berger (Sportlicher Leiter) und Cheftrainer Ricco Groß jubelt „Landi“ über die Bronzemedaille im Einzel. Beim anschließenden Siegerinterview flossen beim erfolgreichsten ÖSVBiathleten aller Zeiten (neun WMund Olympiamedaillen) die Tränen. „Das ist so überwältigend. Im Dezember habe ich gedacht, das war es mit dem Sport. Jetzt stehe ich mit der Bronzemedaille da, das ist Wahnsinn!“

Mit zahlreichen Topleistungen (fünf Top-Ten-Plätze) und seiner erfrischenden Art ist Felix Leitner die personifizierte Hoffnung auf eine erfolgreiche ÖSV-Zukunft im Biathlonsport.

chen ließ. Mit nur einem Fehler lief die 26-Jährige aus Kaprun, die es davor nie unter die besten 20 geschafft hat, auf Rang sieben. Das sollte am Ende auch das beste Einzel-Ergebnis der ÖSV-Damen bleiben. Es folgte der aus österreichischer Sicht WM-Höhepunkt, als Landertinger im 20-km-Einzelbewerb dank 19 Treffern und der zwölftschnellsten Laufzeit am Ende über Bronze jubeln durfte. Medaillenchancen hatte man sich auch für die kommenden Staffel-Bewerbe ausgerechnet. Zunächst zeigten Lisa Hauser und Simon Eder in der Single-Mixed-Entscheidung eine gute Leistung, mehr als Rang sechs war aber nicht drinnen, weil das Schießergebnis mit vier Nachladern zwar gut,

Siebente im Einzel: Just beim Saisonhighlight durfte die Salzburgerin Christina Rieder ihr mit Abstand bestes Karriere-Ergebnis bejubeln.

angesichts der Laufleistungen der starken Konkurrenz aber nicht gut genug war. Enttäuschend verliefen dann die beiden Staffel-Bewerbe. Sowohl was das Ergebnis angeht als auch was die Leistungen betrifft, hatte man sich weit mehr erwartet. Nach zwei Strafrunden von Innerhofer bzw. drei Strafrunden von Julian Eberhard kamen die ÖSV-Staffeln nicht über die Ränge sechs (Herren) bzw. zwölf (Damen) hinaus. Erfreulich, wenn auch ohne weitere Medaille, verliefen die abschließenden Massenstart-Rennen. Bei den Damen landete Lisa Hauser auf Rang neun, bei den Herren schafften es mit Felix Leitner (6.) und Julian Eberhard (9.) gleich zwei ÖSV-Athleten unter die besten zehn. Damit war Leitner, der im

Massenstart auch mit der zweitschnellsten Laufzeit brillierte, neben dem Bronze-Coup von Landertinger aus ÖSV-Sicht auch DIE positive Überraschung dieser Titelkämpfe. „Mit einem Fehler weniger wäre ich auf Medaillenkurs gewesen. Allein das zu wissen macht Freude auf die nächste WM. Vielleicht klappt es ja dann mit einer Medaille“, sprach der Tiroler, der endgültig in der absoluten Weltklasse angekommen zu sein scheint, den rot-weiß-roten Biathlon-Fans aus der Seele. Positiv bilanzierte Cheftrainer Ricco Groß: „Die Mannschaft hat sich beim Saisonhöhepunkt insgesamt elf TopTen-Platzierungen erkämpft. Damit kann man sicherlich sehr zufrieden sein. Alles überstrahlt hat natürlich die Medaille von 'Landi', worüber wir uns alle sehr gefreut haben. Die Zielsetzung war eine Medaille zu gewinnen, das haben wir geschafft. Trotz alledem haben wir aber auch gesehen, dass noch sehr viel mehr möglich gewesen wäre. Vor allem am Schießstand haben wir einiges liegengelassen und zu viele Geschenke verteilt.“ n SkiAustriaNordisch oesvbiathlon 25

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ERNÜCHTERNDES FINALE UND RÜCKTRITT EINER LEGENDE Bei Österreichs Biathlonteam war nach der WM in Antholz „die Luft draußen“. Frankreichs Superstar Martin Fourcade sagt ‚Au revoir‘.

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ie letzten beiden Weltcupstationen in Nove Mesto (CZE) und Kontiolahti (FIN) waren für Österreichs Biathleten keine Reise wert. Nicht nur, dass die Bewerbe aufgrund der Corona-Krise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, auch die Ergebnisse (beste Resultate waren ein 13. Platz von Felix Leitner in Kontiolahti und ein 15. Platz von Lisa Hauser in Nove Mesto) fielen unter die Rubrik „überschaubar“. Da störte es das ÖSV-Team wohl auch nicht, dass man sich bereits im Flieger Richtung Heimat befand (der ÖSV folgte hier strikt den Aufforderungen der österreichischen Bundesregierung), als sich im hohen Norden noch ein echtes Drama bezüglich Gesamtweltcup abspielte. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen schien Hitchcock Regie zu führen. Zunächst feierte Martin Fourcade bei seinem letzten Weltcupeinsatz seinen 79. Weltcuperfolg. Seinen achten Gesamtweltcupsieg verpasste die französische Biathlon-Legende dennoch, weil sein großer Konkurrent Johannes Thingnes Bö Fotos: GEPA

Die Tirolerin Lisa Hauser war in der abgelaufenen Saison erfolgreichste ÖSV-Biathletin.

Mit Martin Fourcade beendete einer der erfolgreichsten Biathleten aller Zeiten seine Karriere. 26

beim Verfolgungs-Finale Fünfter wurde und so am Ende zwei(!) Punkte Vorsprung ins Ziel rettete. „Martin ist zusammen mit Ole Einar Björndalen der Größte unseres Sports. Vor so einer Karriere kann man nur den Hut ziehen“, meinte etwa Dominik Landertinger zum Rücktritt des fünffachen Olympiasiegers und 13-fachen Weltmeisters. Mindestens ebenso spannend verlief der Krimi um die große Kristallkugel bei den Damen, wo die Norwegerin Tiril Eckhoff mit drei Fehlern im letzten Schießen strauchelte und am Ende erneut die Italienerin Dorothea Wierer die Nase vorn hatte. Auch hier gab mit Kaisa Mäkäräinen eine Große ihres Sports ihre Abschiedsvorstellung. Positiv aus ÖSVSicht, dass sowohl die Herren (5.) als auch die Damen (10.) ihre Position im Nationencup verteidigen konnten und somit auch im kommenden Jahr über sechs bzw. fünf Startplätze im Weltcup verfügen. n

BIATHLON Weltcup-Endstand Herren: 1. Johannes Thingnes Bö (NOR) 913 2. Martin Fourcade (FRA) 911 3. Quentin Fillon Maillet (FRA) 843 4. Tarjei Bö (NOR) 740 5. Emilien Jacquelin (FRA) 726 6. Simon Desthieux (FRA) 672 20. Julian Eberhard, 22. Felix Leitner, 24. Simon Eder, 45. Dominik Landertinger, 92. Tobias Eberhard

Weltcup-Endstand Damen: 1. Dorothea Wierer (ITA) 793 2. Tiril Eckhoff (NOR) 786 3. Denise Herrmann (GER) 745 4.Hanna Öberg (SWE) 741 5. Marte Olsbu Roeiseland (NOR) 597 6. Franziska Preuss (GER) 573 18. Lisa Hauser, 26. Katharina Innerhofer, 48. Christina Rieder, 62. Julia Schwaiger, 74. Dunja Zdouc

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Teresa Stadlober war auch im abgelaufenen Wettkampfjahr Österreichs Aushängeschild im Langlaufsport. Keine Weltcuppunkte für ÖSV-Herren im Jahr eins unter neuem Führungsteam.

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Lisa Unterweger schaffte es neben Stadlober als einzige ÖSV-Vertreterin in die Weltcup-Punkteränge.

TERESA ALLEIN AUF WEITER FLUR Fotos: GEPA

enig überraschend hatte die Ausbreitung des Coronavirus auch den Langlaufsport fest im Griff. So fiel das geplante Weltcup-Finale in Übersee mit Stationen in Quebec (CAN), Minneapolis (USA) und Canmore (CAN) ins Wasser. Damit ging auch für die Radstädterin Teresa Stadlober die Wettkampfsaison frühzeitig zu Ende. Eine Saison, die aufgrund der alles anders als optimalen Vorbereitung ohne Erwartungen begonnen hatte und dennoch ein sehr erfreuliches Ende nahm. Als Zehnte in der Gesamtwertung und Neunte in der Distanzwertung konnte die ÖSV-Athletin einmal mehr in der Weltspitze mitmischen. Saison-Highlight war zweifelsohne der Podestplatz beim Skiathlon-Weltcup in Oberstdorf, wo sich Stadlober bei der WM-Generalprobe als Dritte nur den beiden Norwegerinnen Therese Johaug und Ingvild Flugstad Östberg geschlagen geben musste. „Ich bin

Prädikat Weltklasse: Teresa Stadlober war auch in der Saison 2019/20 Österreichs einzige Spitzenathletin im internationalen Langlaufsport. dem ÖSV sehr dankbar, dass es mit dem österreichischen Langlauf­ sport weitergegangen ist. Ich konnte mich voll und ganz auf den Sport konzentrieren und habe meine Saisonziele mit einem Podestplatz bei der Vor-WM in Oberstdorf sowie den Top-10-Platz in der Gesamtwertung erreichen können. Damit so etwas gelingen kann, bedarf es Teamarbeit und daher bedanke ich mich bei meinem Team des Vereins zur Förderung des Langlaufsports, welches über die gesamte Saison großartige Arbeit geleistet hat. Nach einer kurzen Pause werde ich den Fokus Richtung WM 2021 legen“, zog Stadlober ein positives Saison-Resümee. Die zweite rot-weiß-rote Weltcup-Athletin Lisa Unterweger wurde in der Gesamtwertung 96., von den Herren schaffte keiner Weltcuppunkte.

In Österreichs Langlauf-Szene wehte mit dem gänzlich neu aufgestellten Führungsteam diesen Winter ein frischer Wind. Der Austria Cup fand dank gutem und überarbeitetem Konzept im Unternehmen Pletzer Resorts einen neuen Hauptsponsor, dazu mit HWK-Skiwachs einen weiteren wertvollen Unterstützer. Auch organisatorisch fällt die Bilanz durchwegs positiv aus. So gab es bei den Bewerben größere Starterfelder als zuletzt. International wurde versucht, im Continental-Cup mit jungen Leuten Fuß zu fassen. Im U23-Bereich männlich gelang das bereits sehr gut, wie einige Platzierungen in den Top-15 (u. a. von Benjamin Moser) beweisen. Moser, Tobias Habenicht, Lukas Mrkonjic und Michael Föttinger durften in Dresden auch Weltcupluft schnuppern. Erwähnens-

LANGLAUF Weltcup Langlauf Herren (30): 1. Alexander Bolschunow (RUS) 2221 2. Johannes Hoesflot Klaebo (NOR) 1726 3. Pal Golberg (NOR) 1311 4. Simen Hegstad Krüger (NOR) 1260 5. Sjur Roethe (NOR) 1257 6. Iivo Niskanen (FIN) 1221 Weltcup Langlauf Damen (30): 1. Therese Johaug (NOR) 2508 2. Heidi Wenig (NOR) 1697 3. Natalja Neprjajewa (RUS) 1356 4.Astrid Uhrenholdt Jacobsen (NOR) 1289 5. Ingvild Flugstad Östberg (NOR) 1110 6. Jessica Diggins (USA) 1078 10. Teresa Stadlober (AUT) 793, 96. Lisa Unterweger (AUT) 11

wert ist auch der zweite Rang von Routinier Bernhard Tritscher beim Continental-Cup in Pokljuka (SLO) über 15 Kilometer Skating. n SkiAustriaNordisch austriacrosscountryteam 27

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EINZELSPORTLER, ABER TEAMPLAYER! Hannes Rudigier beim Slopestyle-Weltcup auf der Seiser Alm (ITA)

Foto: ÖSV/Roman Kuss

Das ÖSV-FreeskiWeltcup-Team ist klein, aber fein, und jedes Teammitglied hat seine Rolle und Aufgabe.

Foto: EXPA

INFOBOX

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er Tiroler Hannes Rudigier gehört seit dieser Saison als Europacup-Gesamtsieger im Big Air und Slopestyle (2018/19) fix zum Weltcup-Team. Der 19-Jährige aus Kappl (Tirol) ist seit zwei Jahren Teil des ÖSV-Freeski-Teams und kann bereits auf schöne Erfolge zurückblicken. In dieser Saison sammelte er wichtige Erfahrungen in der „obersten Liga“ und konnte mit seinen Leistungen bereits im hochklassigen Weltcup-Starterfeld überzeugen. Im letzten Big-Air-Weltcup der Saison 2019/20 in Destne (CZE) Ende Februar schaffte er sogar den Sprung in das Finale der besten 12 und konnte mit Platz 11 sein bisher bestes Weltcupergebnis erreichen. Im Interview mit Ski Austria spricht Rudigier über seine Ziele und sein Leben im Freeski-Zirkus:

SKI AUSTRIA: Wie war die erste Weltcup-Saison für dich? HANNES RUDIGIER: Für mich war sie sehr gut. Ich konnte extrem viel dazulernen und bei einem Weltcup sogar ins Finale fahren. Schluss­endlich erreichte ich im 28

Hannes Rudigier (Mitte unten) beim Weltcup in Peking mit Samuel Baumgartner (li.) und Lukas Müllauer. Hinten: die Trainer Martin Premstaller und Paul Klein und Teamkollegin Lara Wolf Foto: ÖSV Big-Air- Gesamtweltcup den 25. Platz und bin durchaus zufrieden damit.

Wie ist es, im ÖSV-FreeskiWeltcup-Team zu sein? Es ist wie in einer großen Familie, mit der man gemeinsam um die ganze Welt reist, Spaß hat, aber auch hart trainieren und bei jedem Wettbewerb sein Bestes geben muss. Das Training im Team ist sehr cool für mich, da wir uns

Name: Hannes Rudigier Alter: 19 Jahre Verein: SC Kappl Lieblings-Skigebiet: Zum Trainieren ist der Absolut Park in Flachauwinkl sicher einer der Hotspots in Österreich, und zum Jibben ist der Patscherkofel eines meiner Lieblings-Skigebiete. Lieblings-Trick: Cork 540° mit Safety Grab Karriere-Ziel: Ein Startplatz bei den X-Games und Olympischen Winterspielen Lieblings-Essen: Pizza Mein Motto: Just have fun!

gegenseitig pushen und man so automatisch an sein Limit geht.

bezahlt macht. Es war auch ein kleiner Befreiungsschlag für mich.

Wer sind deine Vorbilder?

Was sind deine Ziele für die nächste Saison?

Meine Idole beim Skifahren sind Jake Carney und Bobby Brown.

Wie war es, das erste Mal in einem Finale zu stehen? Der Finaleinzug in Destne war extrem wichtig für den Kopf und meine Motivation. Er hat gezeigt, dass sich die ganze harte Arbeit auch

Ich will wieder mein Bestes geben, aber auch so viel Spaß wie möglich am Skifahren haben. Nur dann ist es möglich, gute Ergebnisse einzufahren. n FreeskiAustria freeski_austria

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NATIONALE ALPINMEISTERSCHAFTEN PARA-SKI

Foto: Kastner/SVO

Anfang März fanden in Tirol die Österreichischen Alpin-Meisterschaften der Sportler mit körperlicher Behinderung statt. In Oberperfuss bzw. in Kühtai wurden die Slalom- und Riesentorlauf-Meister gekürt.

Thomas Grochar sicherte sich bei den stehenden Herren den Staatsmeistertitel im Slalom.

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en Auftakt bildeten die Slalomrennen am Rangger Köpfl. Die Egghofpiste zeigte sich von ihrer besten Seite und bot eine würdige Premiere, schließlich durfte ein Großteil der Sportlerinnen und Sportler erstmals in Oberperfuss seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Tags darauf wechselten die Teams ins nahegelegene Kühtai, wo den Sportlerinnen und Sportlern auf der selektiven Hohe-Mut-Piste ein toller Riesentorlauf geboten wurde. Gefahren wurde bei den

ÖSTERREICHISCHE MEISTER SLALOM

Damen sehbehindert: Veronika Aigner Damen sitzend: Lisa Fellner Damen stehend: Anna-Maria Kloiber Herren sehbeh.: Johannes Aigner Herren sitzend: Markus Gfatterhofer Herren stehend: Thomas Grochar

RIESENSLALOM

Damen sehbehindert: Veronika Aigner Damen sitzend: Lisa Fellner Damen stehend: Eva-Maria Jöchl Herren sehbehindert: Josef Lahner Herren sitzend: Roman Rabl Herren stehend: Markus Salcher

Rennen auch um IPC-Punkte. Diese werden unter dem Verband des IPC (International Paralympic Committee) weltweit in Rennserien vergeben und dienen unter anderem auch als Startberechtigung für Europacuprennen, Weltcuprennen und dem Highlight alle vier Jahre – den Paralympics. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren wird dabei in drei Kategorien unterteilt. Sehbehinderte Athleten starten mit Guide, anschließend die Kategorie Stehend (Bsp. Amputationen, Cerebralparese) und den Abschluss bilden jeweils die Monoskifahrer in der Kategorie sitzend. Erfolgreichste Teilnehmerinnen in Tirol waren die beiden Niederösterreicherinnen Veronika Aigner (sehbehindert) und Lisa Fellner (Monoski), die sich im Slalom und Riesentorlauf zu Doppelstaatsmeisterinnen kürten. n AustriaSkiteamBehindertensport

Siegerehrung EM-Kombination (v. l.): Tina Tschachler, Hannes Angerer, Stefanie Klocker, Raimund Liesinger, Jakob Pfeifer und Michaela Rader mit ÖSV-Vizepräsident Alfons Schranz (re.) und Referent Arnold Steiner

Shorties kämpften am Hahnen­ kamm um EM-Medaillen Bei Kaiserwetter gingen auf dem legendären Kitz­ büheler Ganslernhang die Shortcarver-Europameisterschaften über die Bühne. Die Vorarlberger Kurzski­ spezialisten – allesamt vom SC Mühlebach – räumten nicht weniger als fünf von sechs möglichen Titeln ab!

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ie stark wechselnden Pistenver­ hältnisse – von äußerst knackig im Riesenslalom bis zu tiefen Wannen beim Slalom – verlangten den TeilnehmerInnen auf ihren MeterSkiern alles ab. Seriensiegerin Stefanie Klocker kassierte wieder einmal das komplette EM-Triple, auch wenn ihr im Riesenslalom die Steirerin Tina Tschachler mit nur sieben Hundertstelsekunden Rück­ stand ganz dicht an den Fersen klebte. Bronze ging an die Deutsche Michaela Rader. Dieselbe Rangordnung wie im Riesenslalom herrschte in der Kombination, nachdem Stefanie Klocker auch den Slalom-Titel mit klarem Vorsprung auf die beiden Steirerinnen Denise Herzmayer und Tina Tschachler erringen konnte. Leider konnte die Titelverteidigerin Melanie Niederdorfer (S) nicht antreten, da sie zur selben Zeit bei der Alpinen Junioren-WM an den Start ging.

Zweifacher Jugend-Europameister auf den Meter-Brettern: Jakob Pfeifer (SC Gaschurn/V) Fotos: Silvia Wallner

Im Herren-Riesenslalom carvte Raimund Liesinger zu seinem ersten EM-Titel, zusätzlich sorgten die Jugendläufer Manuel Monsorno und Jakob Pfeifer für ein lupenreines Ländle-Podest. Beim Slalom gelang dann aber dem Tiroler Hannes Angerer eine erfolgreiche Titelverteidigung. Silber ging an Liesinger, der schließlich in der Kombination den Spieß wieder umdrehen konnte und vor Angerer seine zweite Goldmedaille erzielte. Jakob Pfeifer hamsterte auch in diesen beiden Bewerben abermals Bronze und obendrauf noch die Jugendtitel. Die restlichen Goldmedaillen in der Jugendwertung U21 gingen an Manuel Monsorno (RSL) bzw. bei den Shorty-Mädels an die Tirolerin Paula Landerer (RSL und Kombi) und an die Deutsche Teresa Magerl (SL). Bei den Schülern U16 waren Amelie Roduner und Elias Baumann (beide V) zweimal erfolgreich, je eine Goldene holten sich Angelina Müller (V) und Lucas Mairoser (T). In der U12-Wertung carvten Antonia und Emilia Bortolotti (V) sowie Luca Covini und Jonas Mairoser (T) am schnellsten ins Ziel. Der Kitzbüheler Skiclub mit Präsident Michael Huber sorgte in gewohnter Weise für die mustergültige Durchführung der Titelkämpfe.  n skiaustriashortcarvingfirngleiten 29

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„KUGEL-SAMMLUNG“ VON PROMMEGGER IST KOMPLETT Andreas Prommegger hat nach drei Gesamtweltcupsiegen (2011/12, 2012/13 und 2016/17) sowie Erfolgen im Parallelriesentorlauf (2012/13) sowie im Teambewerb zusammen mit Claudia Riegler (2017/18) nun auch im Parallelslalom seine erste Kristallkugel erobert.

Foto: ÖSV

Andreas Prommegger hat nun in allen ParallelDisziplinen zumindest eine Kristallkugel gewonnen.

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er Weltcup der Raceboarder fand durch die Absagen der Parallelslaloms in Livigno (ITA) aufgrund der Corona-Krise sowie in Moskau (RUS) und Winterberg (GER) wegen Schneemangels ein jähes Ende. Das hatte zur Folge, dass Andreas Prommegger vorzeitig bereits seine insgesamt sechste Kristallkugel in Empfang nehmen durfte. Der Dop30

pelweltmeister von 2017 hat in Bannoye (RUS) und Piancavallo (ITA) zwei der drei Saisonrennen gewonnen und die PSL-Wertung mit 2260 Punkten vor dem Italiener Roland Fischnaller (1750) und dem Deutschen Stefan Baumeister (1600) für sich entschieden. „Es ist sehr schade, dass wir die letzten Rennen nicht mehr fahren

konnten, denn ich wäre für das Saisonfinale gut gerüstet gewesen. Diese Kristallkugel ist sehr viel wert für mich, da der Slalom über viele Jahre eigentlich meine schwächere Disziplin gewesen ist. Aber in diesem Winter war ich speziell im Slalom in einer außergewöhnlich guten Form, wie die beiden Siege und zwei weitere Podestplätze im Team mit Claudia (Riegler, Anm.) beweisen. Es macht mich sehr stolz, dass meine ‚Kugel-Sammlung‘ nun komplett ist“, freute sich Prommegger. Bei den letzten Saisonrennen im Parallelriesentorlauf im kanadischen Blue Mountain feierte Benjamin Karl seinen 17. Weltcup-Einzelsieg. Der Niederösterreicher teilte sich den Erfolg mit dem Italiener Mirko Felicetti, der im großen Finale zeitgleich mit dem vierfachen Weltmeister die Ziellinie passierte. Somit gab es erstmals in der Weltcup-Geschichte der Raceboarder zwei Sieger in einem Rennen. „Jetzt bin ich schon so lange dabei, aber ich erlebe immer wieder etwas Neues“, meinte Karl, der im PGS-Weltcup hinter Fischnaller starker Zweiter wurde. Der 39-jährige Fischnaller sicherte sich vor Baumeister und dem Russen Dmitry Loginov auch seine erste große Kristallkugel. Karl landete unmittelbar vor Prommegger in der Parallel-Gesamtwertung als bester Österreicher auf Platz fünf, Alexander Payer wurde Zehnter.

Bei den Damen holte sich die Deutsche Ramona Hofmeister erstmals großes Kristall. Daniela Ulbing beendete die Gesamtwertung vor Claudia Riegler auf Platz fünf, Sabine Schöffmann belegte Rang elf. Die Disziplinenwertungen gingen an Hofmeister (PGS) und die Schweizerin Julie Zogg (PSL). Beste Österreicherinnen: 5. Daniela Ulbing (PSL), 7. Claudia Riegler (PGS). In der Teamwertung wurde keine Kristallkugel vergeben, da dafür drei Rennen erforderlich gewesen wären, aber nur zwei Konkurrenzen zur Austragung gelangten. Claudia Riegler und Andreas Prommegger wurden hinter dem deutschen Duo Hofmeister/Baumeister Team-Zweite. Österreichische Gesamtsiege gab es im Europacup: Bei den Herren gewann Alexander Payer vor seinem ÖSV-Teamkollegen Fabian Obmann, bei den Damen Sabine Schöffmann. n

Benjamin Karl teilte sich beim PGS in Blue Mountain den Sieg mit Mirko Felicetti.  Foto: Canada Snowboard

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Fotos: ÖSV/Lukas Pachner, FIS/Miha Matavz

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Alessandro Hämmerle (rotes Trikot rechts) gab in der vergangenen Saison meist das Tempo vor und wurde dafür mit der zweiten SBX-Kristallkugel belohnt.

ZWEITES SBX-KRISTALL FÜR HÄMMERLE In einem wahren Herzschlagfinale hat der Vorarlberger Alessandro Hämmerle mit einem Sieg beim Saisonfinale in Veysonnaz (SUI) zum zweiten Mal in Folge den Snowboardcross-Weltcup gewonnen.

I

m allerletzten Heat der Saison kam es in Veysonnaz zwischen Alessandro Hämmerle und seinem härtesten Konkurrenten im Kampf um Platz eins in der Disziplinenwertung, dem Italiener Lorenzo Sommariva, zum Showdown. Hämmerle packte in diesem Lauf all sein Können aus, feierte vor Omar Visintin (ITA), Adam Dickson (AUS) und Sommariva seinen neunten Weltcup-Einzelsieg und sicherte sich damit seine zweite SBX-Kristallkugel nach 2018/19. Dabei schien der Traum des 26-jährigen Montafoners von der erfolgreichen Titelverteidigung bereits im Semifinale zu platzen, als er in einem harten Positionskampf mit dem Spanier Lucas Eguibar und dem Franzosen Merlin Surget beinahe zu Sturz kam und abgeschlagen auf Rang vier zurückfiel. Doch

in weiterer Folge musste Eguibar zu Boden und fuhr Surget an einem Tor vorbei, womit der Österreicher doch noch den Aufstieg in das große Finale schaffte. Dort fuhr Hämmerle einen entfesselten Lauf, in dem er zur Hälfte des Kurses die Führung übernahm, die er bis ins Ziel auch nicht mehr abgab. „In diesem Rennen ist mir nichts geschenkt worden, deshalb bin ich stolz, wie ich das gemacht habe. Im Semifinale war auch Glück dabei, denn die Top 2 hätte ich wohl nicht mehr erreicht, nachdem ich fast gestürzt wäre. Im großen Finale habe ich dann keinen Millimeter mehr nachgegeben und alles investiert, was mein Körper noch hergegeben hat“, sagte Hämmerle, bei dem die Umstände, unter denen das Rennen Mitte März noch durchge-

peitscht wurde, auch Spuren hinterließen. So waren die Teams aus den USA und Kanada wegen der Corona-Krise vorzeitig aus Veysonnaz abgereist, einige Athleten der italienischen Mannschaft waren gar nicht mehr in die Schweiz gekommen. „Ich habe die Kristallkugel zwar gewonnen, aber meine Gefühle sind zwiespältig. Bis kurz vor dem Rennen gab es Gerüchte über eine Absage wegen des Coronavirus. Deshalb war es auch sehr schwer, konzentriert zu bleiben, aber ich habe es irgendwie hinbekommen. In der aktuellen Situation ist der Sport aber ohnehin nur sekundär – vorrangig ist jetzt, dass sich die allgemeine Lage möglichst schnell wieder entspannt“, ergänzte Hämmerle. Julian Lüftner und Luca Hämmer-

le komplettierten als Siebenter bzw. Achter die starke Mannschaftsleistung des rot-weiß-roten Teams in Veysonnaz. Hämmerle gelang damit ein starkes Comeback, nachdem er im Dezember bei einem Sturz in Cervinia (ITA) eine schwere Gehirnerschütterung erlitten hatte und deshalb einige Zeit ausgefallen war. Der 23-jährige Niederösterreicher Jakob Dusek fuhr eine überragende Saison und wurde im SBX-Weltcup als zweitbester Österreicher Fünfter, der Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner landete auf Platz zehn. Bei den Damen holte Katharina Neussner als Achte beim Saisonfinale ihr bestes Weltcupresultat. Den Weltcup beendete die Niederösterreicherin auf Rang 18. n snowboardteamaustria 31

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BIG-AIR-TRIUMPH VON GASSER BEI DEN X-GAMES Anna Gasser hat in einer dramatischen Entscheidung den Big Air im Rahmen der X-Games Norway in Hafjell für sich entschieden!

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ie Kärntnerin schaffte mit dem allerletzten Trick der Konkurrenz, einem „Cab Double Cork 1080“, noch den Sprung vom dritten Zwischenrang auf Platz eins. Gasser holte damit vor der Japanerin Miyabi Onitsuka und der Kanadierin Laurie Blouin bereits ihr viertes X-Games-Gold. Die Big-Air-Olympiasiegerin setzte bei diesem Contest vier verschiedene Tricks sauber hin und erhielt für zwei ihrer Sprünge auch die höchsten Wertungen der Jud-

ges. Detail am Rande: Den „Cab Double Cork 1080“, mit dem Gasser den Sieg fixierte, war die Millstätterin im Training aufgrund schwieriger äußerer Bedingungen kein einziges Mal gesprungen. „Ich habe vor dem letzten Run gewusst, dass ich alles geben muss, um noch ganz nach vorne zu kommen. Ich bin extrem happy, dass ich den ‚Cab 10‘ dann auch wirklich landen konnte. Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel, da die jungen Fahrerinnen das Niveau

Anna Gasser jubelte in Hafjell nach dem Sieg im Big Air über ihr viertes X-Games-Gold.  Foto: ÖSV/Clemens Millauer ständig nach oben schrauben, aber ich immer wieder gut dagegenhalten kann“, jubelte Gasser. Im Slopestyle landete die 28-Jährige in Norwegen auf Platz vier. Bei den Slopestyle-Contests im Rahmen der US Open in Vail sowie der Dew Tour in Copper Mountain schaffte Gasser hinge-

gen als Zweite bzw. Dritte jeweils den Sprung auf das Podest. Der Oberösterreicher Clemens Millauer landete beim Slopestyle in Calgary (CAN) auf Platz sechs und holte damit sein zweitbestes Weltcupresultat in dieser Disziplin nach Rang fünf im Jänner 2017 auf der Seiser Alm (ITA). n

Thomas Mayrpeter zum „Aufsteiger des Jahres“ gekürt Foto: GEPA

Der Oberösterreicher Thomas Mayrpeter ging in einer Abstimmung unter allen Skicross-Cheftrainern als „Rookie of the Year“ der abgelaufenen Weltcup-Saison hervor.

Thomas Mayrpeter wurde in seiner ersten Weltcupsaison zum „Rookie of the Year“ gewählt. 32

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nter chaotischen Umständen ging der Skicross-Weltcup Mitte März im schweizerischen Veysonnaz zu Ende! Obwohl sich die Lage um die Coronavirus-Pandemie bereits gefährlich zuspitzte, sollte das letzte Saisonrennen am 14. März 2020 noch unbedingt stattfinden. Doch am Tag vor der geplanten Austragung schob der Schweizer Bundesrat allen Sportveranstaltungen einen Riegel vor, womit auch das Weltcupfinale abgesagt werden musste. Das ÖSVTeam hätte das Rennen aber ohnehin nicht mehr bestritten, da es sich zum Zeitpunkt der Absage nach einer von der österreichischen Bundesregierung ausgesprochenen Reisewarnung für die Schweiz bereits auf dem Heimweg befunden hatte.

Der ehemalige Alpin-Läufer Thomas Mayrpeter, der vor zwei Jahren in das Lager der Skicrosser gewechselt war, wurde im Rahmen des Saisonfinales von den Cheftrainern aller Nationen zum „Aufsteiger des Jahres“ gewählt und folgt damit dem Steirer Sandro Siebenhofer nach, dem diese Ehre in der Vorsaison zuteilgeworden war. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht damit gerechnet, dass ich zum ‚Rookie of the Year‘ gewählt werde. Die Saison war am Anfang ganz gut, aber gegen Ende eher durchwachsen. Ich freue mich über diese Auszeichnung und nehme sie als Motivation in den kommenden Winter mit“, sagte Thomas Mayrpeter, der in seiner ersten Weltcupsaison als Siebenter in Val Thorens (FRA) und Zehnter in Idre

Fjäll (SWE) zwei Top-Ten-Plätze geholt hat und die Gesamtwertung auf Rang 28 abgeschlossen hat. Die Skicross-Kristallkugeln gingen an die Schwedin Sandra Näslund und den Kanadier Kevin Drury. Als beste Österreicher landeten die Steirerin Katrin Ofner sowie der Salzburger Adam Kappacher auf den Plätzen acht bzw. zwölf. Die Europacup-Gesamtwertung gewann der Steirer Robert Winkler (Saisonsiege in Villars/SUI und im 2. Rennen auf der Reiteralm) vor dem Vorarlberger Frederic Berthold (Saisonsiege in Val Thorens/ FRA und im 1. Rennen auf der Reiteralm). Bei den Damen wurde die Oberösterreicherin Christina Födermayr Siebente. n skicrossteamaustria

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Foto: Jan Farrell Media

Kramer Dritter im Speed-Ski-Weltcup Der Salzburger Manuel Kramer raste in sechs Rennen vier Mal auf das Podest. Italiener Simone Origone holt Gesamtweltcup mit Punktemaximum.

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Foto: Roland Hold

ach den Weltcup-Stationen in Vars (FRA), Salla (FIN) und Idre Fjäll (SWE) mit insgesamt sechs Rennen durfte sich Manuel Kramer über Rang drei in der Speed-Ski-Gesamtwertung freuen. Mit vier Podestplätzen und 330 Punkten musste sich der Flachauer nur dem Franzosen Simon Billy (440) und Saison-Dominator Simone Origone (600 Punkte) aus Italien geschlagen geben. Kramers Erfolg ist umso bemerkenswerter, da der 31-jährige Salzburger

erst bei der zweiten Station im finnischen Salla nach fünfmonatiger Verletzungspause in den Speed-SkiWeltcup zurückgekehrt war. „Man darf nicht vergessen, dass der Kreuzbandriss erst vor einem halben Jahr passiert ist. Wichtig ist, dass das Knie hält und es mir gut geht. Ich habe nicht alles riskiert, damit es mich in der Kompression nicht hintenrein drückt und ich damit eventuell mein Knie gefährde. Deshalb bin ich mit den Ergeb-

speedskiaustria

Paul Verbnjak lief bei den Junioren in allen sieben Weltcupbewerben aufs Podest. In der Gesamtwertung landete der Kärntner auf Rang zwei. ie Skibergsteiger, die ihre Veranstaltungen oft erst im Spätwinter durchführen, waren von den Absagen durch die weltweite Covid-19-Ausbreitung besonders betroffen. Neben mehreren Weltcupveranstaltungen musste auch der Saisonhöhepunkt – die ISMF-Weltmeisterschaft in Madonna di Campiglio (ITA) – frühzeitig abgesagt werden. So konnten mit Aussois (FRA), Arinsal (AND) und Berchtesgaden (GER) nur drei

Weltcupstationen stattfinden. Äußerst zufrieden darf Paul Verbnjak auf die vergangenen Monate zurückblicken. Nach Podestplätzen in allen sieben Weltcupbewerben belegte der junge Kärntner in der Junioren-Gesamtwertung Rang zwei hinter dem Schweizer Aurélien Gay (SUI). Mit dem Tiroler Andreas Mayer (5.) zeigte ein weiterer Junior groß auf. In der Endabrechnung der „Seniors“ landeten der Steirer Armin Höfl

Die Tirolerin Anna Gandler triumphierte bei den Offenen Biathlon-Junioren-Europameisterschaften im Einzel. Die Titelkämpfe wurden nach vier von acht Rennen abgebrochen.

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zuschlug. Mit einer tollen Laufleistung und fehlerlosem Schießen holte sich die 19-Jährige den EM-Titel im 12,5 km Einzelbewerb. „Das ist doch noch einmal eine Nummer größer als die JugendWM, weil ich ja eigentlich immer noch Jugendliche bin, und jetzt der Europameister-Titel bei den Junio-

(10.) und der Salzburger Jakob Herrmann (11.) im Spitzenfeld. Weltcup-Gesamtsieger wurden der Italiener Robert Antonioli und die Schweizerin Marianne Fatton. Auch beim letzten ISMF-Weltcup, dem berüchtigten „Jennerstier“ in Berchtesgaden, konnten sich sowohl Höfl (7./Vertical), als auch Herrmann (6./Individual) mitten in der Weltspitze etablieren. n skiaustriamountaineering

Foto: WMP

Gandler holt Gold bei Junioren-EM in Hochfilzen

uch wenn die Staffel- und Verfolgungswettkämpfe der Covid-19-Ausbreitung zum Opfer fielen, waren die wenigen Medaillen­ entscheidungen aus ÖSV-Sicht ein voller Erfolg. Hauptverantwortlich dafür war Anna Gandler, die nach Gold bei der Jugend-WM in Hochfilzen auch bei den Juniorinnen

Der Salzburger Manuel Kramer schaffte es bei seinen fünf Weltcup­ einsätzen viermal auf das Podest.

Frühes Saison­ende für Skibergsteiger

D Der Kärntner Paul Verbnjak lief in der Juniorenklasse in allen sieben Weltcupbewerben auf das Podest.

nissen sehr zufrieden und freue mich schon auf das Finale in Formigal“, so Kramer in Idre Fjäll. Dass die letzten Rennen in Spanien (13. bis 15. März) der Covid-19-Ausbreitung zum Opfer fallen würden, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Routinier Klaus Schrottshammer, der nur beim Auftakt in Vars im Einsatz war, landete im Gesamtweltcup auf Rang 38. n

Nach Gold bei der Jugend-WM (Verfolgung) krönte sich Anna Gandler in Hochfilzen zur JuniorenEuropameisterin im Einzel.

rinnen, das ist unglaublich für mich“, freute sich Österreichs größte Biathlon-Hoffnung. Im Sprint gab es dank Anna Gandler (5.) und Kristina Oberthaler (10) zwei weitere Spitzenplätze. Auch die Herren durften sich in den beiden Bewerben dank Magnus Oberhauser (14. & 18.) und Thomas Postl (17. & 20.) über vier Top-20-Plätze freuen. „Mit diesen Ergebnissen, allen voran der Goldmedaille von Anna, können wir mehr als zufrieden sein. Wir sehen, dass junge AthletInnen nachkommen. Da haben wir sicherlich Potential für die Zukunft, das es zu entwickeln und zu fördern gilt“, so Junioren-Gruppentrainer Fritz Pinter. n 33

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Angeführt von den beiden dreifachen Medaillengewinnern Marita Kramer und Peter Resinger (auf den Schultern) flog Österreichs Nachwuchs-Skisprungteam in Oberwiesenthal von Erfolg zu Erfolg.

ERFOLGREICHSTE NORDISCHE JUNIOREN-WM ALLER ZEITEN! Die ÖSV-Talente wuchsen bei den Nachwuchs-Titelkämpfen in Oberwiesenthal (GER) über sich hinaus. Im Skispringen und in der Nordischen Kombination gab es insgesamt acht Medaillen, fünf davon in Gold!

SKISPRINGEN

Fotos: Studio2media/Marko Unger

Was waren das für Junioren-Weltmeisterschaften für die ÖSV-Skisprunghoffnungen! Nach fünf Bewerben standen vier Goldmedaillen und einmal Silber zu Buche! Das erste Ausrufezeichen bei den WM-Konkurrenzen auf der Fichtelbergschanze setzte Marita Kramer. Die 18-jährige Salzburgerin, die in dieser Saison be-

Mit drei Goldmedaillen war die Salzburgerin Marita Kramer DIE Überfliegerin der Junioren-WM. 34

reits einen Weltcup für sich entscheiden konnte, setzte sich mit Sprüngen auf 99 und 101 Meter souverän vor den ebenfalls weltcuperprobten Athletinnen Thea Minyan Björseth (NOR) und Lara Malsiner (ITA) durch. Lisa Eder verpasste als Vierte eine weitere ÖSV-Medaille nur knapp. Wenige Stunden später holte der 19-jährige Salzburger Peter Resinger mit Sprüngen auf 108 und 98 Meter in einem turbulenten Bewerb vor Sander Vossan Eriksen (NOR) und Mark Hafnar (SLO) die Goldmedaille bei den Herren. Der Tiroler Marco Wörgötter wurde Fünfter, der Steirer David Haagen sprang auf den achten Platz. In ähnlicher Manier ging es auch in den Teambewerben weiter. Nach einer überlegenen Goldmedaille (über 60 Punkte Vorsprung) für die ÖSV-Juniorinnen in der Besetzung Lisa Eder, Vanessa Moharitsch, Julia Mühlbacher, Marita Kramer folgte Silber für das ÖSV-Herren-Quartett. Peter Resinger, Josef Ritzer, David Haagen, Marco Wörgötter mussten sich im Teambewerb nur den starken Slowenen geschla-

gen geben. Im abschließenden Mixed-Bewerb hatte die Mannschaft um die Trainer Thomas Thurnbichler und Hannes Wenninger (Herren) sowie Josef Walluschnig und David Fallmann (Damen) auch das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Mit 1,6 Punkten Vorsprung vor Norwegen holte das Quartett Lisa Eder, Marco Wörgötter, Marita Kramer und Peter Resinger auch noch Gold im Mixed-Teamspringen. „Die Junioren-WM war unser großes Saisonziel. Ein Eckpfeiler des Erfolges war sicherlich die sehr gute Zusammenarbeit der drei Zentren Stams, Saalfelden und Eisenerz. Zudem wurde bei den Herren mit Thomas Thurnbichler ein eigener Trainer eingesetzt, der sich speziell um diese Talente gekümmert hat. Diese Maßnahme hat bereits während der Saison, im Alpencup, bei den Youth Olympic Games und im Weltcup Früchte getragen. Wir hatten bei den Herren vier Athleten am Start, von denen jeder eine Medaille hätte gewinnen können. Das war unser großes Ziel. Insofern ist alles aufgegangen. Hut ab auch

AKTUELL

Foto: Romina Eggert

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Gandler räumte bei Jugend-WM ab!

Das Gold-Quartett in der Kombination: (v. l.) Johannes Lamparter, Fabio Obermeyr, Thomas und Stefan Rettenegger vor Marita Kramer. Nach ihrem kometenhaften Aufstieg hat sie die Favoritenrolle angenommen und dem Druck mit drei Goldmedaillen bravourös standgehalten“, so ÖSV-Mannschaftsführer Harald Haim.

ter und Fabio Obermeyr kombinierten sich sehr zur Freude von ÖSV-Mannschaftsführer Günther Chromecek vor Frankreich und Norwegen souverän zum WM-Titel.

NORDISCHE KOMBINATION

Die Langlaufbewerbe, wo es sowohl bei den Junioren als auch in der U-23-Klasse in den Einzelrennen keine Top-15Platzierung für den ÖSV-Nachwuchs gab, brachten wie erwartet nüchterne Ergebnisse. Einziger Top-Ten-Platz war ein neunter Rang in der Mixed-Staffel (U-23) durch Barbara Walchhofer, Mika Vermeulen, Philipp Leodolter und Lisa Achleitner.  n

Auch Österreichs Kombinierer-Nachwuchs durfte sich über einen Medaillenregen freuen. Zum Auftakt gab es in den beiden Einzelbewerben Silber und Bronze. Bei den Herren musste sich der 18-jährige Tiroler Johannes Lamparter nur dem norwegischen Weltcup-Shootingstar und Topfavoriten Jens Luraas Oftebro geschlagen geben. „Ich bin sehr glücklich über die Silbermedaille. Jens Luraas war heute unschlagbar, das muss man anerkennen und ihm gratulieren“, so Lamparter, der im Vorjahr in Lahti Gold gewonnen hatte. Bei den Damen schaffte es mit Lisa Hirner ebenfalls eine Österreicherin auf das Podest. Nach Rang fünf im Springen lief die 16-jährige Steirerin noch zu Bronze. „Der Sprung war leider nicht so gut. Im Langlaufrennen konnte ich mich im letzten Stieg aber noch entscheidend von der Gruppe absetzen und die Bronzemedaille sichern“, freute sich Hirner, die im anschließenden Mixed-Bewerb zusammen mit Sigrun Kleinrath, Manuel Einkemmer und Johannes Lamparter als Vierte knapp an der nächsten Medaille vorbeischrammte. Diese gab es dafür beim abschließenden Teambewerb der Junioren. Und zwar in goldener Ausführung. Stefan Rettenegger, Thomas Rettenegger, Johannes Lampar-

Foto: Harald Deubert/foto-deubert.de

Die 19-jährige Tiroler Biathletin Anna Gandler gewann bei den Nachwuchs-Titelkämpfen in Lenzerheide (SUI) Gold in der Verfolgung und Bronze im Einzel.

LANGLAUF

ÖSV-MEDAILLEN SKISPRINGEN:

Gold Einzelbewerb: Peter Resinger Gold Einzelbewerb: Marita Kramer Gold Team Damen: Lisa Eder, Vanessa Moharitsch, Julia Mühlbacher, Marita Kramer Gold Team Mixed: Lisa Eder, Marco Wörgötter, Marita Kramer, Peter Resinger Silber Team Herren: Peter Resinger, Josef Ritzer, David Haagen, Marco Wörgötter

NORDISCHE KOMBINATION:

Gold Team: Stefan Rettenegger, Thomas Rettenegger, Johannes Lamparter, Fabio Obermeyr Silber Einzelbewerb: Johannes Lamparter Bronze Einzelbewerb: Lisa Hirner

MEDAILLENSPIEGEL JUNIOREN (ohne U-23-Langlauf): 1. Norwegen (6/4/2) 12 Medaillen 2. ÖSTERREICH (5/2/1), 8 Medaillen 3. USA (2/1/0), 3 Medaillen 4. Deutschland (1/4/3), 8 Medaillen 5. Schweiz (1/1/2), 4 Medaillen 5. Slowenien (1/1/2), 4 Medaillen

Anna Gandler durfte sich bei der Jugend-WM in Lenzerheide zum Abschluss über Gold in der Verfolgung freuen.

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om 23. Januar bis 2. Februar 2020 war einiges los in der Biathlon-Arena von Lenzerheide (SUI), wo die IBU Jugendund Junioren-Weltmeisterschaft stattfand. Insgesamt 500 Athletinnen und Athleten aus 43 Nationen waren bei den Nachwuchs-Titelkämpfen am Start. Während sich im Medaillenspiegel Norwegen und Russland mit insgesamt je neun Medaillen (fünf davon in Gold) Rang eins brüderlich teilten, durfte sich auch der ÖSV-Nachwuchs über zwei Medaillen freuen. Beide gingen auf das Konto von Nachwuchshoffnung Anna Gandler. Zum Auftakt holte die Tochter von LanglaufTeamweltmeister Markus Gandler die Bronzemedaille im Einzelbewerb. Nach Rang vier im Sprint sorgte die 19-Jährige mit Gold in der Verfolgung auch für einen perfekten Schlusspunkt.  n 35

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GOLD-HATTRICK FÜR EGGER – DIE „KÖNIGIN VON NARVIK“ Magdalena Egger war mit drei Goldmedaillen der Shootingstar der Alpinen Junioren-Weltmeisterschaften in Narvik. Überlegener ÖSV-Sieg im Medaillenspiegel. Nachwuchs-Titelkämpfe in Norwegen aufgrund des Coronavirus frühzeitig beendet.

„N

iemals hätte ich den Titel JuniorenWeltmeisterin und meinen Namen in Zusammenhang gebracht. Und jetzt gleich dreimal!? Das ist einfach Wahnsinn“, war Magdalena Egger nach ihrer Goldmedaille in der Alpinen Kombination beinahe sprachlos. Zuvor hatte die 19-jährige Vorarlbergerin bereits den beiden Speed-Bewerben ihren Stempel aufgedrückt. Zum Auftakt setzte sich Egger in der Abfahrt neun Hundertstelsekunden vor ihrer Salzburger Teamkollegin Lisa Grill durch. Im Super-G folgte der nächste Doppelschlag der ÖSV-Talente. Erneut siegte Egger vor Grill (+0,28 sec.). Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, wiederholte das rot-weiß-rote Erfolgsduo in der Kombination seinen Doppelsieg. Und wieder hieß es Gold für Magdalena Egger, Silber für Lisa Grill (+0,53 sec.). Die Silbermedaille von Grill war nach einem turbulenten Rennen dennoch nicht hoch genug einzuschätzen. „Im Super-G wurde ich kurz vor dem Ziel abgewunken und musste noch einmal starten. Die Situation war nicht leicht, aber schlussendlich ist es mir gelungen, eine solide Fahrt hinzulegen“, so Grill, die ihrer dreifach vergoldeten Teamkollegin neidlos gratulierte. „Mäggie ist derzeit einfach unschlagbar. Ich kann ihr nur gratulieren, freue mich aber auch sehr über meine drei Silbermedaillen.“

Erfolgreicher als Hirscher und Veith

Die Vorarlberger Allrounderin Magdalena Egger, die heuer auch schon im Weltcup im Einsatz war, avancierte mit drei Einzel-Goldmedaillen zum Superstar der Junioren-Titelkämpfe in Narvik. 36

Und der Shootingstar selbst? Dreimal Gold bei ein und derselben Junioren-WM: das haben einst nicht einmal Marcel Hirscher und Anna Veith geschafft. „An meiner Herangehensweise ändert diese WM gar nichts. Es haben schon genug Junioren-Weltmeister die Hände in die Höhe gerissen und sind dann von der Bildfläche verschwunden“, bleibt die Vorarlbergerin mit beiden Beinen auf den Boden. Nach sechs Medaillen in den ersten drei Rennen war es für die rot-weiß-roten Damen dann auch leicht zu verkraften, dass im Riesen-

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Fotos: GEPA

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Lisa Grill durfte sich in Abfahrt, Super-G und Kombination über die Silbermedaille freuen (li.). Im Super-G der Herren feierten die ÖSV-Junioren dank Stefan Rieser (re.) und Armin Dornauer einen Doppelsieg.

ÖSV-Herren holen Gold, Silber und Bronze Auch für die ÖSV-Junioren verlief die Mini-WM (nur die Speed-Rennen fanden statt) erfolgreich. In der Abfahrt durfte sich der Salzburger Stefan Rieser mit 0,23 Sekunden Rückstand über Bronze freuen. Gold ging an den Schweizer Alexis Monney. Mit dem erst 17-jährigen Salzburger Lukas Broschek (10.) und dem Salzburger Felix Hacker (11.) schafften es zwei weitere ÖSV-Läufer in die Top-15. Noch besser verlief dann der Super-G, wo Österreich, angeführt von Stefan Rieser, einen Doppelsieg feierte. Silber ging an den Tiroler Armin Dornauer (+0,51 sec.). Der Vorarlberger Lukas Feurstein komplettierte als Sechster das herausragende Mannschaftsergebnis. „Auch wenn die WM für unsere

Foto: ÖSV

torlauf ausnahmsweise kein ÖSV-Talent auf dem Podest stand, bevor der sich weltweit ausbreitende Coronavirus dafür sorgte, dass die WM noch vor dem Slalom und dem Teambewerb zu Ende ging. „Der Start in die Junioren-WM war geradezu ein Gold­regen. Dass die zwei Mädels so auftrumpfen werden, war in diesem Ausmaß sicher nicht zu erwarten. Es hat ihnen sicher auch in die Karten gespielt, dass der Super-G und die Abfahrt technisch äußerst anspruchsvoll waren. Da haben die beiden Allrounderinnen einerseits von den letzten Jahren unter Thomas Rimml profitiert, andererseits hat Damen-Trainer Florian Stengg in der intensiven WM-Vorbereitung vor allem die technische Schiene hochgehalten“, erklärt ÖSV-Mannschaftsführer Christian Greber.

Junioren nach zwei Rennen vorbei war, darf man mit den Leistungen der Schützlinge von Georg Harzl sehr zufrieden sein. Als äußerst zielführend hat sich auch das Projekt einer Trainingsgruppe um Georg Streitberger erwiesen. Hier werden Athleten mit Speed-Schwerpunkt gemeinsam an den Europacup herangeführt“, so ÖSVMannschaftsführer Christian Greber, der auch die Leistungen von Lukas Broschek, der überlegen die U18-Wertung gewann, heraushob. Auch das Gesamt-Fazit fiel nach neun ÖSV-Medaillen in sechs Rennen mehr als positiv aus. „Sagen wir es so: Die WM war äußerst erfolgreich, sie hätte aber wirklich herausragend werden können. Es ist einfach schade, dass diese Titelkämpfe so ein abruptes Ende genommen haben“, so Greber.  n

ÖSV-MEDAILLEN IN NARVIK Gold: 3x Magdalena Egger (Abfahrt, Super-G, Alpine Kombination) Stefan Rieser (Super-G) Silber: 3x Lisa Grill (Abfahrt, Super-G, Alpine Kombination) Armin Dornauer (Super-G) Bronze: Stefan Rieser (Abfahrt)

MEDAILLENSPIEGEL

(nach 6 von 11 Bewerben)

Und täglich grüßt das Murmeltier: Beim Medaillenfoto am Medal Plaza in Narvik änderte sich meist nur das Gesicht der Drittplatzierten. Dreimal hieß es Gold für Magdalena Egger (Mitte), Silber für Lisa Grill (li.).

1. ÖSTERREICH (4/4/1), 9 Medaillen 2. Schweiz (1/0/1), 2 Medaillen 3. Schweden (1/0/0), 1 Medaille 4. Italien (0/1/1), 2 Medaillen 5. Slowenien (0/1/0), 1 Medaille 6. Frankreich, Norwegen und USA, je 1x Bronze

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PRODUKTE · INNOVATIONEN

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STARKE MARKEN Aktuelle Trends

ODLO

Volldampf bei jedem Wetter

BUFF®

Lifestyle & Performance PACK BASEBALL CAP – eine Kappe, die Lifestyle und Performance perfekt unter einen Hut bringt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Baseball Cap der Marke kann dieses Modell handlich gefaltet werden, sodass es in jede Jackentasche passt. Beim BUFF® is a reg. Entpacken springt die Pack Baseball Cap sofort trademark property wieder in ihre ursprüngliche Form zurück und ist of Original BUFF S.A. direkt wieder bereit für den Einsatz. Mit dieser neuen Kappe vervollständigt BUFF® die „packable Collection“, da es nun für jedes Modell eine packbare Version geben wird. Denn die Klassiker wie Pack Run Cap zum Laufen, Pack Trek Cap zum Wandern, die Pack Bike Cap für den Radsport oder die Pack Kids Cap speziell für Kinder wird es natürlich auch weiterhin geben. Zuwachs erhält die Kollektion eben durch ein packbares Modell mit Lifestyle-Silhouette. www.buff.com, www.epmsports.at

Von innen oder von außen nass werden? Vor dieser Entscheidung stehen engagierte Läufer & Läuferinnen bislang, wenn’s bei Regenwetter auf die Trainingsrunde geht. Entweder du greifst zur wasserdichten Regenjacke, die dich von außen trocken hält, jedoch im eigenen Saft schmoren lässt. Oder du läufst in einer hoch atmungsaktiven Jacke, in der dich der Regen bis auf die Haut nass werden lässt. Egal, wofür du dich entscheidest, es wird unangenehm nass. Doch damit ist jetzt Schluss. Dank DUAL DRY von Odlo. www.odlo.com

ESKA

SWEET PROTECTION

Schlechte Sicht hat keine Chance mehr

Die RONIN Sport-Performance-Sonnenbrille wurde speziell für hochintensive Sportaktivitäten entwickelt, kann aber dank des schlichten, skandinavischen Designs auch im Alltag selbstbewusst getragen werden. Mit ihrer starren Glasgeometrie und dem „frameless“ Design bietet Ronin ein unübertroffenes Sichtfeld sowie hervorragende optische Eigenschaften. Die kontrastverstärkende Glastechnologie RIG™ sorgt dafür, dass Sie während der Fahrt jedes Detail sehen können – egal wie schwierig die Lichtverhältnisse sind. www.sweetprotection.com 38

Handschuh für den Pulverschnee Der neue Softshell-Handschuh Soho INFINIUMTM von ESKA ist universell einsetzbar und hält die Hände bei jedem Wetter herrlich warm und trocken. Die PrimaLoft® Gold Insulation Grip Control und das Futter mit hochwertiger GORE-TEX INFINIUMTM-Qualität sorgen für entspannte Skitage auf Pulverschnee & Co. Ein echter Allrounder – wasserabweisend, atmungsaktiv und samtig weich! Die Innenhand aus Ziegenleder verleiht dem Soho INFINIUMTM eine stille Eleganz und ermöglicht einen festen Grip. www.eskagloves.com

PRODUKTE · INNOVATIONEN

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NORDCAP

Foto: saalbach.com/Christian Wöckinger

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ZANIER

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Gemeinsam wieder bergauf! Der nächste Winter kommt bestimmt. Bitte beachtet die Orderdeadline am 05.April für eure Teamwear Bestellung W20/21 Alle Infos unter Herbert Kern: +43 664 88739100 und www.schoeffel-teamwear.com

P. JENTSCHURA

Noch frischer, noch informativer

VÖLKL – THE NEXT GENERATION

Keep on racing

Für den neuen RACETIGER JUNIOR wurde ein komplett neuer Skikörper entwickelt. Für alle Aufbauten wurden zwar die gleichen Materialien verwendet, diese unterscheiden sich bei den einzelnen Längen aber in Dicke, Quantität und Anteilsaufteilung. Dabei vereint der Ski drei entscheidende Technologien: Die Torsionally Soft Tip Technology für direkte, präzise und verlässliche Schaufelansprache und damit für einfache Schwungeinleitung sowie mehr Agilität. Das veränderte Bohrbild im Vorderbacken der X-Comp-Bindung (von vier auf drei Schrauben) macht den Ski fehlerverzeihender und geschmeidig im Drift-Verhalten. Die Race Interface Plate bietet zudem gleichmäßigen Flex, harmonischen Grip und sorgt gleichzeitig für eine direktere Kantenansprache sowie Kraftübertragung. www.voelkl.com

In Zeiten zunehmend einseitiger Ernährung ist ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ein optimaler Weg, um die eigene Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Wie das funktioniert, verrät Jentschuras Ratgeber „Basisch gesund leben“, der wie das dazu passende Kochbuch „Basisch kulinarisch“ jetzt neu aufgelegt wurde. Der lesefreundliche Ratgeber ist die perfekte Einstiegslektüre für alle, die ihren Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht bringen möchten. Von basischer Körperpflege über Sauerstoffbehandlungen bis hin zu basenreicher Ernährung wird die Welt der basischen Versorgung in ihrer Gesamtheit dargestellt. Ebenfalls neu ist die mittlerweile dritte Auflage von Jentschuras Kochbuch. „Basisch kulinarisch“, das einfache Blitzrezepte, Frühstücksrezepte, Ideen für mittags, abends, für Naschkatzen und Leckereien für Feste und Feierlichkeiten enthält www.p-jentschura.com

AKTUELL

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Foto: Engadin St. Moritz

BIKEN RUND UM ST. MORITZ IM ENGADIN Weiße Berggipfel und klare Bergseen. Das Engadin in der Schweiz könnte einem die Alpen auf keine bessere Art und Weise näherbringen. Den meisten ist vor allem St. Moritz bekannt, das als Wintersportdestination der Stars gilt. Was viele nicht wissen: im Sommer ist dieser Ort ein vielseitiges Mountainbike-Paradies.

W

Foto: Engadin St. Moritz

ir sind neugierig und haben Lust, ein paar neue Orte und Landschaften mit unseren Bikes zu erkunden. Unsere Home-Trails lieben wir zwar heiß und innig, aber hie und da ein paar neue Wege unter unsere Stollenreifen zu nehmen gehört einfach dazu. Hinzu lockt uns der hochalpine Charakter der Bike-Region rund um St. Moritz. Der Ort selbst liegt bereits auf einer Seehöhe von 1856 Metern. Tolle Berggipfel, die es zu

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erkunden gilt, sind etwa die des Hausberges Corviglia (2486 m) oder des Piz Nair (3057 m). Ganz in der Nähe liegt auch der Berninapass, der für tolle Ausblicke sorgt.

Let’s flow Bevor es auf die Trails auf der Corviglia geht, heißt es zuerst einmal in unser Bike-Hotel einchecken. Wir kommen aus dem Staunen beinahe gar nicht mehr heraus, als wir im

Sport Resort Cresta Palace ankommen. Wir fühlen uns, als würden wir in einem Palast residieren. Alles ist stilvoll eingerichtet und verbindet historischen Charme mit modernen Elementen. Uns wird auch gesagt, dass es einen circa 1200 m2 großen „Vita Pura“ SPA gibt, wo wir uns nach unseren MTB-Touren entspannen können. Wir freuen uns schon jetzt. Aber zuerst heißt es für uns dennoch los und Trails entdecken. Tolle Flowtrails gibt es am Hausberg Corviglia, die wir zum ersten Einrollen nutzen wollen. Zuallererst wagen wir uns auf den WM Flow Trail. Er startet bei der Bergstation Corviglia. Highlights dieses Tracks sind die 360°-Kurve, die es zu bewältigen gilt, sowie der darauf folgende flowige Abfahrts-Pumptrack. Uns macht es richtig Spaß. Wir entscheiden uns, denselben Trail noch einmal zu fahren. Wir pedalieren deshalb Richtung Salastrains, um uns dort von der Chantarella-Bahn wieder bergauf transportieren zu lassen. Ebenfalls direkt bei der Bergstation Corviglia startet der Corviglia Flow Trail. Auch diesen nehmen

FIT IN DEN FRÜHLING

wir natürlich in Angriff. Nach gut 480 bewältigten Tiefenmetern gelangen wir zur Alto Bar bei der Mittelstation Chantarella. Wir bestellen uns einen leckeren Burger. Während wir unsere Energiespeicher wieder aufladen, kommen wir mit anderen Bikern ins Gespräch. Sie erzählen uns von der Bernina Express Tour. Nach ihren Schilderungen bekommen auch wir richtig Lust drauf. Für den nächsten Tag steht deshalb diese Route für uns fix am Programm.

Foto: Engadin St. Moritz

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Foto: Engadin St. Moritz

Foto: Cresta Palace/Andrea Badrutt

Die Bernina Express Tour ist ein echtes Highlight im Engadin. Start der Route ist der Verkehrsknotenpunkt Samedan. Von hier geht es auf knapp 37 Kilometern und innerhalb weniger Stunden durch mehrere Klimazonen, einmal über den Alpenhauptkamm und entlang der UNESCO-Welterbestrecke der Rhätischen Bahn. Für die, die es nicht wissen: Die Rhätische Bahn ist die höchstgelegene Eisenbahnlinie Europas und chauffiert einen durch die beeindruckendsten Landschaften. Wir jedenfalls verzichten auf die Bahn und nehmen uns die „Route 66 des Engadin“ mit dem Mountainbike vor. Wir starten also in Pontresina, von wo es zügig bergauf zur Berninapasshöhe auf rund 2200 Meter Höhe geht. Dort legen wir eine kurze Rast im Restaurant Belvedere ein, um uns für die zweite Hälfte der Tour etwas zu stärken, und saugen das herrliche Panorama der Gletscher des Berninamassivs in uns auf. Von der Passhöhe geht es schließlich vorbei am Lagh da Palü und in Richtung Poschiavo. Dort steigen wir dann doch in die Rhätische Bahn ein und lassen uns zurück bis zum Ospizio Bernina bringen. Es gäbe zwar auch die Möglichkeit, dass wir uns zurück bis Pontresina chauffieren lassen. Wir genießen jedoch lieber eine weitere Abfahrt und gelangen so zurück zum Ausgangspunkt. Wir sind richtig begeistert. Als wir uns im SPA-Bereich des Cresta Palace von der anstrengenden Bike-Tour erholen, lassen wir unsere Eindrücke noch einmal Revue passieren. Die Engadiner Bergwelt hat uns so richtig in ihren Bann gezogen. Uns bleibt zwar noch der morgige Tag für eine Entdeckungstour, aber wir sind uns bereits jetzt einig, dass wir unbedingt wieder hierher zurückkehren müssen. +

Foto: Cresta Palace

Die Route 66 des Engadin

INFO: Bike-Hotel in St. Moritz Sport Resort Cresta Palace www.crestapalace.ch Weitere Infos für den nächsten Bike-Urlaub „Mountain Bike Holidays“ www.bike-holidays.com 41

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Foto: TVB St. Anton am Arlberg/Josef Mallaun

FIT IN DEN FRÜHLING

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FIT IN DEN FRÜHLING

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ZILLERTAL

TANNHEIMER TAL

D

ie klare Bergluft, ein atemberaubender Ausblick und Momente der Stille: Das macht das Zillertal attraktiv für Aktiv- und Erlebnis­ urlauber. Das Training inmitten von zahlreichen Dreitausendern und drei Vegetationsstufen wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus. Experten sind sich einig: Der sportliche Urlaub in den Bergen garantiert eine optimale Regeneration und einen idealen Fitnesszugewinn! „Am Berg werden Kraft- und Energiereserven aktiviert.“ Das bestätigt Prof. Dr. Ingo Froböse, Leiter des „Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung“ der Deutschen Sport­ hochschule Köln. Laufen ab einer Höhe

von rund 1000 Metern fördert die Bildung roter Blutkörperchen, die den Sauerstofftransport im Blut ankurbeln und dadurch zu einem verbesserten Stoffwechsel beitragen. Urlaub in den Bergen ist dank der Bewegung in den unterschiedlichen Höhenlagen bis zu vier Mal erholsamer als Strandurlaub – und auch zu Hause noch positiv und nachhaltig spürbar. Nach dem Höhentraining ist das Schlafen in der Talsohle besonders regenerativ, da der Körper die niedrige Lage gewohnt ist. Das schont das Herz-Kreislauf-System. + INFO: www.zillertal.at

Das schönste Hochtal Europas auf zwei Rädern erkunden Foto: Achim Meurer

Foto: Zillertal Tourismus/Andre Schönherr

Aktiv in den Bergen – Die Freiheit zu Füßen

M

it insgesamt 2500 Streckenkilometern zählt das Tannheimer Tal zu den Top-Rennrad-Destinationen und bietet für jedes Leistungsniveau eine Auswahl an grandiosen Rennradrouten. Als besonderes Schmankerl bietet Europas schönstes Hochtal jedes Jahr die etablierten Rennradwochen an. Dieses Jahr dürfen sich sowohl Hobby- als auch Leistungssportler bei den Rennradwochen zu Pfingsten (30. Mai bis 6. Juni) und in der Vorwoche zum RAD-MARATHON (29. Juni bis 4. Juli 2020) auf eine Woche voller Rennradsport freuen.

Dabei werden geführte Rundfahrten in vier verschiedenen Leistungskategorien angeboten und bieten somit für Genießer und Racer gleichermaßen die perfekt abgestimmte Tour. Beim Rennradtraining mit den Spezialisten verraten der ehemalige deutsche Rad-Profi Marcel Wüst und der österreichische Ex-Rad-Profi und mittlerweile Höhentrainingsexperte Gerrit Glomser ihre persönlichen Tipps und Tricks rund um das Thema Rennrad-Fahren. + INFO: www.tannheimertal.com

LEHENRIEDL Fotos: Michael Huber

Der Sommer wird rosig Sich im Einklang mit der Natur erholen. Den positiven gesundheit­ lichen Effekt der Bergluft spüren. Viel Zeit mit der Familie, dem Partner oder Freunden verbringen.

M

it diesen Vorsätzen im Gepäck macht man sich auf den Weg nach Wagrain, Salzburg. Genauer: zu den Lehenriedl Chalets. Um mal wieder so richtig Kraft zu tanken. Die Vordereggers – Gastgeber und auch irgendwie Familie auf Zeit – helfen dabei. Und führen einen mit der Ankunft direkt in eine ihrer drei Rosen. Edel, Alpen, Wild – in jedem Fall einzigartig Hereinspaziert – und schon kitzelt einen das behagliche Gefühl, angekommen zu sein. Denn was in den vier Wänden des eigenen kleinen Luxus-Chalets wartet, gibt dem Ausdruck „Liebe zum Detail“ eine völlig neue Bedeutung. Obendrauf: ein eigener Wellnessbereich mit Sauna und Infrarotkabine. Meint es der Wettergott gut, kann das Relaxprogramm auch

auf die chaleteigene Sonnenterrasse verlegt werden. Generell freut man sich hier im Salzburger Wagrain über ganz viel Privatsphäre. Und überkommt einen zwischendurch die Lust auf eine Abkühlung, erreicht man mit nur wenigen Schritten durch den liebevoll gestalteten Garten den friedlich plätschernden Privat-Badeteich. Nichts müssen, außer genießen Das Schöne an einem Urlaub am Lehenriedl ist, dass man einfach mal gar nichts tun muss. Denn vielleicht reicht es ja,

wenn die einzige Bewegung das anregende Tapsen auf dem neuen Barfußweg ist. Vielleicht sieht man sich die eindrucksvolle Kulisse, die man vom Zimmerfenster aus schon seit Tagen bestaunt, im Zuge einer leichten Wanderung oder E-Bike-Tour mal ganz aus der Nähe an. Möglicherweise ist einem aber auch nach einem schweißtreibenden Ausflug mit dem Mountainbike oder einer ausgedehnten Golfrunde. Bei Letzterem hat man dank der einzigartigen GOLF IN Ski amadé Card die Chance, gleich sieben Plätze der Region zu erkunden.

Auch die Überlegungen zum Thema Mobilität vor Ort werden einem von Familie Vorderegger abgenommen: Als Gast kann man das Auto während des Aufenthalts getrost stehen lassen. Und sich dem Urlaubsgefühl à la Lehenriedl voll und ganz ungestört hingeben. + INFO: Lehenriedl Chalets & Appartements Familie Vorderegger Lehenriedl 15, 5602 Wagrain Tel. +43 6413 8462, [email protected] www.lehenriedl.at 43

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ZAUCHENSEE

Foto: www.zauchensee.at

Bergsommer am Gamskogel

Foto: Tom Klocker Photo

R

auf auf den Gamskogel in Zauchensee – und zwar ganz ohne schweißtreibende Höhenmeter! Mit der 6er-Sesselbahn schweben Sie hinauf auf knapp 1900 Meter und direkt zur Gamskogelhütte. Hier starten Sie Ihre Wanderung zum 30 Minuten entfernten Seekarsee, genießen Köstlichkeiten in der Almhütte mit Panoramablick oder greifen selbst zur Grillzange. Tipps für Familien: der Abenteuerspielplatz neben der Gams­ kogelhütte, Zauchi’s Fotopoint und Zauchi’s Bummelzug, der in der Hauptferienzeit zwischen der Gamskogelhütte und dem Seekarsee verkehrt.

VELONTOUR

V

FOTO: RUPERT MUEHLBACHER

elontour ist die neue, kontinuierlich wachsende Plattform für alle Genussradfahrer, die Aktivität mit Kultur und Kulinarik verbinden möchten. Mittlerweile präsentieren 22 verschiedene Rad-Destinationen in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz dort ihre schönsten Highlight-Touren inklusive Einkehr- und Sight­seeing-Tipps. Im neuen VelontourMagazin sind all diese Informationen kompakt zusammengefasst. Velontour, die neue Plattform für Genussradler, ist die perfekte Wahl für einen facettenreichen Radurlaub. Wie wäre es beispielsweise mit einem Aufenthalt in einer der Genuss-Destinatio-

nen in Tirol, bei dem man die Region mit dem E-Bike oder dem Trekking-Bike bis aufs kleinste Detail erkundet? Das Verkosten regionaler Spezialitäten und das Entdecken der Natur stehen dabei immer an vorderster Stelle. Die Velontour-Gastgeber, die sich in den Destinationen befinden, sorgen obendrein für eine Rückzugsmöglichkeit, für Erholung und Entspannung. Auch Genussradler, die mit ihrem Rad gerne Grenzen überschreiten und mehrere Länder auf einmal erkunden, werden bei Velontour fündig. Wie wäre es beispielsweise mit einer mehrtägigen Radreise entlang des Donauradweges von Passau über Linz bis in die Walzerstadt Wien? Insgesamt 6 Reiseveranstalter präsentieren ihre Radreise-Pakete auf der neuen Genussrad-Plattform und sorgen so für ein abwechslungsreiches Urlaubsprogramm.+ INFO: www.velontour.info

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INFO: www.zauchensee.at

SAALBACH HINTERGLEMM

Echt lässig – Sommer in Saalbach Foto: Mirja Geh

Radurlaub mit allen Sinnen

Gamskogel-Sommerbergbahn Genusswanderer und Familien mit Kindern haben die Vorzüge des Seilbahnwanderns schon längst für sich entdeckt. Mit der Sommerbergbahn, die von Mitte Juni bis Mitte September geöffnet ist, beginnen Sie Ihre Wanderung in der Höhe entspannt und ausgeruht. Nehmen Sie von 09:00 bis 15:50 Uhr auf der Sesselbahn Platz und genießen Sie während der Berg- oder Talfahrt die Aussicht auf die Bergwelt rund um Zauchensee. +

S

aalbach Hinterglemm ist DIE Destination für Mountainbiker, Outdoor-Enthusiasten, Naturgenießer und aktive Familien. Die lässigste Region der Alpen präsentiert sich auf 1003 Metern Seehöhe im Salzburger Land inmitten der sattgrünen Pinzgauer Grasberge, umgeben von Gipfeln, die über die 2000er-Grenze ragen. Sobald man sich entweder aus eigener Kraft oder unter Zuhilfenahme der sechs Bergbahnen auf den höchsten Punkten wiederfindet, tut sich ein Panorama auf, das an Schönheit nicht zu übertreffen ist. Lässt man seinen

Blick über die umliegende Bergwelt schweifen – von den schroffen Gipfeln der Steinberge über den Großglockner bis über die sanften Züge der Gras­ berge –, wird man mit einem unglaublichen Weitblick belohnt. Saalbach Hinterglemm ist mittlerweile nicht mehr nur als eines der größten Ski­ gebiete der Alpen bekannt, sondern ist auch für Mountainbiker, Wanderer und Familien ein beliebtes SommerReiseziel.+ INFO: www.saalbach.com

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Vorarlberg

PYHRN-PRIEL

Von stillen Wassern, wilden Vätern und listigen Luchsen

Erfolgreiche Saison der Nordischen Auch Foto: OÖ Tourismus/Sieghartsleitner

I

n der oberösterreichischen Urlaubsregion Pyhrn-Priel gelegen, gilt der Nationalpark Kalkalpen als perfektes Sommerziel für alle Naturfans, die auch an heißen Tagen einen kühlen Kopf bewahren möchten. Auf rund 21.000 Hektar Fläche locken unberührte Laub-, Misch- und Nadelwälder, verborgene Höhlen sowie zahlreiche Bäche, Seen und Wasserfälle. Der von bestens beschilderten Wander- und Radwegen durchzogene Nationalpark Kalkalpen lässt sich perfekt auf eigene Faust erkunden. Noch spannender (und lehrreicher) sind jedoch die zahlreichen geführten Rangertouren. Wer schon immer einmal mit einem echten Ranger auf Safari gehen wollte, muss dafür nicht in die Ferne schweifen. Denn auch in der oberösterreichischen Urlaubsregion Pyhrn-Priel kann es ganz schön „wild“ zugehen. Hier befindet sich nämlich der Nationalpark Kalkalpen! 2017 zum ersten UNESCO- Weltnaturerbe Öster-

Wettkampfsaison

und nicht alle Wettkämpfe mehr beschickt bzw. durchgeführt werden konnten, so war die abgelaufene Saison eine überaus erfolgreiche für die Nordischen Athleten des Vorarlberger Skiverbandes. Allen voran stand Eva Pinkelnig (WSV Tschagguns) mit ihren ersten und dem hervorragenden 3. Platz im

reichs ernannt, gilt er als größtes zusammenhängendes Waldgebiet des Landes und beheimatet rund 250 Tiersowie mehr als 1000 Pflanzenarten! Wer bei so viel Wildlife nicht den Überblick verlieren möchte, beginnt seine „Tour de Natur“ am besten im Nationalpark Panoramaturm Wurbauerkogel. Hoch über Windischgarsten gelegen, erfährt man hier alles über die Flora und Fauna im Schutzgebiet und genießt den spektakulären Ausblick auf 21 Zweitausender. + INFO: www.urlaubsregion-pyhrn-priel.at

Gesamtweltcup. Aber auch in allen weiteren Ebenen des Skisprungs waren

sind. Allen voran konnte Tobias Fink

Vor­arlberger dabei und überaus erfolg-

(SV Riefensberg) überzeugen und im

reich. Im Continentalcup konnte sich

Biathlon zwei Podestplätze im Austria

Ulrich Wohlgenannt (SK Kehlegg) ein-

Cup erringen sowie auch zwei Medail-

mal am Podest und neunmal unter den

len bei der ÖM Langlauf im Sprint und

Top-Ten klassieren. Sehr erfreulich auch

im Einzel gewinnen. Die konsequente,

die Leistungen von Niklas Bachlinger

kontinuierliche und langfristige Arbeit

(WSV Schoppernau), der im FIS-Cup

im Nachwuchsbereich trägt in allen

und Alpencup sechsmal die Top-Ten er-

Nordischen Referaten langsam Früch-

reichte und sich bereits früh in der Sai-

te. Wir werden auch für die kommende

son seine ÖSV-B-Kader-Qualifikation fi-

Saison

xierte. Im Alpencup konnten sich

diesen positiven Trend aufrechtzuer-

Dominik Kulmitzer (SC Egg) und Kilian

halten.

Nordic 4.0) in den Punkterängen klas-

Foto: TVB St. Anton am Arlberg

sich Gäste im Sommer 2020 auf jede Menge Neuigkeiten und Überraschungen freuen. So erhält der Alpin-Triathlon Arlberg Adler mit dem Hindernislauf Arlberger Wadlbeißer eine frische Disziplin. Für E-Bikes gibt es zahlreiche zusätzliche Strecken und Ladestationen, während Besucher am neuen Rundwanderweg Bergbau Gand in die Geschichte der Region eintauchen. Bequem ins Sommerglück: Wer per Bahn anreist, steigt direkt im Zentrum von St. Anton am Arlberg aus dem Zug. +

wieder

alles

daransetzen,

Snowboard Vorarlberg

sieren bzw. erste internationale Erfah-

Die vergangene Saison verlief für Snow-

rungen sammeln. Im Schülerbereich auf

board Vorarlberg zu Beginn aus schnee-

nationaler Ebene stach vor allem Pius

technischen Gründen zwar etwas müh-

Gütl (TS Ski Nordic 4.0) mit seinen Leis-

sam, gipfelte jedoch am Ende der

tungen heraus. Er holte drei Podestplät-

Saison mit dem sensationellen zweiten

ze im Austria Cup in der Nordischen

Weltcupgesamtsieg hintereinander für

Kombination (inklusive Bronzemedaille

Alessandro „Izzi“ Hämmerle! Für Snow-

bei den ÖM) und einen Podestplatz bei

board Vorarlberg gilt es nun, diese füh-

den Spezialspringern, zusätzlich noch

rende Kompetenz und Erfahrung lang-

den 4. Gesamtrang in der Cupwertung

fristig und dauerhaft in Vorarlberg zu

Spezialsprunglauf und den 3. Gesamt­

festigen. So ist es schon seit geraumer

rang in der Nordischen Kombination.

Zeit das Ziel, neben dem weltweit aner-

Ähnlich erfolgreich waren die Vorarl-

kannten SBX- und SX-Weltcup im Mon-

berger Athleten im Bereich Biath-

tafon zu Saisonbeginn, auch eine dauer-

lon-Langlauf, der bei uns seit einigen

hafte Trainingsstrecke zu errichten und

Jahren erfolgreich zusammen geführt

auf dieser den einen oder anderen

wird. Ramona Düringer (WSV Andels-

Nachwuchsbewerb ins Leben zu rufen.

buch) und Jasmin Berchtold (SC Egg)

Auch heuer konnten wir wieder in Zu-

waren regelmäßig im IBU Cup bzw. im

sammenarbeit mit den Silvretta Monta-

Contintalcup Langlauf unterwegs und

fon Bergbahnen und der Firma Schnee-

sorgten für sehr gute Ergebnisse. Im

stern zwei Startsektionen errichten,

Jugend- und Juniorenbereich sind wir

welche unserem Nachwuchs wie auch

im Moment zahlenmäßig sehr dünn

der gesamten ÖSV-Snowboardcross-

aufgestellt. Mit Simon Maier (TS Ski

Mannschaft zur Verfügung standen.

Nordic 4.0) und Niklas Geiger (SC Egg) sind nur zwei Athleten im Biathlon national und international am Start. Grund zur Hoffnung machen uns aber die Athleten im Schülerbereich (Jg.

INFO: www.stantonamarlberg.com

VSV-Team Skisprung ÖM Jugend Eisenerz

Gütl (Nordische Kombination, TS Ski

Bergsport pur für alle

B

die

Weltcupsiegen im Damen-Skisprung

ST. ANTON AM ARLBERG

iken, wandern, alpine Gipfelerlebnisse – in allen Facetten dominiert im sommerlichen St. Anton am Arlberg der „echte“ Bergsport vor berauschender Naturkulisse. Ihre internationalen Besucher begeistert die Tiroler Region seit jeher mit ursprünglichem, dörflichem Charme, einer Vielzahl etablierter Top-Events in den Bereichen Sport, Kultur, Gesundheit und Brauchtum sowie mit der Herzlichkeit ihrer Gastgeber. In der gesamten Urlaubsregion, vom „Weltdorf“ St. Anton am Arlberg entlang der Rosanna bis ins Stanzertal mit den Gemeinden Pettneu, Schnann, Flirsch und Strengen, dürfen

wenn

2019/20 früher als geplant zu Ende ging

2008 und jünger), die zahlen- und leistungsmäßig wieder nationale Spitze

Vorarlberger Skiverband Markus-Sittikus-Straße 5 6845 Hohenems T 05576/43030 F 05576/42214 M [email protected] H www.vski.at

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LANDESVERBÄNDE

SKI AUSTRIA 6 • 2019/20

Burgenland

Massenstart Oberstufe

Fotos: LSVB

schicklichkeits- und Laufformat und darü-

zu verbringen, so Winkler. „Für das Burgen-

ber hinaus ein attraktives Rahmenprogramm

land hat dies Priorität.“ Österreich ist eine

geben, um noch mehr Jugendliche für eine

Skination und es ist wichtig, dass wir den

der gesündesten Sportarten überhaupt zu

Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit

motivieren. Der Burgenländische Skiver-

geben, dass sie Ski fahren lernen und auch

band hat uns die Medaillen für diese Veran-

andere Wintersportarten kennenlernen.“

staltung zur Verfügung gestellt. Dafür herzli-

Es sei auch wichtig, dass burgenländische

chen Dank! Wir freuen uns, auch nächstes

Familien dabei finanziell unterstützt wer-

Jahr möglichst viele Schulen bei diesem

den und diese Möglichkeit haben, so Wink-

Event begrüßen zu dürfen!

ler, die den Burgenlandabend in der Fest-

LL-Meisterschaften der Schulen –

Skiwoche

halle Altenmarkt gemeinsam mit dem BSV

das tut“, so Guttmann. Höhepunkt war auch

Alle Titel an Oberschützen!

Altenmarkt-Zauchensee:

und Sportlandesrat Christian Illedits eröff-

heuer wieder das Abschlussrennen. Für be-

Am 25.2.2020 wurden die Burgenländi-

Burgenländer auf der Piste

nete. Mit dabei waren auch der ehemalige

sonders viel Spaß sorgte auch die Hütten-

schen Meisterschaften der Schulen im

Sie gehört für viele Skisportbegeisterte

Abfahrtsweltmeister und Vizepräsident des

ralley. Organisiert von Maria Schuch und

Langlauf ausgetragen. Zehn Mannschaften

dazu, wie der Faschingskrapfen zur Fa-

ÖSV, Michael Walchhofer, sowie der Bürger-

Manuela Imre bewiesen sich die burgenlän-

aus vier verschiedenen Schulen stellten

schingszeit – die burgenländische Skiwo-

meister der Marktgemeinde Altenmarkt,

dischen Skifahrer in den Bewerben: Nageln,

sich der Herausforderung der vom SV HTBL

che in Altenmarkt-Zauchensee, die sich

Rupert Winter, der vom Burgenländischen

Dosenwerfen, Zielwerfen und Schaumrol-

Pinkafeld in Zusammenarbeit mit dem USV

bei der 46. Auflage zur Freude von Alex

Skiverband ausgezeichnet wurde.

len-Wettessen. Das Resümee fiel also wie-

St. Jakob im Walde auf der Joglland-Loipe in

Hegedüs und Thomas Kiss über den Teil-

St. Jakob organisierten Wettkämpfe. Eine

nehmerrekord freuen konnte.

anspruchsvolle Loipe über 2,0, 3,0 oder 4,0

der einmal äußerst positiv aus und gibt den Präsident Guttmann:

Organisatoren und Verantwortlichen Recht,

„Wollen Freude wecken“

wenn von: „Die burgenländische Skiwoche

km wartete auf die TeilnehmerInnen der

LR Daniela Winkler:

„Mit der burgenländischen Skiwoche wol-

– leistbares Skifahren für burgenländische

verschiedenen Alterskategorien. Bei den

„Wichtig für das Burgenland“

len wir Familien die Möglichkeit bieten, sich

Familien“ gesprochen wird.

Burschen der Unterstufe siegte die NMS, bei

Die Kooperation zwischen dem Jugendrefe-

für das Skifahren zu begeistern. „Ich bin

den gleichaltrigen Mädchen das BG/BRG

rat des Landes Burgenland und dem Bur-

immer wieder begeistert, wie viele Kinder

Oberschützen. Auch in der Oberstufe gingen

genländischen Skiverband bietet Kindern

da teilnehmen. Wir wollen aber keine Teil-

beide Titel an das BG/BRG Oberschützen.

und Jugendlichen die Möglichkeit, auch

nehmerrekorde brechen, wir wollen Freude

Im nächsten Jahr soll es diese Meisterschaf-

ohne Begleitung der Eltern oder Angehöri-

wecken, und wenn man die Kinder bei der

ten in einem interessanten Technik-, Ge-

gen, eine Wintersportwoche in Altenmarkt

Siegerehrung sieht, weiß man, warum man

Burgenländischer Skiverband Steinamangerer Straße 7A 7400 Oberwart T 03352/32255 F 03352/32255 20 M [email protected] H www.burgenlandski.net

Tirol ihre Kinder. Größten weiblichen Zuwachs gab es in den letzten Jahren im Team Breitensport.

Sonderbehandlung

für

Frauen gibt es dort nicht, doch speziell in den Bereichen Kids Coach und Instruktor scheint es einfacher, als Frau seinen Platz zu finden. „Jeder hat verschiedene Talen-

Frauenpower im Tiroler Skiverband

Fotos: R. Reuter/TSV

Katja Tecklenburg (li.)

te und Erfahrungen, die er entsprechend der zeitlichen Verfügbarkeit aufgrund

Frauenpower im Tiroler Skiverband

ein. Sozusagen an der Spitze, sprich im

einen Unterschied macht, ob ich ein

von Beruf und Familie dort einsetzen

Als Anlaufstelle für fast 240 Tiroler Ski-

Präsidium, ist die Unfallchirurgin Katja

Mann oder eine Frau bin“, meint die

kann“, erklärt Simone Sartori, ihrerseits

vereine, Schulungskapazität für Kampf-

Tecklenburg zu finden. „Wenn ich anfangs

zweifache Mutter und Sportlehrerin. Mi-

TSV-Instruktorin, Pharmakologin an der

richter und Trainer sowie Ausbildungs-

gezögert habe, dann ganz sicher nicht,

chaela Stark fungiert als Kampfrichterin

Uni Innsbruck und Mutter. Auch Monika

zentrale zukünftiger Leistungssportler in

weil ich Sorge als einzige Frau im Präsidi-

und Mädchen für alles beim SC Seefeld.

Ploner, Sekretärin im Verbandsbüro, be-

acht olympischen Sportarten deckt der

um hatte“, lacht Tecklenburg. Es war eher

Sie war unter anderem für die Einteilung

grüßt die Tendenz zu mehr weiblicher

Tiroler Skiverband einen großen und sehr

eine Zeitfrage, die es für die berufstätige

der Kampfrichter bei der Nordischen WM

Repräsentanz im TSV. „Wichtiger ist aber,

umfangreichen Aufgabenbereich ab. Un-

Mutter zweier Kinder abzuwägen galt.

zuständig. Dass man sich jeglichen Res-

dass wir jedes Jahr erfolgreiche Jungath-

terstützt vom Landesverbandsbüro in

Neben der üblich anfallenden Repräsen-

pekt allerdings erarbeiten muss, ist für

letinnen in den ÖSV verabschieden und

Innsbruck leitet das sechsköpfige Präsi-

tanten-Arbeit liegt ihr eine Neuaufstel-

sie klar. Und dass dieser nicht vom Zu-

Tiroler Sportlerinnen auszeichnen kön-

dium seine Geschicke. 18 Referatsleiter

lung des Alpinkonzeptes im Verband am

schauen, sondern vom Zupacken und von

nen. Das ist dann der wahre Frauenpower

und 9 Bezirksreferenten kümmern sich

Herzen. Dem Skisport blieb sie als C-Trai-

fundiertem Wissen kommt, kann auch

im TSV!“

um diverse Sportarten und Skibezirke,

nerin und ÖSV-Ärztin stets verbunden.

eine

während in den Vereinen eine große An-

Seit den letzten Vorstandswahlen ist das

TSV-Vereins bestätigen. „Schon seit

zahl von freiwilligen Klubfunktionären

Referat Snowboard von der langjährigen

sechs Jahren bin ich Obfrau und seit drei

aktiv ist. Dabei nehmen in dem ehemals

sportlichen Leiterin Daniela Bodner be-

Jahren Kampfrichterin im SC Kössen“,

rein männlichen Verband immer mehr

setzt. „Ich habe weder bei Kollegen, El-

verkündet nicht ganz ohne Stolz Sabine

Frauen die verschiedensten Positionen

tern noch Athleten das Gefühl, dass es

Schmid. Dazu gekommen ist sie durch

46

der

wenigen

Obfrauen

eines Tiroler Skiverband Marktgraben 16/1  6020 Innsbruck T 0512/58 74 03 F 0512/57 14 85 M [email protected]  H www.tirolerskiverband.at

LANDESVERBÄNDE

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Niederösterreich mittag wurde die Österreichische Meisterschaft im KK Massenstartbewerb durchgeführt. Am richtigen Weg ist Hanna Zormann. Sie konnte hier eine großartige Leistung zeigen und war bis zum letzten Schießen auf Medaillenkurs. Leider verhinderten dann drei Fehler den Traum von einer Medaille. Am Ende reichte es nur für Platz 7. Liv Grete Stocker vergab alle Chancen am Schießplatz. Sie konnte jedoch

Team Niederösterreich

Fotos: LSVNOE

Geschwister Aigner

Elias Eischer

Liv Stocker

beim Austria Cup zurückschlagen. Liv lief im Sprintbewerb ein beherztes Rennen und

Vier Medaillen bei Schüler-ÖM

sehr optimistisch gestimmt für die nächs-

Platz. Beim Riesentorlauf erreichte aber-

blieb bei beiden Schießeinlagen fehlerfrei

Vom 4. bis 6. März fanden am Hochficht in

ten Jahre.“ In dieselbe Kerbe schlägt auch

mals Veronika mit Guide Elisabeth sowie

und gewann das Rennen mit 56,5 Sekun-

Oberösterreich die Österreichischen Schü-

Vizepräsidentin Alpin Michi Dorfmeister:

Johannes mit Guide Patrick den ersten

den Vorsprung. Hanna Zormann musste

lermeisterschaften statt. Dabei erreichten

„Der Grundspeed ist da und ich bin mit

Platz. Alle Platzierungen wurden in der Ka-

zwei Fehler hinnehmen und erreichte Platz

die NÖ Athleten zweimal Gold, einmal Sil-

dem Potenzial der Schüler, die wir im Mo-

tegorie Sehbehindert eingefahren.

6. Auch für die LG Schützen stand ein

ber und einmal Bronze. Gleich am ersten

ment haben, sehr zufrieden.“

Tag holte Nadine Hundegger (SSC Rohr im

Sprintwettkampf am Plan. Elias Eischer beGold für Elias Eischer.

stätigte seine Leistung vom Vortag und er-

Gebirge) im Super-G in der Klasse U15

Erfolgreiche Geschwister im Para-Skisport

Liv Grete Stocker gewinnt Austria Cup

reichte Platz 2. Katja Pelikan und Letizia

Gold. Stephan Koch von der Sportunion

Großartige Erfolge konnten die Geschwister

Bei der Österreichischen Meisterschaft im

Frühwirth blieben am Schießstand fehler-

Waidhofen gewann bei den U14 ebenfalls

Aigner in der Europacup-Gesamtwertung

Biathlon LG Einzelwettkampf in Rosenau

los und wurden für den 2. Platz geehrt.

im Super-G Bronze. Im Riesenslalom reich-

2019/20 verzeichnen. Vroni Aigner und Jo-

am Hengstpass holte Elias Eischer Gold.

Auch Samuel Eder schloss sein Schießen

te es leider zweimal nur für den undankba-

hannes Aigner wurden EC-Gesamtsieger in

Auch die übrigen Nachwuchs-Biathleten

ohne Fehler ab und klassierte sich auf Rang

ren vierten Platz. Im Slalom schlugen dann

der Klasse „Vision Impaired-Women“ bzw.

zeigten großartige Leistungen und erran-

drei. Peter Stocker und Silvia Buchinger

die Geschwister Tschach wieder zu. Stella

„Vision Impaired-Men“ und Barbara Aigner

gen weitere Podestplätze. So konnte Katja

konnten sich ebenfalls verbessern. Peter

Tschach sicherte sich den Sieg in der Kate-

belegte Platz drei. Am 7. und 8. März stan-

Pelikan an ihre Leistungen vom letzten Jahr

wurde Zehnter und Silvia erreichte Platz 8.

gorie U14 und Bruder Adrian belegte in der

den die Österreichischen Staatsmeister-

anschließen und Platz drei erringen. Leti-

Kategorie U16 den zweiten Platz. Schüler-

schaften in Tirol auf dem Programm. Bereits

zia Frühwirth durfte sich über den 2. Platz

sportwart Markus Schmölz: „Von den Er-

am ersten Tag erreichte Veronika mit Guide

freuen. Samuel Eder klassierte sich bei sei-

gebnissen ist es gut gelaufen, aber es hätte

und Schwester Elisabeth sowie Barbara mit

ner ersten Meisterschaft auf Rang 4. Silvia

noch besser sein können. Grundsätzlich ist

Guide Felix den ersten Rang. Bruder Johan-

Buchinger (Platz 9) und Peter Stocker (12)

das gesamte Schülerteam schnell. Ich bin

nes mit Guide Patrick gelang der dritte

rundeten das Ergebnis ab. Bereits am Vor-

Landesskiverband Niederösterreich Dr. Adolf Schärf-Straße 25/13 3100 St. Pölten T 02742/25 25 22 F 02742/25 25 22 M [email protected]  H www.noe-ski.at 

Salzburg Freude mit dem Nachwuchs

sieben goldene. Jeweils das Double hol-

Springen musste er im Langlauf aufge-

Auch wenn es vor allem aufgrund zahlrei-

ten sich in den Speedbewerben der Dorf-

ben, zu sehr geschwächt von der vorhe-

cher Verletzungen bei den Alpinen im

gasteiner Stefan Rieser (Jugend 2) und

rigen beinharten internen ÖSV-Qualifi-

Weltcup nicht so recht funktioniert hat,

der Maria Almer Lukas Broschek (Jugend

kation. Im nach­ olympischen Winter

im Nachwuchs haben die Aktiven des

1) sowie Markus Oberhamberger in Sla-

zeigte er mehrfach sein Können, u. a. als

SLSV stark aufgezeigt. Nicht nur interna-

lom und Superkombination (Jugend 2).

Vierter bei der Garmischer Wintersport-

tional mit den vielen Medaillen, sondern

Seinen ersten Titel eroberte Niklas

woche. Am Ende der Saison 1955 trat er

auch national bei den diversen österrei-

Skaardal als Gewinner der Jugend 1-Kom-

zurück, weil berufliche Anforderungen

chischen Jugendmeisterschaften. Die Al-

bination. Weitere Medaillen gingen auf

in den Vordergrund rückten: Die Ski-

pinen errangen 15 Medaillen, darunter

das Konto von Teresa Fritzenwallner, Christoph Meissl, Lukas Passrugger und Noah Geihseder. Nicht weniger erfolg-

schule (sein Vater hatte 1923 die erste

Peter Radacher mit seinen Töchtern Christine und Heidi Foto: Johnny Morano

reich waren die Nordischen des SLSV mit

Foto: GEPA

haus, Gemeinde, Lawinenwarnkommission, Amt des Bezirksjägermeisters.

15 Goldmedaillen bei den Jugendmeister-

cher seinen 90. Geburtstag. Er ist einer

Radachers Enkel Peter junior leitet seit

schaften. Doppelmeister wurden Sprin-

der letzten großen österreichischen Nor-

dem Vorjahr das FIS-Skimuseum in

ger Peter Resinger (der spätere Junio-

dischen der Jahre nach dem Zweiten

Werfenweng.

ren-Weltmeister), Kombinierer Severin

Weltkrieg. Zwischen 1951 und 1955 war

Reiter und Biathlet Fabian Müllauer.

er viermal österreichischer Vizemeister und zweimal Salzburger Landesmeister

Stefan Rieser

im Land Salzburg eröffnet), das Arthur-

Peter Radacher wurde 90

in der Nordischen Kombination. Pech

Im Kreise seiner Familie feierte kürzlich

hatte er bei den Olympischen Spielen

in Mühlbach am Hochkönig Peter Rada-

1952 in Oslo. Nach einem passablen

Salzburger Landes-Skiverband Oberst-Lepperdinger-Straße 21 5071 Wals T 0662/62 88 17 F 0662/62 88 17- 4 M [email protected]  H www.slsv.at

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LANDESVERBÄNDE

SKI AUSTRIA 6 • 2019/20

Kärnten

Siegerfoto Kärntner Meisterschaften auf der Petzen

Das Kärntner Langlaufteam bei den Österreichischen Meisterschaften

OPA-Spiele – Julijan Smid und Olympiasieger Karl Schnabl Fotos: LSVK

Alpine Landesmeisterschaften 2020

Askö Landskron) das erste Rennen mit

nen war nur Roman Frost aus Deutschland

Nicolas Wohlfahrt, Christian Steiner) in

Torlauf und Riesentorlauf der Kärntner

0,03 sec. Vorsprung auf Felix Hacker

schneller als der Läufer vom SC Petzen.

die Medaillenränge.

alpinen Meisterschaften wurden auf dem

(Askö St. Veit-Klippitztörl), der jedoch

Stollenhang der Petzen ausgerichtet. Ta-

das zweite Rennen auf dem obersten Po-

Langlauf-ÖM für Schüler/Jugend

Viermal Gold bei den

gesbeste und somit Kärntner Meister im

destplatz beenden konnte. Beim FIS-Tor-

in Saalfelden

Nordischen OPA-Spielen

Torlauf wurden Lara Stöffler (SC Vellach)

lauf in Kranjska Gora erreichte Moritz

Bei den Sprint- und Individual-Bewerben

Bei den vom SV Achomitz/SD Zahomc or-

und Gabriel Wolf (SC Petzen), Die Riesen-

Opetnik (SC Petzen) den 2. Platz. Alisa

freie Technik erreichten Sarina Supanz,

ganisierten Nordischen OPA-Spielen er-

torlauftitel sicherten sich Vanessa Weber

Floriantschitz (SC Bad Kleinkirchheim)

Maxima Seidl, Fabian Supanz, Anna-Ma-

reichten die Kärntner Teilnehmer gleich

(SC Bad Kleinkirchheim) und Lukas

belegte beim ersten FIS-Torlauf in Krva-

ria Logonder und Sami Mesotitsch (alle

vier Mal Gold. Julijan Smid (SV Achomitz/

Andreycic (Askö SC Rosental). Die beiden

vec Rang eins, Patricia Leeb (SC Gerlit-

Union Rosenbach), Ilka Zleptnig (Union

Zahomc) und Samuel Lev (SZ Velden)

Super-G fanden auf der Klösterle-Nord-

zen) wurde Dritte. Kerstin Franzel (SC

Köstenberg) und Christian Steiner (Askö

siegten im Einzelbewerb und in der

abfahrt der Gerlitzen statt, über denTitel-

Arnoldstein) konnte sich beim folgenden

Villach) Podestplätze. Im Staffel-Bewerb

Teamwertung.

gewinn konnten sich Vanessa Weber und

Rennen als Zweite platzieren. Bestzeit

kamen die Teams Schüler w (Ilka Zlept-

Jakob Buchacher (SC Arnoldstein) freuen.

fuhr Laura Brandner (SV Berg) beim

nig, Fiona Pinter, Natalie Wenzel), Jugend

FIS-Super-G in St. Lambrecht, Kerstin

w (Nadine Fercher, Miriam Pontasch, An-

Nachwuchs brillierte

Franzel (SC Arnoldstein) wurde Dritte.

na-Maria Logonder), Schüler m (Martin

Bei den FIS-Super-G-Bewerben in St.

Beim ersten FIS-Torlauf in Seefeld (AUT)

Erjavec, Jan Gaudin van Haagen, Davie

Lamprecht gewann Maximilian Kacic (SK

siegte Moritz Opetnik, beim zweiten Ren-

Liegl) und Jugend m (Sami Mesotitsch,

Landesskiverband Kärnten Arnulfplatz 2  9010 Klagenfurt T 0463/54 023   F 0463/50 20 25 M [email protected]  H www.skiverband-kaernten.at

Steiermark cherte sich in der Nordischen Kombination den Weltmeistertitel – mit dabei unser Steirer Fabio Obermeyr. Steirische Skifamilie trauert um Walter Hubmann Walter Hubmann ist am 4. März, nach schwerer Krankheit, im Kreise seiner Lieben, verstorben. Hubmann machte sich als Erfolgstrainer im ÖSV einen Namen, be-

Steirer Ski Tag

Foto: CherliasCom

treute er doch Athleten wie Renate Götschl, Michaela Dorfmeister, Hermann

Ehemalige SportlerInnen für

Rennen um die große Steirer Ski Kugel.

Nils Oberauer die Bronzemedaille. Die

Maier und Hans Knauß. Unter anderem

Nachwuchs im Einsatz

Wir danken allen Förderern und Freunden

Kombiniererin Lisa Hirner gewann 2x Gold

trainierte Hubmann im kroatischen, bul-

Um den steirischen Ski-Nachwuchs för-

des Steirischen Skiverbandes – durch ihre

– im Einzel und im Team. David Haagen

garischen und Schweizer Skiteam. Als Un-

dern zu können, wurde vom Steirischen

Teilnahme beim Steirer Ski Tag konnte für

flog im Skispringen auf den 3. Platz. In der

garn-Coach führte er junge Sportler an die

Skiverband, heuer bereits zum zweiten

unseren Ski-Nachwuchs eine stolze Sum-

Mixed-Teamstaffel holten sich Witta Wal-

Spitze heran. Unter seiner Regie wurden

Mal, ein Skitag veranstaltet. Dabei stellten

me gesammelt werden.

cher und David Haagen gemeinsam mit

auch die ungarischen Meisterschaften auf

ihren Teamkollegen die Silbermedaille.

der Grebenzen ausgetragen.

sich die ehemaligen, steirischen SkirennläuferInnen Hans Knauß, Renate Götschl,

Stolze Bilanz unserer Nachwuchssportler

Bei der Nordischen Junioren- WM in Ober-

Klaus Kröll, Lizz Görgl, Helmut Höflehner

Die steirischen Nachwuchssportler konn-

wiesenthal schaffte Lisa Hirner in der Nor-

und Michael Tritscher in den Dienst der

ten bei den Großveranstaltungen ihr Kön-

dischen Kombination den 3. Platz. Im Ski-

guten Sache. Bei traumhaftem Wetter zo-

nen hervorragend unter Beweis stellen.

sprung-Teambewerb gelang David Haagen

gen die Teilnehmer ihre Schwünge in den

Bei den Olympischen Jugendspielen in

mit seinen Teamkollegen der Sprung auf

Schnee und lieferten sich ein spannendes

Lausanne holte sich der Skibergsteiger

den 2. Platz. Das österreichische Team si-

48

Steirischer Skiverband Junghannsstraße 182 8967 Haus im Ennstal T 03686/2119 F 03686/2380 M [email protected]  H www.steirerski.at 

LANDESVERBÄNDE

SKI AUSTRIA 6 • 2019/20

Oberösterreich

ALPIN & NORDISCH

Daniel Hemetsberger

Foto: GEPA

Elisa Mörzinger

Foto: GEPA

WELTCUP ZUBEHÖR

www.hwk-skiwachs.at

Zwei zusätzliche Alpine

heimischen Stars belohnten ihre Fans bei

Weltcupstartplätze

beiden Weltcup­ events mit Heimsiegen.

So dramatisch die Folgen der aktuell wü-

In Hinzenbach war es Chiara Hölzl, die in

tenden Viruserkrankung auf unsere Ge-

der Energie AG Arena zwei Heimsiege fei-

LSV-Kaderathleten ihre Medaillen am

sellschaft, das Zusammenleben, das So-

erte. Vincent Kriechmayr gewann als Lo-

Hochficht. Binna triumphierte gleich am

zialverhalten und die Wirtschaft sind,

kalmatador den Super-G von Hintersto-

ersten Renntag und holte sich den Meis-

umso ermutigender ist, dass mit Daniel

der. Mit den Österreichischen Alpinen

tertitel im Super-G sowie die Silberme-

Hemetsberger und Elisa Mörzinger zwei

Meisterschaften der Schüler am Hoch-

daille im Riesentorlauf. Yvonne Gadola

weitere Oberösterreicher, aufgrund ihr

ficht und der Alpinen Juniorenmeister-

gewann im Super-G Bronze und fuhr

Top-drei-Platzierung im Europacup, in

schaft im Riesentorlauf in Hinterstoder

durch die starken Leistungen in allen

der kommenden Saison einen fixen Start-

bewiesen die durchführenden Vereine,

Rennen die Silbermedaille in der Kombi-

platz im Weltcup haben. Daniel Hemets-

Schiunion Böhmerwald und VNZ Ski

nationswertung ein, ebenso wie Melvin

berger beendet die Europacupsaison in

Oberösterreich, dass es möglich ist, zwei

Garstenauer.

der Abfahrt mit 226 Punkten auf Platz

Veranstaltungen dieser Größenordnung

drei, hinter Landsmann Niklas Köck und

sogar parallel abzuhalten. Die Junioren

WM-Gold für Moharitsch und Mühlbacher

Valentin Giraud Moine (FRA). Elisa Mörz-

nützten die perfekt präparierte Han-

Die Nordische FIS Junioren-Weltmeister-

inger, die im abgelaufenen Rennwinter

nes-Trinkl-Weltcupstrecke, um ihre Meis-

schaft in Oberwiesenthal ist für zwei

Moharitsch die verdiente Goldmedaille.

ein Weltcuppodest feiern durfte, freut

ter im Riesentorlauf zu küren. Zeitgleich

Oberösterreicherinnen zum absoluten

Mit der Salzburgerin Marita Kramer, die

sich über ihren dritten Europacup- Ge-

feierten mit Leonie Binna, Yvonne Gadola

Triumph geworden. Mit ihrer Mannschaft

bereits im Einzelbewerb Gold eroberte,

samtrang im Riesentorlauf. Die Altenfeld-

und Melvin Garstenauer auch drei

gewannen Julia Mühlbacher und Vanessa

und Lisa Eder, die als Vierte das undank-

Die Gold-Mannschaft der Damen bei der Junioren-WM  Foto: privat

nerin ist mit Nadine Fest in guter heimi-

bare Blech erntete, gelang es den beiden

scher Gesellschaft, die sich überlegen

Oberösterreicherinnen, das verdiente

den Gesamtsieg im Europacup vor Team-

Edelmetall im Mannschaftsspringen mit

kollegin Rosina Schneeberger geholt hat.

nach Hause zu nehmen. War Julia Mühlbacher im Einzelspringen noch auf Rang

Großaufgebot an Veranstaltungen

11 gelandet, konnte sie die Junioren-Welt-

Die abgelaufene Saison war für den Lan-

meisterschaft mit der Goldmedaille mehr

desverband trotz der teils schwierigen

als zufrieden abschließen.

Schneeverhältnisse eine äußerst veranstaltungsreiche. Die beiden Winter­ sporthighlights bildeten die Weltcupveranstaltungen in Hinzenbach und in Hinterstoder, die gesamt rund 40.000 Fans nach Oberösterreich brachten. Die

l. Lokalmatador Vincent Kriechmayr gewann den Super-G auf seiner Heimstrecke. r. Eva Pinkelnig und Chiara Hölzl machten es sich am Siegertreppchen von Hinzenbach zu Recht bequem.  Fotos: GEPA

Landesskiverband Oberösterreich Wieningerstraße 11 4020 Linz T 0732/65 53 18 F 0732/65 53 18-15 M [email protected] H www.skiverband-ooe.at

Foto: GEPA

WALTER HUBMANN Der ÖSV trauert um Walter Hubmann

A

m 4. März ist der langjährige Skitrainer Walter Hubmann nach langer, schwerer Krankheit im 62. Lebensjahr verstorben. Als ÖSV-Damen-Abfahrtstrainer führte der Steirer unter anderem 1997 „Speed-Queen“ Renate Götschl zu ihrem ersten WM-Titel sowie zum Gewinn der

ersten Abfahrtskugel. 2001 wechselte Hubmann zu den ÖSVHerren und feierte dort große Erfolge mit Stephan Eberharter, Hermann Maier oder auch Hans Knauß. Der Murtaler galt als „SkiWeltenbummler“. Nach seiner erfolgreichen Tätigkeit im Österreichischen Skiverband war er

vier Jahre im kroatischen Verband als Abfahrtschef tätig und hatte Anteil daran, dass Ivica Kostelic den Gesamtweltcup gewann. Weitere Stationen von Hubmann waren Bulgarien, die Schweiz, Ungarn und Georgien. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. 49

BÜCHER

SKI AUSTRIA 6 • 2019/20

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Foto: Bergbahnen Saalbach Hinterglemm/Erwin Haiden Foto: www.obertauern.com

Xund und kinderleicht

7

Im nächsten Heft

2019/20

RAD Trekking- und Mountainbikes, Rad-Bekleidung, Accessoires und Tipps, Routen, Radwanderwege & Radurlaube

WANDERN Österreich als Paradies für Wandern & Bergsteigen

Fotos: Lackner, Löffler

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